Für wen eignet sich der Fernlehrgang „Fachhochschulreife Wirtschaft“?
Der Kurs „Fachhochschulreife Wirtschaft“ an der Fernakademie für Erwachsenenbildung richtet sich insbesondere an Personen mit kaufmännischem Hintergrund, die ihren mittleren Bildungsabschluss (z. B. Realschulabschluss) innerhalb der letzten fünf Jahre erworben haben und nun die Fachhochschulreife im wirtschaftlichen Bereich anstreben. Der Lehrgang ist ideal für Berufstätige aus dem kaufmännischen Bereich, die sich für weiterführende Studiengänge an Fachhochschulen qualifizieren oder ihre Karrierechancen durch einen höheren Bildungsabschluss im Wirtschaftssektor gezielt verbessern möchten. Auch Personen, die auf eine Aufstiegsposition hinarbeiten und ihre betriebswirtschaftlichen Kenntnisse systematisch erweitern wollen, zählen zur primären Zielgruppe. Neben klassischen Berufspraktikern mit abgeschlossener kaufmännischer Berufsausbildung spricht der Kurs vor allem solche Menschen an, die neben dem Beruf oder familiären Verpflichtungen flexibel und ortsunabhängig einen anerkannten schulischen Abschluss nachholen wollen.
Zulassungsvoraussetzungen im Überblick
Für die Aufnahme in den Kurs „Fachhochschulreife Wirtschaft“ im 3. Einstieg bei der Fernakademie für Erwachsenenbildung gelten folgende Anforderungen:
- Ein mittlerer Schulabschluss (z. B. Realschulabschluss), der bei Kursbeginn nicht länger als 5 Jahre zurückliegt
- Gute Kenntnisse in einer Fremdsprache (in der Regel Englisch)
- Entweder eine abgeschlossene, einschlägige kaufmännische Berufsausbildung oder eine mindestens 3-jährige kaufmännische Berufspraxis
Für die spätere Zulassung zur staatlichen Abschlussprüfung müssen darüber hinaus nachgewiesen werden:
- Mittlerer Schulabschluss (Realschulabschluss oder gleichwertig)
- Abgeschlossene, einschlägige Berufsausbildung und das Zeugnis der Berufsschule
Alternativ: Wenn kein Berufsschulabschluss vorliegt, ist eine mindestens fünfjährige einschlägige Vollzeit-Berufstätigkeit erforderlich.
Persönliche Voraussetzungen für das Fernstudium
Die Teilnahme am Fernlehrgang erfordert vor allem Lernmotivation, Durchhaltevermögen und die Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten. Da das Studium berufsbegleitend und flexibel absolviert wird, sollten Teilnehmende ihr Zeitmanagement im Griff haben und eigenverantwortlich Lerninhalte bearbeiten können. Technische Voraussetzung ist ein üblicher PC mit Microsoft Windows und Microsoft Office 2013 oder neuer. Für die Bearbeitung mancher Aufgaben werden zudem aktuelle Literaturtexte benötigt, die nicht in den Kursgebühren enthalten sind.
Ein gewisses Interesse an wirtschaftlichen Fragestellungen, grundlegende Kompetenzen im schriftlichen Ausdruck (in Deutsch und Englisch) sowie eine hohe Zielorientierung im Hinblick auf einen späteren Hochschulzugang oder Aufstiegsperspektiven im kaufmännischen Bereich sind hilfreich.
Studieninhalte und Lernschwerpunkte im Fernlehrgang „Fachhochschulreife Wirtschaft“
Der Fernkurs „Fachhochschulreife Wirtschaft“ der Fernakademie für Erwachsenenbildung bereitet gezielt auf die staatliche Prüfung zur Erlangung der Fachhochschulreife Wirtschaft vor. Die Lehrinhalte orientieren sich an den offiziellen schulischen Vorgaben der Bundesländer und sind besonders auf Personen mit mittlerem Bildungsabschluss und kaufmännischem Hintergrund zugeschnitten.
- Deutsch: Schwerpunkte auf zeitgenössischer Literatur, Sachtextinterpretation und Ausdruck.
- Englisch: Weiterführende Grammatik, Textauswertung, Wirtschaftsenglisch mit Praxisbezug (inkl. Ton-Sprachkurs).
- Mathematik: Differential- und Integralrechnung, Finanzmathematik.
- Politik und Geschichte: Einführung in die Soziologie, deutsche Demokratiegeschichte, Weltwirtschaft, Bevölkerung, Entwicklungshilfe.
- Naturwissenschaft und Physik: Kinematik und Dynamik, Elektrizitätslehre, Optik.
- Religion: An allgemeinbildende Inhalte angelehnt.
- Wirtschaftlicher Schwerpunkt:
- Volkswirtschaftslehre: Volkseinkommen, Einkommensverteilung, Außenhandelslehre.
- Betriebswirtschaftslehre: Kalkulation in verschiedenen Handelsformen, Deckungsbeitrags- und Plankostenrechnung.
- Rechnungswesen: Betriebsbuchhaltung, Kostenrechnung, kritische Bilanzanalyse.
- Wirtschaftsrecht: Sachenrecht, Arbeitsrecht.
Das didaktische Konzept kombiniert verständlich aufbereitetes Studienmaterial, Übungen, Testfragen und Musterlösungen zur Selbstkontrolle. Ergänzend findet ein verpflichtendes 8-tägiges Prüfungsvorbereitungsseminar statt, das gezielt auf die Abläufe und Anforderungen der staatlichen Prüfung vorbereitet.
Studienorganisation und Ablauf
Das Fernstudium kann jederzeit begonnen werden. Die Regelstudienzeit beträgt 24 Monate bei einem Arbeitsaufwand von circa 15 Stunden pro Woche. Eine kostenlose Verlängerung um bis zu 12 Monate ist möglich.
- Die Lehrmaterialien werden zu Beginn sowohl digital als auch in gedruckter Form bereitgestellt. Im weiteren Verlauf kann flexibel zwischen den Formaten gewechselt werden.
- Fachliche Betreuung erfolgt durch erfahrene Fernlehrerinnen und Fernlehrer; für organisatorische Fragen steht ein persönlicher Studienbetreuer oder eine Studienbetreuerin zur Verfügung.
- Das Online-Studienzentrum bietet Zugriff auf alle Unterrichtseinheiten, ermöglicht Online-Seminare und erleichtert den Kontakt zu Lehrkräften und anderen Teilnehmenden.
- Zur Prüfungsvorbereitung ist das 8-tägige Seminar in Hannover verpflichtend. Die Kosten dafür sind nicht in den Studiengebühren enthalten.
- Studierende erhalten regelmäßig zu bearbeitende und einzureichende Einsendeaufgaben, die benotet werden.
Vorausgesetzt wird ein PC mit aktuellem Windows-Betriebssystem und Microsoft Office 2013 oder neuer sowie teilweise der Erwerb von Literatur (nicht im Preis enthalten).
Abschlussmöglichkeiten und Berufsperspektiven
Nach erfolgreichem Abschluss aller Einsendeaufgaben wird ein institutseigenes Zeugnis der Fernakademie ausgestellt, das die Zulassung zur staatlichen Prüfung ermöglicht. Das Ziel ist der Erwerb der staatlichen Fachhochschulreife Wirtschaft.
- Karrierechancen:
- Zugang zu Fachhochschulen und themenverwandten Bachelor-Studiengängen, insbesondere im betriebswirtschaftlichen Bereich.
- Verbesserte Einsatzmöglichkeiten in kaufmännischen und verwaltungstechnischen Berufen, beispielsweise in Unternehmen, Banken, Versicherungen oder im öffentlichen Dienst.
- Grundlage für den beruflichen Aufstieg hin zu qualifizierten Fach- oder Führungskräftepositionen.
- Anwendung in der Praxis: Absolventinnen und Absolventen können ihre Kenntnisse unmittelbar in der Berufspraxis oder im Rahmen eines Hochschulstudiums einsetzen.
Kosten und Fördermöglichkeiten
Die monatlichen Studiengebühren betragen 159 Euro, insgesamt ergibt sich bei der Regelstudienzeit von 24 Monaten eine Gesamtsumme von 3.816 Euro. Die Zahlung erfolgt üblicherweise in monatlichen Raten.
- Kostenloser Testzeitraum von 4 Wochen zu Beginn des Lehrgangs.
- Monatliche Kündigungsmöglichkeit während der Laufzeit.
- Kosten des verpflichtenden 8-tägigen Seminars in Hannover sind nicht in der Studiengebühr enthalten.
- Fördermöglichkeiten: Informationen zu individuellen Förderungen, etwa Bildungsgutscheinen, können beim Anbieter angefragt werden.
Erfahrungen & Bewertungen
Quelle dieser Kursinfos: Anbieter-Website
Studienberatung
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Mache gerade die Fachhochschulreife Wirtschaft bei der Fernakademie für Erwachsenenbildung und brauche für das Praktikum in Niedersachsen noch den offiziellen Praktikumsnachweis. Weiß jemand, wo ich das Formular bekomme und mit wem ich die Anerkennung bzw. die Kriterien für das Praktikum am besten abkläre? Mich würde auch interessieren, wer die genauen Vorgaben festlegt und was das Praktikum konkret enthalten muss.
Das ist eine typische Stelle, an der man zwei Dinge sauber trennen muss: 1) was die Fernakademie intern für den Lehrgang braucht und 2) was das Land Niedersachsen als „praktischen Teil“ der Fachhochschulreife anerkennt.
Wo bekommst du das offizielle Formular für Niedersachsen?
Den „offiziellen Praktikumsnachweis“ bzw. die Vorgaben stellt in Niedersachsen in der Regel die zuständige Schulbehörde/Regelung des Landes bereit (nicht die Fernakademie). Eine sehr hilfreiche offizielle Quelle ist das Niedersächsische Kultusministerium mit den Hinweisen zum Praktikum für die Fachhochschulreife (PDF): https://www.mk.niedersachsen.de/download/217766/HInweise_zum_Erwerb_der_Fachhochschulreife_-_Praktikum.pdf
Falls du ein konkretes Formular (Bescheinigung/Vordruck) brauchst: Das hängt oft davon ab, welche Stelle am Ende die Anerkennung ausstellt (z. B. eine bestimmte Schule/Fachoberschule oder eine Behörde). Häufig gibt es dafür einen Vordruck „Bescheinigung über den praktischen Teil“ – manchmal direkt im Anhang solcher Hinweise oder über die zuständige Stelle.
Mit wem klärst du Anerkennung und Kriterien am besten ab?
Erstkontakt: Fernakademie-Studienbetreuung
Die FEB kann dir sagen, welche Nachweise sie für die Prüfungszulassung sehen will und ob sie bereits ein Muster/Erfahrungswerte für Niedersachsen hat.
Du kannst dafür direkt die E-Mail aus dem Anbieterprofil nutzen
Verbindlich für Niedersachsen: die zuständige Stelle im Land
Verbindlich festgelegt werden die Vorgaben durch die niedersächsischen Regelungen (Kultusministerium) und die Stelle, die dir den praktischen Teil am Ende anerkennt/ausstellt.
Genau diese Stelle sollte dir auch bestätigen, ob dein konkreter Praktikumsplatz, Tätigkeiten, Umfang/Zeiten usw. anerkennungsfähig sind (bevor du das Praktikum komplett machst).
Wer legt die genauen Vorgaben fest und was muss das Praktikum enthalten?
Die „Spielregeln“ kommen vom Land Niedersachsen (Kultusministerium/entsprechende Regelungen). Die Details (z. B. welche Tätigkeiten zählen, wie dokumentiert wird, welche Nachweise akzeptiert werden) stehen in den offiziellen Hinweisen/Bestimmungen und werden von der anerkennenden Stelle praktisch angewendet.
Was „konkret enthalten sein muss“, hängt u. a. davon ab, ob du den praktischen Teil über ein zusammenhängendes Praktikum, einschlägige Berufstätigkeit/Ausbildung oder Kombinationen nachweist. Genau dafür ist das MK-Dokument oben der beste Startpunkt.
Hallo Nils,
zu deinen Fragen rund um die Fachhochschulreife Wirtschaft an der Fernakademie für Erwachsenenbildung (FEB) – hier ein bisschen Sortierung, weil sich da zwei Ebenen mischen, die oft durcheinandergeworfen werden: der Lehrgang selbst und die spätere staatliche Prüfung.
Anrechnung der 11. Klasse auf den Lehrgang
Der FEB-Lehrgang ist ein Vorbereitungskurs auf die staatliche Externenprüfung – kein staatlicher Bildungsgang. Eine formale Anrechnung von Vorleistungen aus der 11. Klasse auf den Lehrgang selbst ist nicht üblich. Was geht: einzelne Module schneller durchziehen, wenn dir der Stoff aus der 11. Klasse vertraut ist. Eine offizielle Verkürzung oder ein günstigerer Preis wegen Vorkenntnissen ist uns aber nicht bekannt. Da lohnt eine direkte Rückfrage bei der FEB – die Studienberatung dort kann verbindlich sagen, was im Einzelfall möglich ist.
Anrechnung auf die Fachhochschulreife selbst (interessanter Punkt für dich)
Hier wird's spannend, weil Berlin – wie alle Bundesländer – eigene Regeln hat. In Berlin gilt nach § 46 der Verordnung über die gymnasiale Oberstufe: Der schulische Teil der Fachhochschulreife wird aus zwei aufeinanderfolgenden Kurshalbjahren der Qualifikationsphase gebildet. Die 11. Klasse einer Berliner ISS oder eines G9-Gymnasiums ist in der Regel die Einführungsphase – die zählt für die FHR nicht. Beim G8-Gymnasium oder beim Beruflichen Gymnasium kann die 11. Klasse aber schon zur Qualifikationsphase gehören und damit zählen.
Konkret heißt das:
Hast du nach der 11. Klasse bereits eine Bescheinigung über den schulischen Teil der Fachhochschulreife erhalten? Dann brauchst du gar keinen 24-monatigen Lehrgang mehr, sondern nur noch den berufsbezogenen Teil – das kann z. B. deine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung oder einschlägige Berufspraxis sein. Dafür reichst du dann einen Antrag bei der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (IV B 15.1 Fachhochschulreife) ein und bekommst auf diesem Weg deine volle FHR – ganz ohne FEB-Kurs.
Hast du keine solche Bescheinigung, sondern „nur" Halbjahreszeugnisse aus der 11. Klasse? Dann ist eine direkte Anrechnung in Berlin nicht möglich, weil Leistungen aus der Einführungsphase nicht berücksichtigt werden. In dem Fall wäre der FEB-Lehrgang oder ein anderer zweiter Bildungsweg der reguläre Weg.
Wichtig: Das hängt stark von deinem genauen Zeugnis ab. Wirf einen Blick auf deine Unterlagen aus der 11. Klasse – steht dort ein Vermerk zum schulischen Teil der FHR oder eine separate Bescheinigung dabei? Falls unsicher, kann die Senatsverwaltung Bildung in Berlin das prüfen.
Welche Fächer und Noten musst du nachweisen?
Für den FEB-Lehrgang (3. Einstieg „Fachhochschulreife Wirtschaft"):
Mittlerer Schulabschluss (z. B. Realschulabschluss), bei Kursbeginn nicht länger als 5 Jahre zurückliegend
Gute Kenntnisse in einer Fremdsprache, in der Regel Englisch
Entweder abgeschlossene einschlägige kaufmännische Berufsausbildung oder mindestens 3 Jahre kaufmännische Berufspraxis
Für die spätere staatliche Prüfung musst du zusätzlich nachweisen:
Mittlerer Schulabschluss oder gleichwertig
Abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung plus Abschlusszeugnis der Berufsschule – oder alternativ eine mindestens 5-jährige einschlägige Vollzeit-Berufstätigkeit
Bestimmte Einzelnoten musst du nicht mitbringen – entscheidend ist der Gesamtabschluss.
Unterschiede je Bundesland
Ja, die gibt's – und sie sind nicht zu unterschätzen, weil die Fachhochschulreife Ländersache ist. Die staatliche Prüfung im Rahmen des FEB-Lehrgangs findet standardmäßig in Hamburg statt (zwei Prüfungstermine pro Jahr). Wenn du die Prüfung in Berlin ablegen willst, ist das grundsätzlich möglich, aber du musst dich vor Lehrgangsbeginn mit dem für dich zuständigen Schulamt bzw. der Berliner Senatsverwaltung abstimmen und vorab mit der FEB klären, ob deine Prüfungsplanung mit deren Lehrgangsstruktur zusammenpasst.
Was sich zwischen Bundesländern unterscheiden kann:
Prüfungsfächer und deren Gewichtung
Form der Prüfung (schriftlich/mündlich)
Anerkennung des Lehrgangszeugnisses als Zulassung zur Prüfung
Zuständige Behörde
Daher: Wenn du in Berlin prüfen willst, ist das ein Punkt, den du unbedingt vor Vertragsabschluss bei der FEB ansprechen solltest.
Mein Vorschlag für dein weiteres Vorgehen:
Schau dir deine Zeugnisse aus der 11. Klasse genau an – steht dort etwas zum schulischen Teil der FHR? Wenn ja: Antrag bei der Berliner Senatsverwaltung stellen, ggf. brauchst du den Lehrgang gar nicht.
Falls nein: Bei der FEB-Studienberatung anfragen, wie deine konkrete Vorbildung aus Realschulabschluss + 11. Klasse + aktueller kaufmännischer Tätigkeit bewertet wird – und ob die Prüfung in Berlin abgelegt werden kann.
Parallel kannst du dir auf fernstudi.net im Kursfinder andere Anbieter für die Fachhochschulreife ansehen, um Lehrgänge zu vergleichen: https://www.fernstudi.net/kursfinder
Falls du magst, können wir dir auch ein paar Alternativen zur FEB raussuchen – sag einfach Bescheid.
Arbeitslosigkeit ersetzt die geforderte Berufspraxis bei diesem Lehrgang leider nicht. Die FEB-Anforderung ist explizit „einschlägige kaufmännische Berufspraxis" – also tatsächliche Tätigkeit in einem kaufmännischen Beruf. Die Zeit muss inhaltlich zum späteren Prüfungsfach Wirtschaft passen, weshalb reine Lücken im Lebenslauf nicht angerechnet werden.
Auch für die spätere staatliche Prüfung selbst gilt das. Die alternative Voraussetzung (wenn keine abgeschlossene Berufsausbildung vorliegt) ist eine 5-jährige einschlägige Vollzeit-Berufstätigkeit – auch hier muss es eine tatsächliche Tätigkeit im Berufsfeld sein.
Wo es Sonderregelungen geben kann (du hast da vermutlich was Richtiges aufgeschnappt):
Anerkannte Anrechnungszeiten in anderen Kontexten – z. B. werden bei manchen Externenprüfungen Bundesfreiwilligendienst, FSJ, Wehr-/Zivildienst oder Elternzeit teilweise berücksichtigt. Das gilt aber meist nur für den berufsbezogenen Teil der allgemeinen Fachhochschulreife (Praktikumsersatz), nicht als Ersatz für kaufmännische Praxis bei diesem speziellen Lehrgang.
Härtefall-Einzelfallprüfungen: Die FEB entscheidet manchmal individuell – wenn du z. B. während der Arbeitslosigkeit eine Weiterbildung oder ein längeres Praktikum im kaufmännischen Bereich gemacht hast, könnte das mitzählen. Das musst du aber direkt mit der FEB-Studienberatung klären.
Was dir konkret helfen kann:
Wenn du arbeitslos gemeldet bist, kannst du bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter einen Bildungsgutschein anfragen. Damit wird der Lehrgang ggf. komplett finanziert – das ist oft das, was Leute mit „Regelungen für Arbeitslose" verwechseln. Diese Regelung betrifft die Finanzierung, nicht die Zulassung.
Falls du keine kaufmännische Vorbildung mitbringst, ist ein Fernabitur in vielen Fällen der bessere Weg. Da brauchst du weder Berufsausbildung noch Berufspraxis. Eine Übersicht findest du hier: https://www.fernstudi.net/weiterbildung/12025
Wenn du dir nicht sicher bist, was bei dir konkret zählt, schau mal in unseren Kursfinder. Dort siehst du Alternativen mit unterschiedlichen Zulassungsvoraussetzungen: https://www.fernstudi.net/kursfinder
Konkret zur FEB-Zulassung würde ich dir empfehlen, dort direkt anzufragen – die prüfen deinen Lebenslauf im Einzelfall und sagen dir verbindlich, was anerkannt wird und was nicht.
- der Realschulabschluss oder ein vergleichbarer Abschluss,
- außerdem eine abgeschlossene, einschlägige Berufsausbildung.
- Abschlusszeugnis der Berufsschule. Sollte ein solches Zeugnis nicht vorliegen, muss stattdessen eine 5-jährige einschlägige Vollzeit-Berufspraxis nachgewiesen werden.
das Abschlusszeignis der Berufsschule müssen Sie erst zum Zeitpunkt der Anmeldung zur staatlichen Prüfung vorlegen. Sie können also auch schon während der Ausbildung mit dem Kurs beginnen.
für die FH-Reife Wirtschaft wird zwingend eine 2-jährige kaufmännische Berufspraxis ODER eine abgeschlossene kaufmännische Berufsausbildung vorausgesetzt. Das heißt, dass nur die Mittlere Reife allein nicht ausreicht.
Alternativ könntest du aber das Abitur als Fernabitur nachmachen, dafür wird keine Ausbildung bzw. keine Berufserfahrung vorausgesetzt.
Könnte man mit einem Fachabitur (in Wirtschaft und Verwaltung) bei Ihnen das „richtige“ Abitur nachholen?
mit einem Fachabitur können Sie auch das Abitur nachholen, auch in Form eines Fernstudiums bzw. Fernabiturs. Mehr Infos zum Fernabitur: Alles zum Fernabitur: 5 Fernkurse im Vergleich + Ablauf + Kosten + Erfahrungen
Wenn man schon bereits die Mittlere Reife hat wie kann man dann die Fachhochschulreife erlangen, aber jedoch ohne das man erst die Mittlere Reife machen muss, im Fernstudium?
die Frage ist nicht verständlich. Wenn du die Mittlere Reife und eine abgeschlossene Berufsausbildung hast, kannst du über diese Kurs die FH-Reife nachholen, auf dem zweiten Bildungsweg und per Fernunterricht. Die Mittlere Reife musst du dann nicht noch einmal machen.
Kann man den Fernlehrgang Fachhochschulreife Wirtschaft und Verwaltung auch nur mit Realschulabschluss machen?
wenn du keine Berufsausbildung hast oder bis zum Ende des Lehrgangs abschließt, empfiehlt sich für dich wahrscheinlich eher ein Fernabitur.
kann man auch ein Fernabitur im Bereich Wirtschaft und Verwaltung machen, wenn man bereits auf einem Wirtschaftsgymnasium in der 12 Klasse ist und gerne abbrechen möchte aus irgendwelchen Gründen, aber trotzdem eigentlich weiter machen möchte?
vorausgesetzt für die Zulassung in diesen Kurs werden a) ein länger als 5 Jahre zurückliegender mittlerer Schulabschluss sowie b) eine 2-jährige kaufmännische Berufspraxis oder eine abgeschlossene kaufmännische Berufsausbildung und c) Grundkenntnisse in der Fremdsprache.
Das heißt, du kannst natürlich auch die Schule wechseln und das Fachabi mit der HAF nachholen, insofern du bswp. kaufmännische Berufspraxis nachweisen kannst.
Die bessere Wahl wäre in deiner Situation aber wahrscheinlich, die letzten Meter bis zum Fachabi auf deinem Wirtschaftsgymnasium durchzuhalten, anstatt noch einmal von vorne anzufangen.