Bahnbrechende Erfolge: KI-Forschung verbessert Hochschulbildung
Die FernUniversität in Hagen hat mit ihrem Forschungszentrum CATALPA beeindruckende Fortschritte in der Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) auf den Bildungssektor gezeigt. Die Präsentation der neuen KI-basierten Prototypen an einer Taskforce für Bildungskünstliche Intelligenz aus Nordrhein-Westfalen hat die Möglichkeiten zur Verbesserung von Lehren und Lernen beleuchtet und eine Plattform für den institutionsübergreifenden Austausch geschaffen.
Die Taskforce "Künstliche Intelligenz im Bildungswesen" besuchte das Forschungszentrum CATALPA an der FernUniversität in Hagen, um sich über neu entwickelte, KI-unterstützte Prototypen zu informieren. Diese Entwicklungen sollen den Arbeitsalltag von Lehrenden und Studierenden entscheidend erleichtern. Prof. Dr. Stefan Stürmer, stellvertretender Rektor der FernUniversität, begrüßte die Anwesenden im Immersive Collaboration Hub (ICH), wo die Prototypen vorgestellt wurden.
Prof. Dr. Dr. Friedrich W. Hesse, der wissenschaftliche Direktor von CATALPA, betonte, dass die Anwendungen auf interdisziplinärer Expertise basieren und bereits in unterschiedlichen Lehrkontexten integriert sind. Diese Prototypen könnten den Einsatz von selbst gehosteten Open-Source-KI-Modellen im akademischen Bereich revolutionieren, indem sie neben Datenschutz auch Reproduzierbarkeit bieten.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Anwendung von FLEXI, einer Infrastruktur, die Open-Source-KI-Modelle integriert und direkt mit der weit verbreiteten Lernplattform Moodle verknüpft ist. Diese ermöglicht es Lehrenden, Multiple-Choice-Aufgaben zu generieren, während Studierende individuell zugeschnittenes Feedback zu ihren Lernleistungen erhalten.
Die rezultierenden Bildungschancen können auf verschiedene Fachbereiche und Bildungsstufen übertragen werden, was CATALPA zu einem wegweisenden Beispiel für die Implementierung von KI in Bildungseinrichtungen macht. Prof. Dr. Stefan Stürmer erklärte, dass die Heterogenität der Studierenden es Forschern erlaube, wertvolle Erkenntnisse über diversifizierte Lernbiografien zu gewinnen.
Kordula Attermeyer von der NRW-Staatskanzlei lobte den Austausch und das Interesse an den Ansätzen von CATALPA als bedeutend für die Ausbaupläne des Landes hinsichtlich der Künstlichen Intelligenz im Bildungswesen. Sie unterstrich die Notwendigkeit von Netzwerken zwischen Bildungspraxis und Wissenschaft zur Förderung der KI-Kompetenz, eine Initiative, die von Prof. Dr. Michael Baurmann vom CAIS geleitet wird.
Das Forschungszentrum CATALPA, eine zentrale Einrichtung der FernUniversität in Hagen, wird vom Land NRW mit rund 3 Millionen Euro jährlich finanziert und ist ein Leuchtturmprojekt auf dem Gebiet der KI-Forschung für die Hochschulbildung. Mit über 60 Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Disziplinen wird an der Verbesserung der Hochschulbildung durch die Nutzung innovativer Technologien gearbeitet.
Quelle: Pressemitteilung vom 30.1.2025
Foto: FernUniversität Hagen (Prof. Dr. Stefan Stürmer, stellvertretender Rektor der FernUniversität, begrüßte die Taskforce im Immersive Collaboration Hub, kurz ICH)
Veröffentlicht am 30.01.2025 14:07 von Christian Wolf