Für wen eignet sich das berufsbegleitende Diplomaufbaustudium Industrial Engineering?
Das berufsbegleitende Diplomaufbaustudium Industrial Engineering an der Hochschule Mittweida richtet sich an Berufstätige, die bereits ein ingenieurwissenschaftliches Studium, etwa in Industrial Engineering, Elektrotechnik oder Mechatronik absolviert haben und sich gezielt weiterqualifizieren möchten. Typische Zielgruppen sind Ingenieurinnen und Ingenieure, die in den Bereichen Elektrotechnik/Elektronik, Maschinen- und Anlagenbau, Industrieautomation, Gebäude- und Energiewirtschaft, Automobil- und Fahrzeugtechnik, im produzierenden Gewerbe oder im öffentlichen Sektor tätig sind. Das Programm spricht insbesondere Personen an, die eine verantwortungsvolle Position in Entwicklung, Produktion oder Service anstreben oder sich für Leitungsaufgaben sowie die Selbstständigkeit im technischen Umfeld vorbereiten möchten.
Zulassungsvoraussetzungen im Überblick
- Erforderlich ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss (z. B. Bachelor) in Industrial Engineering, Elektrotechnik, Mechatronik oder in einem anderen einschlägigen ingenieurwissenschaftlichen Studiengang.
- Der vorausgesetzte Hochschulabschluss muss mindestens 180 ECTS-Credits umfassen.
- Ein Technikerabschluss ist für die Zulassung nicht ausreichend.
- Abschlüsse, die mehr als 180 ECTS umfassen, können auf Anrechnungsmöglichkeiten hin geprüft werden (Einzelfallprüfung; Vorlage des Abschlusszeugnisses notwendig).
- Ausländische oder nicht eindeutig zuordenbare Abschlüsse müssen durch die zuständige staatliche Stelle oder durch Rechtsvorschrift als gleichwertig anerkannt sein.
Das Studium beginnt jeweils zum Wintersemester. Eine Zulassungsbeschränkung besteht nicht; die Auswahl der Teilnehmenden erfolgt gemäß der genannten formalen Kriterien.
Persönliche Voraussetzungen
- Berufliche Erfahrung im ingenieurtechnischen Bereich ist von Vorteil, jedoch nicht zwingend für die Zulassung erforderlich.
- Die Fähigkeit zum selbstständigen und projektorientierten Arbeiten wird vorausgesetzt.
- Motivation zur Weiterbildung und Bereitschaft, neben dem Beruf Lernphasen sowie Präsenzwochenenden an der Hochschule Mittweida einzuplanen (vier Wochenenden pro Semester).
- Grundlegende Kenntnisse in mathematisch-naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen werden erwartet.
- Organisationstalent und Eigenverantwortung sind für den erfolgreichen Abschluss eines berufsbegleitenden Studiums hilfreich.
Was vermittelt das berufsbegleitende Diplom-Aufbaustudium Industrial Engineering?
Das Aufbaustudium Industrial Engineering an der Hochschule Mittweida kombiniert ingenieurwissenschaftliche Grundlagen mit anwendungsbezogenem Fachwissen aus Elektrotechnik, Automatisierungs- und Energietechnik sowie Mechatronik. Studierende vertiefen ihr Wissen in technischen Disziplinen und erwerben zudem Kenntnisse in Unternehmensführung, Kostenrechnung und Controlling.
- Mathematisch-naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Grundlagen der Elektrotechnik/Elektronik
- Systeme und Anwendungen der Automatisierungs- und Energietechnik sowie der Mechatronik
- Bewertung, Auswahl, Betrieb, Implementierung, Dokumentation, Vertrieb und Test von technischen Systemen
- Fach- und Spezialwissen zum projektorientierten Arbeiten im technischen Umfeld
- Vertiefte Kenntnisse in Energietechnik und Automatisierungstechnik
- Grundlagen der Unternehmensführung, Kostenrechnung und Controlling
- Methoden- und Selbstkompetenz zur Bewältigung komplexer technischer Projekte
Zu den typischen Studieninhalten zählen: Controlling, Energiewirtschaft/Energiemanagement, Elektroenergieanlagen, Prozesskopplung, Leitsysteme, Datenbanken, Robotik, Energieerzeugungstechnologien, Licht- und Gebäudesystemtechnik, CAD-Mechatronik, Modellierung/Simulation, Sensorik/Aktorik.
Wie verläuft das Studium Industrial Engineering an der Hochschule Mittweida?
Das berufsbegleitende Diplom-Aufbaustudium dauert drei Semester (1,5 Jahre) und startet jeweils zum Wintersemester. Es wird als Fernstudium mit Präsenzphasen angeboten. Der Studiengang ist so konzipiert, dass er mit einer Berufstätigkeit vereinbar ist.
- Regelstudienzeit: 3 Semester inklusive Diplomarbeit
- Studienbeginn: Jedes Jahr im Wintersemester (September)
- Studienform: Berufsbegleitend, Fernstudium mit Präsenzphasen
- Sprache: Deutsch
- Abschluss: Diplom-Ingenieur (FH) im Studiengang Industrial Engineering
- Präsenzphasen: Sechs Module mit je zwei Präsenzwochenenden pro Semester in Mittweida (Freitag ab 13:30 Uhr bis Samstag 15:00 Uhr)
Die Diplomprüfung stellt den berufsqualifizierenden Abschluss dar. Sie bestätig das erworbene fachliche und methodische Wissen für einen erfolgreichen Einstieg oder Aufstieg in ingenieurwissenschaftlichen Berufsfeldern. Die Studieninhalte orientieren sich am Bedarf der Industrie an interdisziplinär geschulten Ingenieurinnen und Ingenieuren.
In welchen Berufen und Branchen arbeiten Absolventinnen und Absolventen?
Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Industrial Engineering an der Hochschule Mittweida profitieren von einer praxisnahen und fachübergreifenden Ausbildung. Der Studiengang qualifiziert für die Übernahme anspruchsvoller Aufgaben als Entwicklungs-, Produktions- oder Serviceingenieur beziehungsweise Ingenieurin.
- Unternehmen der Elektrotechnik/Elektronik
- Maschinen- und Anlagenbau
- Industrieautomation
- Gebäude- und Energiewirtschaft
- Automobil- und Fahrzeugtechnik
- Produzierendes Gewerbe
- Kommunen und öffentliche Einrichtungen
- Selbstständigkeit oder freiberufliche Tätigkeit
Ein direkt anschließendes Masterstudium ist beispielsweise im Bereich Industrial Management (M.Sc.) möglich.
Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten im Überblick
Das Aufbaustudium ist kostenpflichtig. Die Studiengebühren betragen aktuell 750 Euro pro Semester (Stand: ab Matrikel 2023/ Kursgruppe IE23w1-D). Zusätzlich fällt der reguläre Semesterbeitrag der Hochschule Mittweida an.
- Studiengebühr pro Semester: 750 Euro
- Zusätzlich: Semesterbeitrag der Hochschule
- Fördermöglichkeiten: Stipendien und Bildungsurlaub sind je nach Bundesland und persönlicher Situation möglich; Beratung hierzu bietet die Hochschule Mittweida.
Über die genauen Zahlungsmodalitäten und mögliche Förderprogramme informiert die Hochschule individuell vor Studienbeginn.
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