Wechsel an der Spitze: Neue Leitungen für HFH-Studiengänge Pflegemanagement und Gesundheits- und Sozialmanagement
Zwei wichtige Bachelorstudiengänge der HFH Hamburger Fernhochschule stehen seit Mai 2025 unter neuer fachlicher Leitung. Prof. Dr. Eske Jung übernimmt die Verantwortung für das Studienfach Gesundheits- und Sozialmanagement, während Prof. Dr. Michael Heinrich-Zehm künftig den Studiengang Pflegemanagement führt. In einem ausführlichen Video-Interview erläutern beide Professorinnen und Professoren ihre individuellen Werdegänge, die Zielgruppen und inhaltlichen Besonderheiten der beiden Fernstudienprogramme.
Laut Angaben der HFH erfolgte der Wechsel in den Leitungspositionen, um den jeweils spezifischen beruflichen Hintergründen der Professorinnen und Professoren noch besser Rechnung zu tragen. Prof. Dr. Eske Jung, die nun Gesundheits- und Sozialmanagement leitet, verfügt nach eigener Darstellung über weitreichende Erfahrung im Sozial- und Gesundheitsmanagement. Ihr Bildungsweg verlief unkonventionell: Jung berichtet, sie habe nach dem Hauptschulabschluss zunächst eine Ausbildung zur Steuerfachgehilfin absolviert und sämtliche akademischen Schritte – darunter auch die Promotion – im Fernstudium und berufsbegleitend gemeistert. Prof. Dr. Michael Heinrich-Zehm, der die Leitung des Pflegemanagements übernimmt, startete klassisch mit dem Abitur, studierte Betriebs- und Volkswirtschaftslehre und war anschließend in verschiedenen Gesundheitsorganisationen tätig, bevor er in die Wissenschaft wechselte.
Die beiden Professorinnen und Professoren erklären in einem Interview mit Markus Jung von fernstudium-infos.de, dass ihre beruflichen Schwerpunkte maßgeblicher Grund für den Leitungswechsel waren. Zukünftig könne Zim sein Fachwissen insbesondere im Bereich Pflege stärker einbringen, während Jung ihre Kompetenzen im Sozial- und Gesundheitsmanagement vertiefe.
In dem veröffentlichten Video werden die Studiengänge im Detail vorgestellt. Beide Programme richten sich an unterschiedliche Zielgruppen: Der Bachelorstudiengang Gesundheits- und Sozialmanagement spricht Menschen aus sozialen Berufsfeldern wie Erzieherinnen, Sozialpädagoginnen oder Gemeindemitarbeiter an, die Managementkenntnisse erwerben möchten. Der Studiengang Pflegemanagement hingegen ist in erster Linie für examinierte Pflegekräfte mit Berufserfahrung konzipiert – ein Kriterium, das rechtliche Voraussetzungen für künftige Leitungsfunktionen erfüllt.
Hinsichtlich der Zugangsvoraussetzungen berichten die Studiengangsleitungen über mehrere Einstiegswege – entweder über die allgemeine Hochschulreife, anerkannte berufliche Weiterbildungen oder eine abgeschlossene Berufsausbildung in Verbindung mit zwei Jahren Berufserfahrung und einer Eingangsprüfung. Die Eingangsprüfung sei praxisnah gestaltet und orientiere sich an den Studienunterlagen. Die Herkunft der Studierenden sei im Verlauf des Studiums nicht erkennbar, so die Leitung.
Inhaltlich beginnen beide Studiengänge mit betriebswirtschaftlichen Grundlagen, Rechnungswesen, Personalführung und wissenschaftlicher Methodik. Für Pflegemanagement gibt es Vertiefungen in ambulanter und stationärer Pflege sowie im Krankenhauswesen. Gesundheits- und Sozialmanagement bietet Spezialisierungen in Feldern wie Kinder- und Jugendhilfe, Migration oder Behindertenhilfe.
Laut Aussagen der Professorinnen und Professoren ist das Fernstudium geprägt von einem hohen Maß an Eigenverantwortung und verlangt ein gutes Zeitmanagement. Die Präsenzveranstaltungen finden vorwiegend online statt, können aber auch an den Studienzentren besucht werden. Eine generelle Anwesenheitspflicht besteht nicht, mit Ausnahme von prüfungsrelevanten Terminen. Studierende würden sich häufig in digitalen Lerngruppen organisieren und der Austausch werde durch Online-Plattformen und Breakout-Räume unterstützt.
Beide Studiengänge bereiten nicht nur auf Führungsaufgaben vor, sondern vermitteln laut Interview ebenso Kompetenzen für die Selbstständigkeit. Insbesondere Disziplin, Eigenmotivation und grundlegende wirtschaftliche Tools wie das Rechnungswesen seien entscheidend, um Verantwortung in leitenden oder selbständigen Positionen zu übernehmen. Ein Abschluss im Studiengang Gesundheits- und Sozialmanagement berechtigt allerdings nicht zur staatlichen Anerkennung als Sozialarbeiterin oder Sozialarbeiter; dieser Weg ist weiterhin dem Studium der Sozialen Arbeit vorbehalten.
Didaktisch setzt die HFH auf eine Kombination aus Studienbriefen und vertiefenden Online-Veranstaltungen. Präsenzmodule dienen vorwiegend der Klärung von Fragen. Einige Prüfungsleistungen, beispielsweise komplexe Übungen, erfordern jedoch die Teilnahme an synchronen Terminen.
Beide Bachelorstudiengänge bieten praxisnahe, flexible Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung. Die Wahl des passenden Studiengangs hängt maßgeblich vom bisherigen beruflichen Hintergrund sowie den persönlichen Karrierezielen ab – vor allem davon, ob man eher im pflegerischen oder im sozial- und managementorientierten Bereich tätig werden möchte.
Quelle: Pressemitteilung vom 20.05.2025
Foto: HFH
Veröffentlicht am 21.05.2025 06:54 von Christian Wolf