05.11.2026

FernUni Hagen: Zwei-Faktor-Authentisierung ab 2027 für alle Studierenden verpflichtend

Ab dem Sommersemester 2027 führt die FernUniversität Hagen eine verpflichtende Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) für zentrale digitale Systeme ein. Betroffen sind unter anderem Moodle, der Virtuelle Studienplatz, studyPORT sowie die Prüfungs- und Übungssysteme. Bereits seit 2024 ist 2FA Voraussetzung für den VPN-Zugang, den mehr als 21.000 Studierende nutzen.

Der Schritt folgt auf internationale Sicherheitsvorfälle wie die PHP-Lücke im Oktober 2026 und dient der weiteren Absicherung sensibler Studierendendaten. Die Authentisierung erfolgt künftig über zeitbasierte Einmalpasswörter (TOTP), die per Authentisierungs-App wie Google Authenticator oder Microsoft Authenticator generiert werden. Alternativ können auch Hardware-Lösungen wie YubiKey oder Reiner SCT Authenticator eingesetzt werden, die insbesondere für barrierearme Zugänge empfohlen werden.

Mit der Einführung von 2FA wird der Zugriff auf die genannten Systeme ausschließlich nach zusätzlicher Bestätigung möglich sein. Die Anmeldung läuft komfortabel über Single Sign-on (SSO): Nach dem ersten Login können Studierende alle angebundenen Dienste nutzen, ohne sich mehrfach authentifizieren zu müssen. Die Umstellung erfolgt schrittweise, ein genauer Zeitplan wird noch bekanntgegeben. Wer sich frühzeitig vorbereitet, kann die Zwei-Faktor-Authentisierung bereits im Account-Portal testen und einrichten.

Die Maßnahme ist Teil einer umfassenden Digitalisierungsstrategie, die an der FernUni Hagen seit Jahren vorangetrieben wird. Zuletzt wurden unter anderem ein neues Bewerbungsportal, die Umstellung auf digitale Lehrmaterialien und der Zugang zu Microsoft-365-Software für alle Studierenden umgesetzt. Das Zentrum für Digitalisierung und IT (ZDI) betreut die technische Umsetzung und empfiehlt bei Fragen oder Problemen die Kontaktaufnahme mit dem Helpdesk.

Für Studierende bedeutet die verpflichtende 2FA einen zusätzlichen Schritt bei der Anmeldung, aber auch ein höheres Maß an Sicherheit für persönliche Daten und Studienverläufe. Die Erfahrungen mit der bereits seit 2024 eingesetzten 2FA beim VPN-Zugang zeigen, dass die Umstellung im Alltag gut handhabbar ist.

Die wachsende Zahl digitaler Angriffe auf Hochschulsysteme unterstreicht die Bedeutung technischer Schutzmaßnahmen. Auch vor dem Hintergrund prominenter Datenschutzvorfälle an anderen Universitäten rückt IT-Sicherheit im Fernstudium zunehmend in den Fokus. Die Einführung der 2FA an der FernUni Hagen ist ein Beispiel dafür, wie Hochschulen auf diese Herausforderungen reagieren und ihre Systeme an aktuelle Standards anpassen.

Quelle: FernUni vom 05.11.2026
Veröffentlicht am von , Gründer und Chefredakteur