Innovative Lehrpraxis: KI-Projekt „COFFEE & MIND“ der FernUni begeistert Hochschulforum
Das Projekt „COFFEE & MIND“ der FernUniversität in Hagen wurde kürzlich vom Hochschulforum Digitalisierung als herausragendes Beispiel für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Lehre gewürdigt. Die Studie „KI in Studium und Lehre – Use-Cases und Gelingensbedingungen“ hebt die Plattform als wegweisend hervor und unterstreicht ihre Rolle in der Sprachbildung.
Im Rahmen des Projekts ermöglicht eine KI-basierte Plattform individuelles Feedback und formative Lernbegleitung auch in großen Gruppen. Ziel ist es, Lehrenden differenzierte Informationen über den Lernstand ihrer Studierenden zu geben, um gezielte Impulse zur Weiterentwicklung zu setzen. Die Untersuchung basiert auf 77 Beispielen aus Hochschulen im deutschsprachigen Raum, wobei die FernUniversität in Hagen als eine von neun Hochschulen detailliert analysiert wurde.
Die Studie betont die enge Zusammenarbeit zwischen Fachbereich, Didaktikteam und technischen Entwickler:innen, die maßgeblich zum Erfolg der Plattform beitrug. Zudem verdeutlicht das Projekt die Vorteile von KI-gestützten Systemen für die Effizienzsteigerung und qualitative Verbesserung der Lehre. „Es braucht Formate, die Lehrenden wie Studierenden Orientierung geben – nicht durch starre Vorgaben, sondern durch partizipative Entwicklung und Verstetigung“, heißt es in der Studie.
Prof. Claudia de Witt, Leiterin des Lehrgebiets Bildungstheorie und Medienpädagogik an der FernUniversität, freut sich über die Anerkennung und die erhöhte Sichtbarkeit des KI-Ansatzes. Die Bildungswissenschaftlerin ist über das Forschungszentrum CATALPA am Projekt IMPACT beteiligt, aus dem die Anwendung „COFFEE & MIND“ hervorgegangen ist. Sie betont, dass das System den Studierenden mit kriterienbasiertem Feedback hilfreiche Unterstützung bei ihren Lernaktivitäten bietet.
Das Verbundprojekt IMPACT fördert die Verbesserung der Hochschulbildung durch den skalierbaren Einsatz von KI, um Textanalysen im Rahmen eines Trusted Learning Analytics-Ansatzes zu automatisieren. Studierende erhalten entlang des gesamten Student Life Cycles personalisiertes und informatives Feedback.
Interessierte können die vollständige Studie sowie den Use-Case-Katalog online über das Hochschulforum Digitalisierung einsehen.
Quelle: FernUni Hagen vom 4.4.2025
Veröffentlicht am 08.04.2025 12:54 von Christian Wolf