20.11.2024 🤔1

Fachkräftemangel bremst Deutschlands wirtschaftliche Entwicklung

Die demografische Entwicklung und der Mangel an Fachkräften verlangsamen das Wachstum und gefährden den Wohlstand in Deutschland. Dies bestätigen die aktuellen Ergebnisse des QuBe-Projekts, das bis 2040 einen Rückgang der Gesamtzahl der Erwerbstätigen prognostiziert.

Nach Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) werde die Anzahl der Personen mit einem Hochschulabschluss weiter zunehmen, während die Zahl an Personen mit einem beruflichen Abschluss zurückgehe. Besonders betroffen seien Geringqualifizierte, deren Erwerbs- und Entlohnungschancen in Zukunft sinken könnten. Trotz eines Zuwanderungsgewinns von rund 4,6 Millionen Personen bis 2040 werde die Zahl der Erwerbsfähigen insgesamt abnehmen.

Auch bei der Zahl der Selbstständigen zeichne sich ein Rückgang ab. Da Selbstständige in der Regel mehr Arbeitsstunden leisten, sinke die Zahl der Arbeitsstunden pro Person überproportional. Die Studienautorinnen und -autoren betonten, dass sowohl die Nachfrage als auch das Angebot an Arbeitskräften durch Impulse gestärkt werden müssten, um negative ökonomische Entwicklungen zu vermeiden.

Friedrich Hubert Esser, Präsident des BIBB, äußerte sich besorgt über die steigende Anzahl der erfolglosen Bildungsabschlüsse und betonte die Notwendigkeit, die Erfolgsquoten zu verbessern und die Integration von Zuwanderern schneller und nachhaltiger zu gestalten. Dies sei entscheidend, um zukünftig mehr Fachkräfte zu gewinnen und das wirtschaftliche Wachstum zu fördern.

Weitere Informationen finden Interessierte in der neuen Ausgabe des BIBB REPORTs mit dem Titel „Weniger Arbeitskraft, weniger Wachstum“.

Pressemitteilung vom 19.11.2024
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