14.11.2024

Internationalisierung der Hochschulen in Bayern erreicht neuen Höchststand

Im Wintersemester 2023/24 sind an den bayerischen Hochschulen insgesamt 405.492 Studierende eingeschrieben, von denen 85.844 einen internationalen Hintergrund haben. Diese Zahl stellt eine Steigerung von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar. Außerdem ist die Anzahl der bildungsausländischen Studierenden in den letzten zehn Jahren um beeindruckende 150,8 Prozent gewachsen.

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik entfielen von den 85.844 internationalen Studierenden 67.495 auf Bildungsausländer, 12.569 auf Bildungsinländer und 5.780 auf deutsche Studierende mit einer ausländischen Hochschulzugangsberechtigung (HZB). Im Vergleich zum Wintersemester 2013/14 (26.915 Bildungsausländer) hat sich die Zahl der Bildungsausländer im jetzigen Wintersemester erheblich erhöht.

Die Mehrheit der internationalen Studierenden (69,7 Prozent) besucht eine der bayerischen Universitäten, während 28,9 Prozent an Fachhochschulen eingeschrieben sind. Nur ein kleiner Teil, nämlich 1,3 und 0,1 Prozent, studiert an Kunsthochschulen bzw. theologischen Hochschulen.

Besonders hohe Anteile an bildungsausländischen Studierenden weisen die TU München (38,9 Prozent), die FAU Erlangen-Nürnberg (19,1 Prozent) und die LMU München (16,4 Prozent) auf. Die neu gegründete TU Nürnberg startet mit einem Anteil von 55,6 Prozent Bildungsausländern, was mehr als die Hälfte ihrer Studierenden ausmacht.

Unter den staatlichen Fachhochschulen verzeichnet die TH Deggendorf einen Anteil von 44,1 Prozent bildungsausländischer Studierender, die HaW Hof 38,6 Prozent und die OTH Amberg-Weiden 27,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Bildungsausländer in Deggendorf und Amberg-Weiden jeweils um etwa 4 Prozent gestiegen.

In Bezug auf die Studienrichtungen wählen 59,8 Prozent der bildungsausländischen Studierenden ein Fach aus der MINT-Gruppe (Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaften). Weitere 22,1 Prozent entscheiden sich für Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, während 7,2 Prozent Geisteswissenschaften bevorzugen.

Quelle: Pressemitteilung vom 14.11.2024
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