Wer profitiert vom Zertifikatsstudium Projektmanager/-in (FH) für Werkzeug- und Formenbau?
Das berufsbegleitende Hochschulzertifikat richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus dem Werkzeug- und Formenbau, die ihr technisches Know-how um betriebswirtschaftliche und projektbezogene Kompetenzen erweitern möchten. Der Kurs eignet sich besonders für Personen, die Aufgaben im Projektmanagement übernehmen oder sich gezielt auf Leitungspositionen im Bereich Werkzeug- und Formenbau vorbereiten wollen. Angesprochen sind sowohl Berufstätige mit mehrjähriger Erfahrung im Bereich Werkzeugbau als auch Quereinsteiger aus angrenzenden technischen Berufen mit einschlägiger Praxis.
Welche Voraussetzungen musst du für die Teilnahme erfüllen?
Für die Aufnahme des Zertifikatsstudiums an der Hochschule Schmalkalden gilt eine gestufte Zugangsvoraussetzung. Du kannst zugelassen werden, wenn du eine der folgenden Bedingungen erfüllst:
- Abgeschlossenes Hochschulstudium (auch Berufsakademie) und mindestens 1 Jahr Berufserfahrung oder
- Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (bzw. Fachhochschulreife oder vergleichbarer Abschluss), abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten Beruf und mindestens 2 Jahre einschlägige Berufspraxis oder
- Realschulabschluss, abgeschlossene Berufsausbildung in einem relevanten Beruf und mindestens 4 Jahre einschlägige Berufspraxis
Erforderlich ist in jedem Fall eine bereits erworbene, für den Werkzeug- und Formenbau förderliche Berufserfahrung. Die Kombination aus schulischem Abschluss, Berufsausbildung und Berufspraxis entscheidet, ob du zugelassen wirst.
Persönlich solltest du Interesse an technischem und betriebswirtschaftlichem Denken sowie Erfahrung in der Projektarbeit mitbringen. Organisationsgeschick, Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie die Bereitschaft zur regelmäßigen Teilnahme an Präsenzphasen sind essentiell. Da das Studium berufsbegleitend und modular aufgebaut ist, werden Eigenmotivation und die Fähigkeit zum selbstorganisierten Lernen vorausgesetzt.
Welche Fachkenntnisse und Managementfähigkeiten erwirbst du?
Im Fernstudium „Projektmanager/-in (FH) für Werkzeug- und Formenbau“ an der Hochschule Schmalkalden entwickelst du ein breites Kompetenzprofil, das speziell auf die Anforderungen des modernen Werkzeug- und Formenbaus ausgerichtet ist. Du beschäftigst dich mit aktuellen Technologien im Werkzeugbau und lernst, anwendungsorientiert Werkzeuge auszulegen. Das Programm legt einen besonderen Fokus auf die Prozesse und Organisationsstrukturen der Branche, insbesondere im Umfeld der Kunststofftechnik.
- Vertiefung im Bereich Werkzeugtechnologien und deren Einsatzmöglichkeiten
- Erarbeitung von Methoden für die Fertigungsstrategien und Ablauforganisation
- Kennenlernen der rechtlichen Rahmenbedingungen in der Fertigung und Projektleitung
- Vermittlung betriebswirtschaftlicher Grundlagen sowie Marketing- und Vertriebswissen speziell für Werkzeug- und Formenbau
- Fundierte Ausbildung im Projektmanagement – von der Planung über die Umsetzung bis zur Ergebnisdokumentation
- Entwicklung sozialer Kompetenzen und Führungsfähigkeiten zur effektiven Steuerung von Teams
- Erstellung technischer Dokumentationen und richtlinienkonforme Bereitstellung von Werkzeugen
Du erwirbst Kompetenzen, um technische Herausforderungen zu analysieren, wirtschaftlich zu bewerten und Projekte im Werkzeugbau eigenverantwortlich zu steuern.
Wie läuft das Fernstudium konkret ab?
Das Hochschulzertifikat ist auf zwei Semester angelegt und mit einem Workload von 30 ECTS-Punkten verbunden. Das Studium setzt auf ein praxisnahes Blended-Learning-Konzept: Die Selbstlernphasen absolvierst du flexibel von zuhause aus, unterstützt durch digitale Studienskripte und Online-Campus. Regelmäßigen Austausch mit Lehrenden und Kommilitoninnen sowie Kommilitonen ermöglicht eine persönliche Studienkoordination.
- 7 Präsenzphasen von je 3 bis 5 Tagen, meist inklusive Wochenenden, in Schmalkalden oder Lüdenscheid
- Lehrveranstaltungen und Prüfungen finden schwerpunktmäßig während der Blockphasen statt
- Selbststudium mit digitalen Lehrmaterialien und regelmäßigen Online-Treffen
- Prüfungsleistungen werden modulweise während der Präsenzphasen abgenommen – Belastungsspitzen werden so vermieden
- Persönliche Betreuung durch die Studienkoordination über die gesamte Studiendauer
Die enge Zusammenarbeit mit dem Kunststoff-Institut Lüdenscheid und dem Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer stellt eine praxisnahe Ausbildung sicher. Networking und Erfahrungsaustausch sind fester Bestandteil dieses Angebots. Ein Urlaubssemester zur Flexibilisierung ist möglich.
Welche Karriereperspektiven eröffnen sich nach dem Hochschulzertifikat?
Mit dem Hochschulzertifikat „Projektmanager/-in (FH) für Werkzeug- und Formenbau“ bist du für leitende Positionen im Werkzeug- und Formenbau qualifiziert. Die erworbenen Fähigkeiten kombinieren technisches Expertenwissen mit Projektmanagement und betriebswirtschaftlicher Steuerung – eine bei Arbeitgebern gefragte Kombination.
- Projektleitung und Steuerung von Werkzeugbauprojekten in Industrieunternehmen
- Führung von Teams, Abteilungen oder Arbeitsgruppen in der Fertigung
- Übernahme von Schnittstellenaufgaben zwischen Konstruktion, Produktion und Vertrieb
- Einstieg in Unternehmensbereiche wie Qualitätssicherung, technische Dokumentation oder Prozessmanagement
- Beratungstätigkeiten für betriebliche Prozessoptimierung rund um Werkzeug- und Formenbau
Das Hochschulzertifikat ist insbesondere für erfahrene Fachkräfte im Werkzeugbau konzipiert, die nun mehr Verantwortung übernehmen möchten – etwa als Projektmanagerinnen und Projektmanager, Produktionskoordinatorinnen und -koordinatoren oder Teamleiterinnen und Teamleiter im technischen Umfeld.
Mit welchen Kosten musst du rechnen und welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?
Die Studiengebühr beträgt 2.400 Euro pro Semester, insgesamt 4.800 Euro für das gesamte Programm (bei einer Studiendauer von zwei Semestern). Im Preis enthalten sind sämtliche Aufwendungen für Lehrmaterialien und Präsenzseminare. Es fallen keine zusätzlichen Einschreibe- oder Prüfungsgebühren an. Hinzu kommt ausschließlich der Semesterbeitrag der Hochschule (ca. 55–100 Euro je Semester), sowie eigene Reise- und Übernachtungskosten zu den Präsenzphasen.
- Die Gebühren sind jeweils vor Semesterbeginn zu entrichten
- Alle Ausgaben für das Studium kannst du in der Regel steuerlich als Werbungskosten geltend machen
- Für berufsbegleitende Weiterbildungen bestehen vielfältige Fördermöglichkeiten, wie z. B. Bildungsprämie, Weiterbildungsstipendium, steuerliche Vorteile und Unterstützung durch Arbeitgeber
Die Hochschule empfiehlt, frühzeitig zu prüfen, ob eine Kostenübernahme oder Beteiligung durch deinen Arbeitgeber möglich ist oder ob staatliche Förderprogramme in Anspruch genommen werden können.
Erfahrungen & Bewertungen
Quelle dieser Kursinfos: Anbieter-Website
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