Wie läuft eine DGE-zertifizierte Ausbildung zum Ernährungsberater ab?

Ich interessiere mich für eine Ausbildung als Ernährungsberater:in mit DGE-Zertifizierung. Online-Angebote scheinen ja schwierig zu finden zu sein, meist läuft das vor Ort ab. Mich würde interessieren, wie diese Präsenz-Ausbildungen normalerweise ablaufen, also wie lange sich so ein Kurs zieht und wie oft man wirklich vor Ort sein muss. Gerade wenn man berufstätig ist und noch andere Verpflichtungen hat, sind zeitliche und organisatorische Details super wichtig. Kann jemand mit Erfahrungen berichten, wie das konkret mit Präsenzzeiten und Dauer aussieht? Ich habe bisher nur Infos zur DGE-Präsenzpflicht gefunden, aber nicht wie das genau in der Praxis aussieht.

1 Antwort

Hi Mira, wichtig vorab, weil es oft durcheinandergeht: „Ernährungsberater:in/DGE“ ist ein DGE-Zertifikat, das in der Regel an einen passenden Grundberuf gekoppelt ist (z.B. Studium Ökotrophologie/Ernährungswissenschaften oder Diätassistenz). Ein „Ernährungsberater-Kurs“ (auch wenn er gut ist) ist nicht automatisch eine „DGE-zertifizierte Ausbildung“.

Zu deiner eigentlichen Frage (Ablauf/Präsenz/Dauer): bei DGE-anerkannten Präsenz-Weiterbildungen ist der Praxis- und Präsenzanteil typischerweise fest eingeplant. In der Praxis sieht das häufig so aus:

  • Dauer: meist mehrere Monate bis über ein Jahr, je nach Anbieter/Modulstruktur (oft berufsbegleitend).
  • Präsenzblöcke statt „jede Woche“: häufig geblockt als Wochenenden oder mehrtägige Blockveranstaltungen (z.B. 2–4 Tage am Stück), damit Berufstätige planen können.
  • Vor-Ort-Pflicht ist real: Präsenz wird i.d.R. nicht „optional“ gehandhabt, sondern als Teilnahmevoraussetzung (z.B. für Fallarbeit, Beratungspraxis, Prüfungen).
  • Prüfungs-/Praxisanteile: oft mit Leistungsnachweisen, Fallprotokollen, praktischen Übungen (Rollenspiele/Beratungssequenzen) und Abschlussprüfung(en).

Was du schon richtig beobachtet hast: rein online ist bei DGE-Kontext oft schwierig, weil die DGE/Qualitätsanforderungen häufig Präsenz- und Praxisanteile verlangen. Darum findest du online eher (1) allgemeine Ernährungsberater-Zertifikate oder (2) Studiengänge/Module, aber nicht so oft „DGE-zertifiziert komplett remote“.

So bekommst du die organisatorischen Details schnell raus (ohne dich durch PDFs zu quälen):

  1. Frag beim konkreten Anbieter nach dem Terminplan: Anzahl Präsenztage, Blocklängen, Uhrzeiten, Pflichtquote, Nachholmöglichkeiten.
  2. Frag nach Standorten und ob du Präsenzblöcke standortübergreifend nachholen darfst.
  3. Frag nach dem Workload zwischen den Blöcken (Selbststudium/Fallarbeiten pro Woche).

Wenn du magst, kann ich dir das auch gezielt einordnen – dafür bräuchte ich nur 2 Infos:

  • Welchen Grundberuf/Abschluss bringst du mit (z.B. Studium, Diätassistenz, etwas anderes)?
  • Welche Region (oder wie weit du für Präsenz fahren würdest)?

Für die Orientierung (auch als Alternative, falls DGE für dein Ziel gar nicht nötig ist): Auf fernstudi.net haben wir einen Überblick zu Ernährungsberater-Ausbildungen und was sie (nicht) leisten – inkl. typischer Dauer/Modelle: https://www.fernstudi.net/weiterbildung/gesundheit/ernaehrung.

Und wenn du erstmal Angebote sammeln willst: Im Kursfinder kannst du nach passenden Weiterbildungen filtern und dir Favoriten auf den Merkzettel legen, um Präsenzmodelle/Dauer später sauber zu vergleichen.

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