Quellenangaben: Fußnoten vs. In-Text-Verweise | mit Abschlussarbeiten-Expertin Nadine Syring

Im wissenschaftlichen Schreiben stellt sich häufig die Frage, ob Fußnoten oder In-Text-Zitationen die bessere Wahl sind.

Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile: Fußnoten können den Lesefluss verbessern, während In-Text-Zitationen oft als störend empfunden werden, jedoch das Nachschlagen erleichtern.

In Podcast Folge 23 haben Abschlussarbeiten-Expertin Nadine Syring und Christian diese Problematik diskutiert - und auch, welche Methode sich wann besser eignet.

Die ganze Folge: youtube.com/watch

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#abschlussarbeit #studium #fernstudium

Transkript

Vielleicht noch mal ganz kurz die Diskussion zu den Fußnoten – darüber hatten wir auch im letzten Podcast schon geredet. Ich mag Fußnoten eigentlich, muss ich gestehen. Du sagst, in Deutschland werden sie hauptsächlich verwendet, aber ich mag sie eben aus Sicht eines Lektors ein bisschen mehr als diese ganzen Verweise im Text, weil sie den Lesefluss nicht so stören, wenn man sie richtig verwendet.

Fußnoten werden ja ab und an auch verwendet, um sich selbst zu kommentieren, um Sachen zu ergänzen, die man beim eigentlichen Schreiben vergessen hatte und später noch hinzufügen möchte. Aber wenn man sie wirklich konsequent nur für die Belege benutzt und der Leser dann auch weiß, dass da nur Quellennachweise kommen, dann kann man sie beim Lesen in der Regel erst mal ein bisschen ignorieren. Da muss man nicht jedes Mal nach unten schauen und kommt nicht so aus dem Lesefluss heraus, wie wenn diese ständigen Klammern im Text stehen – die sind beim Lesen schon ein bisschen hinderlich. Was sagst du dazu?

Leichter beim Schreiben, komplizierter beim Lesen

Da hast du vollkommen recht, und das ist auch das Argument, das wirklich viele Gutachterinnen anbringen: dass es beim Lesen komplizierter ist. Beim Schreiben wiederum ist es ein bisschen leichter. Es kommt aber darauf an, womit man die größten Probleme hat.

Ich habe lange wissenschaftliches Arbeiten unterrichtet, und da war mein Tipp an die Studierenden immer: Wenn ihr anfangt, wenn das die allererste Arbeit ist, dann tastet euch mal an das Fußnotensystem heran. Denn das hat einfach den schönen Vorteil, dass du deinen Text hast und davon getrennt die Fußnoten – du hast eben nicht alles zusammen.

Die formalen Vorgaben sind im Fußnotensystem allerdings deutlich aufwendiger. Wir hatten ja gerade schon die Unterscheidung zwischen Vollbeleg und Kurzbeleg, und dann gibt es noch diese „ebenda“-Funktion, also dass sich wiederholende Quellen abgekürzt werden. Da sind die formalen Vorgaben eben umfangreicher. Aber allein diese Tatsache, dass du die Quellen getrennt vom Text hast, hilft aus meiner Sicht sehr, wenn man ins wissenschaftliche Schreiben hineinkommt.

Aber wie gesagt: Wenn von der Hochschule von Anfang an die In-Text-Zitation vorgeschrieben wird, dann gewöhnt man sich am besten wirklich von Anfang an daran. Ich weiß aber genau, was du meinst.

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