16.12.2024 👍2

Zukunftsperspektiven für internationale Studierende in Deutschland

Ein neues Positionspapier betont die Notwendigkeit erhöhter Anstrengungen, um internationale Studierende in den deutschen Arbeitsmarkt und die Gesellschaft zu integrieren. Experten aus Wirtschaft und Hochschulen fordern bessere Bedingungen, um Deutschlands Status als attraktives Zielland zu sichern und hochqualifizierte Fachkräfte langfristig zu gewinnen. Prof. Dr. Ulrich Bartosch, Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), hebt hervor, dass internationale Studierende bedeutend zur Innovationskraft und zur wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands beitragen könnten. Dazu sei eine Kultur der Offenheit in Verwaltung und Gesellschaft erforderlich sowie Maßnahmen zur Sicherstellung des Studienerfolgs und der Integration in den Arbeitsmarkt.

Aktuell studieren rund 380.000 internationale Studierende an deutschen Hochschulen, jedoch erschweren administrative Hürden und unzureichende Deutschkenntnisse oft eine langfristige Beschäftigung. Die kürzlich veröffentlichten Empfehlungen betonen die Rolle einer gestärkten Kooperation zwischen Hochschulen, Unternehmen und staatlichen Akteuren. Oliver Maassen von der Trumpf SE + Co. KG unterstreicht die Notwendigkeit, internationale Talente frühzeitig einzubinden, beispielsweise durch Praktika oder Traineeprogramme, um den Übergang in die Beschäftigung zu erleichtern. Die Unternehmen müssten aktiv werden, um von diesem Potenzial zu profitieren.

Die Verbesserung von Visaverfahren, mehrsprachigen Studienangeboten sowie Beratungsleistungen wird als zielgerichtete Maßnahme vorgeschlagen. Diese Schritte sollen die Lebens-, Studien-, und Arbeitsbedingungen internationaler Studierender optimieren, damit sie als wertvolle Ressource für die deutsche Wirtschaft dienen können.

Quelle: Pressemitteilung vom 16.12.2024
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