Psychologie studieren: Den Master schon im Bachelor planen
Der Bachelor ist geschafft – doch vor dem Wunsch-Master warten plötzlich wieder Bachelormodule. Gerade in der Psychologie können unterschiedliche Zulassungsvoraussetzungen und ECTS-Vorgaben zusätzliche Brückenkurse, Klausuren und Kosten bedeuten.
Sarah Aschenbrenner wollte nach ihrem Bachelor in Angewandter Psychologie an der APOLLON Hochschule für den Master an die PFH wechseln und sich stärker auf klinische Psychologie konzentrieren. Zwei Brückenkurse hatte sie bereits begonnen.
Im Gespräch mit Christian erzählt sie, warum sie den Wechsel abbrach, zur APOLLON zurückkehrte und weshalb der gewünschte Master bereits bei der Bachelorwahl mitgedacht werden sollte.
⏱️ KAPITEL:
00:00 Warum der Master schon bei der Bachelorwahl zählt
00:32 Sarahs Masterwahl und die notwendigen Brückenkurse
01:56 Warum sie zur APOLLON Hochschule zurückkehrte
03:41 Kosten, ECTS und die richtige Studienplanung
🎧 Das vollständige Gespräch mit Sarah über ihr Psychologie-Fernstudium, die Bachelorarbeit, ihre Praxisphase und den Start in den Master:
youtube.com/watch
🎓 Angewandte Psychologie (B.Sc.) an der APOLLON Hochschule:
fernstudi.net/fernstudium/humanwissenschaften/psychologie/1…
🎓 Psychologie (M.Sc.) an der APOLLON Hochschule:
fernstudi.net/fernstudium/humanwissenschaften/psychologie/1…
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Transkript
Christian: Bachelor geschafft – und für den Master plötzlich wieder Bachelormodule belegen. Genau das ist Sarah passiert. Nach ihrem Bachelor in Angewandter Psychologie an der APOLLON Hochschule wollte sie die Hochschule wechseln, an die PFH, und sich im Master stärker auf klinische Psychologie konzentrieren. Dafür sollte sie jedoch zwei zusätzliche Brückenkurse mit Klausuren absolvieren. Warum sie diese nach mehreren Monaten wieder abgebrochen hat und was du daraus bereits jetzt für deinen Bachelor mitnehmen kannst, erzählt sie uns jetzt in diesem Video.
Der geplante Wechsel zur PFH
Christian: Was machst du jetzt? Master, das weiß ich. Wo machst du den?
Sarah: Genau, ich mache den an der APOLLON Hochschule. Ich war mir tatsächlich sehr unsicher, wo ich ihn mache, weil ich mich ja auch ein bisschen in die klinische Psychologie vertiefen wollte. Ich hatte mich zum Beispiel auch bei der PFH Göttingen beworben, und ich hatte mir auch die Euro-FH angeschaut, die hat glaube ich mit der PFH auch noch die Vertiefung in klinischer Psychologie. Da waren aber tatsächlich Brückenkurse notwendig.
Sarah: Ich war unsicher, weil ich dazu erklären muss: Mein Weg ist ja ein bisschen, die Fachpsychologin beim BDP in klinischer Psychologie zu machen, um mich noch mal fundiert weiterzubilden. Und ich dachte tatsächlich, dass ich dafür auch einen Master mit einem gewissen Schwerpunkt beziehungsweise einer ECTS-Verteilung mehr in Richtung klinisch bräuchte. Ich hatte mich aber auch da schon an der PFH eingeschrieben und hatte auch schon die Brückenkurse begonnen.
Das Telefonat mit dem BDP
Sarah: Und als dann aber der BDP meinte, dass das tatsächlich nicht notwendig ist, sondern dass es für dieses Zertifikat eher wichtig ist, dass man nach dem Master noch eine zusätzliche Praxis- und Theoriephase durchläuft, und die hat tatsächlich nichts damit zu tun, wo man den Master abgeschlossen hat – da bin ich wieder ein bisschen ins Grübeln gekommen. Weil ich wollte vom Herzen eigentlich schon gern an der APOLLON bleiben. Es hat einfach so gut in meinen Alltag gepasst, und ich habe mich wohlgefühlt an der Hochschule, ich fand das mit den Fallaufgaben toll.
Sarah: Und ich hatte auch schon während der Zeit an der PFH gemerkt – es waren zwei Module, die ich hätte abschließen müssen, und beide tatsächlich mit Klausuren – ich hatte schon drei oder vier Monate dafür gelernt und wirklich gemerkt, was für ein Unterschied das macht, für Klausuren zu lernen oder eben Fallaufgaben abzuschließen. Es war wirklich schwer, das zu integrieren.
Sarah: Ich hätte das auf jeden Fall durchgezogen, aber dann in Relation, als man mir gesagt hat, dass es nicht notwendig ist, dachte ich: Sollte ich mir den Stress wirklich machen, oder ist es auch in Ordnung zu sagen, ich muss mir den Stress gar nicht machen und es ist gar nicht so wichtig? Es war natürlich interessant, der Studiengang an der PFH hat mir gut gefallen, weil er wirklich viel klinisch war. Aber ich glaube, man muss sich manchmal eingestehen: Passt das jetzt zu meinem aktuellen Leben, oder ist es auch vollkommen in Ordnung, es sich ein bisschen leichter zu machen und zu sagen, es geht auch über den anderen Weg, und ich weiß schon, wie alles funktioniert? Ich bin an der APOLLON, man hat den Überblick über den Campus. Es ist ja auch irgendwie ein Stressfaktor, wenn man sich in etwas komplett Neues reinfinden muss.
Sarah: Und ich habe dann den Brückenkurs wieder abgebrochen und bin zur APOLLON. Dann ist mir auch irgendwie ein richtiger Stein vom Herzen gefallen, endlich eine Entscheidung zu treffen nach diesem ganzen Hin und Her. Ich wusste, ich kann trotzdem meinen Weg gehen. Und ja, jetzt bin ich schon wieder an der APOLLON eingeschrieben und freue mich natürlich, dass der Weg trotzdem so möglich ist, wie ich ihn gehen möchte.
Was Sarah anderen rät
Sarah: Genau, das ist so der Punkt, wo ich sage, ich kann echt jedem nur empfehlen, eben noch mal in Bezug auf die Brückenkurse: Wenn man schon vorher weiß, was man machen möchte, dass man wirklich genau schaut, wo man sich im Bachelor einschreibt. Weil das ist wirklich so – wenn man dann den Master woanders machen möchte, gerade in der Psychologie, kann es wirklich sein, dass man diese Brückenkurse belegen muss. Und das muss einem klar sein, das ist noch mal ein Kostenfaktor.
Sarah: Für mich war es auch so: Ich hatte den Bachelor abgeschlossen, war unheimlich stolz und musste plötzlich wieder Bachelormodule belegen. Und du hast so die Euphorie, du wolltest einfach nahtlos weitermachen und jetzt in den Master gehen, und dann wieder Module abzuschließen, die quasi im Bachelorstudiengang der jeweiligen Hochschule sind, das ist irgendwie ein bisschen frustrierend.
Sarah: Man muss sich da wirklich Gedanken machen: Wo gehe ich hin, welche ECTS sind wie erfordert? So wie ich das mitbekommen habe, hat da jede Hochschule auch ihre eigene Regelung. Die müssen sich schon grob an die Richtlinien des BDP halten, was an Grundlagenfächern vermittelt wird, damit der Studiengang auch akkreditiert und anerkannt bleibt. Aber trotzdem kann jede Hochschule diese ECTS-Verteilung noch mal für sich regeln. So habe ich das jetzt gehört. Und dann kann es sein, dass die eine Hochschule sagt – das ist jetzt nicht faktisch, was ich sage – wir wollen jetzt 40 ECTS in Statistik oder Diagnostik oder im klinischen Bereich.
Christian: Also ganz wichtig: Immer, wenn man sich schon für einen Bachelor entscheidet, auch den Master mitzudenken. Und dann zu schauen: Was könnte ich für einen Master machen, an welcher Hochschule ganz konkret könnte ich das machen, wie sind dort die Anforderungen? Und vor allem in einem Fach wie Psychologie – in anderen Fachbereichen spielt es aber auch eine Rolle.

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