13.06.2025

FernUniversität Hagen feiert bewegtes Jubiläum: Innovation, Gleichstellung und Digitalisierungsgeist im Fokus

Im Rahmen ihres 50-jährigen Bestehens hat die FernUniversität in Hagen bei einem besonderen Politischen Salon auf ihre bewegte Geschichte zurückgeblickt und die zukünftigen Herausforderungen diskutiert. Im Vordergrund standen dabei persönliche Erinnerungen von Wegbegleitenden ebenso wie die Würdigung ihres besonderen gesellschaftlichen Auftrags und die digitale Ausrichtung für die kommenden Jahre.

Andreas Meyer-Lauber, Schirmherr des Politischen Salons und Mitglied des Hochschulrats, hob zum Auftakt die politische Dimension der Gründung der FernUniversität hervor. Dr. Bernd Sudeick, Mitglied des damaligen Gründungsausschusses, berichtete von prägenden Entscheidungen und erinnerte, dass die Gründungszeit stark von Männern dominiert gewesen sei, während Frauen wie die Juristin Ulrike Schultz im Hintergrund maßgeblich zum Erfolg beitrugen. Schultz sei seit 1976 eine Wegbereiterin für Gleichstellung und avancierte in den 1980er Jahren zum Gesicht der Kooperation „FernUni im Dritten“ mit dem WDR-Fernsehen.

Prof. Helmut Hoyer, ehemaliger Rektor der FernUniversität, erinnerte an die rasante Entwicklung des Studiums von analogen Formaten – etwa Postsendungen – bis hin zu den ersten Internetauftritten und der Einführung digitaler Kommunikation. Seine Nachfolgerin, Prof. Ada Pellert, die erste Frau an der Spitze der FernUniversität bis 2024, resümierte aus Österreich die Vielseitigkeit und Innovationskraft des Hagener Modells. Sie forderte die Politik auf, die Bedeutung der FernUniversität stärker zu erkennen und betonte deren nachhaltigen Einfluss auf die Lebenswege vieler Absolvent:innen.

Im Politischen Salon saß mit Matthias Heidmeier auch ein Vertreter der Landespolitik auf dem Podium. Der Staatssekretär aus Nordrhein-Westfalen würdigte die Rolle der FernUniversität als Bildungsinstitution, die Chancengerechtigkeit ermöglicht, ohne auf Gleichmacherei zu setzen.

Dr. Anke Sax, Absolventin der FernUniversität und heute Chief Information Officer in der Finanz- und Investmentbranche, schilderte, dass ihr beruflicher Aufstieg und ihre Promotion ohne das Angebot der FernUniversität nicht möglich gewesen wären. Sie bezeichnete die Hochschule als entscheidenden Unterstützungsfaktor in ihrer persönlichen Entwicklung.

Rektor Prof. Stefan Stürmer betonte die Bedeutung des lebenslangen Lernens als Kernbestandteil des Selbstverständnisses der FernUniversität. Innovative Technologien wie Virtual und Augmented Reality sowie das Sammeln und Nutzen von Daten für den Einsatz Künstlicher Intelligenz sollen den Vorsprung der Universität auch künftig sichern. In diesem Sinne bezeichnete Prof. Thomas Ludwig, Forschungsprofessor für Bildungstechnologien, die FernUniversität als „Daten-Uni“ und verwies auf die Potenziale, die sich daraus für künftige digitale Bildungsformate ergeben könnten.

Das Jubiläum spiegelte auch die enge Kooperation der FernUniversität mit der Stadt Hagen wider. Ein Ausdruck der lokalen Verbundenheit war der Auftritt von „Lichter der Großstadt“, einem jugendlichen Musikprojekt.

Der Politische Salon in Hagen ist eine gemeinsame Veranstaltung der FernUniversität, des Theaters Hagen und des Emil Schumacher Museums, die gesellschaftsrelevante Themen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

Quelle: Pressemitteilung vom 13.06.2025
Foto: Volker Wikiok/FernUni Hagen
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