Master Philosophie im Fernstudium: FernUni Hagen vs. Hochschule Fresenius – Philosophy & Economics

In Philosophie gab es bisher nur einen Fernstudiengang in Deutschland, den Master Philosophie - Philosophie im europäischen Kontext an der FernUni Hagen. Nun bietet auch die Hochschule Fresenius einen Master an, und zwar den M.A. Philosophy and Economics. Beide Studiengänge stellen wir hier vor und vergleichen in Hinsicht auf Inhalte, Vertiefungen, Präsenzen und Kosten.

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Inhalt:
00:00 Schönen guten Tag
03:24 Allgemeines zur Fernuni Hagen
04:11 Allgemeines zur Hochschule Fresenius
05:30 Vorraussetzungen an der Fernuni Hagen
10:21 Vorraussetzungen an der Hochschule Fresenius
12:19 Studieninhalte an der Fernuni Hagen
15:51 Studieninhalte an der Hochschule Fresenius
21:16 Präsenzen an der Fernuni Hagen
24:33 Präsenzen an der Hochschule Fresenius
25:03 Skripte an der Fernuni Hagen
27:05 Skripte an der Hochschule Fresenius
28:32 Kosten an der Fernuni Hagen
30:36 Kosten an der Hochschule Fresenius
32:41 Fazit

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Weiterführend:

👉 Alle Fernstudiengänge in Philosophie und Geisteswissenschaften im Überblick: fernstudi.net/fernstudium/geisteswissenschaften
👉 Details zum M.A. Philosophie an der FernUni Hagen: fernstudi.net/fernstudium/geisteswissenschaften/12682
👉 Details zum M.A. Philosophy & Economics an der Hochschule Fresenius: fernstudi.net/fernstudium/geisteswissenschaften/14711
👉 Studium Latinum: Die besten Lehrbücher Latein für Selbststudium und Uni im Überblick + 5 Fernkurse fernstudi.net/magazin/11039

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Disclaimer:

Grundsätzlich basieren unsere Videos *nicht* auf bezahlten Partnerschaften. Das heißt, dass wir uns nicht bezahlen lassen, um bestimmte Videos zu produzieren, bestimmte Studiengänge vorzustellen usw. Ausnahmen kann es natürlich geben, dann stellen wir das auch im entsprechenden Video klar. Die Auswahl unserer Themen folgt auf diesem Channel keinen journalistischen, objektiven Kriterien, sondern eher danach, was die Community interessiert. Davon abgesehen pflegen wir Partnerschaften mit Hochschulen, die in unserem Portal fernstudi.net Werbung schalten und hervorgehoben dargestellt werden. Ihr erkennt das auf der Website beispielsweise an der Markierung als „Sponsoren“. Gelegentlich verlinken wir unter den Videos mit sog. Affiliate-Links, über die wir eine kleine Provision erhalten, falls ihr etwas kauft; solche Links kennzeichnen wir immer mit einem Stern (*).

Transkript

Schönen guten Tag. In diesem Video stelle ich euch zwei sehr spannende Fernstudiengänge vor, und zwar zwei Master in Philosophie – die einzigen Master in Philosophie als Fernstudiengang, die es momentan in Deutschland gibt: den Master Philosophie im europäischen Kontext an der staatlichen FernUniversität Hagen und im Vergleich dazu den Master Philosophy and Economics an der Hochschule Fresenius, einer privaten Fachhochschule.

Also wir schauen uns weitere Studiengänge an, ich sage auch ein bisschen etwas Allgemeines zum Philosophiestudium – ich habe nämlich selber auch Philosophie studiert, kenne mich ein bisschen aus mit dem Studium. Wir gucken uns die Studieninhalte an, die das Interessanteste an beiden Studiengängen sind, wir schauen uns mal an, was es so für Vertiefungsmöglichkeiten gibt, was es für Möglichkeiten gibt, an Präsenzen und Präsenzphasen teilzunehmen. Wir gucken uns natürlich die Preise auch an, die auch sehr unterschiedlich sind bei beiden Studiengängen. Und ich wünsche euch jetzt viel Spaß mit diesem Video.

Vorbemerkung zum Philosophiestudium

So, Freunde der Geisteswissenschaft: Guckt bitte auch auf dieser Seite hier auf fernstudi.net über weitere Fernstudiengänge im Bereich der Geisteswissenschaften. Es gibt nicht viele in Deutschland, weil sich eben mit dem Thema Geisteswissenschaften kein Geld verdienen lässt und auch gar nicht so viele Leute so etwas studieren – jetzt mal abgesehen von Lehramtsstudenten, die Deutsch studieren und so etwas. Aber wirklich Philosophie und ihre Fächer studiert doch eigentlich keiner mehr.

Ich habe es auch mal studiert: Also ich habe mein Studium angefangen mit Philosophie als Hauptfach und Geschichte als zweitem Fach, habe in vielen verschiedenen Städten studiert, also in Göttingen habe ich Philosophie studiert, vor allem in Jena – da hatte ich meine intensivste Zeit, was das Philosophiestudium angeht –, dann noch ein bisschen in Berlin. Ich war dann auch enttäuscht eigentlich von dem Studium, von der Philosophie als Wissenschaft, aus ganz verschiedenen Gründen, habe ich auch mal ein Video dazu gemacht auf diesem Channel, schaut euch das vielleicht mal an.

Deswegen habe ich mich sehr gefreut, als ich gesehen habe, dass die Hochschule Fresenius jetzt auch einen Master in Philosophy and Economics anbietet, weil ich finde, dass das eigentlich optimalerweise einmal dieses sehr stark Theoretische und Verkopfte, das die Philosophie mit sich bringt, kombiniert mit diesem sehr praktischen, anwendungsbezogenen Wirtschaftswissen letztendlich und der Ökonomie. Die Hochschule hat diesen Studiengang auch als Präsenzstudium im Angebot und bringt ihn eben jetzt als Fernstudiengang an den Start.

Aber man kann ja auch schon länger an der FernUni Hagen beispielsweise Kulturwissenschaften studieren, und in diesem Fach kann man sich als Bachelorstudierender auch in das Thema Philosophie vertiefen beziehungsweise man kann sich eine Fachrichtung aussuchen, in die man sich vertieft, Philosophiegeschichte, Literaturwissenschaft. Deswegen ist es letztendlich auch ein Stückchen Philosophiestudiengang. Mehr Fernstudiengänge gibt es da eigentlich nicht in Philosophie, aber schaut euch wie gesagt auf dieser Seite hier ein bisschen um, da findet ihr auch eine Übersicht, was alles so geht an geisteswissenschaftlichen Studiengängen. Da gibt es nicht viel, es gibt dann als Ausweichmöglichkeit quasi, an britischen Universitäten zu studieren, da kann man auch Philosophie studieren als Bachelorstudiengang, da kann man auch Geschichte studieren, etwa an der Open University. Und all diese Möglichkeiten findet ihr hier auf dieser Seite aufgelistet, verlinke ich euch auch in der Beschreibung von diesem Video.

Die beiden Hochschulen

So, ich sage jetzt mal ein bisschen etwas Allgemeines zu beiden Hochschulen. Also wenn ihr euch mit dem Thema Fernstudium auseinandergesetzt habt, habt ihr euch sicherlich auch schon mit der FernUni Hagen beschäftigt und wisst, dass sie auch lange die größte Hochschule in Deutschland war, als Fernhochschule mit ungefähr so 70.000 eingeschriebenen Studierenden. Also das Studienangebot ist jetzt nicht so riesig wie an einer anderen großen Hochschule in einer Großstadt, Humboldt-Universität oder so, es gibt hier ein paar Studiengänge und eben auch – weil es halt eine Uni ist – ein gewisses Angebot an geisteswissenschaftlichen Studiengängen, Kulturwissenschaften hatte ich ja schon gesagt. Da gibt es auch mal ein digitales Campusfest mit DJs, die dann hier auflegen, könnt ihr daran teilnehmen, wenn ihr hier eingeschrieben seid an der FernUni.

Die andere Hochschule, die wir uns hier anschauen, ist die Hochschule Fresenius. Die ist auch eine der größeren privaten Hochschulen in Deutschland mit hauptsächlich Präsenzstudiengängen an allen möglichen Standorten in Deutschland. Hauptstandort ist Idstein in Hessen, also da hat die Hochschule ihren Sitz, aber die Studiengänge werden in allen möglichen Städten angeboten, Köln, Düsseldorf und so weiter. Und über ihren Fachbereich onlineplus bietet die Hochschule seit einigen Jahren auch Fernstudiengänge an, jede Menge, unter anderem auch diesen Master, den ich hier vorstellen möchte. Und die Hochschule gibt es auch schon sehr lange, die hat auch eine sehr lange Tradition, die zurückgeht bis auf das Jahr 1848, aber als Fachhochschule ist die Hochschule dann anerkannt worden ungefähr so 1970, seitdem als Fachhochschule hier in Deutschland anerkannt. Und mittlerweile studieren hier an der Hochschule Fresenius um die 15.000 Studierende, also jetzt nicht so groß wie die FernUni Hagen, aber für eine private Hochschule sind das doch schon sehr beachtliche Zahlen. Ich kann jetzt leider nicht genau sagen, wie viele hier im Fachbereich onlineplus im Fernstudium sind, aber das dürfte mittlerweile auch eine ganze Menge sein, weil die Hochschule ihre Fernstudiengänge jetzt auch schon seit einigen Jahren anbietet.

Die Zugangsvoraussetzungen

So, schauen wir uns die Zugangsvoraussetzungen für beide Fernstudiengänge an. Ich fange mal an hier mit der FernUni Hagen. Um euch in diesen Studiengang einzuschreiben, braucht ihr natürlich ein erstes abgeschlossenes Studium, das mindestens sechs Semester gedauert haben sollte beziehungsweise 180 Leistungspunkte umfassen sollte. Und zusätzlich – das ist das Besondere hier – müsst ihr philosophische Grundkenntnisse nachweisen, und zwar im Umfang von mindestens 30 Leistungspunkten. Also ihr müsst eigentlich so gesehen schon Philosophie studiert haben, also wie bei mir beispielsweise: Ich habe bis zum vierten, fünften Semester oder so Philosophie studiert, damals war das noch ein Magisterstudiengang, habe ein Grundstudium abgeschlossen und habe auch entsprechend schon Scheine im Umfang von 30 Leistungspunkten. Und zwar müssen die aus zwei verschiedenen philosophischen Fachgebieten sein, also ihr braucht eure Leistungspunkte aus dem Gebiet der theoretischen und der praktischen Philosophie, müsst ihr hier nachweisen.

Und da das nur die wenigsten von euch wahrscheinlich haben, außer ihr habt tatsächlich Philosophie studiert – denn in vielen anderen Studiengängen macht man jetzt keine Philosophiescheine, vielleicht Ethik oder so etwas noch, aber in der Regel werdet ihr wahrscheinlich keine Philosophiescheine haben und könnt entsprechend diese Grundvoraussetzung eigentlich nicht erfüllen –, was ihr dann machen könnt, wenn ihr das nicht habt, ist, dass ihr diese Scheine hier direkt an der FernUni Hagen nachholt. Da gibt es nämlich die Möglichkeit, dass ihr diese Grundkenntnisse über das sogenannte Akademiestudium an der FernUni nachholt. Und das Akademiestudium ist so eine Art Gaststudium an der FernUni, also ihr schreibt euch dann ein an der FernUni Hagen und könnt einzelne Module belegen und absolvieren. Gibt auch ein Video dazu hier auf diesem Channel zum Akademiestudium, schaut euch das einfach mal an, erkläre ich euch, wie das Ganze funktioniert. Ihr bezahlt dann pro Modul beziehungsweise Semester einen gewissen Preis, jetzt nicht so viel, und könnt diese Module hier belegen.

Und zwar müsst ihr dann hier zwei Module aus dem Studiengang der Kulturwissenschaften absolvieren, und zwar die Einführung in die theoretische Philosophie und die Einführung in die praktische Philosophie. Und ihr seht hier schon an den einzelnen Kurseinheiten, die das Ganze umfasst: Also ihr werdet euch dann mit Logik auseinandersetzen und mit diesen Themen, das ist nicht wenig. Also ich kann euch sagen, ich habe ja auch eine Weile Kulturwissenschaften an der FernUni Hagen studiert, ihr bekommt dann erst mal wirklich so einen Stapel Reader und müsst einfach ohne Ende lesen. Aber wenn ihr euch für Philosophie interessiert, dann seid ihr sowieso interessiert daran, sehr viel zu lesen, in sehr vielen Bibliotheken und so etwas abzuhängen, deswegen sollte das eigentlich kein Problem sein. Ihr schließt das Ganze dann hier entweder mit einer Ausarbeitung oder mit einem mündlichen Fachgespräch ab, und wenn ihr das bestanden habt, dann habt ihr hier schon mal einen Schein als Zugangsvoraussetzung. Oder ihr macht hier noch die praktische Philosophie, müsst ihr auch wirklich noch mal richtig viel durcharbeiten und auch das Ganze mit einer Hausarbeit abschließen, und dann könnt ihr euch hier im Prinzip einschreiben – gesetzt den Fall natürlich, dass ihr schon einen Bachelorabschluss in der Tasche habt.

Was die Hochschule hier noch empfiehlt, die FernUni Hagen – was ich auch aus meiner eigenen Erfahrung weiß, dass es sehr wichtig ist für ein Philosophiestudium –, sind Sprachkenntnisse in Latein oder Altgriechisch. Also bei mir ist es beispielsweise so, ich habe mein Latinum in den ersten Semestern im Studium gemacht, also ich habe ein normales Latinum – früher gab es da noch, oder in einigen Bundesländern ist es vielleicht auch so, gab es da die Unterscheidung zwischen großem und kleinem Latinum. Ich sage mal so, vielleicht habt ihr ja zum Abitur ein Latinum gemacht oder vielleicht ein kleines Latinum, das reicht auf jeden Fall aus. Ihr müsst es nicht haben, also ihr braucht jetzt kein Latinum zwingend, um euch in diesen Studiengang einzuschreiben, aber es wird empfohlen. Wenn ihr bestimmte Ausarbeitungen schreibt, wenn ihr euch jetzt besonders für antike Philosophie interessiert, Platon, Aristoteles und so weiter, dann solltet ihr auf jeden Fall Latein können und möglichst auch noch Grundkenntnisse in Altgriechisch.

Also bei mir ist es beispielsweise so, ich habe dann auch noch angefangen im Laufe des Studiums, Altgriechisch zu machen, also habe mit dem Graecum angefangen, habe es nie abgeschlossen, habe drei Semester oder so wirklich sehr intensiv Altgriechisch gelernt und bin da schon ganz fit drin. Das reicht auf jeden Fall aus, um Begriffe zu verstehen, auch um Texte zu lesen – also ich kann jetzt nicht flüssig übersetzen oder so etwas, aber ich kann damit schon sehr gut arbeiten und könnte das auch verwenden, um Hausarbeiten zu schreiben und so etwas. Aber grundsätzlich, wenn ihr euch jetzt nicht so für die Antike interessiert, dann müsst ihr sicher auch nicht unbedingt lateinische Sprachkenntnisse haben. Wenn ihr euch eher für Philosophie der Gegenwart oder so etwas interessiert, braucht ihr das jetzt nicht unbedingt. Es gibt auch einen Lateinkurs, den ihr hier machen könnt, schauen wir uns dann an, wenn es hier um die Präsenzen geht.

So, schauen wir uns mal die Zugangsvoraussetzungen an der Hochschule Fresenius an. Wenn ihr hier zugelassen werden wollt in diesem Master, braucht ihr auch natürlich einen ersten Hochschulabschluss mit mindestens 180 Leistungspunkten, und 80 Leistungspunkte davon – also jede Menge – müssen aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften sein. Und davon müssen mindestens zehn Leistungspunkte BWL sein, fünf Leistungspunkte VWL, quantitative Methoden, und in bürgerlichem Recht und Wirtschaftsrecht solltet ihr auch schon zehn Leistungspunkte haben. Also eine ganze Menge. Das trifft auf jeden Fall auf euch zu, wenn ihr jetzt BWL oder so etwas im Bachelor studiert habt oder wenn ihr Wirtschaftswissenschaften irgendwo an einer Uni studiert habt, dann habt ihr das mit größter Sicherheit.

So, was macht ihr, wenn ihr das Ganze nicht habt? Dann könnt ihr euch trotzdem in diesen Studiengang einschreiben. Vielleicht habt ihr wirklich Philosophie studiert im Grund- beziehungsweise als Bachelorstudium oder irgendeinen ganz anderen Studiengang, dann fehlen euch ja diese Leistungspunkte hier, dann könnt ihr an einem Aufnahmetest teilnehmen. Ihr solltet euch dann einfach an die Studienberatung der Hochschule wenden, und die sprechen das Ganze dann mit euch ab, wie ihr trotzdem in diesen Studiengang hier reinkommen könnt. Vielleicht müsst ihr da das eine oder andere Modul nachholen, denn wenn ihr euch hier wirklich mit Wirtschaftswissenschaften, mit Ökonomie und so weiter beschäftigt, dann braucht ihr schon diese ganzen Grundlagen. Ihr müsst vielleicht ein Modul absolvieren, hier Einführung in die BWL, auch Recht – das ist dann doch schon noch eine ganze Menge, was ihr hier nacharbeiten müsst und werdet, wahrscheinlich auch, um diesen Aufnahmetest zu bestehen. Aber wenn euch dieser Studiengang hier wirklich interessiert – und ich zeige euch auch gleich anhand der Studieninhalte, dass der wirklich sehr interessant ist –, dann seid ihr sicherlich auch bereit, da ein bisschen Zeit aufzubringen. Ansonsten, wie gesagt, wenn ihr jetzt einen Abschluss in BWL oder so etwas habt oder im Management und einen Studiengang in die Richtung, dann könnt ihr euch hier problemlos in diesen Master einschreiben.

Die Studieninhalte an der FernUni Hagen

So, schauen wir uns mal die Studieninhalte an, das ist wirklich das Interessante an beiden Studiengängen. Und ich fange auch an hier mit der FernUni Hagen. Also ihr müsst hier eine ganze Reihe Module absolvieren, die sich aufteilen in Module des ersten Studienabschnitts – also so etwas wie ein Grundstudium, wenn ihr Bachelor studiert – und des zweiten Studienabschnitts, das heißt, da wird vorausgesetzt, dass ihr dann die anderen Module absolviert habt.

Und ihr seht, ihr macht hier auch erst mal Philosophiegrundlagen: auch hier eine Einführung in die theoretische Philosophie, Grundlagen der praktischen Philosophie. Dann habt ihr hier ein Modul, das heißt Prinzipienfragen und Kulturphilosophie. Und dann im zweiten Studienabschnitt müsst ihr euch von diesen sechs Modulen, die hier stehen, insgesamt drei aussuchen, und da könnt ihr euch dann entsprechend schon so ein bisschen in ein Thema vertiefen, was euch besonders interessiert. Hier Philosophie im Kontext des deutschen Idealismus, wenn euch das interessiert, halt in dieser Zeit sich mit Kant und so weiter auseinanderzusetzen – was für mich immer der Hass im Philosophiestudium war, weil er einfach so schwer zu lesen ist, und die Philosophen halt in dieser Zeit, keine Ahnung, Hegel und was weiß ich, wer da noch alles mit dazugehört –, könnt ihr euch dann da reinvertiefen über diese Module.

Oder hier Rechtsphilosophie, Wirtschaftsphilosophie und Bioethik, was ich persönlich sehr interessant finde, also ich würde wahrscheinlich auf jeden Fall dieses Modul hier wählen. Das habe ich in meinem Studium jetzt gar nicht gemacht, weil ich mich da immer noch so die ersten Semester hauptsächlich mit der Geschichte und vor allem auch mit antiker Philosophie, mit der Stoa und so etwas, auseinandergesetzt habe. Deswegen würde ich mich wahrscheinlich hier dann mal reinvertiefen, weil ich das auch sehr interessant fände: Da kommt auch ein bisschen mehr die Gegenwart rein und ein bisschen mehr davon, diese Philosophie auch ein bisschen praktisch sozusagen anzuwenden, auf den Alltag auch anzuwenden, statt halt immer nur zu gucken, wie war das früher, was haben die Alten gesagt über irgendwelche Themen. Ist natürlich auch interessant, gehört auch zum Philosophiestudium dazu, aber was bringt einem dieses ganze Studium, wenn man das Ganze nicht eben auch auf seine Zeit anwenden kann, auf seine Gegenwart? Das ist auch das, was mir nicht so gefallen hat am Philosophiestudium, zumindest an dem, das ich absolviert habe, hatte ich ja gesagt, guckt euch einfach mal das Video an, wo ich darüber erzähle.

Dann könnt ihr euch hier auch mit der Philosophie im angelsächsischen Raum beschäftigen, denke ich mal, auch sehr interessant, französische Philosophie der Gegenwart – habe ich mich auch im Studium selber nie damit beschäftigt, ich finde es auch gut, dass es hier ein Modul gibt. Weiß ich gar nicht mehr so richtig, was es da alles gibt, aber das wird dann alles so Philosophie der Mitte des 19. Jahrhunderts und des 20. Jahrhunderts sein, mit der man sich dann hier beschäftigt, auch sehr interessant. Und dann hier historische Grundlagen europäischen Denkens, das ist, denke ich mal, so ein Modul, wo es dann halt mehr so in die Antike geht, Philosophie der römischen Republik und so weiter und der römischen Zeit und natürlich auch dann Philosophie der Griechen.

Also aus diesem zweiten Studienabschnitt müsst ihr euch drei Module auswählen, und ihr seht, das fällt hier sofort auf, dass ihr eigentlich sehr wenige Module absolviert: also eins, zwei, drei, vier und dann noch die drei Module, seid ihr bei sieben Modulen. Das heißt, ein Modul ist hier schon sehr umfangreich, das heißt, ihr werdet hier in einem Modul jetzt nicht nur so ein dünnes Heftchen bekommen und euch damit beschäftigen, sondern ihr habt dann immer richtig zu knabbern an einem Thema.

Die Studieninhalte an der Hochschule Fresenius

So, schauen wir uns mal den Studienaufbau an der Hochschule Fresenius an. Also was hier auffällt, ist, dass die Module nicht ganz so umfangreich sind, also ihr werdet hier sehr viel mehr Module absolvieren, sieht man hier schon mal in der Übersicht: Ein Modul hat in der Regel fünf Leistungspunkte, also nicht ganz so viel, keine zehn oder fünfzehn wie an der FernUni Hagen, sondern es sind kleinere, würde ich mal sagen, verdauliche Einheiten. Dadurch beschäftigt man sich im Laufe des Studiums auch mit ein bisschen mehr Themen.

Was ich auch sehr gut finde, ist, dass das Ganze hier ein sehr stark interdisziplinärer Studiengang ist. Das ist auch das Besondere an diesem Studiengang hier an der Hochschule Fresenius: Der macht euch nicht ganz so sehr zu einem Philosophen und – ich will nicht anmaßend sein – Fachidioten wie so ein richtiges Hardcore-Philosophiestudium, sondern ihr werdet hier eben auch die Brücke in andere Fachbereiche, insbesondere in die Wirtschaftswissenschaften, schlagen. Und das ist, denke ich mal, sehr sinnvoll für Leute, die so ein bisschen allgemeiner sozusagen denken, die so ein bisschen fachübergreifender denken wollen, vielleicht nicht absolute Spezialisten in irgendeinem einzelnen Fachgebiet sein wollen, sondern mehr so versuchen wollen, das große Ganze zu sehen.

Also ich hatte euch ja gesagt, ich habe selber Philosophie studiert, Geschichte studiert, ein bisschen Literaturwissenschaft, aber ich habe dann später auch noch – ist noch nicht so lange her – auch an der FernUni Hagen, teilweise aber auch an der Präsenzuni hier in meiner Nähe, Wirtschaftswissenschaften studiert. Und das hat mir auf jeden Fall geholfen, da noch mal einen bisschen anderen Blick irgendwie aufs Studium an sich, aber auch auf die Wissenschaften zu bekommen. Das hilft mir auch sehr – ich meine, mit meinem Philosophiestudium konnte ich schon etwas anfangen, weil ich mich eben schon im Studium selbstständig gemacht habe, dann so im Verlagswesen als Lektor und so weiter gearbeitet habe und Abschlussarbeiten korrigiert habe und mich auch sozusagen in eine schreiberische Richtung entwickelt habe, was man dann meistens macht mit so einem Studium. Aber so dieses Praktische, was ich zum Beispiel brauche, weil ich auch Inhaber einer Firma bin und so weiter, das habe ich in dem Studium nicht gelernt, das musste ich mir selber beibringen. Und das habe ich dann vor allem auch erst mal noch mal gelernt sozusagen, als ich mich dann ein bisschen mit BWL, Wirtschaftswissenschaften und so weiter auf akademischem Niveau auseinandergesetzt habe.

Und wenn ihr irgendwie in die Wirtschaft gehen wollt und da irgendwie Sachen verändern wollt, beispielsweise ins Change Management zu gehen, in Unternehmen zu gehen, die zu beraten, wie die irgendwie Prozesse ändern können, vielleicht um nachhaltiger zu werden oder so – wenn euch so etwas interessiert und ihr trotzdem noch so diesen Blick eben auf ethische Themen und so weiter haben wollt, dann ist, denke ich mal, dieser Studiengang hier wirklich sehr geeignet.

Das sieht man eben auch an den Studieninhalten: Natürlich habt ihr auch eine Einführung in die Philosophie im ersten Semester, Ideengeschichte, dann im zweiten Semester Ethik und so weiter, all diese Themen. Ihr seht, das sind auch sehr grundlegende Themen, mit denen ihr euch hier beschäftigen werdet. Also wenn ihr jetzt schon ein Philosophiestudium abgeschlossen habt, dann ist das vielleicht ein bisschen zu wenig in dem Sinne, weil ihr euch dann eben mit all diesen Themen auseinandergesetzt habt und es dann nicht so viel Sinn macht, noch mal so einführende Veranstaltungen zu belegen. Aber auch hier finde ich sehr interessant eine Einführung in die Soziologie, habt ihr auch gleich hier im ersten Semester, und lauter solche Themen, mit denen ihr euch hier beschäftigen werdet. Und dann im ersten Semester geht es auch gleich los mit einem BWL-Thema, wertorientierte Unternehmensführung, und Change Management hatte ich ja eben schon mal angesprochen, ist auf jeden Fall ein Thema, mit dem man sich dann auch beruflich gut auseinandersetzen kann mit so einem Studium, Leadership und so weiter, all diese Themen werdet ihr hier dann nach und nach bearbeiten.

So, und das Schöne an dem Studiengang ist, dass ihr hier einen umfangreicheren Wahlpflichtbereich habt, der dann sozusagen ab dem zweiten Semester wichtig für euch wird. Also ihr könnt euch hier in eines dieser Themen vertiefen oder mehrere dieser Themen – ihr müsst, glaube ich, insgesamt drei Wahlpflichtfächer belegen. Beispielsweise hier interkulturelle Philosophie, Psychologie auch interessant, wenn ihr beispielsweise ins internationale Management oder so etwas gehen wollt, dann werdet ihr wahrscheinlich dieses Modul belegen, und auch Medienphilosophie oder hier Medien im interdisziplinären Kontext. Und da könnt ihr euch dann insgesamt drei Module hier raussuchen.

Was ich auch gut finde, ist, dass ihr hier keine Klausuren schreibt. Die Hochschule Fresenius versucht, das Klausuraufkommen im Fernstudium auf ein Minimum zu beschränken. Klausuren sind einfach Stress für Fernstudierende, schwierig, das Ganze online zu organisieren – das geht natürlich, aber ich finde, dann haben die Klausuren, wenn die online geschrieben werden, nicht ganz so sehr den Anspruch wie richtige, sehr individuell gestaltete Klausuren. Geht natürlich auch, ja, die sind auch eine Herausforderung, diese Online-Klausuren, und wenn man die dann vor Ort schreibt, hat man eben den Stress mit der Anreise und so weiter, je nachdem, wo man lebt. Und ihr werdet hier in diesem Studium – das passt auch gut zur Philosophie – eben keine Klausuren schreiben, sondern sehr viele Hausarbeiten, Referate wird es auch geben, Fallstudien und so weiter. Entsprechend habt ihr dann eben ein sehr geringes Klausuraufkommen in diesem Studiengang.

Präsenzen

So, schauen wir uns mal an, wie das Ganze mit den Präsenzen aussieht. Ich fange mal an hier mit der FernUni Hagen: An der FernUni, wenn ihr den Master belegt, müsst ihr mindestens zwei Präsenzveranstaltungen oder alternativ Online-Seminare besuchen. Also ich empfehle euch auf jeden Fall, auch Präsenzveranstaltungen zu besuchen, auch im Fernstudium. Das sind nicht viele, zwei Präsenzveranstaltungen über die vier, fünf, sechs Semester, je nachdem, was ihr hier für ein Studienmodell wählt. Und da lernt man dann doch schon noch so ein bisschen Kommilitonen kennen, und in Präsenz, also vor Ort, ist es noch mal ein ganz anderes Diskutieren als jetzt bei so einem Online-Seminar beispielsweise – weil Philosophie lebt eben auch wirklich sehr stark von der Diskussion, und das hat man dann am besten tatsächlich in so einer Präsenzveranstaltung.

Hier findet ihr auf der Seite der FernUni Hagen so eine Liste von aktuellen angebotenen Präsenzveranstaltungen, schaut einfach mal rein. Ihr seht, ihr könnt hier beispielsweise einen Lateinkurs besuchen, hatte ich ja gesagt, also könnt ihr euch hier auch ein bisschen mit Latein auseinandersetzen. Sehr sinnvoll, wenn ihr euch jetzt mit der Antike und so weiter beschäftigt oder natürlich auch mit der Philosophie des Mittelalters – da ist es natürlich auch noch sehr wichtig, dass man Latein einigermaßen beherrscht und eben auch mal ins Original der Quellen gucken kann und nicht nur auf die ganzen Übersetzungen angewiesen ist. Eine Übersetzung verändert natürlich auch immer, bei Übersetzungen sind Interpretationen dabei, deswegen ist es super wichtig, dass man so etwas auch im Original lesen kann. Man muss es nicht rein im Original lesen, wie das vor 200 Jahren noch möglich war, weil die da alle noch sehr fit in Latein und so weiter waren – das kann heute kaum noch einer, außer man hat Latein studiert oder so. Aber man sollte auf jeden Fall in der Lage sein, nicht nur eben die Übersetzung zu lesen, sondern immer auch ins Original zu schauen. Dafür kann man dann hier auch den einen oder anderen Lateinkurs absolvieren.

Ihr seht, hier wird eine ganze Menge Seminare online angeboten, aber eben auch sehr viele Präsenzseminare, dann in den größeren Städten, den größeren Studienzentren, Berlin, Leipzig und so weiter, natürlich auch in Hagen. Man kann hier ein bisschen Kant sozusagen direkt vor Ort lesen, das ist wahrscheinlich ein bisschen einfacher, sich mit Kant auseinanderzusetzen, wenn man das Ganze vor Ort macht und da gemeinsam durch jeden einzelnen verdammten, sage ich mal, Bandwurmsatz sich mit anderen irgendwie durchkämpfen kann, um das ein bisschen besser zu verstehen. Es geht wahrscheinlich noch besser, als wenn man das jetzt auf dem Fernstudienweg macht und dann zu Hause irgendwie sozusagen nicht mehr richtig vorankommt, wenn man einfach nicht versteht, was er jetzt von einem will.

Also ihr seht, es werden wirklich sehr viele Seminare angeboten, und das ist auch der große Pluspunkt, sage ich mal, der FernUni Hagen gegenüber der Hochschule Fresenius, dass es hier eben so viele Möglichkeiten gibt, an Seminaren teilzunehmen. Ihr müsst zwei belegen, um durch das Studium durchzukommen, aber ich denke mal, es ist auch so, dass ihr auch mehrere belegen könnt beziehungsweise an mehreren Seminaren teilnehmen könnt, wenn euch das Ganze interessiert, weil das ja natürlich auch in den Studiengebühren inbegriffen ist, ihr müsst das nicht extra bezahlen.

Zur Hochschule Fresenius kann ich es kurz halten: Da gibt es keine Seminare, also ihr müsst jetzt nicht an irgendwelchen verpflichtenden Präsenzveranstaltungen teilnehmen, die wollen das Ganze möglichst flexibel für euch halten. Das heißt, ihr werdet hier eben nur eure Inhalte durcharbeiten über die Studienmaterialien, die es hier so gibt, und habt dann natürlich Kontakt zu euren Lehrkräften und auch zu anderen Studierenden über den Online-Campus und all die anderen Möglichkeiten, die es dann so gibt, Facebook-Gruppen und so weiter.

Die Studienmaterialien

So, wie sieht es aus mit den Skripten? Also an der FernUni Hagen habt ihr solche Studienskripte, mit denen ihr hauptsächlich lernen müsst. Das hier ist jetzt aus dem Studiengang Wirtschaftswissenschaften, Makroökonomie, die sind recht dünn – das soll euch jetzt nicht dazu verleiten zu denken, dass so wenig Inhalt drin ist. Im Philosophiestudium wird das noch mal ein bisschen anders aussehen, aber die Skripte werden wahrscheinlich dicker sein, weil da kriegt ihr wahrscheinlich auch noch Reader mit dazu, mit Textquellen, die ihr dann durcharbeiten müsst. Ihr müsst euch natürlich dann auch wahrscheinlich das eine oder andere Büchlein kaufen, was man so in Philosophie macht: Da kauft man sich dann beispielsweise diese grünen Ausgaben von Meiner, gerade wenn man jetzt antike Philosophie studiert. Da habe ich auch in meinem ganzen Regal hier noch ein paar so kleine rote Reclam-Ausgaben mit Originaltexten, irgendwelchen antiken Texten, wo man dann schön gegenübergestellt hat die Übersetzung und die Originalquelle. Und so etwas müsst ihr euch wahrscheinlich das eine oder andere kaufen.

Ansonsten lernt ihr natürlich an der FernUni Hagen sehr viel mit diesen Skripten, die sind wirklich sehr anspruchsvoll. Also ich kann jetzt nicht genau sagen, wie es in diesem Philosophiestudiengang aussieht, aber Philosophie ist sowieso ein sehr anspruchsvolles Thema, wo manche Formulierungen gerade von Profs, Dozenten und Lehrkräften auch sehr verschwurbelt sind, weil man da eben sehr gerne sehr verschwurbelt und verkopft schreibt, da muss man sich dann also ein bisschen durchkämpfen. Soll jetzt nicht heißen, dass alle Philosophen nicht so richtig gut schreiben können, aber es ist dann alles noch ein bisschen schwieriger zu lesen. So wird es natürlich auch an der FernUni Hagen sein, denke ich mal. Also da hat man an der FernUni Hagen natürlich dann auch noch den Online-Campus – wenn euch interessiert, wie der Online-Campus und die ganzen digitalen Möglichkeiten aussehen an der FernUni, schaut mal auf diesen Channel, da gibt es auch ein Video dazu, wie hier der Online-Campus und so weiter aufgebaut ist. Aber wie gesagt, ihr werdet hauptsächlich hier mit diesen Skripten lesen und arbeiten.

So, an der Hochschule Fresenius habt ihr diese Study Mags, und das ist auch eine der großen Besonderheiten an der Hochschule Fresenius, weil die wirklich, wie der Name schon sagt, wie Magazine letztendlich aufgebaut sind, also die sind sehr hochwertig gestaltet. Und ich denke mal, dass es interessant ist, wie sie das hier in so einem Fach wie Philosophie gestaltet haben, was ja ein sehr textlastiges Fach ist, da kann man jetzt nicht so viele Abbildungen einbinden. Also wenn ihr euch für Philosophie interessiert, dann könntet ihr vielleicht den dtv-Atlas Philosophie – wenn ihr ihn nicht habt, kauft ihn euch vielleicht noch mal, braucht eigentlich jeder Philosophiestudent im Bücherregal –, und in diesem dtv-Atlas lebt das von sehr vielen Abbildungen, wo man dann versucht, ganz, ganz komplizierte Themen in so Abbildungen zusammenzufassen. Und ich kann mir vorstellen, dass das hier im Studiengang Philosophy and Economics an der Hochschule Fresenius ein bisschen ähnlich ist, weil ich denke mal, in diesen Study Mags werden hier auch in Philosophie sehr viele Abbildungen eingebunden sein. Das ist auf jeden Fall ein bisschen hilfreich beim Lernen, weil es eben nicht so eine Textwüste ist, wie das dann beispielsweise an der FernUni Hagen häufig der Fall ist, die Hochschule versucht wahrscheinlich, das alles ein bisschen verdaulicher aufzubereiten. Diese Study Mags muss man extra bezahlen, wenn man sie gedruckt haben möchte, gucken wir uns dann gleich noch mal an, wenn es um die Studiengebühren geht.

Die Kosten

So, schauen wir uns mal die Kosten hier an der FernUniversität Hagen an. Also ihr zahlt hier im Semester, wenn ihr Vollzeit studiert – also vier Semester für den Master, was wahrscheinlich nicht alle von euch machen –, seid ihr im Semester, also in einem Semester, nicht im Monat, bei knapp 300 Euro die ersten Semester und kommt dann für den gesamten Studiengang auf gerade mal 1.100 Euro hier an Studienbeiträgen. Das setzt sich zusammen aus einer Grundgebühr, die ihr im Semester bezahlt, egal ob ihr irgendetwas belegt habt oder nicht, und dann, je nachdem, was ihr belegt oder wie viel ihr belegt, bezahlt ihr 120 Euro pro Modul, also pro belegtem Modul. Wenn ihr Teilzeit studiert, werdet ihr wahrscheinlich nur ein Modul im Semester schaffen, und dann zahlt ihr halt eben im Semester nur diese 120 Euro plus die 50 Euro. Oder ihr studiert Vollzeit, da werdet ihr wahrscheinlich zwei Module im Semester belegen, dann kommt ihr entsprechend auf 300 Euro. Da kommt dann noch der sehr geringe Studierendenschaftsbeitrag dazu, das sind noch mal neun Euro im Semester. Also es ist hier so gut wie geschenkt.

Was ihr in Philosophie halt auch mit dazurechnen solltet, ist die ganze Literatur, was ich gesagt habe, da muss man sich doch schon eine ganze Menge kaufen – wobei natürlich auch, gerade diese ganzen alten Philosophen und so weiter, findet ihr alles auch in der Bibliothek bei euch irgendwo vor Ort, könnt ihr euch das auch in der Bibliothek mal ausleihen oder direkt in der Bibliothek arbeiten. Wo jetzt noch ein bisschen Kosten dazukommen könnten, ist dann für die Präsenzseminare, aber ich hatte ja gesagt, es sind nur zwei, und die könnt ihr theoretisch auch online absolvieren. Also mit Kosten meine ich jetzt nicht, dass ihr die Seminare an sich bezahlt, sondern die Anreise, die Unterkunft eventuell und die Verpflegung für diese Seminartage. Aber das ist jetzt bei zwei Seminaren wirklich auch marginal. In diesem Studium kommt ihr hier vielleicht insgesamt – wenn ihr euch jetzt ein neues Headset und so etwas kaufen müsst – auf maximal 1.500 Euro, würde ich jetzt mal sagen, mit der Zusatzliteratur, die man sich dann noch kaufen müsste.

Zur Hochschule Fresenius sieht das Ganze ein bisschen anders aus, eine private Hochschule: Hier bezahlt ihr wirklich saftige Studiengebühren für diesen Studiengang, und zwar je nachdem, was ihr hier für ein Modell studiert. Also wenn ihr Vollzeit studieren wollt, vier Semester, seid ihr bei 488 Euro im Monat, also zahlt ihr monatlich knapp 500 Euro und kommt dann auf Gesamtstudiengebühren von 11.640 Euro. Wenn ihr Teilzeit studiert – also das Teilzeitmodell umfasst hier 36 Monate, also sechs Semester wie ein Bachelorstudiengang –, kommt ihr auf 358 Euro im Monat und seid dann bei insgesamt 12.900 Euro. Ihr könnt in beiden Modellen noch mal kostenlos verlängern, wenn ihr ein bisschen länger braucht, um jeweils zwei Semester, und wenn ihr dann noch länger als diese zusätzlichen zwei Semester braucht, bezahlt ihr dann noch mal eine gewisse Gebühr.

Was dazukommt, sind die Kosten für diese Study Mags, also die müssten bei ungefähr 15 Euro liegen pro Study Mag, weiß jetzt nicht ganz genau, aber ihr müsst das bezahlen, wenn ihr sie gedruckt haben möchtet. Also wenn ihr die hier so als kleine Hefte haben möchtet, die ihr euch dann später ins Regal stellen könnt, müsst ihr noch mal extra bezahlen. Ihr könnt sie euch natürlich auch einfach hier über den Online-Campus in der digitalen Version herunterladen oder am iPad lesen oder druckt euch das Ganze dann an eurem Drucker oder lasst es im Copyshop für ein paar Euro drucken und binden, dann zahlt ihr nicht noch extra diese 15 Euro. Aber wenn man das zusammenrechnet über das gesamte Studium, über alle Module hinweg, kommt da schon so ein bisschen etwas zusammen, also ich würde sagen, da kommt dann noch mal ein vierstelliger Betrag zusammen für diese Study Mags. Wenn ihr die gedruckt haben möchtet, dann seid ihr doch bei insgesamt, wenn ihr Vollzeit studiert, bei, sagen wir mal, ungefähr so 13.000 Euro für den gesamten Studiengang, was dann schon eine ganze Menge ist. Aber dafür kommen jetzt auch keine Kosten für irgendwelche Präsenzveranstaltungen, Präsenzseminare und so weiter dazu.

Fazit

So, Freunde, also ich ziehe mein Fazit zu beiden Studiengängen. Ich fange mal an mit den Studieninhalten und den Vertiefungen. Ihr habt auf der einen Seite einen Studiengang an einer Universität, der sich wirklich hauptsächlich eben mit dem Thema Philosophie beschäftigt, speziell mit dem Thema Philosophie im europäischen Kontext, wie auch der Studiengang heißt. Und entsprechend werdet ihr euch hier wirklich hauptsächlich nur mit dem Thema Philosophie beschäftigen, da gibt es jetzt keine großen Schnittpunkte zu anderen Fächern – außerdem beschäftigt ihr euch dann so ein bisschen noch mit Ethik im Zusammenhang mit Medizin und so weiter, da gibt es dann natürlich noch gewisse Schnittmengen, oder mit Wirtschaftsphilosophie habt ihr auch noch mal die Möglichkeit über die Vertiefung, euch damit zu beschäftigen. Aber ansonsten ist es wirklich, sage ich mal, dann interessant für diejenigen von euch, die eben so diesen ganz verkopften Weg gehen möchten und sich eben nur mit Philosophie auseinandersetzen möchten, die vielleicht selber irgendwann mal in die Lehre in diesem Bereich gehen möchten oder die vielleicht im Bereich Philosophie journalistisch arbeiten möchten – für die eignet sich dieser Studiengang hier ganz besonders.

Und auf der anderen Seite habt ihr diesen interdisziplinären Studiengang mit diesen sehr interdisziplinär gestalteten Studieninhalten an der Hochschule Fresenius. Der ist für diejenigen interessant, die eben auch ganz normal berufstätig werden möchten, vielleicht irgendwie ins Management gehen möchten, vielleicht eine Firma gründen möchten oder selbstständig werden möchten oder eben auch beratend in der Wirtschaft tätig werden möchten, die ins Change Management beispielsweise gehen möchten, sich mit Nachhaltigkeit und solchen Themen in der Wirtschaft auseinandersetzen möchten. Denke mal, für diejenigen ist der Studiengang interessant, die eben auch zusätzlich zu ihren Managementfähigkeiten und so weiter auch so einen Blick für das große Ganze, für Ethik und solche Themen haben möchten – für die ist der Studiengang hier an der Hochschule Fresenius doch sehr gut geeignet.

So, zweiter Punkt ist die Flexibilität. Die ist jetzt an der FernUni Hagen ein bisschen geringer als an der Hochschule Fresenius, denn ihr könnt euch an der FernUni immer nur zum Wintersemester oder Sommersemester einschreiben, also könnt jetzt nicht sofort starten. Da ist die Hochschule Fresenius doch ein bisschen im Vorteil, weil ihr euch da jederzeit einschreiben und jederzeit mit dem Studium durchstarten könnt. Dann gibt es an der FernUni Hagen ja auch feste Termine, was die Präsenzen angeht, also ich hatte euch ja gezeigt, was es da so für Termine gibt – wobei da sehr viele das Jahr über angeboten werden, aber man ist so ein bisschen gebunden sozusagen an diese Termine, und man ist dann auch gebunden an gewisse Semestertermine, also an den Semesterablauf, feste Termine, zu denen Klausuren geschrieben werden und so etwas. Also da ist die Hochschule Fresenius definitiv im Vorteil, auch deswegen, weil ihr dort keine Klausuren schreiben werdet, sondern alles über Ausarbeitungen, Referate und so weiter abgefrühstückt wird.

So, dritter Punkt, die Studienmaterialien: Hier ist die Hochschule Fresenius im Vorteil, würde ich mal sagen, durch diese Study Mags. Ein bisschen nachteilhaft ist, dass die extra kosten, dass man die auch extra bezahlen muss, was man umgehen kann, indem man sich da einfach die digitalen Varianten downloadet und ausdruckt oder irgendwo im Copyshop binden lässt, spart man dann noch ein bisschen Geld. Ansonsten sind die wirklich sehr hochwertig. Wobei ich sagen muss, im Nachteil ist die FernUni Hagen mit ihren Studienmaterialien nicht, weil die wirklich auf höchstem Niveau natürlich verfasst und geschrieben werden. Die sind jetzt natürlich nicht so schön gestaltet wie an einer privaten Hochschule, aber da ist alles an Informationen drin, was ihr braucht, es ist sehr anspruchsvoll, das hat man sich jetzt nicht innerhalb von kürzester Zeit irgendwie durchgearbeitet, da muss man auch schon richtig ackern. Von daher würde ich jetzt sagen, da ist keine Hochschule in dem Sinne wirklich im Vorteil oder Nachteil, außer was hier die Gestaltung der Skripte angeht – aber das ist ja dann marginal, wenn man sich jetzt mit Philosophie und so weiter beschäftigt, da kommt es jetzt auch nicht auf die Gestaltung an, sondern eben vor allem auf die Inhalte.

Letzter Punkt sind die Kosten: Hier ist die FernUni Hagen natürlich absolut im Vorteil mit einem Studium, das eigentlich fast geschenkt ist, mit ungefähr 1.200, 1.300 Euro, lasst es 2.500 sein mit den versteckten Kosten oder Nebenkosten noch. Während man an der Hochschule Fresenius dann doch schon ein ganzes Stückchen mehr bezahlt mit 13-, 14.000 Euro, je nachdem, was man für eine Studienvariante wählt. Aber dafür wird man mit diesem Studium an der Hochschule Fresenius eben auch einen ganz anderen Weg gehen und mehr dann auch so einen Karriereweg sozusagen gehen, mit dem man dann das Geld, was man hier investiert in diese Hochschule und diesen Studiengang, dann auch locker mit einem guten Gehalt wieder rausbekommt. Gerade mit einem Master wird man sowieso wahrscheinlich in eine Managementebene oder in Managementtätigkeiten gehen und verdient dann da auch ein ganzes Stückchen mehr als jetzt, würde ich mal sagen, mit dem reinen Philosophieabschluss, wie man ihn an der FernUni Hagen hat, wo man dann vielleicht mehr in den journalistischen Bereich oder so etwas geht, der dann in der Regel eben nicht ganz so gut bezahlt wird – außer man hat sich da wirklich über viele Jahre dann in der Karriere eine Reputation und so etwas aufgebaut, aber das dauert wahrscheinlich ein bisschen länger, als gut Geld zu verdienen mit dem Master an der Hochschule Fresenius. Entsprechend ist es natürlich eine Investition. Und an beiden Hochschulen gilt auch, dass man die Kosten, die man hat, natürlich mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch steuerlich geltend machen kann, also auch diese 14.000 Euro oder was das ist, was ihr an der Hochschule Fresenius zahlt, da kann man sich dann Teile wahrscheinlich vom Finanzamt wieder zurückholen.

So, Freunde, ich hoffe, das war interessant für euch. War mir auch eine besondere Freude, euch diese beiden Studiengänge hier vorzustellen, weil ich, wie gesagt, auch schon einige Semester Philosophie hinter mir habe und mich auch gerne an diese Studienzeit zurückerinnere. Schreibt einfach eure Fragen in die Kommentare. Ich würde sagen, wir sehen uns in den nächsten Videos.

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