22.10.2026

Neuer Sammelband beleuchtet die Lebenswelten von Fernstudierenden

Am 22. Oktober 2026 ist der Sammelband „(Fern-)Studierende – Lebenswelten und Übergänge“ erschienen, der zentrale Ergebnisse des Projekts „Transition into Distance Education“ präsentiert. Im Mittelpunkt stehen die vielfältigen Biografien, sozialen Kontexte und institutionellen Bedingungen, die den Studienalltag von Fernstudierenden prägen. Die Publikation wurde von Sabrina Schaper, Jennifer Lange und Sandra Hofhues herausgegeben und durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.

Die Forschenden betonen, dass die Heterogenität der Studierendenschaft heute den Regelfall darstellt. Nach Einschätzung von Prof. Dr. Sandra Hofhues, Leiterin des Lehrgebiets Mediendidaktik an der FernUniversität Hagen, ist das klassische Bild des Studierenden überholt: Viele verbinden ihr Studium mit beruflichen, familiären oder anderen Verpflichtungen, sodass das Studium nicht immer oberste Priorität hat. Hochschulen stehen vor der Aufgabe, ihre Strukturen und Angebote stärker an diese komplexen Lebenslagen anzupassen.

Speziell im Fernstudium rücken Zugehörigkeit, Studienkompetenz und Orientierung als Schlüsselfaktoren für den Studienerfolg in den Fokus. Projektleiterin Dr. Sabrina Schaper hebt hervor, dass fehlende Unterstützung in diesen Bereichen das Risiko eines Studienabbruchs deutlich erhöht. Das Forschungsprojekt TiDE, eine Kooperation zwischen FernUni Hagen und der IU Internationale Hochschule, beleuchtet, wie Übergangsphasen im Studium gestaltet werden können, um Studierende besser zu begleiten.

Der Sammelband gliedert sich in vier Sektionen: Er analysiert Wege in die Hochschule, diskutiert methodische Zugänge zur Studierendenforschung, beleuchtet Spannungsfelder zwischen Nähe und Distanz im Studium und entwickelt eine übergreifende Perspektive auf Hochschulbildung unter Berücksichtigung studentischer Lebenswelten. Damit liefert die Publikation Impulse für eine Hochschulentwicklung, die an den realen Bedürfnissen der Studierenden ansetzt.

Quelle: FernUni vom 22.10.2026
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