Weniger Studienanfänger: Bayerische Hochschulen verzeichnen deutlichen Rückgang bei Neueinschreibungen
Die Zahl der Neueinschreibungen an bayerischen Hochschulen sinkt zum Wintersemester 2025/26 deutlich. Nach ersten, teilweise auf Schätzungen beruhenden Angaben erwarten die Hochschulen im Freistaat rund 61.200 neu immatrikulierte Studierende. Das entspricht einem Rückgang um 11,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Bayerische Landesamt für Statistik am 14. Oktober 2025 mitteilte.
Insgesamt gehen die Schätzungen davon aus, dass im kommenden Wintersemester rund 405.115 Studierende an Bayerns Hochschulen eingeschrieben sein werden. Damit würde die Zahl der Studierenden im Vergleich zum Vorjahr leicht um 1,1 Prozent sinken. Die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger fällt von 68.872 auf 61.157.
Ein maßgeblicher Grund für den Rückgang bei den Erstimmatrikulationen ist nach Angaben des Statistikamts die klein ausfallende Abiturienten-Kohorte, die sich aus der Einführung des neunjährigen Gymnasiums (G9) in Bayern ergibt. Dadurch gab es 2025 einen deutlich geringeren Abiturjahrgang. Genaue Daten zu den Abiturprüfungen werden im Jahr 2026 veröffentlicht.
Von allen Studierenden sind 61,4 Prozent an Universitäten eingeschrieben – insgesamt 248.770 Personen. Der Frauenanteil an den Universitäten liegt bei 53,1 Prozent. Im Vorjahresvergleich ist die Zahl der Uni-Studierenden um 2,4 Prozent und die der Studienanfänger sogar um 17,2 Prozent gesunken. Staatliche Fachhochschulen (ohne Hochschulen für den öffentlichen Dienst) erwarten 124.395 Studierende, ein Plus von 1,3 Prozent. Hier verringert sich die Zahl der Erstsemester jedoch um 7,4 Prozent, während die nichtstaatlichen Fachhochschulen bei den Studienanfängern einen Zuwachs von 27,2 Prozent verzeichnen.
Im längerfristigen Vergleich ist die Studierendenzahl in Bayern trotz des aktuellen Rückgangs gestiegen: Seit dem Wintersemester 2015/16 stieg sie um 7,6 Prozent. Auch der Frauenanteil erhöhte sich im selben Zeitraum um 1,24 Prozentpunkte auf nun 49,8 Prozent. Während die Universitäten seit 2015 ein moderates Wachstum von 2,5 Prozent verzeichnen, legten die Fachhochschulen um 17,0 Prozent zu.
Quelle: Pressemitteilung vom 14.10.2025
Veröffentlicht am 15.10.2025 12:01 von Christian Wolf