04.07.2025

Inspiration und Austausch: Sommerfest am Campus Coesfeld würdigt starke Frauen

Mit einem facettenreichen Programm, das Frauen in den Mittelpunkt rückte, feierte der Campus Coesfeld der FernUniversität Hagen am 4. Juli 2025 ein Sommerfest, das zahlreiche Gäste aus Coesfeld und Umgebung begeisterte. Im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der FernUni vereinte der Abend festliche Reden, eine bewegende Kunstausstellung und einen wissenschaftlichen Vortrag zu einer lebendigen Begegnung von Bildung, Kunst und Gemeinschaft.

Die Veranstaltung begann mit einer Begrüßung durch Ursula Dertmann, die als Leiterin des Campus Coesfeld auf den Mut und die visionäre Kraft der Universitätsgründung im Jahr 1975 hinwies. Der Schritt zur FernUniversität sei zur damaligen Zeit ein Zukunftsmodell gewesen, das sich bis heute durch seine Innovationskraft, Flexibilität und seine Nähe zu den Menschen auszeichne. Dertmann betonte zudem die enge Verbindung des Campus zur Region und hob hervor, dass Vielfalt und Teilhabe zentrale Werte des Standorts Coesfeld und der gesamten FernUniversität seien.

Anschließend wandte sich Ulrike Fascher, stellvertretende Bürgermeisterin von Coesfeld, mit einem Grußwort an die Gäste. Sie unterstrich die starke Partnerschaft zwischen Stadt und Universität und würdigte die Rolle der FernUni als bedeutenden regionalen Bildungsträger. Besonderes Augenmerk legte Fascher auf fünf Coesfelder Frauen, die exemplarisch für das Leitmotiv des Abends standen und laut ihrer Ansprache Engagement, Ausdauer und gesellschaftliche Wirkung verkörperten.

Im weiteren Verlauf des Abends zeigte Prof. Dr. Bernhard Kreße, Prodekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, in einem humorvoll vorgetragenen Beitrag die historische Bedeutung der Universitätsgründung auf und stellte den Campus Coesfeld als ein herausragendes Beispiel für engagierte universitäre Arbeit vor. Mit einer kurzen Anekdote zu künstlicher Intelligenz und juristischer Ausbildung lockerte Kreße die Atmosphäre auf und verdeutlichte die spannenden Schnittstellen zwischen moderner Technologie und klassischer Wissenschaft.

Ein Höhepunkt des Festes war die Präsentation des kunstvoll gestalteten „FernUni-Ochsen“, der als Teil des regionalen Kunstprojekts „Auf Ochse!“ das Jubiläum der FernUniversität symbolisch begleitete. Der Ochse stehe für Werte wie Bewegung, Gemeinschaft und Verwurzelung, die nach Angaben der Veranstalter sowohl für die Stadt als auch für die Universität prägend seien.

Im Anschluss daran wurde die Ausstellung „Rebellinnen – Frauen verändern die Welt“ eröffnet, eine Kooperation mit dem Kreisbildungswerk Coesfeld. Die Ausstellung würdigte Frauen, die maßgeblich gesellschaftlichen Wandel angestoßen haben. Die Gäste zeigten sich den offiziellen Angaben zufolge bewegt von den porträtierten Lebensgeschichten, die effektvoll die Vielschichtigkeit und Bedeutung weiblichen Engagements in Politik, Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft dokumentierten. Die Ausstellung ist bis zum 15. August 2025 am Campus Coesfeld zugänglich und soll Impulse zu den Themen Frauenrechte und Teilhabe setzen.

Ein weiterer Programmpunkt war der Vortrag von Prof. Dr. Dr. Bettina Pfleiderer im Rahmen der BürgerUniversität Coesfeld. Prof. Dr. Dorett Funcke führte in das Thema ein und erklärte, die Frage nach dem Glück sei von hoher gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Relevanz. Prof. Pfleiderer erläuterte in ihrem Vortrag, wie Glücksempfinden im Gehirn entstehe, welche biologischen, sozialen und geschlechtsspezifischen Faktoren dabei entscheidend seien und wie diese Erkenntnisse Einzug in medizinische Praxisfelder wie Schmerztherapie und die Behandlung chronischer Erkrankungen finden können.

Mit Gesprächen und geselligem Austausch in den Räumen des Campus klang der Abend aus. Die Veranstalter betonten abschließend die besondere Atmosphäre des Fests, die den Geist der FernUniversität als Ort der offenen Begegnung und Inspiration widerspiegele. Durch eine Mischung aus bildungspolitischen Impulsen, künstlerischen Akzenten und persönlichen Begegnungen sei der Campus Coesfeld einmal mehr als dynamischer Treffpunkt für Bildung, Kunst und Gemeinschaft in der Region erfahrbar geworden.

Das Sommerfest verstand sich laut Veranstaltern zugleich als starkes Zeichen im Jubiläumsjahr der FernUniversität und als Einladung, gemeinsam Vielfalt und Veränderung zu feiern – insbesondere die Stärke und Gestaltungskraft von Frauen.

Quelle: FernUni vom 4.7.2025
Foto: FernUniversität Hagen
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