Wer profitiert vom Fernstudium Tierheilpraktiker?
Der Kurs richtet sich an Erwachsene, die fundierte Kenntnisse in Tiermedizin und Naturheilkunde erwerben wollen – sei es für die spätere berufliche Tätigkeit als Tierheilpraktikerin oder Tierheilpraktiker, für eine selbstständige Praxis oder als Zusatzqualifikation im Bereich Tierhaltung, Tierpflege und Tierbetreuung. Das Angebot eignet sich ebenso für engagierte Tierhalterinnen und Tierhalter, die ihr Wissen über Gesundheit, Anatomie und Verhalten von Tieren – insbesondere Hunden, Katzen, Pferden, Kleinsäugern, Vögeln und Reptilien – systematisch erweitern möchten. Auch Personen aus angrenzenden Berufsfeldern, wie Tierernährung oder Tierpsychologie, finden hier eine praxisnahe Weiterbildung.
Welche Voraussetzungen musst du erfüllen?
Für die Zulassung benötigst du einen Realschulabschluss oder einen gleichwertigen, mindestens mittleren Schulabschluss. Darüber hinaus erwartet der Anbieter Erfahrung im Umgang mit Tieren. Medizinische Vorkenntnisse sind nicht gefordert, Bereitschaft zur regelmäßigen Fortbildung jedoch ausdrücklich gewünscht. Für den Zugang zu Online-Tests und Lernvideos ist ein Internetanschluss notwendig. Für die Teilnahme am Online-Seminar benötigst du zusätzliche technische Ausstattung wie PC oder Laptop, ggf. Headset und Webcam.
Persönlich solltest du Interesse an Tiergesundheit und Naturheilverfahren mitbringen sowie die Motivation, eigenständig und strukturiert zu lernen. Kommunikationsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Tieren und Offenheit für ganzheitliche Ansätze sind hilfreich. Erste praktische Erfahrungen, etwa durch private oder berufliche Tierhaltung, erleichtern den Einstieg in die Lerninhalte.
Welche Inhalte vermittelt die Ausbildung zum Tierheilpraktiker?
In der Weiterbildung zum Tierheilpraktiker an der Studiengemeinschaft Darmstadt erwirbst du umfassende Kenntnisse der Veterinärmedizin, ergänzt um die zentralen Methoden der Naturheilkunde. Der Lernstoff gliedert sich in folgende Kernbereiche:
- Veterinärmedizinische Grundlagen: Du lernst die Anatomie, Physiologie und Pathologie von Hund, Katze und Pferd kennen. Im Fokus stehen auch Besonderheiten bei Kleinsäugern, Vögeln und Reptilien.
- Diagnostik und schulmedizinische Verfahren: Der Lehrplan behandelt zentrale Krankheitsbilder, wesentliche Leitsymptome sowie verschiedene diagnostische Methoden. Themen wie Anamnese, Tieruntersuchung und Injektionstechniken werden praxisnah vermittelt.
- Therapieoptionen: Neben schulmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten erwirbst du fundiertes Wissen über Wirkungsweisen, Anwendung und Grenzen naturheilkundlicher Verfahren wie Homöopathie, Phytotherapie und Bach-Blüten-Therapie.
- Erste Hilfe am Tier: Du lernst die Überprüfung lebenswichtiger Funktionen, Notfallmanagement und die sichere Versorgung von tierischen Notfallpatienten.
- Verhaltenslehre und Tierhaltungsberatung: Grundlagen zum Verhalten von Hund, Katze und Pferd sowie Grundlagen der artgerechten Haltung werden ausführlich behandelt.
- Rechtliche und betriebswirtschaftliche Grundlagen: Du erhältst einen Überblick über Gesetzeskunde (Hygieneverordnungen, Tierschutzgesetz, Arzneimittelgesetz), erfährst, wie du eine Praxis anmeldest und welche Aspekte der Praxisführung, Versicherung und Finanzierung zu beachten sind.
Nach Abschluss des Lehrgangs bist du somit in der Lage, veterinärmedizinische Zusammenhänge zu verstehen, naturheilkundliche Behandlungsansätze gezielt einzusetzen und die relevanten Rahmenbedingungen der praktischen Tätigkeit kompetent zu erfüllen.
Wie ist der Ablauf der Tierheilpraktiker-Weiterbildung organisiert?
Der Fernlehrgang ist auf eine flexible Studiendauer von 20 Monaten bei etwa 9 Wochenstunden ausgelegt. Bei Bedarf kannst du die Laufzeit kostenfrei auf bis zu 30 Monate verlängern. Der Ablauf ist wie folgt strukturiert:
- Studienmaterialien: Du erhältst insgesamt 20 Studienhefte, ein Lehrbuch, Lernvideos sowie kostenlose Hördateien. Der Zugang zum digitalen OnlineCampus ermöglicht es dir, jederzeit auf alle Inhalte und Übungsaufgaben zuzugreifen.
- Digitale Lernbegleitung: Der OnlineCampus mit der Lern-KI KILEA bietet dir direkte Unterstützung bei Fragen und ermöglicht interaktive Übungen und den Austausch mit Tutorinnen und Tutoren.
- Verpflichtende Seminare: Zwei Präsenzveranstaltungen mit je 17 Unterrichtseinheiten und ein obligatorisches Online-Seminar von 10 Unterrichtseinheiten sind Teil des Curriculums. Diese vertiefen die praktischen Fertigkeiten und bieten Gelegenheit zur Vernetzung.
- Leistungsnachweise: Den Lernfortschritt dokumentierst du durch die Bearbeitung von Einsendeaufgaben und Online-Tests, die von Fachlehrkräften bewertet werden. Ein Abschlusszeugnis erhältst du nach erfolgreicher Bearbeitung dieser Aufgaben. Das Zertifikat „Tierheilpraktiker/in“ wird nach Teilnahme an den Begleitveranstaltungen und dem Bestehen einer Abschlussprüfung vergeben.
- Start jederzeit möglich: Du kannst an 365 Tagen im Jahr mit dem Kurs beginnen und erhältst einen 4-wöchigen Testzeitraum zur risikofreien Erprobung aller Leistungen.
Der gesamte Ablauf ist darauf ausgelegt, Beruf, Familie und Weiterbildung optimal zu vereinbaren. Der persönliche Kontakt zu deinem Studienberaterteam und zu den Fachlehrkräften sichert eine kontinuierliche Betreuung.
Welche Karrierewege eröffnen sich nach der Ausbildung zum Tierheilpraktiker?
Als Absolventin oder Absolvent bist du qualifiziert, eine eigene Praxis als Tierheilpraktikerin oder Tierheilpraktiker zu gründen – entweder hauptberuflich oder im Nebenerwerb. Berufliche Möglichkeiten ergeben sich in folgenden Bereichen:
- Selbstständige Tätigkeit: Eröffnung und Führung einer eigenen tierheilpraktischen Praxis oder Zusammenarbeit in Gemeinschaftspraxen mit anderen Tierheilpraktikerinnen und Tierheilpraktikern.
- Erweiterung bestehender Tätigkeitsfelder: Das Zertifikat ist eine anerkannte Zusatzqualifikation für Personen, die bereits in der Tierhaltung, -zucht, -pflege oder Tierernährung tätig sind, beispielsweise als Tierpflegerin, Hundetrainer oder Reitlehrerin.
- Fachliche Spezialisierung: Das Wissen um Krankheiten, Diagnostik und naturheilkundliche Behandlung wird für Fachberatungen im Zoofachhandel, in Tierschutzvereinen oder in tiernahen Beratungsfunktionen nachgefragt.
- Tätigkeit im Bildungsbereich: Vermittlung von Wissen zur Tiergesundheit, Tierverhaltensberatung oder Durchführung von Kursen und Workshops zur Tiernaturheilkunde.
Auch als erfahrene Tierhalterin oder Halter profitierst du von medizinischem und verhaltenskundlichem Wissen für die Gesundheit und das Wohlbefinden deiner eigenen Tiere. Das SGD-Zertifikat ist im Markt bekannt und wird von Praxen, Dienstleistern und Institutionen als Weiterbildungsnachweis anerkannt.
Wie hoch sind die Gebühren und welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für den Lehrgang?
Die Gesamtkosten für den Fernlehrgang „Tierheilpraktiker/in“ betragen 3.978 Euro, zahlbar in monatlichen Raten zu je 199 Euro über 20 Monate. Im Preis enthalten sind:
- Alle Studienmaterialien inkl. Studienheften, Lehrbuch, Lernmedien und OnlineCampus-Zugang
- Sämtliche verpflichtenden Präsenz- und Online-Seminare (zwei Präsenzphasen, ein Online-Termin)
Optionale zusätzliche Online-Seminare können gegen Aufpreis gebucht werden. Etwaige Nebenkosten können durch Anreise, Unterkunft bei Seminaren oder ergänzende Fachliteratur entstehen.
Fördermöglichkeiten:
- Der Kurs ist bis zu 100 % über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit förderbar.
- Zudem gibt es Rabatte für Arbeitslose, Rentnerinnen und Rentner, Eltern in Elternzeit, Studierende sowie bei Firmenanmeldungen.
- Du kannst die Gebühren als Werbungskosten oder Sonderausgaben steuerlich geltend machen.
- Länderspezifische Förderprogramme, Bildungsprämie oder Aufstiegs-BAföG können je nach persönlicher Situation zusätzlich beantragt werden.
Ein vierwöchiger kostenloser Testzeitraum gibt dir die Möglichkeit, die Lehrgangsinhalte ohne Risiko zu prüfen, bevor Kosten entstehen.
Studienberatung
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