Für wen eignet sich die Weiterbildung zum Business Process Manager (FH)?
Die berufsbegleitende Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte und angehende Führungskräfte, die aktiv für die Analyse, Steuerung und Optimierung von Geschäftsprozessen in Unternehmen verantwortlich sind. Du bist richtig, wenn du beispielsweise als Führungskraft mit Prozessverantwortung, Logistikerin oder Logistiker, Arbeits- oder Auftragsplaner, Assistentin oder Assistent der Geschäftsleitung, Controllerin oder Controller, Qualitätsmanagerin oder -manager, Organisatorin oder Organisationsentwickler, Beraterin oder Berater, Systemanalytikerin oder Systemanalytiker oder als Nachwuchsführungskraft tätig bist und deine Kompetenzen im Prozessmanagement gezielt vertiefen möchtest.
Welche Voraussetzungen musst du erfüllen?
Für die Aufnahme der Weiterbildung gibt es drei alternative Zugangsmöglichkeiten, von denen du eine erfüllen musst:
- Ein abgeschlossenes Hochschulstudium (oder ein vergleichbarer Abschluss einer Berufsakademie) plus mindestens ein Jahr Berufserfahrung
- Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife bzw. Fachhochschulreife oder ein gleichwertiger Abschluss sowie eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten Beruf und mindestens zwei Jahre einschlägige Berufserfahrung
- Realschulabschluss plus abgeschlossene Berufsausbildung in einem einschlägigen Beruf und mindestens vier Jahre einschlägige Berufserfahrung
Du solltest praktische Erfahrungen im Unternehmensumfeld mitbringen, idealerweise in Organisation, Planung, Logistik oder Prozessgestaltung. Hilfreich sind ausgeprägte analytische Fähigkeiten, Zielorientierung und strukturierte Arbeitsweise. Ebenso wichtig sind Kommunikationsstärke, Kooperationsbereitschaft sowie die Bereitschaft, eigenverantwortlich neben dem Beruf zu lernen und sich aktiv mit aktuellen Themen wie Digitalisierung und Change Management auseinanderzusetzen.
Welche Inhalte und Kompetenzen vermittelt die Weiterbildung zum Business Process Manager (FH)?
Im Zertifikatsstudium Business Process Manager (FH) eignest du dir umfangreiche Kenntnisse und praxisnahe Fähigkeiten im modernen Prozessmanagement an. Die Weiterbildung deckt zentrale Themen entlang der gesamten Wertschöpfungskette ab. Zu den Schwerpunkten im Curriculum zählen:
- Total Value Management: Methoden zur Steigerung des Unternehmenswerts durch Optimierung von Prozessen
- Operations Management: Steuerung und effiziente Gestaltung operativer Geschäftsprozesse
- Agiles Prozessmanagement: Einführung und Anwendung agiler Methoden zur flexiblen Prozessoptimierung
- Informationsmanagement: Sicherer Umgang mit Datenflüssen und Informationssystemen
- Supply Chain Management: Vernetzung und Optimierung interner und externer Lieferketten
- Digitalisierung und Künstliche Intelligenz: Einsatz moderner Technologien zur Prozessautomatisierung
- Qualitätsmethoden und -managementsysteme: Anwendung gängiger QM-Standards zur Sicherung und Steigerung der Prozessqualität
- Change Management: Strategien zur erfolgreichen Umsetzung und Begleitung von Veränderungsprozessen
Du lernst, Prozesse zu analysieren, zu steuern und zielgerichtet weiterzuentwickeln. Dabei erhältst du das Rüstzeug, Methoden aus unterschiedlichen Managementbereichen zu kombinieren und direkt in der beruflichen Praxis anzuwenden. Abgeschlossen wird die Weiterbildung mit einem staatlich anerkannten Hochschulzertifikat der Hochschule Schmalkalden.
Wie ist das Studium zum Business Process Manager (FH) aufgebaut?
Die Weiterbildung ist berufsbegleitend konzipiert und dauert 2 Semester (12 Monate). Du lernst grundsätzlich im Blended-Learning-Modell, bestehend aus Online-Campus, Selbstlernphasen mit digitalen Lehrmaterialien und 7 Präsenzphasen (teils online, teils vor Ort in Schmalkalden). Die Präsenzphasen finden jeweils über 3-4 Tage einschließlich Wochenende statt und dienen der Vertiefung, dem Austausch mit Dozenten sowie der Prüfungsabnahme.
- Start jeweils zum Winter- und Sommersemester
- Kleine, feste Studiengruppen gewährleisten persönlichen Austausch und Networking
- Persönliche Studienkoordination begleitet dich während der gesamten Weiterbildungszeit
- Flexibles, modular aufgebautes Lernen – eigenes Tempo möglich
- Vermeidung von Belastungsspitzen durch modulweise Prüfungen direkt während der Präsenzphasen
Das Konzept vereint die Vorteile des Fernlernens mit praxisorientierten Seminarphasen. Die Betreuung erfolgt durch erfahrene Dozierende aus Wissenschaft und Praxis sowie feste Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner.
Welche beruflichen Möglichkeiten eröffnet das Zertifikat Business Process Manager (FH)?
Mit dem Abschluss qualifizierst du dich als Fachkraft im Prozessmanagement für anspruchsvolle Positionen in verschiedenen Branchen. Die Weiterbildung richtet sich insbesondere an:
- Führungskräfte mit Prozessverantwortung
- Logistikerinnen und Logistiker, Arbeits- und Auftragsplanerinnen und -planer
- Assistentinnen und Assistenten der Geschäftsleitung
- Controllerinnen und Controller sowie Qualitätsmanagerinnen und -manager
- Organisationsentwicklerinnen und -entwickler, Systemanalytikerinnen und -analytiker, Beraterinnen und Berater
- Nachwuchsführungskräfte im Bereich Unternehmenssteuerung und -optimierung
Durch die praxisnahe Ausrichtung bist du in der Lage, Prozesse effizient zu gestalten und Digitalisierungsvorhaben umzusetzen. Absolventinnen und Absolventen arbeiten typischerweise in Industrie, Dienstleistung, Logistik, Beratung oder übernehmen Schnittstellenfunktionen zwischen Fachbereichen und Management. Das Hochschulzertifikat erhöht deine Chancen, Leitungsaufgaben zu übernehmen oder dich im Bereich Prozessoptimierung und Organisationsentwicklung zu spezialisieren.
Wie hoch sind die Kosten und welche Möglichkeiten der Finanzierung gibt es?
Die Studiengebühren für das Zertifikatsstudium Business Process Manager (FH) belaufen sich auf 2.400 Euro pro Semester, insgesamt 4.800 Euro für die gesamte einjährige Weiterbildung. Darin enthalten sind sämtliche Aufwendungen für Lernmaterialien und die Teilnahme an den Präsenzseminaren. Hinzu kommt ein Semesterbeitrag (etwa 55–100 Euro pro Semester, abhängig von Zusatzleistungen).
- Keine gesonderten Einschreibe- oder Prüfungsgebühren
- Persönliche Reise- und Übernachtungskosten für Präsenzphasen sind zusätzlich zu berücksichtigen
- Ratenzahlung semesterweise möglich (jeweils vor Semesterbeginn)
- Vielfältige Fördermöglichkeiten: Berufliche Weiterbildung kann über Steuervergünstigungen (Werbungskosten), Bildungsgutscheine oder durch Arbeitgeberzuschüsse unterstützt werden
Die Ausgaben für das Studium können unter Nachweis der beruflichen Veranlassung steuerlich geltend gemacht werden. Weitere Beratung bieten Anbieter und Studienkoordination individuell an.
Erfahrungen & Bewertungen
Quelle dieser Kursinfos: Anbieter-Website
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