Wer profitiert vom Zertifikatsstudium Produktionsmanager für Kunststofftechnik?
Das berufsbegleitende Hochschulzertifikat richtet sich an technische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kunststofferzeugenden Industrie, an Beschäftigte von Herstellern von Kunststoffmaschinen sowie an Fachkräfte aus Kunststoffinstituten oder Verbänden. Auch wenn du in einem Unternehmen arbeitest, das eng mit der Kunststoffbranche verbunden ist, bietet dir die Weiterbildung praxisbezogenes Know-how. Der Kurs ist besonders geeignet, wenn du bereits Berufserfahrung gesammelt hast und dich gezielt für Führungsaufgaben im Bereich Kunststofftechnik weiterqualifizieren möchtest.
Konkrete Zugangsvoraussetzungen für das Studium
Für die Zulassung musst du eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:
- Abgeschlossenes Hochschulstudium oder vergleichbarer Abschluss einer Berufsakademie und mindestens 1 Jahr Berufserfahrung in einem einschlägigen Bereich, oder
- Allgemeine oder fachgebundene Hochschul- bzw. Fachhochschulreife (Abitur/Fachabitur oder vergleichbarer Abschluss) und eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten Beruf sowie mindestens 2 Jahre einschlägige Berufspraxis, oder
- Realschulabschluss und eine abgeschlossene förderliche Berufsausbildung sowie mindestens 4 Jahre einschlägige Berufspraxis.
Du solltest außerdem folgende persönliche Voraussetzungen mitbringen: Motivation zur beruflichen Weiterentwicklung, eigenverantwortliches Zeitmanagement für das Selbststudium und die Teilnahme an acht Präsenzphasen (je 3–4 Tage, einschließlich Wochenende) in Schmalkalden. Vorteilhaft sind technische Vorkenntnisse im Bereich Kunststoffverarbeitung oder verwandten Branchen sowie Interesse an betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Themen. Teamfähigkeit, Kommunikationsbereitschaft und Offenheit für neue Managementmethoden erleichtern dir den erfolgreichen Abschluss der Weiterbildung.
Welche Inhalte lernst du als Produktionsmanager für Kunststofftechnik?
Im Zertifikatsstudium Produktionsmanager für Kunststofftechnik eignest du dir fundiertes Wissen aus den Bereichen Kunststofftechnik und Produktionsmanagement an. Die Weiterbildung verknüpft aktuelle technische Entwicklungen mit betrieblichen und organisatorischen Kompetenzen. Du erwirbst Fähigkeiten, um moderne Prozesse in der Kunststoffverarbeitung zu planen, zu steuern und zu optimieren. Neben umfassender Kunststoffkunde stehen folgende Lehrgebiete im Mittelpunkt:
- Kunststoffkunde: Aufbau, Eigenschaften und Herstellung von Kunststoffen
- Kunststoffverarbeitung: Verfahren, Anlagen und neue Technologien der Fertigung
- Umweltmanagement und Recyclingtechnik: Nachhaltige Nutzung und Rückführung von Kunststoffmaterialien
- Produktentwicklung und Konstruktion: Entwicklung marktfähiger Produkte, Anwendung von Simulationsmethoden
- Werkzeugkonstruktion: Aufbau und Auslegung von Werkzeugen für die Verarbeitung
- Qualitätsmanagement: Methoden, Normen und Maßnahmen zur Sicherung der Produktqualität
- Innovationsmanagement: Förderung von Neuerungen im Produktionsprozess
- Projektmanagement: Planung, Steuerung und Kontrolle technischer Projekte
- Leistungsfähige Fertigungstechnologien und Simulation: Digital gesteuerte Fertigungs- und Analyseverfahren
- Schlüsselqualifikationen: Kommunikations-, Führungs- und Managementkompetenzen
Du lernst praxisnah, wie du Produktionslinien effizient organisierst, Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigst und dich zeitnah auf technologische Veränderungen einstellst. Darüber hinaus werden Kompetenzen im Betriebswirtschaftlichen Management und im Führen von Mitarbeitenden gezielt ausgebaut.
Wie läuft das Studium zum Produktionsmanager ab?
Das Zertifikatsstudium ist auf berufsbegleitende Teilnehmende zugeschnitten und erstreckt sich über zwei Semester (12 Monate). Die Lehrinhalte bearbeitest du vorwiegend im Selbststudium, unterstützt durch ausführliche Studienskripte und den Online-Campus der Hochschule Schmalkalden. Die 8 Präsenzphasen mit einer Dauer von jeweils drei bis vier Tagen – meist am Wochenende – sorgen für Austausch, praktische Übungen und die Abnahme von Prüfungsleistungen.
- Blended-Learning-Konzept: Kombination aus Selbstlernmaterialien, Online-Campus und Präsenzseminaren
- Regelmäßige Blockveranstaltungen: Persönliche Treffen in Schmalkalden zur Vertiefung der Inhalte und Vernetzung
- Kleine Studiengruppen: Individuelle Betreuung und persönlicher Austausch mit Lehrenden
- Modulweise Prüfungsabnahme: Prüfung der Inhalte direkt während der Präsenzphasen
- Flexible Gestaltung: Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Privatleben; Möglichkeit zum Urlaubssemester
Am Ende der Weiterbildung erhältst du ein Hochschulzertifikat der Hochschule Schmalkalden. Studienstart ist jeweils zum Wintersemester, der Lehrgang wird in Zusammenarbeit mit regionalen Technologiepartnern angeboten.
Welchen beruflichen Nutzen bietet dir das Zertifikat?
Mit dem Hochschulzertifikat Produktionsmanager für Kunststofftechnik qualifizierst du dich gezielt für Fach- und Führungsaufgaben in der Kunststoffindustrie. Die Weiterbildung richtet sich insbesondere an technisches Personal bei kunststoffverarbeitenden Unternehmen, Maschinenherstellern, Branchenverbänden und Instituten.
- Übernahme von Leitungsverantwortung: Leitung von Produktionsbereichen, Projektmanagement und Einführung neuer Technologien
- Karriereentwicklung: Aufstieg in Positionen wie Produktionsleiter, Fertigungsleiter, Projektmanager oder Qualitätsmanager im Kunststoffsektor
- Direkte Anwendbarkeit: Umsetzung der erworbenen Kompetenzen unmittelbar im Berufsalltag
- Erweiterung des beruflichen Netzwerks: Kontakt zu regionalen und überregionalen Unternehmen sowie Branchenexperten
- Stärkung persönlicher Managementkompetenzen: Vorbereitung auf komplexe Führungsaufgaben
Die praxisnahe Ausrichtung ermöglicht es, das erworbene Know-how unmittelbar an deinem Arbeitsplatz einzusetzen und deine Karrierechancen in einer boomenden Branche nachhaltig zu steigern.
Mit welchen Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten musst du rechnen?
Die Teilnahmegebühr liegt bei 2.400 Euro pro Semester, insgesamt 4.800 Euro für das gesamte Studium. In diesen Studiengebühren sind sämtliche Lehrmaterialien und die Teilnahme an den Präsenzseminaren enthalten. Zusätzlich fällt ein Semesterbeitrag an (je nach Tarif etwa 55–100 Euro pro Semester). Kosten für Anreise und Übernachtung während der Präsenzphasen sind separat zu kalkulieren.
- Zahlung jeweils zum Semesterbeginn
- Keine zusätzlichen Prüfungs- oder Einschreibegebühren
- Fördermöglichkeiten: Es bestehen zahlreiche Förderprogramme für berufsbegleitende Weiterbildungen (z.B. Weiterbildungsstipendium, Bildungsgutschein, steuerliche Absetzbarkeit als Werbungskosten)
- Unterstützung durch Arbeitgeber möglich, insbesondere wenn das Studium mit deinen beruflichen Aufgaben verknüpft ist
Damit kannst du die Gebühren gezielt planen und durch Förderungen oder in Abstimmung mit deinem Unternehmen auch deutlich reduzieren.
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