Was tun bei Brainfog & Konzentrationsschwierigkeiten im Studium 🤯
Brainfog ist eigentlich ein schwammiger Begriff bzw. ein Sammelsurium an Symptomen wie Konzentrationsstörungen, Wortfindungsstörungen, Gedachtnisprobleme usw. Hier erzählt Christian, mit welchen Strategien er Symptome wie diese seit Jahren erfolgreich in den Griff bekommt, u.a. mithilfe von Licht.
Im Video erwähnt:
👉 „Dumm wie Brot. Wie Weizen schleichend Ihr Gehirn zerstört“ thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1057819557
👉 Christians Youtube-Channel: youtube.com/channel/UCyZwKyzBZbiUFCeTIXMQkHQ
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#studium #lernhacks
Transkript
Schönen guten Tag. Heute geht es um das spannende Thema Brainfog. Das Schöne ist ja, dass viele von euch das Wort mittlerweile kennen – Brainfog – und vielleicht sogar die Symptomatik, spätestens seit 2020, weil es auch eine klassische Nachwirkung von Grippe oder von Virusinfektionen sein kann.
Deswegen will ich in diesem Video mal ein kleines bisschen über das Thema erzählen. Ich selber beschäftige mich eigentlich schon seit vielen Jahren damit, habe als Kind schon unter Brainfog gelitten, auch unter Konzentrationsstörungen, auch als Jugendlicher, und habe mich deswegen intensiv damit auseinandergesetzt. Deswegen nenne ich in diesem Video mal ein paar Strategien, die zumindest mir dabei geholfen haben, das Ganze in den Griff zu bekommen, sodass das heute kein Thema mehr für mich ist. Viel Spaß mit diesem Video.
Was mit Brainfog gemeint ist
Erst mal: Das Wort Brainfog ist eigentlich ein bisschen ein schwammiger, nebliger Begriff, würde ich mal sagen. Ich glaube, dass er schulmedizinisch auch gar nicht als irgendeine Krankheit anerkannt ist, auch wenn Mediziner ihn jetzt spätestens seit 2020 öfter mal nutzen. Aber auch vorher wusste man schon, dass irgendwelche viralen Erkrankungen auch zu so etwas wie Brainfog führen können.
Die Leute, die diesen Begriff benutzen, fassen da eigentlich ein ganzes Sammelsurium von allen möglichen Symptomen zusammen. Das können beispielsweise Konzentrationsstörungen sein – ich meine, jeder hat mal eine Konzentrationsstörung in dem Sinne, dass er sich nicht lange auf irgendetwas konzentrieren kann. Vielleicht hat man gerade eine stressige Phase in seinem Leben und kann sich deswegen nicht so richtig auf ein bestimmtes Thema konzentrieren, weil man an irgendetwas anderes denken muss – das ist aber nicht unbedingt Brainfog.
Was da häufig mit daruntergefasst wird, sind Schwierigkeiten, sich Dinge zu merken, oder auch Vergesslichkeit. Also ich suche ständig meinen Schlüssel oder irgendwelche Sachen in meiner Wohnung und habe die da irgendwo verlegt. Aber auch so Sachen wie Wörter zu vergessen, oder einem fallen einfach nicht die richtigen Wörter für irgendetwas ein. Beobachte ich auch ganz häufig in meiner Bekanntschaft oder generell in meiner Umgebung, dass manche Menschen hin und wieder Schwierigkeiten damit haben, die richtigen Worte zu finden, sodass sie da manchmal zehn, zwanzig Sekunden lang überlegen.
Wenn es einmal passiert, dann ist es eigentlich nicht schlimm, normal – da hat man vielleicht mal schlecht geschlafen, und dann fällt einem das eine oder andere Wort nicht ein. Aber wenn das ständig passiert, dann ist das für mich schon ein bisschen ein Anzeichen, dass es da irgendwie Probleme gibt, Schwierigkeiten, Konzentrationsstörungen und eben diesen sogenannten Brainfog.
Was bei mir zumindest noch als Symptom dazukommt, ist tatsächlich wirklich so ein richtig vernebeltes Gefühl. Das geht auch ein bisschen mit einer vernebelten Optik einher, keine Ahnung, wie wenn man etwas getrunken hat, ohne dass man da jetzt irgendwie betrunken ist.
All diese Sachen sind für mich Brainfog. Wenn ihr das kennt, schreibt mir einfach mal in die Kommentare, wie das bei euch aussieht oder was ihr der Meinung seid, was das genau ist. Wenn ich hier über Brainfog rede, dann rede ich eben über dieses Sammelsurium an allen möglichen Symptomen, die entweder akut auftreten – jetzt beispielsweise nach so einer Infektionskrankheit oder während der Infektionskrankheit, dass man das irgendwie mal zwei Tage lang hat – oder eben langfristig auftreten. Und das ist eigentlich das Unangenehme.
So war das bei mir zumindest auch als Kind: Ich hatte immer wieder Schwierigkeiten, mich länger auf etwas zu konzentrieren, und habe manche Sachen einfach nicht gerafft, habe aber auch nicht verstanden, warum ich das nicht verstehe. Da gingen viele Worte auch in der Schule vom Lehrer einfach so in diesem Nebel in meinem Kopf unter. Und vielleicht habt ihr das jetzt auch im Studium, dass ihr euch längerfristig nicht so richtig auf eure Unterlagen konzentrieren könnt, es nicht so richtig behaltet und so weiter. Deswegen gucken wir mal, was man da so machen kann beziehungsweise was ich gemacht habe, um das Ganze in meinem Leben in den Griff zu bekommen.
Punkt 1: Ausprobieren
So, Freunde, ganz wichtig ist auf jeden Fall Punkt Nummer eins, nämlich Ausprobieren. Mir hat das zumindest geholfen. Ich habe mich mit dem Thema Brainfog vor vielen Jahren schon auseinandergesetzt und wirklich alles Mögliche ausprobiert. Denn wie gesagt, das ist schulmedizinisch nichts, was in dem Sinne einfach behandelbar wäre – außer dass man vielleicht bestimmte Ursachen behandelt, von denen man annimmt, dass sie diesen Brainfog oder solche Konzentrationsschwierigkeiten verursachen können. Aber so richtig wissen tut man ja nicht, was das ist.
Deswegen finde ich es auch recht wichtig, einfach mal alles Mögliche auszuprobieren, wenn man ein Problem damit hat. Natürlich kann man sich auch an einen Mediziner oder eine Medizinerin wenden und einfach mal nachfragen. Aber ich denke, es ist ganz sinnvoll, wenn man mal alles Mögliche durchprobiert – irgendetwas wird schon dabei sein, was hilft.
Punkt 2: Die Ernährung
Damit kommt man nämlich zum zweiten Punkt. Ausprobieren ist natürlich wichtig, aber das Allererste, was ich gemacht habe und was mir persönlich auch auf Anhieb geholfen hat, ist, die Ernährung ein bisschen unter die Lupe zu nehmen. Bei mir war das eine Ernährungsumstellung.
Wenn ihr diesen Channel verfolgt, habt ihr vielleicht schon mitbekommen, dass ich mich beispielsweise ketogen ernähre, also mit sehr wenig Kohlenhydraten, zumindest im Winter, und im Sommer ein bisschen mehr Kohlenhydrate in meiner Ernährung. Die Art, wie ich mich ernähre, kann man so ein bisschen in die Richtung Paläo-Diät schieben, also sehr energiereiche Nahrungsmittel, in meinem Fall recht viel Fleisch, Fisch, Eier und so etwas, ein bisschen Gemüse und so weiter und so fort.
Im Rahmen dieser Umstellung auf diese Form von Ernährung gibt es bestimmte Sachen, die habe ich einfach mal weggelassen, teilweise systematisch oder auch einfach wirklich komplett weggelassen und seitdem nie wieder gegessen: Das ist alles, was mit Brot und Weizen und so einem Zeug zu tun hat. Das kann man einfach mal ausprobieren, wenn man unter diesem sogenannten Brainfog leidet.
Denn da gibt es auch Theorien, dass das Gluten – das Protein, das in Weizen enthalten ist – auch zu diesem sogenannten Brainfog führen kann. Wie das passiert, weiß ich auch nicht genau, ich bin kein Mediziner und kein Ernährungswissenschaftler. Ich kann mir vorstellen, dass das ungefähr so funktioniert, dass dieses Gluten bei manchen Menschen zumindest, die sensitiv darauf reagieren, Entzündungen im Magen-Darm-Trakt verursacht, dass dann die Durchlässigkeit in einzelnen Passagen des Darmtrakts durch diese Entzündung ein bisschen erhöht ist, und dann kommen eben auch Sachen ins Blut, die da eigentlich nicht hineinsollen – und das Ganze führt eventuell ein bisschen zu Brainfog. Das ist zumindest meine Vorstellung. Wenn ihr es genau wisst beziehungsweise eine genauere Vorstellung davon habt, schreibt es einfach mal in die Kommentare.
Aber ich lasse das weg, schon seit vielen Jahren, ich esse überhaupt kein Gluten mehr. Dazu gehören auch Milchprodukte, so etwas nehme ich auch gar nicht zu mir, schon seit, weiß ich nicht, sieben, acht Jahren nehme ich keine Milchprodukte zu mir. Manchmal habe ich so Phasen, da esse ich ein bisschen Käse, aber da achte ich darauf, dass das möglichst laktosefrei ist. Keine Ahnung, ob ich eine Laktoseintoleranz oder irgendetwas habe, das habe ich nie testen lassen – aber ich habe das einfach mal weggelassen und bin zumindest der Meinung, dass mir das geholfen hat.
Flüssigkeit
Was zum Thema Ernährung noch dazugehört, ist natürlich Flüssigkeit. Das Erste, was man eigentlich checken sollte, wenn man ein bisschen Brainfog hat: Trinke ich eigentlich genug? Und wie ist auch die Qualität dessen, was ich trinke?
Ich würde zum Beispiel niemals das Wasser aus der Leitung trinken, und ich würde auch niemals irgendwelche Zuckergetränke trinken, das gilt für mich auch nicht als Flüssigkeit. Also Wasser aus der Leitung schon – aber da bin ich mir über die Reinheit einfach nicht sicher, deswegen benutze ich einen Wasserfilter, einen richtigen Hardcore-Wasserfilter, einen sogenannten Umkehrosmose-Filter. Auf die Art und Weise trinke ich dann doch letztendlich Wasser aus der Leitung, aber da werden wirklich, sage ich mal, 90 oder 99 Prozent aller Stoffe, die in diesem Wasser enthalten sind, herausgefiltert. Oder ich kaufe mir tatsächlich einfach normales abgefülltes Wasser und achte darauf, dass das Quellwasser ist.
Keine Ahnung, wie viel man trinken soll, zwei, drei Liter am Tag oder so etwas – aber ich denke, da sollte man ein bisschen nach Gefühl gehen. Manchmal, wenn man stark dehydriert ist, dann merkt man das eigentlich gar nicht mehr so richtig, dass man die ganze Zeit über Durst hat und dehydriert ist. Deswegen einfach mal ausprobieren: Selbst das kann schon ein bisschen gegen diese Konzentrationsstörungen oder gegen diesen sogenannten Brainfog helfen, den möglicherweise viele von euch haben.
Antioxidantien und Entzündungen
Das nächste Thema, mit dem ich mich auch intensiv auseinandergesetzt habe, ist das Thema Antioxidantien. Ihr wisst vielleicht: Wenn jetzt beispielsweise so eine Viruserkrankung gerade einsetzt, dann setzt der Körper alle möglichen Botenstoffe ein, um diese Viren zu bekämpfen, unter anderem sogenannte Zytokine – also, keine Ahnung, wie sagt man dazu, Entzündungsbotenstoffe. Die sorgen eben auch für die Freisetzung von freien Radikalen, es wird alles ein bisschen zu Entzündungen im Körper.
Und ihr wisst ja, bei dieser Grippe, die seit einigen Jahren grassiert, kann es auch passieren, dass unser Körper extrem überreagiert, was diese Entzündungen angeht. Dann sind die Viren eigentlich schon gar nicht mehr so richtig vorhanden in unserem Körper, aber das schießt alles übers Ziel hinaus, wir haben eine zu hohe Zytokinproduktion, dann gibt es diesen sogenannten Zytokinsturm, und der verursacht eigentlich erst diese ganzen Probleme, extreme Entzündungen im Körper und so weiter. Darauf basieren dann auch ein bisschen die sogenannten Long-Covid-Symptome, die auch sehr viel mit Entzündungen zu tun haben, die der Körper nicht so richtig unter Kontrolle kriegt.
Was gegen Entzündungen helfen kann, sind beispielsweise Antioxidantien – oder zumindest erst mal gegen diese freien Radikale, die Entzündungen auch verursachen können und Zellen schädigen. Antioxidantien bekommt man natürlich, keine Ahnung, über Gemüse sicherlich ein bisschen. Aber wenn es wirklich hart auf hart kommt, dann nimmt man das – oder ich zumindest – auch mal als Nahrungsergänzungsmittel, Vitamin C beispielsweise.
Da müsst ihr euch einfach mal ein bisschen damit beschäftigen: In was für Nahrungsmitteln sind besonders viele Antioxidantien enthalten, wie funktionieren eigentlich diese Antioxidantien, was kann ich auch gegen diese Zytokine tun? Beschäftigt euch einfach mal ein kleines bisschen damit, was es so für Nahrungsergänzungsmittel gibt, für Vitamine und so weiter, die einem da helfen.
Ich nehme beispielsweise auch NAC, das ist letztendlich so eine Aminosäure, die hilft, ein bestimmtes körpereigenes Antioxidans ein bisschen zu erhöhen. Ich habe da eine ganze Palette von Sachen, die mir helfen, und das hilft mir auch immer gegen Brainfog – weil dieser Brainfog, zumindest eine Theorie, möglicherweise auch durch starke Entzündungsprozesse im Kopf, im Gehirn verursacht wird. Dann guckt man einfach mal ein bisschen: Was kann ich machen, um Entzündungen in meinem Körper einzudämmen?
Umweltgifte
Dann stehen auch Umweltgifte im Verdacht – bei Leuten, die sich ein bisschen damit beschäftigen – den sogenannten Brainfog auszulösen. Umweltgifte können natürlich auch zu Entzündungsprozessen führen.
Was meine ich mit Umweltgiften? Damit meine ich erst mal beispielsweise alle möglichen Gifte, die man zu sich nimmt, wenn man raucht oder so etwas – auch ein Umweltgift. Aber natürlich auch, wenn man in einer unsauberen Umgebung lebt, in der Großstadt beispielsweise, wo man den ganzen Tag irgendwelchen Autoabgasen ausgesetzt ist. Da atmet man natürlich die ganze Zeit allen möglichen Dreck ein, und dadurch hat der Körper jede Menge damit zu tun, diesen Dreck immer wieder abzubauen. Das stresst den Körper natürlich auch und führt sicherlich auch zu stärkeren Entzündungsreaktionen. Und dann, keine Ahnung, was es noch so alles an Umweltgiften gibt, irgendwelche Plastik, die man über die Nahrung zu sich nimmt, Mikroplastik und was weiß ich, was da noch alles dazugehört. Damit vielleicht noch mal ein bisschen beschäftigen.
Natürlich muss man das dann auch reduzieren, dass man sich diesen Umweltgiften möglichst wenig aussetzt. Aber dann gibt es auch noch die eine oder andere Möglichkeit, seinen Körper ein bisschen davon zu reinigen, sage ich mal. Beispielsweise erst mal einfach seine Ausscheidungsorgane ein bisschen fit zu kriegen: versuchen, eine gesunde Haut zu haben, weil das ein wichtiges Ausscheidungsorgan ist, natürlich die Nieren pflegen, die Leber pflegen – die Leber und die Nieren sind ja Ausscheidungs- und Filterorgane. Beschäftigt euch einfach ein bisschen damit: Wie kann ich meine Filter- und Ausscheidungsorgane stärken, damit mein Körper besser in der Lage ist, mit solchen Umweltgiften klarzukommen?
Dann gibt es noch Sachen, die nehme ich auch mal, wenn ich wirklich akut Brainfog habe. Das sind so Ergänzungsmittel beziehungsweise Sachen, die dann irgendwelche Stoffe binden – jetzt nicht ganz spezifisch. Wenn ich jetzt eine Quecksilbervergiftung hätte, gibt es sicherlich ganz spezifische Stoffe, die Quecksilber binden können, wobei das alles ein bisschen ein komplexes und schwieriges Thema ist. Aber ich nehme dann beispielsweise auch mal so Kohletabletten, das hilft mir auch. Oder Chlorella, so eine Süßwasseralge, hilft beziehungsweise soll auch dabei helfen, bestimmte Schadstoffe zu binden und sie dann leichter über das Verdauungssystem ausscheiden zu lassen.
Guckt euch das mal ein kleines bisschen an, probiert ein bisschen aus, vielleicht mit Kohle, Aktivkohle – natürlich jetzt nicht in riesigen Mengen wie bei einer starken Vergiftung, wie das dann im medizinischen Setting genommen werden würde, sondern in kleinen Mengen. Und wenn man dann so eine Phase hat, wo man ein bisschen Brainfog hat, oder auch bei so einer Infektionskrankheit, dann mal die eine oder andere Kohletablette einwerfen und gucken, ob das etwas hilft.
Licht
So, Freunde, dann ganz wichtig: das Thema Licht. Wenn ihr diesen Channel verfolgt, dann wisst ihr, ich beschäftige mich auch ein bisschen damit – ich erzähle auch viel mehr auf meinem eigenen Channel, also schaut einfach mal auf meinem persönlichen Channel vorbei, da erzähle ich mehr über diese Themen. Aber ich habe mich natürlich auch damit auseinandergesetzt: Wie wirkt sich Licht auf meine mentale Performance aus und unter anderem auf diesen Brainfog?
Wichtig ist natürlich viel Sonnenlicht. Im Sommer bin ich sowieso immer ganz fit, ich liege auch wirklich sehr viel in der Sonne, einfach auf der Terrasse, mit so viel Haut wie möglich im Sonnenschein – jetzt nicht primär, um braun zu werden, sondern weil ich merke, das hilft mir einfach, fit zu werden.
Wenn ich jetzt nicht so viel Sonnenlicht zur Verfügung habe, dann versuche ich, das ein bisschen zu ergänzen durch Licht, das möglichst nah an natürliches Licht rankommt, also durch künstliches Licht – ist gar nicht so einfach, das zu ersetzen. Ich nutze beispielsweise Glühlampen und eher ungern LED-Lampen. Wenn ich mal LEDs benutze, dann LEDs in einem ganz bestimmten Wellenspektrum.
Ich habe hier beispielsweise so eine LED-Lampe, die leuchtet, wenn man sie anmacht, erst mal nur ganz rot, also ganz tiefes Rot, und das ist bei einer Wellenlänge von ungefähr 650 Nanometern, müsste das sein. Und zusätzlich leuchten diese LEDs beziehungsweise die Hälfte der LEDs im nahen Infrarotbereich. Das wird dann nicht direkt warm, wenn ich mich damit anstrahle, wie bei einer richtigen Infrarotlampe, die dann eher in diesen tiefen Infrarotlichtbereich geht. Dieser nahe Infrarotlichtbereich hat eine Wellenlänge von – zumindest diese LEDs hier – so 850 Nanometern. Das merkt man nicht wirklich als Wärme auf der Haut, aber das geht ein bisschen unter die Haut und sorgt dann für ein ganz kleines Wärmegefühl tatsächlich auch unter der Haut. Das müsste so ein ganz kleines Stückchen durch die Haut durchgehen, eigentlich bis auf den Knochen ran.
Und das Interessante ist, dass man herausgefunden hat, dass Licht in diesen Wellenbereichen – also 650 Nanometer, dieses wirklich rote Licht, und 850 Nanometer, dieses nahe Infrarotlicht – dass das unsere Mitochondrien ein bisschen stimulieren kann. Man benutzt es dann beispielsweise im Anti-Aging-Bereich, um, keine Ahnung, die Hautalterung ein bisschen zu verhindern. Aber dadurch, dass das eben wie gesagt auch unter die Haut geht, wirkt das sozusagen auch ein bisschen unter der Haut. Wenn man jetzt im Winter Schwierigkeiten hat mit, keine Ahnung, Nasennebenhöhlenentzündung oder so etwas, könnt ihr das vielleicht mal ausprobieren, das hilft auch ein bisschen, resilient gegen Grippe zu werden.
Das macht wie gesagt alles Mögliche, aber ich glaube, der interessante Effekt ist, dass es unsere Mitochondrien ein bisschen stimuliert, also die Kraftwerke in unseren Zellen, und auch die Durchblutung fördert. Wenn man sich das gegen die Stirn hält, dann wird da auch ein bisschen die Durchblutung in diesem Bereich gefördert, kann auch beim Denken helfen. Und meine subjektive Erfahrung ist, dass das tatsächlich so ist – also mir hilft es zumindest. Wenn ich jetzt so ein Video aufnehme, mache ich einfach so eine Fünf-Minuten-Session vorher gegen meine Stirn.
Oder ich benutze hier dieses – eigentlich ein Anti-Allergie-Gerät, das kann man sich in die Nase klipsen, aber da kommt tatsächlich auch Licht raus, einfach nur in diesen Wellenlängen von dieser Lampe, die ich gerade genannt habe, von 650 Nanometern, und zusätzlich noch nahes Infrarotlicht. Hilft hier auch, die Nasenschleimhäute ein bisschen zu stärken, eigentlich bei Allergien – kann man natürlich auch verwenden beziehungsweise mal versuchen zu verwenden gegen Brainfog, weil das Licht dann auch ein ganzes Stückchen in den Kopf oder Nischel, wie man in unseren Breitengraden sagt, hineinstrahlt.
Aminosäuren und Neurotransmitter
Dann haben wir das Thema Aminosäuren. Das ist auch ein Thema, mit dem man sich vielleicht ein bisschen auseinandersetzen sollte, wenn man unter diesem sogenannten Brainfog leidet. Zu diesem Thema Aminosäuren gehören auch die sogenannten Neurotransmitter im Kopf, also diese Botenstoffe, die dafür sorgen, dass unsere Nerven untereinander kommunizieren und letztendlich auch, dass unsere Organe ein bisschen miteinander kommunizieren können.
Für die Denkleistung gibt es einen ganz wichtigen Neurotransmitter, das sogenannte Acetylcholin. Beschäftigt euch mal ein bisschen damit, was der macht. Es gibt noch einen anderen wichtigen Neurotransmitter, Dopamin, der ist dann mehr für die Motivation zuständig – geht ja auch häufig mit diesem Brainfog einher, dass man nicht so richtig motiviert ist.
Aber ich würde mich an eurer Stelle, wenn ihr unter Brainfog leidet, auch mal intensiv mit diesem sogenannten Acetylcholin auseinandersetzen: Was kann ich durch meine Ernährung machen, um den Spiegel von Acetylcholin ein bisschen zu steigern? Und da kommen dann eben Aminosäuren ins Spiel. Dann guckt man ein bisschen: Welche Aminosäuren sollte ich nehmen beziehungsweise was kann ich meinem Körper zuführen, damit der dann aus diesen Grundbausteinen bestimmte Neurotransmitter aufbauen kann oder den Spiegel ein bisschen steigern kann?
Guckt mal danach, in welchen Nahrungsmitteln ihr beispielsweise Cholin findet – also etwa in Eiern. Und deswegen beziehungsweise das ist einer der Gründe, warum ich auch sehr viele Eier esse, manchmal esse ich wirklich zehn am Tag oder so etwas. Und ich bilde mir ein, dass das meiner Denkleistung hilft, weil es eben den Cholinspiegel ein kleines bisschen steigert. Und Cholin hilft uns dabei, einfach schneller und effizienter zu denken. Probiert es einfach mal aus und beschäftigt euch mal ein bisschen damit.
Vielleicht seid ihr ja beispielsweise vegan – das ist ja auch ein bisschen die Kunst bei der veganen Ernährung, dass man es schafft, ausreichend Proteine zu sich zu nehmen und dann tatsächlich auch wirklich alles abgedeckt zu haben, was man so an Proteinen oder Aminosäuren braucht. Es ist ja häufig so, dass man bei veganen Proteinquellen nicht so ein vollständiges Aminosäureprofil hat wie bei tierischen Proteinquellen. Wenn ich jetzt Fleisch esse oder Whey-Protein, da hat man schon ein sehr vollständiges Aminosäureprofil, also im Prinzip so gut wie alle zumindest essenziellen Aminosäuren, die der Körper braucht. Bei veganer Ernährung ist es ein bisschen schwieriger, und vielleicht fehlt euch die eine oder andere Aminosäure. Das führt dann in der Folge dazu, dass ihr beispielsweise einen kleinen Mangel an L-Tyrosin oder so etwas habt, und dann dadurch auch ein kleines bisschen Brainfog verursacht wird. Beschäftigt euch also einfach auch mal mit dem Thema Neurotransmitter, mit Acetylcholin und mit den Aminosäuren.
Stress
Letzter Punkt ist natürlich das Thema Stress. Stress wirkt sich natürlich auch negativ auf unsere kognitive Leistungsfähigkeit aus, und der Mechanismus ist eigentlich relativ einfach: Wir fühlen uns gestresst, weil uns vielleicht, keine Ahnung, irgendjemand irgendwie angreift, und unser Nervensystem in seinen Verteidigungsmodus gelangt.
Wenn wir angegriffen werden, müssen wir uns natürlich schützen, erst mal durch den Körperpanzer – also wir brauchen unsere Muskulatur, nicht nur, um uns zu panzern, sondern vielleicht auch, um zu flüchten. Und dann geht natürlich sehr viel Blut aus dem Bereich hier im Kopf, wo man normalerweise denkt und in die Zukunft plant, erst mal ganz stark in die Skelettmuskulatur, weil wir eben unsere Muskulatur brauchen. Und dann ist wie gesagt so richtiges Denken – keine Ahnung, mathematische Aufgaben zu berechnen – erst mal nicht mehr notwendig, da müssen wir einfach nur noch instinktiv reagieren. Deswegen ist dieser ganze Bereich im Hirn, mit dem wir denken, erst mal nicht mehr so gut durchblutet.
So funktioniert es bei Stress, und es ist ganz normal, dass man dann nicht mehr recht denken kann. Das passiert ja häufig auch bei Leuten, die in Prüfungssituationen einen Blackout bekommen – das ist im Prinzip derselbe Mechanismus, und dann kann man nicht mehr so richtig nachdenken.
Das Problem ist nun aber, wenn das Ganze in einem Dauermodus ist, wenn wir es nicht mehr schaffen, von diesem Stress runterzukommen. Dann haben wir natürlich permanent, würde ich mal sagen, eine schlechtere Durchblutung in den Bereichen des Gehirns, die dafür zuständig sind, dass wir nachdenken können – und das fühlt sich dann für viele von uns ein bisschen an wie Brainfog.
Deswegen noch mal: damit auseinandersetzen. Bin ich gestresst? Was mache ich am besten gegen den Stress? Habe ich ausreichend Schlaf? Habe ich ausreichend Erholungszeit, wo ich vielleicht einfach nur spazieren gehe und noch mal dafür sorge, dass es mir gut geht? Habe ich vielleicht irgendwelche Ängste, die nicht bewältigt sind? All diese Sachen. Wenn man unter so einem Dauerstress steht beziehungsweise wenn man vielleicht unter Brainfog leidet, sollte man sich ein bisschen damit auseinandersetzen: Stehe ich vielleicht unter so einem Dauerstress, und was kann ich machen, um diesen Stress in den Griff zu bekommen?
So, Freunde, schreibt mir einfach mal in die Kommentare, wie das bei euch ist, ob ihr auch vielleicht gelegentlich darunter leidet oder auch dauerhaft. Und ja, das schränkt dann eben auch die Studierfähigkeit ein. Wie gesagt, ich habe das ganz gut in den Griff bekommen – ich habe immer noch mal so eine Phase, wo ich diesen Nebel wieder im Kopf habe, dann weiß ich aber, ich habe irgendetwas von den Sachen, die ich euch hier aufgezählt habe, nicht richtig gemacht, und dann probiere ich wieder alles ein bisschen durch. Ich würde mal sagen, wir sehen uns in einem der nächsten Videos auf diesem Channel. Euer Wolf.

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