Zielgruppe, Zugang und Voraussetzungen für die Weiterbildung zur Heimerzieherin bzw. zum Heimerzieher
Die Weiterbildung richtet sich an Personen, die bereits praktische Erfahrungen in der Sozial- oder Erziehungshilfe gesammelt haben und sich gezielt für Aufgaben in unterschiedlichen sozialpädagogischen Handlungsfeldern qualifizieren möchten. Adressiert werden insbesondere angehende Heimerzieherinnen und Heimerzieher mit erlebnispädagogischem Schwerpunkt, die einen kirchlich anerkannten Abschluss anstreben und nebenberuflich im Fernlehrgang ihre Kompetenzen erweitern wollen. Die Maßnahme eignet sich für Fachkräfte, die bereits mindestens zwei Jahre einschlägig tätig sind und eine dauerhafte oder langfristige Beschäftigung (mindestens 19,25 Wochenstunden) in einer relevanten Einrichtung nachweisen können. Die Gleichstellung mit einer staatlichen Erzieherausbildung ist nicht gegeben.
Welche Zulassungsvoraussetzungen gelten?
- Schulabschluss: Erster allgemeinbildender Schulabschluss (ESA), früher Hauptschulabschluss.
- Berufserfahrung: Mindestens zweijährige einschlägige Berufstätigkeit in einem sozialpädagogischen Arbeitsbereich.
- Beschäftigungsnachweis: Aktueller Nachweis des Arbeitgebers über eine Anstellung von mindestens 19,25 Wochenstunden.
- Technische Voraussetzungen: Stabile Internetverbindung, eine gültige E-Mail-Adresse sowie ein geeignetes Endgerät zur Teilnahme an E-Learning-Phasen.
- Sprachnachweis: Bei schulischem Abschluss im Ausland zusätzlich Nachweis deutscher Sprachkenntnisse mindestens auf B2-Niveau.
- Führungszeugnis: Aktuelles, erweitertes und eintragungsfreies Führungszeugnis vor Lehrgangsbeginn.
Zur Bewerbung sind ein lückenloser und unterschriebener Lebenslauf, der Nachweis der Schul- und Berufsabschlüsse sowie der Nachweis der relevanten Berufstätigkeit einzureichen. Nach einem Aufnahmegespräch wird das Führungszeugnis sowie ein ärztliches Attest nachgereicht.
Welche persönlichen Voraussetzungen sind empfehlenswert?
- Interesse an sozialpädagogischer Arbeit und erlebnispädagogischen Ansätzen
- Bereitschaft zur Reflexion der eigenen Praxiserfahrungen und pädagogischen Haltung
- Selbstorganisation, Eigenmotivation und Disziplin für eigenständiges Fernlernen
- Kommunikationsfähigkeit und Offenheit für Theorie-Praxis-Transfer
- Stabile technische Voraussetzung für die Nutzung digitaler Lernformate
Da der Kurs berufsbegleitend im Fernlehrgang absolviert wird, profitieren Teilnehmende von einer hohen Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Flexibilität. Psychische Belastbarkeit sowie die Fähigkeit, sich auf neue pädagogische und methodische Impulse einzulassen, sind zusätzlich vorteilhaft.
Welche Inhalte werden in der Weiterbildung vermittelt?
Die Weiterbildung zur Heimerzieherin oder zum Heimerzieher umfasst insgesamt 1.660 Lernstunden. Teilnehmende befassen sich mit zentralen Themenfeldern der Sozialpädagogik und Erlebnispädagogik. Die Vermittlung erfolgt durch 27 Studienbriefe, E-Learning-Phasen sowie Präsenzseminare.
- Pädagogik und Erlebnispädagogik: Entwickeln einer pädagogischen Haltung und Förderung sozialer Kompetenzen.
- Heilpädagogik: Einführung in Methoden und Ansätze zur Arbeit mit Menschen mit Behinderung.
- Psychologie: Grundlagen menschlichen Verhaltens und psychologische Interventionen im Alltag.
- Soziologie: Analyse gesellschaftlicher Zusammenhänge und sozialer Gruppen.
- Praxis- und Methodenlehre: Anwendung unterschiedlicher Methoden in der sozialpädagogischen Arbeit.
- Berufs- und Rechtskunde: Rechtliche Rahmenbedingungen im Arbeitsfeld der Heimerziehung.
- Literatur- und Medienkunde: Reflexion über Medien und Literaturinhalte im erzieherischen Kontext.
- Philosophie und Ethik: Ethische Fragestellungen und deren Bedeutung im Arbeitsalltag.
Wie ist der Ablauf des Fernlehrgangs organisiert?
Die Weiterbildung dauert drei Jahre und erstreckt sich über 36 Monate. Sie ist berufsbegleitend konzipiert und verbindet verschiedene Lernformen:
- 27 Studienbriefe zur selbstständigen Bearbeitung.
- E-Learning-Selbstlernphasen für flexibles Lernen, unterstützt durch Online-Plattformen.
- Präsenzseminare: Drei Seminarwochen à fünf Tage vor Ort zu Beginn und zum Abschluss der Weiterbildung.
- Prüfungen: Eine interne Zwischen- und Abschlussprüfung am Institut.
Die Kombination aus theoriegeleitetem Lernen und praktischen Seminarphasen bereitet gezielt auf sozialpädagogische Aufgabenfelder vor.
Welche beruflichen Perspektiven eröffnet die Qualifikation?
Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für sozialpädagogische Tätigkeitsfelder mit Schwerpunkt Heimerziehung und Erlebnispädagogik. Sie übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben in unterschiedlichen Einrichtungen:
- Heime und Wohngruppen der Kinder- und Jugendhilfe
- Erlebnispädagogische Projekte und Maßnahmen
- Integrative Einrichtungen und Werkstätten
- Soziale Einrichtungen mit heilpädagogischer Ausrichtung
Die Weiterbildung ist kirchlich anerkannt, eine Gleichstellung mit der Ausbildung zu staatlich anerkannten Erzieherinnen und Erziehern ist jedoch nicht gegeben. Der Abschluss bietet praxisnahe Vorbereitung für den beruflichen Alltag in sozialen Arbeitsfeldern.
Mit welchen Kosten ist die Weiterbildung verbunden?
Die Gesamtkosten der Weiterbildung betragen 7.290 Euro. Die Gebühr umfasst alle Ausgaben für Studienmaterial, Korrekturleistungen und Prüfungsgebühren. Eine Ratenzahlung ist möglich, sodass die Zahlungsbelastung auf monatlich 202 Euro verteilt werden kann.
- Gesamtkosten: 7.290 Euro (Teilzahlung möglich)
- Leistungen inklusive: Kursunterlagen, Korrektur der Aufgaben, Seminare und Prüfungsgebühren
Diese finanziellen Angaben beziehen sich auf den beim Institut für berufliche Aus- und Fortbildung aktuell ausgeschriebenen Fernlehrgang Heimerzieher beziehungsweise Heimerzieherin mit kirchlicher Anerkennung.
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