Schulabschluss Realschulabschluss (Realschulabschluss) – Flex-Fernschule

👉 Mit der Flex-Fernschule holst du den Realschulabschluss nicht im klassischen Selbststudium nach, sondern mit persönlicher Begleitung über Distanz – als Angebot der Jugendhilfe für junge Menschen, die aktuell keine Regelschule besuchen können. Du lernst zu Hause mit Lernbriefen, einer festen Flex-Lehrkraft und alle vier Monate einer ausführlichen Rückmeldung. Den Abschluss legst du über eine staatliche Schulfremdenprüfung ab – voll gleichwertig, ZfU-zugelassen, Start jederzeit.

Auf einen Blick

🏫 Anbieter Flex-Fernschule, Fernschule mit Sitz in Breisach-Oberrimsingen
Die Flex-Fernschule ist eine Einrichtung der Jugendhilfe, die Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen eine individuell angepasste Unterstützung zum Erreichen des Schulabschlusses oder zur Reintegration ins Regelschulsystem bietet. Mit einem zertifizierten Fernunterrichtskonzept und persönlicher Betreuung wird in einem geschützten Rahmen gelernt. Ziel ist es, Bildungswege zu stabilisieren und soziale Integration zu fördern. Staatlich anerkannte Abschlüsse und der Kurs „Flex-DAZ“ zur Sprachförderung ergänzen das Angebot.
📋 Studienmodell Schulabschluss
🎓 Fachrichtung SchulabschlüsseMittlere Reife
📜 Abschluss Realschulabschluss
⏳ Dauer 24 Monate, Lernaufwand 20 Stunden wöchentlich
🌍 Unterrichtssprache Deutsch
✅ ZFU-Zulassung Die staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) hat den Kurs Realschulabschluss unter der Nummer 1109620 zugelassen.
📅 Kursstart jederzeit
💶 Kosten
ab 1058 € monatlich
ab 25400 € insgesamt
🔗 Mehr Infos Anbieterprofil anzeigen

Welche Voraussetzungen brauchst du für den Realschulabschluss über die Flex-Fernschule?

Du brauchst keinen bestimmten Vorabschluss und keinen Notenschnitt. Entscheidend ist, dass du die Grundlagen für die Sekundarstufe I mitbringst und dass die Förderung im Rahmen der Jugendhilfe stattfindet. Wo du inhaltlich genau stehst, klärt zu Beginn ein Einstufungstest in Mathematik, Deutsch und Englisch – darauf baut dein persönlicher Lernplan auf.

Anders als bei klassischen Fernkursen ist die wichtigste Voraussetzung also kein formaler Bildungsnachweis, sondern der passende Förderkontext. Flex unterstützt junge Menschen, die im öffentlichen Schulsystem aktuell nicht lernen können.

Formale Voraussetzungen

  • Bildungsbasis: Das Lehrwerk baut auf Grundschulniveau auf. Du solltest die Voraussetzungen für die Sekundarstufe I mitbringen – einen festen Schulabschluss oder eine Mindestklasse setzt Flex nicht voraus.
  • Förderrahmen der Jugendhilfe: Flex fördert unter anderem im Auftrag der Jugendhilfe, etwa bei Beeinträchtigungen der seelischen Gesundheit (§ 35a SGB VIII) oder als Hilfe zur Erziehung (§§ 27 ff. SGB VIII). Der Rahmen wird im Hilfeplan festgelegt.
  • Kein Höchstalter: Eine Altersobergrenze gibt es nicht. Das Angebot richtet sich aber gezielt an junge Menschen in Förderung, nicht an erwachsene Selbstzahler.
  • Einstufung statt Aufnahmeprüfung: Der Einstufungstest dient der Förderplanung, nicht der Auslese. Niemand fällt durch.

Was du persönlich mitbringen solltest

Weil du über Distanz lernst, zählen weniger Vorkenntnisse als die Bereitschaft, dich auf die Begleitung einzulassen:

  • Offenheit für die Distanzbeziehung – du arbeitest eng mit einer persönlichen Flex-Lehrkraft zusammen, auch ohne dich im Klassenraum zu sehen.
  • Eine verlässliche Begleitperson vor Ort – Eltern, eine pädagogische Fachkraft oder die Verantwortlichen der Hilfe geben dem Lernen Halt.
  • Geduld mit dir selbst – Lücken aus der Schulzeit werden Schritt für Schritt geschlossen, nicht übersprungen.
  • Etwas Struktur im Alltag – die Aufgaben kommen im Wochenrhythmus, getragen aber von Betreuung, nicht von reinem Selbstzwang.

Für wen die Förderung gemacht ist

Flex richtet sich an junge Menschen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen den Weg über die Regelschule derzeit nicht gehen können:

  • Nach Krankheit oder Klinikaufenthalt – wenn ein längerer Ausfall den Anschluss erschwert hat.
  • Bei seelischer Belastung oder sozialem Rückzug – etwa nach Mobbing-Erfahrungen, bei Schulangst oder Antriebslosigkeit.
  • Bei Besonderheiten in der Entwicklung – zum Beispiel im Autismus-Spektrum, bei Mutismus oder AD(H)S.

Ob die Flex-Fernschule im Einzelfall die richtige Wahl ist – und wann ein klassischer Selbstzahler-Fernkurs besser passt – liest du weiter unten in der Einordnung „Für wen ist die Flex-Fernschule die richtige Wahl“.

Die Flex-Fernschule ist kein klassischer Fernkurs zum Nachholen der mittleren Reife, sondern ein Angebot der Jugendhilfe. Sie richtet sich an junge Menschen, die aus gesundheitlichen, seelischen oder sozialen Gründen keine Regelschule besuchen können, und bereitet sie auf die staatliche Schulfremdenprüfung zum Realschulabschluss vor. Wer einfach nur flexibel und kostengünstig den Abschluss nachholen möchte, ist hier in der Regel nicht richtig – warum, klären wir weiter unten ehrlich.

Was lernst du beim Realschulabschluss über die Flex-Fernschule?

Du arbeitest dich durch den gesamten prüfungsrelevanten Stoff der Sekundarstufe I (5. bis 10. Klasse) – aufbereitet in einem nach heilpädagogischen Grundsätzen entwickelten Lehrwerk. Es ist gegliedert in das Grundwissen, das zum Hauptschulabschluss führt, und das Aufbauwissen, das auf den Realschulabschluss vorbereitet. Kernfächer sind Deutsch, Mathematik und Englisch.

Der Lernweg startet nicht bei Klasse 10, sondern dort, wo du wirklich stehst. Ein Einstufungstest in Mathematik, Deutsch und Englisch zeigt zu Beginn deinen persönlichen Ausgangspunkt. Darauf baut die Förderung Schritt für Schritt auf – Lücken aus der Schulzeit werden gezielt geschlossen, statt sie zu überspringen.

Neben den klassischen Schulfächern gehört bei Flex das Fach AWEK (arbeitsweltbezogene Kompetenzen) fest zum Programm. Es bereitet auf den Übergang nach der Schule vor – etwa auf Ausbildung, Praktikum oder weiterführende Schule. Wer Deutsch nicht als Muttersprache spricht, kann zusätzlich den zertifizierten Kurs Flex-DAZ (Deutsch als Zweitsprache) nutzen.

Wie läuft das Lernen mit der Flex-Fernschule ab?

Du lernst zu Hause in deiner vertrauten Umgebung, betreut von einer persönlichen Flex-Lehrkraft. Nach dem Einstufungstest folgt eine Eingewöhnungsphase, danach bekommst du per Post individuell zusammengestellte Lernpakete. Im Wochenrhythmus erhältst du neue Aufgaben, die du innerhalb von sieben Tagen bearbeitest, sowie die Korrekturen deiner erledigten Aufgaben zurück.

Persönliche Betreuung über Distanz

Das Besondere an Flex ist die Distanzbeziehung: Deine Flex-Lehrkraft begleitet dich kontinuierlich, ergänzt durch eine Begleitperson vor Ort – das können Eltern, pädagogische Fachkräfte oder die Verantwortlichen der jeweiligen Hilfe sein. So bleibst du nicht allein mit dem Lernstoff, auch wenn du keine Schule betrittst. In der geschützten Flex-Community kannst du dich mit anderen Lernenden austauschen und Lehrkräfte direkt anschreiben.

Alle vier Monate eine ausführliche Rückmeldung

Im Abstand von vier Monaten bekommst du eine detaillierte Standortbestimmung: Wo sind Wissen und Können gewachsen, wo gibt es Fortschritte, was fehlt noch bis zum Ziel? Diese Rückmeldung macht den Lernprozess für alle Beteiligten transparent. Als Richtwert nennt Flex für den Realschulabschluss eine Dauer von 24 Monaten bei rund 20 Stunden Lernaufwand pro Woche. In der Praxis passt sich das Tempo deiner Situation an – Unterbrechungen sind möglich, wenn das Leben sie nötig macht.

So bekommst du am Ende deinen Abschluss

Den Realschulabschluss erwirbst du über eine Schulfremdenprüfung vor einer staatlichen Prüfungskommission, meist an einer öffentlichen Schule und nach den Regeln des Bundeslandes, in dem du die Prüfung ablegst. Der so erworbene Abschluss ist dem einer Regelschule vollständig gleichwertig. Mehr zum Träger und zu den Standorten findest du im Anbieterprofil der Flex-Fernschule.

Was kostet der Realschulabschluss über die Flex-Fernschule – und wer zahlt?

Der Kurs kostet laut Anbieterangabe 1.058 € im Monat, über die Regeldauer von 24 Monaten ergeben sich rund 25.400 €. Diese Summe zahlt aber in den seltensten Fällen die Familie privat: Als Jugendhilfe-Maßnahme wird die Flex-Fernschule in der Regel vom zuständigen Jugendamt finanziert, sofern eine Kostenübernahme bewilligt wurde.

Die Grundlage dafür sind Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe – etwa die Eingliederungshilfe bei Beeinträchtigungen der seelischen Gesundheit nach § 35a SGB VIII oder Hilfe zur Erziehung nach den §§ 27 ff. SGB VIII. Der konkrete Rahmen wird im Hilfeplan festgelegt. Den Antrag stellen meist Eltern oder Sorgeberechtigte gemeinsam mit der Jugendhilfe.

Zur Einordnung der Größenordnung: Reine Selbstzahler-Fernkurse zum Realschulabschluss kosten einen Bruchteil davon, weil sie auf eigenständiges Lernen mit Studienheften ausgelegt sind und keine individuelle pädagogische Betreuung beinhalten.

AnbieterModellMonatlichGesamt
Flex-Fernschule Jugendhilfe-Maßnahme mit persönlicher Betreuung 1.058 € 25.400 €
Studiengemeinschaft Darmstadt (sgd) Selbstzahler-Fernkurs 210 € 5.040 €
Institut für Lernsysteme (ILS) Selbstzahler-Fernkurs 150 € 3.600 €

Der Preisunterschied ist also kein Aufschlag für dieselbe Leistung, sondern Ausdruck eines völlig anderen Konzepts: engmaschige, individuell betreute Einzelförderung im Rahmen der Jugendhilfe gegenüber einem klassischen Fernlehrgang zum Selbststudium. Wer selbst zahlt und keine intensive Betreuung braucht, findet die Alternativen gebündelt auf unserer Übersicht zum Realschulabschluss im Fernstudium.

Was bringt dir der Realschulabschluss – und wie geht es danach weiter?

Der Realschulabschluss (auch mittlere Reife oder Fachoberschulreife) ist ein gleichwertiger staatlicher Schulabschluss und öffnet dieselben Türen wie an einer Regelschule. Mit ihm stehen dir Berufsausbildungen offen, die einen mittleren Bildungsabschluss voraussetzen, und du erfüllst die Voraussetzung für viele weiterführende Bildungswege.

Typische Anschlüsse nach dem Realschulabschluss:

  • Berufsausbildung – viele Ausbildungsberufe setzen die mittlere Reife voraus oder bevorzugen sie.
  • Fachoberschule oder Berufskolleg – Weg zur Fachhochschulreife (Fachabitur).
  • Gymnasiale Oberstufe – bei entsprechendem Notenschnitt der Weg zum Abitur.

Bei der Flex-Fernschule steht allerdings nicht der Abschluss allein im Vordergrund. Als Einrichtung der Jugendhilfe verfolgt sie zuerst die Reintegration ins Regelsystem und die soziale Teilhabe – der Schulabschluss ist das nachhaltige Ergebnis, nicht der einzige Zweck. Manche Lernende kehren über Flex auch wieder an ihre örtliche Schule zurück, ohne die Prüfung bei Flex abzulegen.

Wenn nach der mittleren Reife das Abitur das Ziel ist, lohnt ein Blick auf die Wege im zweiten Bildungsweg: Abitur per Fernstudium nachholen.

Für wen ist die Flex-Fernschule die richtige Wahl – und für wen nicht?

Die Flex-Fernschule passt, wenn ein junger Mensch das Lernen im öffentlichen Schulsystem aktuell nicht schafft und engmaschige, individuelle Begleitung braucht. Sie ist nicht als günstige oder bequeme Alternative zum normalen Schulbesuch gedacht – und für viele klassische Nachholer ist sie schlicht das falsche Angebot.

Die Flex-Fernschule ist die richtige Wahl, wenn …

  • … ein junger Mensch aus gesundheitlichen, seelischen oder sozialen Gründen keine Regelschule besuchen kann – etwa nach langer Erkrankung, bei Ängsten, Mobbing-Folgen, im Autismus-Spektrum, bei Mutismus oder AD(H)S.
  • … eine Jugendhilfe-Maßnahme bereits eingerichtet ist oder geprüft wird und der Hilfeplan einen Schulabschluss als Ziel vorsieht.
  • … eine persönliche, kontinuierliche Betreuung über Distanz wichtiger ist als reines Selbststudium.

Weniger geeignet ist die Flex-Fernschule, wenn …

  • … du als Erwachsene oder Erwachsener selbst zahlst und einfach den Abschluss nachholen willst. Dann sind Selbstlerner-Fernkurse wie der Realschulabschluss der sgd oder der Realschulabschluss des ILS deutlich günstiger und genau dafür gemacht.
  • … du noch schulpflichtig bist. Dann ist das Lernen mit Flex nur mit ausdrücklicher Zustimmung der örtlichen Schulverwaltung möglich – Flex ersetzt nicht den Schulbesuch.
  • … du eine reine Online-Lernplattform zum Selbststeuern erwartest. Flex arbeitet mit Lernbriefen per Post und persönlicher Begleitung, nicht als App im Selbstlauf.

Häufige Fragen zum Realschulabschluss über die Flex-Fernschule

Ja. Der Abschluss wird über eine staatliche Schulfremdenprüfung erworben und ist dem Realschulabschluss einer Regelschule vollständig gleichwertig. Die Lernmedien sind von der ZfU unter der Nummer 1109620 zugelassen.

Ein festes Höchstalter gibt es nicht. Das Angebot richtet sich aber gezielt an junge Menschen, die im Rahmen der Jugendhilfe gefördert werden. Erwachsene, die selbst zahlen und ohne pädagogische Begleitung lernen möchten, sind mit klassischen Selbstzahler-Fernkursen meist besser und günstiger bedient.

24 Monate sind ein Richtwert. Da Flex individuell fördert, hängt die tatsächliche Dauer vom Lernstand zu Beginn, den Lebensumständen und dem Förderziel ab. Ob eine Verkürzung möglich ist, klärst du am besten direkt mit der Flex-Fernschule.

Das hängt vom Einzelfall und davon ab, wie die Kostenübernahme geregelt ist – etwa über das Jugendamt, ein Stipendium oder private Finanzierung. Verbindliche Auskünfte zur Abrechnung bei einem Abbruch gibt nur die Flex-Fernschule selbst zusammen mit dem jeweiligen Kostenträger.

Studienberatung

Fragen an die Studienberatung? Stell deine Frage hier, auch anonym. Ein Mitarbeiter der Einrichtung Zweiter Bildungsweg oder die Redaktion wird dir antworten.

Quelle dieser Kursinfos: Anbieter-Website