Wer kann „Staatlich geprüfte Technikerinnen und Techniker für Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik“ werden?
Die Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker oder zur Staatlich geprüften Technikerin für Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik richtet sich an Fachkräfte aus handwerklichen oder technischen Berufen, die sich für anspruchsvolle Tätigkeiten im mittleren technischen Management oder in der Fachplanung weiterqualifizieren möchten. Typische Zielgruppen sind Gesellinnen und Gesellen sowie Facharbeiterinnen und Facharbeiter aus den Bereichen Sanitär, Heizung, Klima-, Lüftungs- oder Versorgungstechnik, Installateurinnen und Installateure sowie Personen mit langjähriger einschlägiger Berufserfahrung, die in Ingenieurbüros, Bauinstallationsbetrieben, Versorgungsunternehmen oder im Gebäudemanagement verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen wollen.
Zulassungsvoraussetzungen für die Weiterbildung
- Berufsschulabschluss und
- Abgeschlossene Berufsausbildung in einem der gewählten Fachrichtung entsprechenden Beruf und anschließende einschlägige Berufstätigkeit von mindestens 1 Jahr (Ausnahme: beim „ShortCut-Techniker“ entfällt die Berufspraxis, da sie parallel zur Weiterbildung erworben wird)
- oder alternativ: mindestens 5 Jahre einschlägige Berufspraxis in der Fachrichtung (z. B. als Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger ohne formale Ausbildung im Bereich Sanitär, Heizung, Klima oder Versorgungstechnik)
- In der Fernlehre kann die geforderte Berufspraxis auch während der Weiterbildung erworben werden.
Die spezifischen Regelungen zu den Voraussetzungen sind auf den jeweiligen Kursseiten und für die einzelnen Varianten (Vollzeit, Fernlehre, ShortCut) nachzulesen. Die Ausbildung ist staatlich geprüft (ZFU-Nr. 149312), so dass die Voraussetzungen einheitlich geregelt sind.
Persönliche Voraussetzungen und erforderliche Kompetenzen
- Interesse an technischen Zusammenhängen, insbesondere in den Bereichen Heizungs-, Klima- und Sanitärtechnik
- Grundlegende Kenntnisse aus der Berufsausbildung oder Berufserfahrung in handwerklich-technischen Berufen
- Eigenverantwortliches, strukturiertes Arbeiten und Organisationsfähigkeit (vor allem im Fernlehrgang)
- Bereitschaft zur regelmäßigen Teilnahme an Präsenzveranstaltungen (z. B. 1–2 Mal im Monat samstags sowie zusätzliche Seminare)
- Teamfähigkeit und Kommunikationskompetenzen, da Technikerinnen und Techniker oft Führungs- und Koordinationsaufgaben übernehmen
- Motivation zur kontinuierlichen Weiterbildung und zum Erwerb von Fachwissen in Bereichen wie Regenerative Energien, Digitalisierung und Planungstechnik
Die Weiterbildung ist besonders geeignet für Personen, die ihre Karrierechancen in technischen Unternehmen, der Versorgungswirtschaft, Bau- und Installationsfirmen oder im Facility Management ausbauen möchten und dafür solide Grundlagen sowie Führungskompetenzen erwerben wollen.
Struktur und Inhalte der Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker für Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik
Der Lehrgang „Staatlich geprüfter Techniker für Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik“ an den Eckert Schulen qualifiziert Berufserfahrene für leitende Tätigkeiten im mittleren technischen Management. Absolventinnen und Absolventen übernehmen Aufgaben in Planung, Bauleitung, technischen Services, Vertrieb oder Beratung – häufig bei Ingenieurbüros, Bau- und Installationsbetrieben, Versorgungsunternehmen, im Gebäudemanagement oder im Bereich technischer Anlagen.
Pflicht- und Wahlpflichtfächer im Überblick
- Sprachen: Deutsch, Englisch
- Mathematische und naturwissenschaftliche Grundlagen: Mathematik I und II, Physik, Chemie und Werkstoffkunde
- Technische Kernkompetenzen: Anlagenplanung, Informationstechnik, Elektrotechnik, Bautechnik, Sanitärtechnik, Heizungstechnik, Lüftungs- und Klimatechnik, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik
- Wirtschaft und Sozialkompetenz: Wirtschafts- und Sozialkunde, Betriebspsychologie, Arbeitsvorbereitung und Kalkulation
Im Bereich der Wahlpflichtfächer spezialisieren sich Teilnehmende unter anderem auf:
- Heizungstechnische Anlagen
- Sanitärtechnische Anlagen
- Lüftungs- und klimatechnische Anlagen
- Qualitäts- und Umweltmanagement
- Digitale Transformation
- Projektarbeit
Optional kann das Wahlpflichtfach „Regenerative Energien“ gewählt werden.
Ablauf und Studienmodelle
Der Kurs wird in verschiedenen Formaten angeboten, die sich im zeitlichen Aufwand, der Lernform und dem Anteil an Präsenzphasen unterscheiden:
- Fernlehre:
- Dauer: 36 Monate (empfohlener Arbeitsaufwand ca. 13 Stunden pro Woche)
- Unterrichtsumfang: 660 Unterrichtsstunden
- Regelmäßige Praxisseminare: 1–2 Mal pro Monat samstags (08:00 – 15:30 Uhr), zusätzlich vier 3-tägige Seminare pro Jahr
- ShortCut-Techniker (Kombimodell):
- Dauer: insgesamt 30 Monate
- Unterrichtsumfang: 1.775 Unterrichtseinheiten (Kombination aus Vollzeit- und Fernlehrphasen)
- Vollzeit:
- Dauer: 24 Monate
- Unterrichtsumfang: ca. 2.840 Unterrichtsstunden
- Durchführung in Präsenz am Campus Regenstauf (Montag bis Donnerstag 08:10–17:15 Uhr, Freitag 08:10–13:00 Uhr)
Neben den fachlichen Inhalten steht die praktische Anwendung im Mittelpunkt. Die Struktur ermöglicht, die Weiterbildung berufsbegleitend oder in Vollzeit zu absolvieren.
Karriereweg nach dem Abschluss
Mit dem Abschluss „Staatlich geprüfter Techniker für Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik“ eröffnen sich vielfältige berufliche Perspektiven:
- Planung und Leitung technischer Projekte in Ingenieurbüros
- Technische Fachplanung bei Bauinstallationsbetrieben
- Kundendienst, Vertrieb und Beratung für Architekturbüros, Investoren, öffentliche oder private Bauherren
- Anstellung bei Versorgungsunternehmen (z. B. Gas, Wasser, Fernwärme)
- Positionen im Gebäudemanagement von Immobilienunternehmen und Krankenhäusern
- Fach- und Führungstätigkeiten im Maschinen- und Anlagenbau
- Tätigkeiten in kommunalen und staatlichen Verwaltungen
Der Abschluss ist bundesweit anerkannt und schafft die Voraussetzungen für weiterführende Qualifizierungen, z. B. ein (Fach-)Hochschulstudium.
Kosten und Fördermöglichkeiten
Die Kosten der Weiterbildung richten sich nach dem gewählten Modell:
- Fernlehre: Teilnahmegebühr 7.452 €, Prüfungsgebühr 999 €, Lernmittel inklusive
- ShortCut-Techniker: Teilnahmegebühr 10.710 €, Prüfungsgebühr 318 €, Lernmittel inklusive
- Vollzeit am Campus Regenstauf: Teilnahmegebühr 11.880 €, Prüfungsgebühr 350 €, Lernmittel 690,46 €
Staatliche Förderung: Durch das Aufstiegs-BAföG sind bis zu 75 % der Kosten förderfähig (Zuschuss und Darlehenserlass nach bestandener Prüfung). In Bayern kann zusätzlich der Meisterbonus beantragt werden, sodass die Eigenkosten teils sehr niedrig ausfallen.
Im Rahmen der Fernlehre beträgt die empfohlene Lernzeit etwa 13 Stunden pro Woche. Die monatlichen Gebühren können je nach Modell in Raten gezahlt werden.
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Studienberatung
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6 Kommentare
die Voraussetzungen für die Teilnahme an diesem Kur sind:
- ein Berufsschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung. Weiter benötigen Sie eine anschließende Berufstätigkeit von mindestens 1 Jahr in einem der gewählten Fachrichtung entsprechenden Beruf oder eine einschlägige Tätigkeit von mindestens 5 Jahren
Wenn Sie diese Bedingungen erfüllen, hängt die Teilnahme eigentlich nur noch von Ihrem persönlichen Zeitmanagement ab, um auch an den Präsenzterminen teilzunehmen - z.B. 17.09.2022 Beginntermin = erster Präsenztermin; Lehrgangsbeginn (Selbstlernphase) 15.01./15. 08., 1–2 × im Monat samstags 08:00 – 15:30 Uhr + vier 3-tägige Seminare pro Jahr.
vorausgesetzt wird mindestens ein Berufsschulabschluss und eine fachlich geeignete Berufsausbildung, oder ein Berufsschulabschluss und eine fachliche geeignete Berufspraxis von dreieinhalb Jahren.
ich interessiere mich für den Beruf Techniker.
Meine Frage: Ich bin Logistikmeister von Beruf, würde aber gerne den Beruf Techniker der Fachrichtung Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik absolvieren.
Würde meine Qualifikation um diese Ausbildung zu beginnen ausreichen?
Zum Zeitpunkt der Prüfungsanmeldung müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein: 1) Nachweis des erfolgreichen Abschlusses der Berufsschule; 2) Nachweis einer fachlich geeigneten Berufsausbildung und entsprechende Berufspraxis von fünf Jahren (einschließlich der beruflichen Ausbildungszeit); oder Nachweis einer fachlich geeigneten Berufspraxis von sieben Jahren; 3) Nachweis einer ausreichenden Vorbereitung. Dieser wird durch das Fernstudium einschließlich der Teilnahme an den Seminaren und Vornotenklausuren erworben.
Aus Ihrer Frage geht nicht hervor, ob Sie Berufspraxis von 5 bzw. 7 Jahren nachweisen können. Sie können auch direkt vom Anbieter dieses Fernlehrgangs, dem Institut für Lernsysteme, prüfen lassen, ob Sie den Voraussetzungen entsprechen.