Für wen ist die Weiterbildung zum Pflegeberater nach § 7a SGB XI geeignet?
Diese Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte aus den Bereichen Pflege, Sozialversicherung, Gerontologie, Sozialpädagogik und Heilpädagogik, die als Pflegeberaterinnen und Pflegeberater tätig werden wollen. Besonders geeignet ist der Kurs für Personen mit abgeschlossener Ausbildung oder Studium im pflegefachlichen oder sozialrechtlichen Umfeld sowie für Berufserfahrene, die im Gesundheits- oder Sozialwesen Beratungserfahrung gesammelt haben und sich für die vielseitigen Aufgaben der individuellen Pflegeberatung qualifizieren möchten.
Welche Voraussetzungen musst du für den Kurs erfüllen?
Folgende formale Zulassungsvoraussetzungen musst du für die Anmeldung erfüllen:
- Abgeschlossene Ausbildung in einem pflegefachlichen, sozialrechtlichen, sozialpädagogischen oder heilpädagogischen Beruf (z. B. Altenpflege, Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege, Sozialversicherungsfachangestellte, Heilerziehungspflege, Fachwirt/-in im Gesundheits- und Sozialwesen)
- oder ein abgeschlossenes Studium in relevanten Fächern (z. B. Gerontologie, Heilpädagogik, Sozialpädagogik, Pflegewissenschaft)
- alternativ: Nachweis einer mehrjährigen (mindestens drei Jahre empfohlen) Berufserfahrung in der Beratung zu gesundheitsbezogenen, sozialrechtlichen oder pflegefachlichen Themen, bevorzugt bei Kranken- oder Pflegekassen
- Für Teilnehmende ohne pflegerische Vorerfahrung in Ausbildung oder Beruf ist ein neuntägiges Praktikum in einer Pflegeeinrichtung erforderlich
- Technische Voraussetzung: Zugang zum Internet sowie ein Computer, Laptop oder Tablet, da Online-Tests und Aufgaben Bestandteil des Kurses sind
Darüber hinaus solltest du folgende persönliche Voraussetzungen mitbringen:
- Interesse an Beratungstätigkeit, einfühlsame und kommunikative Fähigkeiten
- Bereitschaft, sich mit rechtlichen und verwaltungstechnischen Fragestellungen auseinanderzusetzen
- Strukturierte und eigenverantwortliche Arbeitsweise für das selbstorganisierte Fernstudium
- Empfohlen werden Erfahrung im Umgang mit hilfs- und pflegebedürftigen Menschen sowie die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte verständlich zu vermitteln
Welche Kompetenzen vermittelt der Fernkurs zum Pflegeberater nach § 7a SGB XI?
Im Fernlehrgang „Geprüfte Pflegeberaterin bzw. geprüfter Pflegeberater nach § 7a SGB XI“ eignest du dir umfassendes Fachwissen aus der Gesundheits- und Krankenpflege sowie den Pflege- und Gesundheitswissenschaften an. Du wirst befähigt, das komplexe Leistungsangebot der Pflegeversicherung praxisnah zu erklären und individuelle Beratungsprozesse für pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige zu gestalten.
- Gesundheits- und Krankenpflege: Vertiefung grundlegender medizinischer und pflegerischer Kenntnisse im Bereich der ambulanten und stationären Versorgung.
- Pflege- und Gesundheitswissenschaften: Einblick in aktuelle wissenschaftliche Konzepte rund um die Pflegeberatung und das Beratungsmanagement.
- Gesprächs- und Beratungskompetenz: Praxisorientierte Methoden zur Gesprächsführung, zum Umgang mit Ratsuchenden und zur zielgerichteten individuellen Unterstützung.
- Verhandlungsführung: Strategien zur Zusammenarbeit mit Angehörigen, Pflegekassen und weiteren beteiligten Institutionen.
- Allgemeines und spezielles Recht: Vermittlung der sozialrechtlichen Rahmenbedingungen für die Pflegeberatung, insbesondere gemäß SGB XI und relevanten weiteren Regelungen.
- Case Management – Theorie und Praxis: Fallmanagement als zentrales Element der individuellen Beratungsleistung, Prozesssteuerung und Dokumentation.
- Pflegeberatung nach § 45 SGB XI: Vertiefung spezieller Beratungsaspekte für besonders anspruchsvolle Personengruppen.
- Selbstständigkeit als Pflegeberaterin bzw. Pflegeberater (optional): Grundlagen für eine unternehmerische Tätigkeit im Bereich Pflegeberatung.
Die vermittelten Inhalte bereiten dich gezielt darauf vor, anspruchsvolle Beratungsgespräche selbstständig zu führen, individuelle Problemlagen zu erkennen, rechtlich fundierte Empfehlungen zu geben und professionelle Maßnahmen für komplexe Pflegesituationen zu entwickeln.
Wie läuft das Fernstudium zur Pflegeberatung ab?
Das Fernstudium ist auf eine Dauer von 12 Monaten mit einem wöchentlichen Lernaufwand von circa 8 Stunden ausgelegt. Du kannst jederzeit starten und die Regelstudienzeit flexibel um bis zu 6 Monate verlängern. Der Lernstoff ist in 18 Studienhefte, ein Begleitheft, ein Fachbuch, einen Praktikumsleitfaden und ein Fallaufgabenheft unterteilt. Die SGD stellt dir sämtliche Materialien zur Verfügung – sowohl in gedruckter als auch in digitaler Form über den OnlineCampus.
- Lernen im eigenen Tempo: Alle Inhalte bearbeitest du eigenständig und zeitlich flexibel. Einsendeaufgaben und Online-Tests dienen der Lernkontrolle und bereiten dich gezielt auf den Abschluss vor.
- Digitale Unterstützung: Der Zugang zum OnlineCampus bietet dir multimediale Lernmaterialien, Foren zum Austausch mit Mitstudierenden, die innovative KI-Lernassistentin KILEA für Unterstützung rund um die Uhr sowie organisatorische Services.
- Persönliche Betreuung: Fachdozenten und Fernlehrer begleiten dich bei Fragen, geben individuelles Feedback zu Aufgaben und unterstützen dich auf dem Weg zum Abschluss.
- Praktikum: Für Teilnehmende ohne einschlägige pflegerische Vorerfahrung ist ein neuntägiges Pflegepraktikum vorgesehen. Dieses Praktikum kann in einer Pflegeeinrichtung deiner Wahl absolviert werden.
- Abschlussprüfung: Nach erfolgreicher Bearbeitung aller Aufgaben, Nachweis des Praktikums (sofern erforderlich) und Bestehen der Abschlussprüfung erhältst du das SGD-Zertifikat „Geprüfte Pflegeberaterin bzw. geprüfter Pflegeberater nach § 7a SGB XI“. Zusätzlich wird die Berechtigung zur Beratung nach § 37 Abs. 3 und § 45 SGB XI bescheinigt.
Ein vierwöchiger Testmonat bietet dir die Möglichkeit, das Fernstudium unverbindlich und kostenfrei zu erproben. Die Studiengemeinschaft Darmstadt garantiert maximale Flexibilität, intensive Studienbetreuung und multimediales Lernen auf aktuellem Stand.
Welche Perspektiven eröffnet die Weiterbildung als Pflegeberater nach § 7a SGB XI?
Mit dem Abschluss als Pflegeberaterin bzw. Pflegeberater nach § 7a SGB XI qualifizierst du dich bundesweit für eine gefragte Schnittstellenfunktion im Gesundheits- und Sozialwesen. Deine Tätigkeit umfasst insbesondere:
- Pflegeberatung für gesetzlich Versicherte: Beratung, Begleitung und Unterstützung von pflegebedürftigen Personen und ihren Angehörigen im Rahmen des Case Managements, insbesondere nach den Regelungen der §§ 7a, 37 Abs. 3 und 45 SGB XI.
- Beschäftigungsmöglichkeiten: Du arbeitest etwa bei Pflegekassen, sozialen Diensten, Wohlfahrtsverbänden, Kranken- und Pflegeversicherungen, ambulanten Pflegediensten oder Beratungsstellen für Pflegebedürftige.
- Option auf Selbstständigkeit: Die Weiterbildung verschafft dir Grundlagen, um als freiberufliche Pflegeberaterin bzw. freiberuflicher Pflegeberater zu arbeiten, beispielsweise für Pflegeeinrichtungen, Träger der Sozialversicherung oder im eigenen Beratungsunternehmen.
- Weiterbildungsnachweis: Der Kurs ist bei der „Registrierung beruflich Pflegender“ anerkannt und bringt 40 Weiterbildungspunkte, was zusätzliche Vorteile im Berufszugang und bei Arbeitgebern bietet.
Angesichts des stark wachsenden Beratungsbedarfs in der Pflege eröffnet die Qualifikation stabile Karriereaussichten in einem gesellschaftlich relevanten und zukunftssicheren Arbeitsfeld.
Mit welchen Kosten musst du beim Fernlehrgang rechnen und welche Fördermöglichkeiten gibt es?
Die Kursgebühren für den Fernlehrgang „Geprüfte Pflegeberaterin bzw. geprüfter Pflegeberater nach § 7a SGB XI“ betragen 199 Euro pro Monat über 12 Monate, insgesamt somit 2.388 Euro. Inbegriffen sind sämtliche Studienmaterialien, der OnlineCampus, die Nutzung der Lern-KI KILEA sowie persönliche Betreuung.
- Ratenzahlung: Die monatliche Zahlung sorgt für eine gleichmäßige finanzielle Belastung während der Kursdauer.
- Kostenfreie Verlängerung: Die Regelstudienzeit kann kostenlos um bis zu 6 Monate verlängert werden.
- Bildungsgutschein: Der Kurs ist AZAV-zertifiziert und kann bei Vorliegen der individuellen Voraussetzungen bis zu 100 % mit einem Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters gefördert werden.
- Weitere Förderungen: Ermäßigungen werden etwa für Arbeitslose, Studierende, Eltern in Elternzeit und Rentnerinnen und Rentner angeboten. Regionale Programme wie das Aufstiegs-BAföG oder die Bildungsprämie können ebenfalls genutzt werden. Die Kurskosten sind darüber hinaus steuerlich als Werbungskosten absetzbar.
- Unverbindlicher Testmonat: Du kannst den Lehrgang vier Wochen kostenlos testen und in Ruhe prüfen, ob das Angebot zu dir passt. Bei einem Einstieg erfolgt keine Berechnung, falls du während der Testphase widerrufst.
Durch die breite Palette an Fördermöglichkeiten und den flexiblen Zahlungsplan lässt sich der Fernkurs auch finanziell gut in verschiedene Lebenssituationen integrieren.
Studienberatung
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