HFH führt flexible Zahlungsmodelle für Fernstudiengänge ab Oktober 2026 ein
Die HFH · Hamburger Fern-Hochschule erweitert ab dem 1. Oktober 2026 ihre Gebührenstruktur und bietet mit den Modellen „Kompakt“, „Klassik“ und „Komfort“ künftig drei Varianten zur Zahlung der Studiengebühren an. Die neuen Optionen sollen es ermöglichen, die monatliche Belastung und Gesamtkosten des Fernstudiums besser an die individuelle Lebenssituation anzupassen.
Im Modell „Kompakt“ zahlen Bachelorstudierende ihre Gebühren innerhalb von 36 Monaten, Masterstudierende in 24 Monaten. Die monatliche Rate ist dabei höher, der Gesamtpreis im Vergleich am niedrigsten. „Klassik“ verteilt die Zahlungen auf 48 Monate im Bachelor und 36 Monate im Master – mit moderaten Monatsraten und einem mittleren Gesamtpreis. Die längste Zahlungsdauer bietet „Komfort“: 60 Monate im Bachelor und 48 Monate im Master, was die monatliche Belastung minimiert, aber den Gesamtpreis erhöht.
Eine Neuerung betrifft die Prüfungsgebühr für die Abschlussarbeit, die künftig im Gesamtpreis enthalten ist. Für Wiederholungsversuche bleibt eine gesonderte Gebühr bestehen. Die Regelstudienzeiten und Inhalte der einzelnen Studiengänge bleiben von der Umstellung unberührt. Für Bachelorstudierende gilt eine maximale Studiendauer von 72 Monaten, für Masterstudierende 60 Monate, in denen keine Zusatzkosten anfallen. Erst bei Überschreitung dieser Fristen wird eine monatliche Gebühr erhoben.
Die neuen Zahlungsmodelle gelten für alle ab Oktober 2026 neu abgeschlossenen Studienverträge. Bereits laufende Verträge bleiben von der Umstellung unberührt. Welche Zahlungsvarianten konkret für einen bestimmten Studiengang wählbar sind, ist auf den jeweiligen Studiengangsseiten der HFH einsehbar.
Mit dem Schritt reagiert die HFH auf unterschiedliche finanzielle Bedürfnisse ihrer Zielgruppen. Geschäftsführer Michael Scheithauer hebt hervor, dass die Flexibilität der Gebührenstruktur insbesondere Studierenden mit wechselnden Lebensumständen zugutekommen soll.
Auch andere Fernhochschulen setzen zunehmend auf flexible Gebührenmodelle. So hat etwa die SRH Fernhochschule mit dem Modell „Fix“ ein Format eingeführt, bei dem sich die Gebühren an der tatsächlichen Studiendauer orientieren, was insbesondere für Studierende mit hoher Eigenmotivation interessant ist. Die FernUniversität Hagen hingegen bleibt bei ihrem klassischen Gebührenmodell, das auf Semesterbasis abgerechnet wird und im Vergleich zu privaten Anbietern besonders niedrige Gesamtkosten bietet.
Die Einführung der neuen Modelle unterstreicht den Trend, Studierenden im Fernstudium mehr finanzielle Planungssicherheit und Wahlfreiheit zu ermöglichen. Gerade für Berufstätige und Familien bieten solche Optionen eine spürbare Entlastung und erleichtern den Zugang zu einem akademischen Abschluss neben dem Beruf.
Quelle: Pressemitteilung vom 07.09.2026
Veröffentlicht am 07.09.2026 20:17 von Christian Wolf