Für wen eignet sich die Weiterbildung zur Fachkraft für Inklusions- und Integrationspädagogik?
Der Fernlehrgang richtet sich an Erwachsene, die beruflich oder privat inklusive und integrative Prozesse aktiv gestalten möchten. Besonders geeignet bist du, wenn du bereits im pädagogischen, erzieherischen oder beratenden Bereich tätig bist und dein Know-how um das Themenfeld Inklusionspädagogik erweitern willst. Ebenso profitieren Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger sowie alle, die sich für Chancengleichheit und Inklusion im Bildungs- oder Sozialbereich engagieren möchten.
Was musst du für die Teilnahme mitbringen?
Für die Zulassung zum Kurs gelten folgende Voraussetzungen:
- Mindestalter 21 Jahre
- Zwei Jahre Berufserfahrung in beliebigem Bereich
- Internetzugang für die Nutzung der Online-Plattform und die verpflichtende Teilnahme am zweitägigen Webinar
Vorerfahrung im pädagogischen, erzieherischen oder beratenden Bereich ist vorteilhaft, aber nicht zwingend erforderlich. Persönlich solltest du ein hohes Maß an Empathie, Kommunikationsbereitschaft und Offenheit für gesellschaftliche Vielfalt mitbringen. Wichtig ist außerdem die Bereitschaft zur selbstständigen Wissensaneignung, Reflexionsfähigkeit im Umgang mit komplexen Situationen und Interesse an interdisziplinärer Teamarbeit.
Welche Inhalte erwarten dich im Kurs „Fachkraft für Inklusions- und Integrationspädagogik“?
Im Fernlehrgang eignest du dir detaillierte Kenntnisse und Fertigkeiten rund um Inklusions- und Integrationspädagogik an. Die Inhalte konzentrieren sich auf den professionellen Umgang mit Vielfalt, Chancengleichheit und Teilhabe im Bildungsbereich. Du lernst u. a.:
- Grundlagen inklusiven Handelns und gesellschaftliche Hintergründe der Inklusionsdiskussion
- Identitäts- und Moralentwicklung von Kindern sowie Einflüsse der Sozialisation
- Anforderungen an inklusives Arbeiten in Krippen, Kindergärten und Schulen
- Umgang mit Kindern mit spezifischen Lernschwierigkeiten oder Behinderungen
- Förderung von Kindern mit Migrations- und Fluchterfahrung, inkl. Mehrsprachigkeit, sowie Herausforderungen durch kulturelle Vielfalt
- Genderbewusstes und armutssensibles inklusives Arbeiten
- Methoden der inklusiven Zusammenarbeit mit Eltern und in Netzwerken
- Strategien der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Pädagogik, Therapie und weiteren Fachbereichen
- Rechtliche Grundlagen wie die UN-Behindertenkonvention und nationale Aktionspläne
- Kommunikationsstrategien und zentrale Kompetenzfelder für inklusiv Pädagoginnen und Pädagogen
Der Kurs vermittelt dir somit praxisrelevantes Wissen, damit du inklusionsfördernde Strukturen, Methoden und Handlungskonzepte in verschiedenen pädagogischen Handlungsfeldern einsetzen kannst. Du wirst befähigt, Entwicklungsbedingungen bedarfsgerecht zu gestalten, mit Netzwerkpartnern zusammenzuarbeiten und Benachteiligung aktiv abzubauen.
Wie ist der Ablauf dieser Weiterbildung gestaltet?
Das Fernstudium bei der SGD läuft bewusst flexibel und berufsfreundlich ab. Der Lehrgang ist auf eine Dauer von 14 Monaten (bei etwa 6–8 Stunden Lernaufwand pro Woche) ausgelegt. Eine kostenfreie Verlängerung auf bis zu 21 Monate ist möglich. Der Einstieg ist jederzeit möglich – du kannst das Studium ganzjährig beginnen.
- Nach deiner Anmeldung startest du mit einer vierwöchigen kostenlosen Testphase und bekommst alle Lernmaterialien, darunter 14 Studienhefte sowie Begleithefte per Post und online über den SGD-OnlineCampus.
- Die Bearbeitung der Studieninhalte erfolgt im Selbststudium. Für jede Lerneinheit reichst du Einsendeaufgaben ein, die von erfahrenen Fernlehrkräften korrigiert und kommentiert werden.
- Ergänzt wird das Selbststudium durch ein verpflichtendes zweitägiges Online-Seminar (Webinar), in dem du praxisnahe Fallbeispiele bearbeitest, Übungen machst und dich mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie Dozentinnen und Dozenten austauschst.
- Während des gesamten Studiums profitierst du von persönlicher Betreuung durch Fachtutorinnen und Fachtutoren sowie modernen Lernservices wie der KI-Lernassistentin KILEA, die dich digital begleitet.
- Die Weiterbildung schließt mit dem SGD-Abschlusszeugnis ab. Nach erfolgreicher Teilnahme am Webinar erhältst du zusätzlich das SGD-Zertifikat „Fachkraft für Inklusions- und Integrationspädagogik“.
Der gesamte Ablauf ist auf größtmögliche Flexibilität ausgerichtet, damit du Beruf, Alltag und Weiterbildung optimal miteinander vereinbaren kannst.
Welche beruflichen Perspektiven eröffnet dir diese Qualifikation?
Die Zusatzqualifikation „Fachkraft für Inklusions- und Integrationspädagogik“ ist zunehmend gefragt, da die Umsetzung inklusiver Bildungs- und Betreuungskonzepte in vielen pädagogischen Kontexten gefordert wird. Typische Einsatzfelder sind:
- Kitas, Krippen und Kindergärten (inklusive Gruppen und Einrichtungen)
- Schulen und sonderpädagogische Bildungseinrichtungen
- Familienzentren, Mehrgenerationenhäuser, Kinder- und Jugendhilfe
- Erwachsenenbildung und offene Bildungsangebote
- Familien-, Migrations- und Beratungsstellen
Mit dieser Ausbildung bist du darauf vorbereitet, Inklusion und Integration in heterogenen Gruppen professionell zu fördern, Maßnahmen zur Chancengleichheit umzusetzen und inklusionsfördernde Strukturen aktiv mitzugestalten. Der Fernkurs richtet sich an Personen aus pädagogischen, erzieherischen und beratenden Bereichen, die ihr Know-how gezielt ausbauen und sich durch ein anerkanntes Zertifikat abheben wollen. Auch für den beruflichen (Wieder-)Einstieg oder als Vorbereitung auf spezialisierte Tätigkeiten ist der Abschluss geeignet.
Welche Kosten kommen auf dich zu und wie lässt sich die Weiterbildung finanzieren?
Die Gebühren für den Fernlehrgang „Fachkraft für Inklusions- und Integrationspädagogik“ an der SGD betragen insgesamt 2.786 Euro (monatlich 199 Euro über 14 Monate). Darin sind alle Lernmaterialien sowie die Teilnahme am zweitägigen Webinar enthalten. Es fallen keine zusätzlichen Studiengebühren an.
- Du kannst den Betrag in monatlichen Raten begleichen und profitierst dadurch von planbaren Kosten.
- Eine vollständige Förderfähigkeit über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit ist möglich, sodass der Kurs je nach individueller Situation bis zu 100 % übernommen wird.
- Weitere Fördermöglichkeiten bestehen durch Ermäßigungen für bestimmte Personengruppen (z. B. Arbeitslose, Studierende, Eltern in Elternzeit) sowie durch verschiedene staatliche Programme wie Bildungsprämie oder Aufstiegs-BAföG.
- Die Gebühren lassen sich häufig steuerlich als Werbungskosten oder Sonderausgaben geltend machen.
Durch die flexiblen Finanzierungsoptionen wird die berufsbegleitende Qualifizierung auch ohne Vollfinanzierung erschwinglich und planbar.
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