10.02.2025 🚀1

HAWKIs Erfolgsgeschichte: Intelligentes Interface transformiert Hochschullehre

Die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK) hat mit ihrer datenschutzkonformen KI-Plattform HAWKI eine innovative Lösung entwickelt, um Künstliche Intelligenz in der Hochschullehre effizienter und zugänglicher zu gestalten. Seit seiner Einführung hat sich das Interface über die kleinen niedersächsischen Grenzen hinaus an über 60 Hochschulen in Deutschland etabliert und trägt zunächst zur digitalen Transformation der Hochschullehre bei.

Seit seiner Markteinführung im Jahr 2023 hat das HAWKI-Interface sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene große Verbreitung gefunden. Mehrere Bundesländer wie Baden-Württemberg, Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Thüringen haben die Anwendung an regionalen Hochschulen eingeführt. Dieses Open Source-Projekt ermöglicht Hochschulangehörigen die Nutzung von KI-Modellen wie ChatGPT in einem akademischen Rahmen, wobei Datenschutz besonders betont wird. Laut Stefan Wölwer, Professor für Interaction Design an der HAWK, hat sich HAWKI als Standard etabliert, um einen barrierefreien Zugang zu KI-Modelle zu bieten.

Die Entwicklung von HAWKI fand unter der Leitung von Vincent Timm im Interaction Design Lab der Fakultät für Gestaltung statt. Hierbei betonten die Entwickler, dass der Designprozess entscheidend für den Erfolg der Plattform war. Der Fokus lag von Beginn an auf der Interaktion zwischen Mensch und KI sowie den damit verbundenen Lernprozessen. Ein iterativer Entwicklungsansatz mit Prototypen habe zur beschleunigten Umsetzung beigetragen, so Wölwer.

Eine der herausragenden Funktionen des HAWKI-Interfaces sind die angebotenen virtuellen Lernräume und Assistenten. Diese bieten den Nutzenden Unterstützung bei Themenrecherchen und schlagen passende Prompts vor, um die gewünschte Interaktion mit der KI zu ermöglichen. Auch die Möglichkeit, virtuelle Assistenten wie Social-Media-Experten oder Programmierer auszuwählen, ist gegeben. Diese Assistenten helfen den Nutzern, die generierten KI-Inhalte besser zu verstehen, erklärt Timm weiter.

Die Zukunft von HAWKI verspricht weitere Verbesserungen. In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung Göttingen (GWDG) sollen Open Source-Modelle integriert werden, die kostengünstige Alternativen zu bestehenden Modellen wie ChatGPT darstellen. Zudem ermöglicht das zukünftige Update, dass Hochschulen individuelle Module entwickeln und austauschen können. Ein KI-Appstore, der allen nutzenden Hochschulen zugänglich ist, befindet sich in Planung.

Ein weiteres Potenzial der HAWKI-Plattform ist die Integration von hochschuleigenen Daten, die bislang in anderen KI-Modellen nicht verfügbar sind. So könnten eigenen Forschungsarbeiten oder Verwaltungsdokumentationen eingebunden und allen Hochschulangehörigen bereitgestellt werden. Dieser Einsatz generativer KI trage maßgeblich zur Weiterentwicklung der digitalen Transformation an Hochschulen bei.

Quelle: Pressemitteilung vom 10.02.2025
Abbildung: HAWK
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