KI-Forschung der FernUni Hagen erzielt internationale Spitzenposition auf KR-Konferenz
Das Lehrgebiet Künstliche Intelligenz an der FernUniversität in Hagen hat bei der diesjährigen International Conference on Principles of Knowledge Representation and Reasoning (KR) in Melbourne, Australien, die internationale Fachwelt auf sich aufmerksam gemacht. Mit insgesamt sieben akzeptierten wissenschaftlichen Arbeiten gehörte das Team um Prof. Dr. Matthias Thimm zu den weltweit am stärksten vertretenen Forschungsgruppen im Bereich der symbolischen Künstlichen Intelligenz. Die Konferenz fand vom 11. bis zum 17. November 2025 statt und gilt als bedeutendste Fachveranstaltung zur Wissensrepräsentation in der KI.
Symbolische Künstliche Intelligenz beschäftigt sich damit, Wissen formal darzustellen und logikbasierte Argumentationsprozesse zu automatisieren. Im Unterschied zu datengetriebenem maschinellen Lernen stehen dabei Erklärbarkeit und Begründbarkeit von Schlussfolgerungen im Zentrum – beispielhaft etwa im medizinischen Kontext, wenn Diagnosen nachvollziehbar begründet werden müssen. Das Hagener Forschungsteam entwickelte beispielsweise Methoden, mit denen sich widersprüchliche Informationen besser abwägen lassen und gewann für diese Arbeiten vor Ort einen Best-Paper-Award. Insgesamt präsentierte das Lehrgebiet Künstliche Intelligenz in Melbourne 20 Beiträge und pflegt damit den Ruf, auf internationalen Konferenzen regelmäßig besonders präsent zu sein.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt für das Team auf der Zusammenarbeit mit Praxispartnern wie Airbus. In diesem Projekt werden KI-gestützte Assistenzsysteme zur Optimierung logistischer Abläufe entwickelt – etwa um Transport- und Produktionsrouten nach Kriterien wie Kosten, Zeit oder CO₂-Ausstoß zu planen. Die entwickelten Modelle unterstützten dabei die Logistikexperten und sorgen laut Prof. Thimm für anpassungsfähige Entscheidungsgrundlagen, aus denen später benutzerfreundliche Anwendungen entstehen können.
Der Erfolg des Lehrgebiets lässt sich auch vor dem Hintergrund einer breiteren KI-Strategie der FernUniversität einordnen. Sie engagiert sich bereits in landesweiten Bildungsprojekten, wie etwa dem NRW-Portal KI:Connect, das Studierenden und Lehrenden den datenschutzkonformen Zugang zu modernen KI-Werkzeugen eröffnet. Weitere Hintergründe zur Rolle der FernUni Hagen in der KI-Forschung bieten unsere Beiträge zu KI-Tools für Studierende und dem Forschungszentrum CATALPA.
Für Hochschulangehörige und Marketingverantwortliche bietet der Erfolg des Lehrgebiets Künstliche Intelligenz nicht nur Impulse in Forschung und Lehre, sondern auch Chancen für institutionelle Reputation und Netzwerkbildung im internationalen Wissenschaftsumfeld.
Quelle: Pressemitteilung vom 16.12.2025
Foto: FernUni Hagen/Lehrgebiet Künstliche Intelligenz
Veröffentlicht am 18.12.2025 09:54 von Christian Wolf