Hochschulen verzeichnen mehr Studierende als erwartet
Im Wintersemester 2025/2026 sind an deutschen Hochschulen mehr Studierende eingeschrieben als im Vorjahr. Laut einer aktuellen Meldung des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Studierenden bundesweit um 0,4 Prozent auf insgesamt 2,88 Millionen gestiegen. Auch die Zahl der Erstsemester nimmt mit 492.000 leicht zu und liegt damit über den bisherigen Prognosen.
Die Zahlen überraschen insbesondere vor dem Hintergrund, dass in Bayern in diesem Jahr aufgrund der Umstellung der Gymnasialzeit von acht auf neun Jahre kein kompletter Abiturjahrgang angetreten ist. Die Kultusministerkonferenz (KMK) hatte für das aktuelle Wintersemester noch mit deutlich weniger Studienanfängerinnen und -anfängern gerechnet. Laut Vorausberechnung im September 2025 war man von 465.000 Erstsemestern ausgegangen, tatsächlich lag der Wert aber spürbar höher.
Für das kommende Jahr rechnen Experten angesichts ähnlicher Umstellungen in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein dennoch wieder mit einem Rückgang bei den Erstsemesterzahlen. Einsparungen in den Hochschuletats seien dadurch aber nicht zu erwarten, betont die Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Mittelfristig prognostiziert die KMK eine Rückkehr zu den aktuellen Studierendenzahlen, langfristig werden sogar neue Höchststände erwartet.
Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Walter Rosenthal, führt die konstant hohe Studierendenzahl darauf zurück, dass Hochschulen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten als wichtige Bildungsstätten und für die Ausbildung von Fachkräften gelten. Er sieht darin eine zentrale Rolle für Innovation und die Sicherung von Fach- und Führungskräften in der Gesellschaft.
Quelle: Pressemitteilung vom 28.11.2025
Veröffentlicht am 28.11.2025 13:43 von Christian Wolf