Java ist seit über 25 Jahren eine der meistgenutzten Programmiersprachen der Welt – und trotz neuerer Alternativen auf dem Arbeitsmarkt stabil gefragt. Banken, Versicherungen, Behörden und große Konzerne setzen auf Java für ihre Kernsysteme. Berufsbegleitende Weiterbildungen gibt es ab 168 € pro Monat, Einführungskurse an der FernUni Hagen schon ab 175 € gesamt.
Alle Kurse im Überblick
Wir verzeichnen insgesamt 6 Kurse im Fachbereich Java-Entwicklung.
Gepr. Java-Entwickler
- Studiengemeinschaft Darmstadt
- 15 Monate
- ab 232 € monatlich
Gepr. Java-Programmierer
- Fernakademie für Erwachsenenbildung
- 15 Monate
- ab 185 € monatlich
Gepr. Java-Programmierer
- Institut für Lernsysteme
- 15 Monate
- ab 168 € monatlich
Java-Webanwendungen
- FernUniversität Hagen
- 1 Semester
- 4 ECTS
- Budapest, Wien, Linz, Villach, Saalfelden, München, Nürnberg, Leipzig, Berlin, Bregenz, Stuttgart, Karlsruhe, Frankfurt/Main, Bonn, Neuss, Hamburg, Hannover, Coesfeld, Hagen, Schweiz
Java - Konzepte, Techniken, Programmierung
- FernUniversität Hagen
- 1 Semester
- Berlin, Bonn, Coesfeld, Frankfurt am Main, Hagen, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Leipzig, München, Neuss, Nürnberg, Stuttgart, Bregenz, Linz, Wien, Saalfelden, Villach, Schweiz, Budapest
Wofür wird Java eingesetzt?
Java ist eine universelle, objektorientierte Programmiersprache, die auf dem Prinzip „Write once, run anywhere" basiert: Java-Programme laufen auf jedem Betriebssystem, das eine Java Virtual Machine (JVM) unterstützt. Das macht die Sprache besonders attraktiv für große, langlebige Softwaresysteme.
Die wichtigsten Einsatzgebiete:
- Enterprise-Software: Backend-Systeme für Banken, Versicherungen und Behörden. Frameworks wie Spring Boot und Jakarta EE (ehemals Java EE) dominieren diesen Bereich.
- Android-Entwicklung: Java war lange die Standard-Sprache für Android-Apps. Google empfiehlt seit 2019 Kotlin als bevorzugte Sprache, aber Millionen Zeilen bestehender Java-Code müssen weiterhin gewartet und erweitert werden.
- Web-Backend: Serverseitige Anwendungen, REST-APIs, Microservices – Java ist hier neben Python und Node.js eine der drei Hauptoptionen.
- Big Data und Cloud: Hadoop, Apache Spark und viele Cloud-native Tools sind in Java geschrieben.
Wichtig: Java und JavaScript sind trotz des ähnlichen Namens völlig unterschiedliche Sprachen. JavaScript läuft im Browser und wird für Web-Frontends genutzt – Kurse dafür findest du unter Webentwicklung.
Beim Gehalt liegen Java-Entwicklerinnen und -Entwickler laut gehalt.de und StepStone beim Einstieg bei rund 42.000 € brutto. Mit Erfahrung sind 55.000–75.000 € realistisch. Im Finanz- und Enterprise-Bereich, wo Java dominiert, liegen die Gehälter tendenziell am oberen Ende.
Was kostet eine Java-Weiterbildung?
Die Gesamtkosten liegen zwischen 175 € für einen Micro-Kurs an der FernUni Hagen und 3.483 € für den „Gepr. Java-Entwickler" bei der SGD. Die monatliche Belastung der Zertifikatskurse bewegt sich zwischen 168 und 232 €.
| Kurs | Anbieter | Studiendauer | Kosten | |
|---|---|---|---|---|
| Java - Konzepte, Techniken, Programmierung, Zertifikat | FernUniversität Hagen | 1 Semester | ab 175 € insgesamt | |
| Java-Webanwendungen, Hochschulzertifikat | FernUniversität Hagen | 1 Semester | ab 175 € insgesamt | |
| Java-Programmierung, Zertifikat | Lernen im Internet | 3 Monate | ab 698 € insgesamt ab 234 € monatlich | |
| Gepr. Java-Programmierer, Zertifikat | Institut für Lernsysteme | 15 Monate | ab 2520 € insgesamt ab 168 € monatlich | |
| Gepr. Java-Programmierer, Zertifikat | Fernakademie für Erwachsenenbildung | 15 Monate | ab 2775 € insgesamt ab 185 € monatlich | |
| Gepr. Java-Entwickler, Zertifikat | Studiengemeinschaft Darmstadt | 15 Monate | ab 3483 € insgesamt ab 232 € monatlich |
Die beiden FernUni-Kurse (je 175 €, 1 Monat) eignen sich zur Orientierung oder als Ergänzung. Der Kompaktkurs bei Lernen im Internet (698 €, 3 Monate) vermittelt Java-Grundlagen gezielt. Die Zertifikatskurse bei ILS, Fernakademie und SGD (15 Monate) decken die Sprache von Grund auf bis zur Praxisreife ab – inklusive objektorientierter Programmierung, Datenbankanbindung und Softwaredesign.
Die Kurskosten lassen sich als Werbungskosten steuerlich absetzen. Wer arbeitssuchend ist, kann einen Bildungsgutschein beantragen – damit werden die Kosten bis zu 100 % übernommen.
Lohnt sich Java noch – oder ist die Sprache veraltet?
Java ist nicht hip – aber extrem stabil. Die Sprache belegt seit über 25 Jahren einen Platz in den Top 3 des TIOBE-Index (der die Popularität von Programmiersprachen misst). Der Grund: Große Unternehmen wechseln ihre Kernsysteme nicht, weil eine neue Sprache gerade im Trend liegt. Java-Code, der vor 15 Jahren geschrieben wurde, läuft heute noch – und muss gewartet, erweitert und modernisiert werden.
Das Android-Argument hat sich verschoben: Google empfiehlt seit 2019 Kotlin für neue Android-Apps. Aber Kotlin läuft auf der JVM und ist mit Java interoperabel – wer Java beherrscht, lernt Kotlin in wenigen Wochen dazu. Und die bestehende Android-Codebasis ist überwiegend Java.
Wo Java besonders gefragt bleibt:
- Banken und Versicherungen: Regulierte Branchen setzen auf bewährte Technologien. Java ist hier Standard, und der Bedarf an Entwicklerinnen und Entwicklern übersteigt das Angebot.
- Behörden und öffentlicher Dienst: E-Government-Projekte, Verwaltungssoftware, Schnittstellen – oft Java-basiert.
- Cloud und Microservices: Spring Boot ist eines der meistgenutzten Frameworks für cloud-native Anwendungen.
Ehrliche Einordnung: Wer das dynamischste Ökosystem sucht, ist bei Python (KI, Data Science) oder TypeScript (Web) besser aufgehoben. Wer Stabilität, Jobsicherheit und überdurchschnittliches Gehalt priorisiert, trifft mit Java eine sichere Wahl – besonders im Enterprise-Umfeld.
Zum KI-Impact: KI-Tools wie GitHub Copilot generieren Java-Boilerplate schneller als je zuvor. Das reduziert den Aufwand für Standardcode, macht aber Framework-Wissen (Spring Boot, Jakarta EE), Architekturverständnis und die Fähigkeit, Legacy-Systeme zu modernisieren, umso wertvoller. Java-Entwicklerinnen und -Entwickler, die KI-Tools produktiv einsetzen und gleichzeitig komplexe Systemlandschaften verstehen, sind auf dem Arbeitsmarkt in einer starken Position.
Verwandte Weiterbildungen: Software-Entwicklung für einen breiteren Programmiereinstieg (inklusive konkretem Fahrplan von der Sprachwahl über das Portfolio bis zum ersten Job), C++ und C# für Spieleentwicklung und Systemprogrammierung, Datenbankentwicklung für SQL und Backend-Vertiefung.
Häufige Fragen zur Java-Weiterbildung
Nein. Java und JavaScript teilen nur die ersten vier Buchstaben. Java ist eine kompilierte, objektorientierte Sprache für Backend-Systeme, Enterprise-Software und Android-Apps. JavaScript ist eine interpretierte Sprache für Web-Frontends und auch für Backends (Node.js). Die beiden Sprachen haben unterschiedliche Syntax, unterschiedliche Laufzeitumgebungen und unterschiedliche Einsatzgebiete. JavaScript-Kurse findest du unter Webentwicklung.
Für die FernUni-Micro-Kurse und den Kompaktkurs bei Lernen im Internet brauchst du keine Programmierkenntnisse. Die Zertifikatskurse bei SGD, ILS und Fernakademie setzen ebenfalls keine Vorkenntnisse voraus und vermitteln Java von Grund auf. Grundlegendes logisches Denken ist hilfreicher als formale Vorbildung.
Die FernUni-Kurse dauern je 1 Monat. Der Kompaktkurs bei Lernen im Internet läuft 3 Monate. Die Zertifikatskurse bei ILS, Fernakademie und SGD sind auf 15 Monate angelegt und decken die Sprache umfassend ab – inklusive Datenbankanbindung und Softwaredesign. Die Betreuungszeit lässt sich bei allen Anbietern kostenlos verlängern.
Wenn du Android-Apps entwickeln willst, starte mit Kotlin – das ist Googles empfohlene Sprache für neue Android-Projekte. Kotlin läuft auf der Java Virtual Machine und ist mit Java interoperabel. Wenn du in die Enterprise-Entwicklung willst (Banken, Versicherungen, Cloud), lerne Java – hier ist Java der Standard und Kotlin spielt keine Rolle. In beiden Fällen gilt: Wer eine der beiden Sprachen beherrscht, lernt die andere in wenigen Wochen dazu.
KI-Tools wie GitHub Copilot generieren Java-Boilerplate-Code (Getter, Setter, Standard-Patterns) in Sekunden. Das beschleunigt die Arbeit, reduziert aber nicht den Bedarf an Java-Entwicklerinnen und -Entwicklern. Im Gegenteil: Framework-Wissen (Spring Boot, Jakarta EE), das Verständnis für Microservice-Architekturen und die Fähigkeit, Legacy-Code zu modernisieren, werden wertvoller – weil KI diese Aufgaben nicht übernehmen kann. Wer Java versteht und KI-Tools produktiv einsetzt, arbeitet effizienter und ist auf dem Arbeitsmarkt besser positioniert.



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