Ich reagiere auf eure Fragen & (Hate-)Kommentare – FAQ

Diese Woche haben wir euch 4 Kommentare rausgesucht, die im Video beantwortet werden. Es geht darum, wie objektiv wir hier auf fernstudi.net sind und sein wollen, es geht um Technikliebe, um Nervosität vor der Kamera sowie um Anabolika im Studium. Viel Spaß!

Das erwähnte Video auf Christians Channel: „So nutze ich Kameratraining zur Persönlichkeitsentwicklung“ youtube.com/watch

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Transkript

Schönen Montag! Ich schaue mir heute mal eure Kommentare an, die ihr unter den Videos hinterlasst, und eure Fragen. Ich habe mir insgesamt vier Kommentare herausgesucht.

Frage eins: Welche Hochschule würdest du empfehlen?

Der erste Kommentar steht unter dem Video „Berufsbegleitend studieren: IUBH versus FOM“. Da geht es ein bisschen um berufsbegleitendes Studieren, also eine Mischung aus Fernstudium und Präsenzphasen. Ein Nutzer schreibt: Würdest du für ein Fernstudium in BWL die WINGS empfehlen oder die IUBH, also komplett ohne Präsenz? Danke, tolles Video.

Erstmal danke für das Lob. Aber ich will ein bisschen allgemeiner dazu antworten, weil die Frage ja ist, ob ich einen Anbieter gegenüber dem anderen empfehlen kann, wenn es um BWL im Fernstudium geht.

Und die Sache ist – und das gilt wirklich für alle Videos hier auf diesem Channel: Ich kann euch nicht allgemein irgendeine Hochschule empfehlen. Ich kann nicht sagen, in BWL ist die WINGS beziehungsweise die Hochschule Wismar besser als die IUBH. Es kommt vor allem im Fernstudium darauf an, wenn jemand berufsbegleitend studiert: Wenn ihr schon über 30 seid, dann habt ihr alle individuelle Lebenssituationen – vielleicht eine Familie, vielleicht einen Voll- oder Teilzeitjob, ihr habt die und die Vorkenntnisse, ihr habt auch das Gehalt, dass ihr euch vielleicht die eine Hochschule eher leisten könnt als die andere. Da gibt es so viele individuelle Faktoren, dass es einfach unmöglich ist, pauschal zu sagen: Für jemanden eignet sich diese Hochschule mehr als die andere.

Mein Anspruch hier ist, für jeden Interessenten auf diesem Channel die Hochschule und den Studiengang herauszufinden, der wirklich am allerbesten zu ihm passt. Und dem einen passt eher die IUBH, die ein sehr flexibles Studium hat – was, glaube ich, ganz gut ist, wenn man Vollzeit arbeitet, und wo man viele Anrechnungsmöglichkeiten hat, um das Studium ein bisschen zu verkürzen. Und für den anderen ist ein Studium an der Hochschule Wismar geeigneter, wo man vielleicht einen höheren Präsenzanteil hat und mehr diese staatlichen Strukturen – weil die Hochschule Wismar eine staatliche Hochschule ist, auch wenn die WINGS ein Unternehmen beziehungsweise ein privates Institut ist, das aber eben auf die staatlichen Strukturen der Hochschule Wismar zurückgreift. Und das ist vielleicht für andere besser, die ein bisschen mehr innerhalb dieser Strukturen studieren möchten.

Das muss man einfach erstmal herausfinden: Wie bist du gestrickt, welcher Studiengang könnte für dich der bessere sein, wie sind die Vertiefungsmöglichkeiten in den einzelnen Studiengängen, was hast du karrieretechnisch in deinem Leben vor? Das ist der eine Grund, weswegen ich absolut keine pauschalen Empfehlungen abgeben möchte und kann.

Eine Offenlegung dazu

Das andere, was ich noch sagen möchte – dazu habe ich auch schon mal ein Video hier auf diesem Channel gemacht: Wir haben auch einen gewissen Bias, was die Auswahl der Studiengänge und Hochschulen angeht, die wir hier vorstellen, zumindest unbewusst.

Auf fernstudi.net, auf der Webseite im Portal, verzeichnen wir Studiengänge und Hochschulen, man kann einfach in der Datenbank recherchieren, was es überhaupt für Möglichkeiten gibt, wir haben sehr viele Artikel. Und in dieser Datenbank haben Hochschulen, Fernstudienanbieter und Institute die Möglichkeit, ihre Einträge ein bisschen besser darzustellen – wenn sie einen monatlichen Betrag bezahlen, können sie Bilder in ihre Einträge einbinden, Videos einbinden und letztendlich ein bisschen Marketing machen. Das heißt, wir haben auch Geschäftsbeziehungen zu einzelnen Hochschulen, in aller Regel private Hochschulen, weil Privathochschulen einfach ein bisschen mehr Geld ins Marketing stecken.

Das ist natürlich schwierig für uns, diese Balance zu finden zwischen auf der einen Seite objektiv zu informieren und auf der anderen Seite auch dem privaten Hochschulwesen in Deutschland ein bisschen voranzuhelfen. Deswegen wollte ich an dieser Stelle noch mal sagen: Ich sehe mich selber nicht als Journalist, ich habe auch gar nicht den Anspruch, hier absolut objektiv zu informieren – mein Anspruch ist wirklich der, den ich eben schon genannt habe: jedem Interessenten den Studiengang und die Hochschule zuzuordnen, die wirklich am besten zu ihm passt. Und das kann die FernUni Hagen als staatlicher Anbieter sein, das kann aber auch die IUBH sein oder das WINGS-Institut der Hochschule Wismar.

Als Drittes kommt vielleicht noch hinzu: ein bisschen meine Persönlichkeit, mein Charakter, die wahrscheinlich auch die Auswahl an Hochschulen beeinflussen, die wir hier so vorstellen und vergleichen – zumindest unbewusst. Ich bin einfach ein sehr liberaler Mensch, denke sehr unternehmerisch, dadurch dass ich eine eigene Firma habe, und habe deswegen auch ein kleines bisschen den Anspruch, die private Hochschullandschaft und Wirtschaft in Deutschland ein bisschen zu stärken. Das heißt aber nicht, dass wir hier gar nicht über staatliche Hochschulen berichten, ganz im Gegenteil.

Das fließt natürlich unbewusst in die Entscheidungen mit ein – aber noch viel stärker fließt mit ein, wofür ihr euch interessiert. Und die meisten von euch interessieren sich eher für die privaten Hochschulen. Das hat einfach damit zu tun: Wenn ihr euch irgendwann dafür entscheidet, an eine private Hochschule zu gehen, dann entscheidet ihr euch dafür, zehn- bis fünfzehntausend Euro für so ein Bachelorstudium auszugeben – und das ist meiner Meinung nach eine sehr viel größere Entscheidung, als wenn ihr euch dafür entscheidet, an die FernUni Hagen zu gehen, wo das Studium dann vielleicht insgesamt nur 2.000 Euro kostet.

Also, um deine Frage mit einem Satz zu beantworten: Es kommt drauf an.

Frage zwei: Laptop in der Vorlesung

Dann habe ich hier einen Kommentar unter einem Video, das heißt „Laptop versus Tablet versus Handschrift“. In diesem Video erzähle ich ein bisschen darüber, dass ich nicht so viel davon halte, wenn man in der Vorlesung mit Laptop sitzt – ich bin natürlich auch aus der älteren Generation, in meinen ersten Vorlesungen gab es keine Leute, die mit Laptop dasaßen.

Ein Nutzer schreibt sinngemäß: Aus welchem Jahrhundert kommst du? Kannst du überhaupt mit zehn Fingern blind schreiben oder suchst du die Tasten? Er nutzt einen Laptop mit lautlosen Tasten, guckt zum Prof und tippt blind alles mit, Rechtschreibfehler seien ihm egal, Hauptsache alle Infos gesammelt. Zu Hause übertrage er dann über das Heimnetzwerk alles auf PC und Smartphone, überarbeite die Dokumente, verbessere Formatierungen, ergänze, synchronisiere mit allen Geräten – und dann sei es easy, die Inhalte auf das Wesentliche zu kürzen, Zusammenfassungen zu schreiben und Karteikarten zu drucken. Mit Handschrift sei man viele Stunden länger dran. Und wenn die Tasten lautlos sind, störe er auch niemanden, und während der Uni könne man offline bleiben und gerate nicht in Versuchung, bei Facebook zu gucken. Sein Fazit: schlechtes Empfehlungsvideo aus einseitiger Perspektive.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll angesichts dieses Kommentars. Das Video ist natürlich aus einseitiger Perspektive, ich bin kein Journalist und habe gar nicht den Anspruch, hier objektive Videos zu machen.

Vielleicht mal generell: Wenn ich deinen Kommentar so lese, dann bete ich geradezu dafür, dass du deine Bachelorarbeit und auch deine Hausarbeiten nicht in diesem Stil zusammenklöpselst, mit dieser Zeichensetzung. Aber das wirst du schon hinkriegen. Der Kommentar ist ja wahrscheinlich auch nur schnell mit der lautlosen Tastatur zusammengetippt – ich habe ihn mir trotzdem durchgelesen, von daher hast du vielleicht Glück, dass dein Prof trotzdem Bock hat, sich deine Abschlussarbeit durchzulesen.

Also, wenn ich mir durchlese, was du alles machst: erstmal alles mittippen, um alle Infos zu sammeln. In dem Video sage ich ja auch: Alle Infos kriegt man eigentlich schon in der ersten Vorlesung vom Prof als Folien zugeschickt, da steht in der Regel auch alles drin, was man für die Klausur braucht.

Aber was du dann alles machst: tippen, und dann zu Hause geht es erstmal richtig los mit dem Heimnetzwerk – das muss ja auch erst mal eingerichtet werden –, alles auf PC und Smartphone und die ganzen Geräte, die du anscheinend hast. Dann noch mal dein Geschreibsel aus der Vorlesung überarbeiten, Formatierung verbessern, ergänzen, abspeichern, natürlich ganz wichtig – das stürzt ja auch öfter mal ab –, dann mit allen Geräten synchronisieren, dann noch mal aufs Wesentliche kürzen, Zusammenfassungen schreiben. Alter Schwede.

Ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, ob es nicht doch weniger Zeit verbraucht, wenn man es so macht wie ich: sich in die Vorlesung setzen, zuhören, was der Professor erzählt, sich die Folien schon mal ein bisschen einprägen, den ganzen Stoff schon mal ein kleines bisschen im Kopf verbauen, in die Zusammenhänge einordnen, die ich schon weiß. Damit habe ich wirklich schon, sage ich mal, ein Drittel für die Klausur gelernt, einfach nur durch mein Zuhören – und habe gar nichts gemacht außer der Zeit, die du auch in der Vorlesung verbracht hast. Was ich dann mache: Ich lade mir zu Hause die Folien runter und lege mir per Copy-and-paste meine Karteikarten an.

Ich glaube wirklich, das Ganze geht sehr viel schneller als dieser ganze Kram, den du da machst. Vielleicht ist es ja auch ein bisschen ironisch gemeint, was du da schreibst. Ich glaube, du bist einfach ein absoluter Technik-Nerd, und das kann ich auch nachvollziehen – aber erzähl mir bitte nicht, dass dieses ganze Treiben schneller geht und effizienter ist als das, was ich mache. Aber gut, viel Erfolg auf jeden Fall mit deinem Studium.

Frage drei: Das ständige Hin- und Herwackeln

Dann habe ich noch einen schönen Kommentar unter dem Video „So war mein Fernstudium an der FernUni Hagen“. Da erzähle ich ein bisschen darüber, wie das bei mir war, dass ich da Kulturwissenschaft und ein ganz kleines bisschen Wirtschaftswissenschaft studiert habe. Das Video hat die meisten Aufrufe auf diesem Kanal.

Eine Nutzerin schreibt: Sie fand das Video interessant, aber das dauernde Hin- und Herschwanken von einem Bein auf das andere habe sie so unruhig und genervt fühlen lassen, dass sie dem Inhalt nur mit Ton gefolgt sei und das Video so weit hochgescrollt habe, dass es nicht mehr zu sehen war. Besonders auffällig sei es bei der Seitenkamera gewesen.

Danke für deinen Kommentar. Vorweg: Du warst nicht die Einzige, die das geschrieben hat, ich glaube, da gab es zwei, drei Kommentare unter diesem Video.

Dazu muss man wissen: Ich mache diese Videos hier auf diesem Channel jetzt seit ungefähr anderthalb Jahren. Wenn ihr mal zurückgeht und euch die allerersten Videos anguckt, dann sieht man da noch mehr, dass es mir extrem schwerfällt, mich hier vor der Kamera zu präsentieren und auch mal frei zu reden. Das ist ein bisschen wie beim Autofahren, wo man zwanzig Sachen gleichzeitig machen muss, wenn man so ein Video präsentiert oder einen Vortrag hält.

Generell muss man wissen: Ich bin immer ein sehr nervöser Mensch gewesen, früher noch mehr. Deswegen neige ich dazu, beim Reden sehr viel hin und her zu wackeln, mit den Armen ein bisschen zu fuchteln, viel hin und her zu schauen – und vor allem, wenn ich stehe, hin und her zu wackeln.

Das mit dem Wackeln im Stehen hat auch damit zu tun, dass ich seit vielen Jahren im Stehen arbeite. Ich habe mir dadurch, glaube ich, angewöhnt, das Gewicht von einem Bein auf das andere zu verlagern, weil das angenehmer ist. Es ist halt unangenehm, wenn man im Stehen arbeitet und wirklich nur auf der Stelle steht – da schlafen die Beine ein, man kriegt Schmerzen, und da ist es hilfreich, ein bisschen das Gewicht zu verlagern. Und ich glaube, das habe ich beim Videoaufnehmen ein bisschen übernommen, das hat sich im Nervensystem quasi eingebrannt.

Aber natürlich trainiere ich das jetzt, indem ich Videos mache. Ich musste wirklich eine Sache nach der anderen trainieren, weil ich es gut hinbekommen möchte, hier ordentliche Videos zu machen, und mir das extrem schwerfiel. Ich habe auch ein Video auf meinem eigenen Channel dazu gemacht, das verlinke ich euch in der Beschreibung. Vielleicht noch als Hinweis: Ich habe auch einen eigenen Channel, wo ich ein paar persönliche Videos mache, und da erzähle ich ein bisschen darüber, wie sich das bei mir entwickelt hat und was mir das auch persönlichkeitstechnisch gebracht hat, diese Videos zu machen.

Diese Sache mit dem nervösen Hin und Her trainiere ich also schon sehr lange, und es fällt mir schwer – aber ich denke, ich habe es im Verlauf, insbesondere seit diesem Video, das jetzt schon über ein halbes Jahr her ist, hinbekommen, und bin nicht mehr ganz so nervös vor der Kamera.

Letztendlich geht es auf diesem Channel auch ums Lernen – das war das große Thema hier: Lernen, lebenslanges Lernen, was ja auch sehr viel mit Persönlichkeitsentwicklung und persönlicher Weiterbildung zu tun hat. Und ihr könnt auf diesem Channel ein kleines bisschen beobachten, wie ich mich vor der Kamera entwickle. Deswegen bin ich auch ganz froh über solche Kommentare, wenn ich reflektiert bekomme, was nicht so cool ist – beispielsweise mit der Seitenkamera und der Perspektive, das haben wir seitdem auch ein bisschen in den Griff zu bekommen versucht, und nicht mehr ganz so wild zu schneiden. Dieses Video hatte ich noch selber geschnitten, mittlerweile haben wir auch einen Cutter hier in der Firma, der sich um die Videos kümmert und das alles schön für euch schneidet. Der freut sich dann natürlich auch über Feedback. Ich versuche das wirklich kontinuierlich zu verbessern. Also, vielen Dank für deinen Kommentar und den Hinweis.

Frage vier: Anabolika fürs Studium

Der letzte Kommentar, den ich mir für heute herausgesucht habe, steht unter dem Video „Energy Drinks zum Lernen – was ich davon halte“. In dem Video geht es darum, dass ich Energydrinks nicht so gut finde, gerade wenn man ohnehin viel Kaffee trinkt, weil das einfach nicht so nachhaltig ist – und ich erzähle ein bisschen, was man machen kann, um fokussierter und länger am Stück zu lernen.

Da schreibt ein Nutzer: Er nehme Anabolika fürs Studium, eine Testo-Kur, und alles passe.

Dazu muss ich gar nicht so viel sagen. Ich kenne jetzt keine Studie zu Anabolika fürs Studium und weiß nicht, wie sich das aufs Lernen auswirkt. Aber generell vielleicht als Hinweis: Ich glaube, die große Gefahr ist, wenn man als Frau Anabolika zu sich nimmt – ich weiß nicht, wie alt du bist –, mal ganz abgesehen davon, dass du das wahrscheinlich nicht legal vom Arzt verschrieben bekommen hast. Die große Gefahr ist Damenbart, starke Behaarung, eine zu tiefe Stimme. Deswegen würde ich da ein bisschen aufpassen, was du machst.

Ansonsten viel Erfolg in deinem Studium. Ich habe mal kurz auf deinen Channel geschaut, was du so machst – vielleicht hilft es auch, mit ein bisschen mehr Mut mal rauszugehen und unter Leute zu gehen, nicht so viel zu zocken und sein Leben nicht so sehr im Internet zu verbringen. Aber das nur am Rande. Danke für deinen Kommentar.

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