Pflegepädagogik berufsbegleitend: IU vs. APOLLON - Bachelor Fernstudium
Pflegeschulen sind ein zentrales Element, um den Nachwuchs an qualifizierten Pflegekräften sicherzustellen. Mit dem steigenden Bedarf an Ausbildungskapazitäten werden auch mehr Lehrkräfte benötigt. Pflegepädagogen verbinden dabei fundiertes pflegerisches Fachwissen sowie praktische Erfahrung mit pädagogischen und didaktischen Fähigkeiten, um zukünftige Pflegekräfte adäquat auszubilden.
Das Studium der Pflegepädagogik richtet sich vor allem an berufserfahrene Pflegefachkräfte, die als Lehrkraft ihr Wissen weitergeben und in der Aus- und Weiterbildung von Pflegepersonal tätig werden möchten. Es umfasst sowohl pflegefachliche Inhalte als auch Methoden zur Gestaltung von Lernprozessen und bereitet auf Tätigkeiten in den Bildungseinrichtungen und der Berufsbildung im Pflegewesen vor.
Die IU Internationale Hochschule bietet dahingehend einen Bachelor of Arts in Pflegepädagogik an, während die APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft den B.A. in Berufspädagogik für Pflege- und Sozialberufe im Programm hat. Christian vergleicht in diesem Video die beiden berufsbegleitenden Fernstudiengänge hinsichtlich ihrer Besonderheiten, der Zulassungsvoraussetzungen, Inhalte, Praktika & Seminare sowie der anfallenden Kosten.
Inhalt:
00:00 Schönen guten Tag
00:56 Weitere Pädagogik-Studiengänge finden
02:24 Besonderheiten an der IU
04:32 Besonderheiten an der APOLLON
06:04 Wofür braucht man einen Bachelor Pflegepädagogik?
09:06 Voraussetzungen IU
10:19 Voraussetzungen APOLLON
10:53 Pflegepädagogik vs. Pflege
13:14 Studieninhalte & Vertiefungen an der IU
17:32 Studieninhalte & Vertiefungen an der APOLLON
20:08 Praktika & Seminare an der IU
21:37 Praktika & Seminare an der APOLLON
23:14 Kosten an der IU
25:47 Kosten an der APOLLON
26:44 Fazit
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👉 Alle Infos zum B.A. Pflegepädagogik an der IU: fernstudi.net/fernstudium/humanwissenschaften/pflegewissens…
👉 Alle Infos zum B.A. Berufspädagogik an der Apollon: fernstudi.net/fernstudium/humanwissenschaften/pflegewissens…
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#fernstudium #pädagogik #pflege
Transkript
Schönen guten Tag, liebe Freunde der Pädagogik. Heute schauen wir uns zwei Fernstudiengänge im Bereich der Pflegepädagogik an. Ich habe mir den Bachelor Pflegepädagogik an der IU Internationalen Hochschule herausgesucht und vergleiche ihn mit dem Fernstudiengang Berufspädagogik für Pflege- und Sozialberufe an der APOLLON Hochschule.
Wir gucken uns an, was ich mit diesen Studiengängen eigentlich genau anfangen kann – also wie ich beispielsweise als Lehrkraft an eine Berufsschule komme, und ob das überhaupt mit einem Bachelorstudiengang geht oder ob ich dafür einen Master brauche. Wir gucken uns auch an, wie die Zulassungsvoraussetzungen für diese beiden Studiengänge sind, ob es da Unterschiede gibt und ob man das Ganze vielleicht durch eine pflegerische Ausbildung verkürzen kann. Dann gucken wir uns die Studieninhalte im Detail an und was das Ganze kostet. Ich würde sagen, wir legen direkt los.
Vorab: Weitere Studiengänge in dem Bereich
Wichtig für euch zu wissen: Es gibt noch einige Studiengänge mehr im Bereich der Pflege- und Gesundheitspädagogik. Diese Studiengänge findet ihr, wenn ihr bei uns auf der Webseite auf den Kursfinder geht und einfach nach Pflegepädagogik Bachelor oder Master sucht. Ihr könnt beispielsweise auch Pflegepädagogik an der AKAD University studieren, an der Westsächsischen Hochschule Zwickau gibt es auch einen berufsbegleitenden Studiengang in Pflegepädagogik. All diese Studiengänge findet ihr in unserer Übersicht beziehungsweise in unserem Kursfinder, und auch noch Artikel zu dem Thema, die für euch relevant und interessant sind. Schaut da einfach mal hinein, das verlinke ich euch in der Beschreibung für dieses Video.
Das Ganze habt ihr natürlich auch in unserer App. Wenn ihr euch für ein Fernstudium interessiert, installiert euch einfach mal unsere App, da könnt ihr euch wirklich in aller Ausführlichkeit und auch von der Couch aus über alle möglichen Fernstudiengänge informieren. Ihr habt dort auch unseren Kursfinder – gebt einfach „Pflege“ in die Suche ein oder irgendetwas, das euch interessiert, und dann könnt ihr Dinge, die euch tatsächlich interessieren, im Merkzettel speichern und euch in aller Ruhe informieren.
Die beiden Hochschulen
Schauen wir uns erst einmal die Hochschulen überblicksartig an. Wir haben auf der einen Seite die IU Internationale Hochschule, die den Bachelor in Pflegepädagogik anbietet. Die IU ist mittlerweile tatsächlich die größte Hochschule in Deutschland mit 100.000 Studierenden, die dort immatrikuliert sind. Der Stammsitz der Hochschule ist in Erfurt, also hier in Thüringen – wir sitzen hier auch in Thüringen. Die gibt es schon seit 1998, damals noch unter dem Namen IUBH Internationale Hochschule, mittlerweile heißt sie IU Internationale Hochschule.
Diese Hochschule ist eine Fachhochschule, das ist wichtig zu wissen: Ihr studiert hier an einer Fachhochschule. Und an dieser Fachhochschule werden wirklich sehr viele unterschiedliche Studiengänge angeboten, sowohl Bachelor als auch Master – es müssten mittlerweile über 100 Studiengänge sein. Ihr seht, soziale Arbeit kann man hier studieren, man kann auch ein Studium zum Physician Assistant machen, was auch sehr interessant ist, Gesundheitsmanagement und all diese Sachen, und Pflege. Informiert euch einfach auf der Webseite der Hochschule oder bei uns auf der Webseite. Es gibt beispielsweise auch noch einen Studiengang in Pflege, den werde ich gleich noch kurz als Alternative zu diesem Bachelor in Pflegepädagogik erwähnen.
Ein, zwei Besonderheiten für das Studium an der IU vorweg: Ihr habt auf der einen Seite einen sehr flexiblen Studiengang, ihr müsst nirgendwo in Präsenz anreisen, ihr könnt auch die Klausuren alle von zu Hause aus schreiben. Die IU ist wirklich so der Goldstandard, wenn es um flexibles Studieren geht. Ihr habt mittlerweile auch eine KI-Integration ins Studium, also Syntea, eine Art Chatbot, den ihr im Studium nutzen könnt. Das gibt es mittlerweile auch an anderen Hochschulen, aber die IU war tatsächlich eine der ersten Hochschulen, die angefangen haben, KI in ihr Studium zu integrieren.
Auf der anderen Seite haben wir die APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft – und wie der Name schon sagt, ist das eine Hochschule, die auf Studiengänge und Weiterbildungen im Bereich der Gesundheitswirtschaft spezialisiert ist. Die Hochschule ist sehr viel kleiner: Im Wintersemester 2023/24 waren knapp 4.000 Studierende an dieser Hochschule immatrikuliert, und die studieren alle einen dieser gesundheitsbezogenen Studiengänge. Man kann Psychologie studieren, man kann Berufspädagogik studieren, was wir uns gleich angucken, man kann Gesundheitsökonomie absolvieren oder auch Pflege, und verschiedene Master, alle im Gesundheitsbereich. Das ist auch die große Besonderheit an dieser Hochschule, dass sie so einen starken Fokus auf Studiengänge im Gesundheitsbereich hat.
Eine andere Besonderheit: Dieser Bachelor heißt Berufspädagogik, nicht Pflegepädagogik wie der Studiengang an der IU. Hier sucht man sich tatsächlich schon mit Beginn des Studiums aus, ob man sich im pflegerischen Bereich oder im Sozialbereich vertiefen möchte – je nachdem, was man für eine Ausbildung hat. Und eine dritte Besonderheit, die ich vorweg nennen möchte: Man hat hier eine sehr umfassende Praxisphase im Studium und gibt dann auch tatsächlich eine Lehrprobe ab, was ich persönlich sehr gut finde. Das schauen wir uns gleich an, wenn es um den Praxisanteil geht.
Was kann ich mit diesem Bachelor anfangen?
Bevor wir uns die Zulassungsvoraussetzungen angucken, möchte ich ein paar Worte dazu sagen, was man eigentlich mit so einem Bachelor in Pflegepädagogik anfangen kann. Ihr habt vielleicht eine Ausbildung im Gesundheitsbereich, im pflegerischen Bereich oder in einem therapeutischen Bereich, und überlegt jetzt, an einer Pflegeschule als Lehrer oder Lehrerin zu arbeiten. Und dann habt ihr euch überlegt, ihr macht diesen Bachelor in Pflegepädagogik und fangt dann einfach an so einer Schule an zu arbeiten.
Das Ganze ist aber nicht so einfach. Ihr könnt mit einem Bachelor in Pflegepädagogik möglicherweise auch an einer staatlichen Schule einsteigen, aber in der Regel könnt ihr mit diesem Bachelor nur als fachpraktische Lehrkraft beziehungsweise Praxislehrer einsteigen. Ihr könnt dort den fachpraktischen Unterricht geben – ihr könnt also zeigen, wie man lagert, wenn ihr Pfleger oder Pflegerin seid, ihr könnt praktische Übungen zeigen und teilweise auch die Praxisphasen organisieren – seid aber letztendlich nur begrenzt einsatzfähig. Ihr werdet nicht den theoretischen Unterricht geben können, denn dafür braucht ihr tatsächlich den Master im Bereich der Pflege- beziehungsweise Gesundheitspädagogik.
Und tatsächlich ist es auch so – wenn ich das richtig verstanden habe – dass alle Lehrkräfte an diesen Schulen sowieso bis zum Jahr 2029 einen Master im Bereich der Pädagogik brauchen. Alle, die jetzt schon im Bereich der Lehre tätig sind und den Bachelor haben, müssen sich soweit ich weiß bis 2029 nachqualifizieren und dann ihren Master absolvieren.
Mit diesem Bachelor könnt ihr also zumindest an einer staatlichen Berufsschule nur eingeschränkt tätig werden: Ihr könnt nur den fachpraktischen Teil des Unterrichts geben, den theoretischen Teil machen dann die Lehrkräfte, die einen Master im Bereich der Pädagogik haben.
Ein bisschen anders sieht das Ganze an den privaten Pflegeschulen aus, die man ja häufig auch hat und die beispielsweise direkt in die Krankenhäuser integriert sind. Dort könnt ihr theoretisch auch voll tätig werden, da gibt es nicht diese Vorgaben wie an den staatlichen Schulen, und da habt ihr vielleicht die Möglichkeit, auch mit dem Bachelor schon theoretischen Unterricht zu geben. Aber wenn ihr in den Staatsdienst möchtet, dann müsst ihr eigentlich auch den Master anstreben.
Die Zulassungsvoraussetzungen
Jetzt schauen wir uns die Voraussetzungen im Detail an. Ich fange mit der IU an: Hier braucht ihr entweder das Abitur oder die Fachhochschulreife und zusätzlich die Ausbildung im Bereich der Pflege, dann könnt ihr euch sofort in diesen Studiengang einschreiben. Ihr braucht tatsächlich diese Ausbildung, ihr müsst eine Ausbildung im Bereich der Pflege absolviert haben.
Und wenn ihr kein Abitur oder Fachabitur habt, aber diese Ausbildung absolviert habt, dann könnt ihr auch hineinkommen: Ihr braucht dann eure Berufsausbildung, und im Anschluss an diese Berufsausbildung im Bereich der Pflege müsst ihr mindestens drei Jahre in Vollzeit gearbeitet haben. Hier steht auch noch einmal, welche Berufsausbildungen für die Zulassung gelten: Ihr müsst eine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpflegerin absolviert haben oder als Hebamme oder auch in der Altenpflege oder eine gleichwertige Ausbildung. Wichtig zu wissen also: Ihr müsst auf jeden Fall eine Ausbildung absolviert haben.
Wie sieht das Ganze an der APOLLON aus? Im Prinzip ist das genau dasselbe: Ihr braucht entweder ein Abitur oder eine Fachhochschulreife und zusätzlich eine abgeschlossene dreijährige Ausbildung im Pflege- oder Sozialbereich. Im Unterschied zur IU könnt ihr hier auch eine Ausbildung im Sozialbereich absolviert haben, weil ihr hier diesen Bachelor in Berufspädagogik in einer der Vertiefungen absolviert – entweder Pflege oder Soziales. Hier steht noch einmal, welche Ausbildungsberufe passen, zum Beispiel Heilerziehungspflege oder auch eine Ausbildung zum Erzieher, und dann könnt ihr auch in diesen Studiengang hineinkommen.
Ein Tipp: Vielleicht lieber Pflege statt Pflegepädagogik?
Jetzt ist aber die Frage: Muss ich tatsächlich Pflegepädagogik studieren, wenn ich dann doch noch einen Master in Pädagogik anschließen möchte? Auf die Masterstudiengänge wollen wir in diesem Video nicht eingehen, aber ich will euch einen Tipp geben.
Ihr solltet vielleicht auch mal gucken, ob ihr nicht einen Bachelor in Pflege absolviert. Den könnt ihr zum Beispiel an der IU absolvieren, es gibt ihn auch an der APOLLON Hochschule. Und bei diesem Bachelorstudiengang in Pflege ist es so, dass ihr für die Zulassung auch eine Ausbildung im pflegerischen Bereich absolviert haben müsst – und diese Ausbildung wird euch dann auf die Studieninhalte anerkannt. Damit könnt ihr diesen Bachelor in Pflege von sechs Semestern Vollzeitstudium auf drei Semester verkürzen. Ihr könnt also, wenn ihr Vollzeit studieren wollt, in drei Semestern diesen Bachelor in Pflege machen und danach trotzdem noch einen Master in Pflegepädagogik anschließen. Ihr spart euch also drei Semester durch eure Ausbildung – das ist in diesem Bachelor in Berufspädagogik beziehungsweise Pflegepädagogik nicht so.
Das solltet ihr euch vielleicht noch einmal anschauen, wenn ihr überlegt, Pflegepädagogik zu studieren: ob es sich nicht eher lohnt, einen Bachelor in Pflege zu machen und viel kürzer zu studieren, einfach weil euch da die ganzen Inhalte aus eurer Ausbildung anerkannt werden – und dann den Master in Pflegepädagogik anzuschließen. Wenn ihr Vollzeit Pflege studiert, dann absolviert ihr das in drei, vielleicht auch vier Semestern, und dann könnt ihr mit vier Semestern noch diesen Master anschließen. Damit habt ihr tatsächlich auch euren Master, kommt viel leichter an so eine staatliche Berufsschule und studiert einfach viel schneller.
Schaut euch das mal genauer an, ob es sich für euch nicht lohnt, einen Bachelor in Pflege zu absolvieren und euch eure Pflegeausbildung anerkennen zu lassen. Im Bachelor Pflegepädagogik geht das wie gesagt leider nicht – da könnt ihr euch wirklich nur ganz kleine Teile eurer Ausbildung anerkennen lassen und spart eben nicht diese 50 Prozent der Studienzeit.
Die Studieninhalte an der IU
Schauen wir uns die Studieninhalte an. Ich fange mit der IU an. Wir haben hier einen Studienablaufplan, den könnt ihr euch über die Webseite der IU anfordern. Manchmal stehen die Studieninhalte auch direkt auf der Webseite – ich habe das Gefühl, das ist ein bisschen tagesformabhängig – aber ihr könnt euch das auf jeden Fall anfordern und herunterladen, dann habt ihr eine schöne Übersicht.
Hier sieht man schon ein paar Sachen, die ins Auge stechen. Als Erstes, dass das Studium aufgeteilt ist in ein Vollzeitstudium, das sechs Semester dauert, oder ihr studiert das sogenannte Teilzeit-1-Studium, das acht Semester dauert – wenn ihr beispielsweise berufsbegleitend studieren möchtet. Oder ihr studiert Teilzeit 2, ein richtiges Teilzeitstudium, das würde dann zwölf Semester, also sechs Jahre insgesamt dauern. Wenn ihr wirklich Vollzeit berufstätig seid und vielleicht auch noch Familie habt, dann könnt ihr euch überlegen, ob ihr dieses Teilzeit-2-Studium absolviert. Je nachdem, für welches Modell ihr euch entscheidet, werden dann eure Module gelegt. Ihr könnt dieses Zeitmodell übrigens auch im Laufe des Studiums wechseln.
Wir gehen jetzt davon aus, ihr studiert Vollzeit. Dann habt ihr im ersten Semester natürlich einen Grundkurs in Pädagogik – ihr seht hier historische, konzeptionelle und begriffliche Grundlagen. Ihr habt eine Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten, ein ganz wichtiger Standardkurs an der IU. Ihr habt Projektmanagement, interessanterweise auch im ersten Semester. Und ihr habt gleich ein Praktikum, das ihr absolvieren müsst – zu den Praktika kommen wir noch, wenn es um die Praxisphasen geht.
Auch interessant an dieser Übersicht: Ihr seht immer diese Spalte mit den ECTS-Punkten, und da kann man ablesen, wie umfangreich ein Modul ist. So ein Modul hat an der IU im Bachelorstudium typischerweise immer fünf Leistungspunkte Umfang – ihr müsst ja auf insgesamt 180 Leistungspunkte kommen. Und so ein Modul lässt sich ganz grob geschätzt innerhalb eines Monats absolvieren.
Hier sieht man auch immer die Prüfungsform, und es ist wichtig, dass ihr euch anschaut, welche Prüfungsformen es in dem Studium gibt, das euch interessiert. Soweit ich weiß, sind die Prüfungsformen an der APOLLON Hochschule ein bisschen anders als an der IU. Hier habt ihr sehr viele Klausuren, ihr müsst aber auch Fachpräsentationen abliefern, Hausarbeiten und so weiter. Ich würde sagen, vom groben Überblick her gibt es definitiv Studiengänge an der IU, in denen man mehr Klausuren absolviert, BWL zum Beispiel – hier sind es nicht ganz so viele, ihr habt dafür auch einige alternative Prüfungsformen wie Projektberichte oder Fachpräsentationen.
Dann geht das Ganze weiter mit Didaktik natürlich. Ihr habt eine Einführung in die Gerontologie, ihr werdet euch auch ausführlich mit Psychologie und mit Ethik beschäftigen. Die Praktika haben einen ganz wichtigen, zentralen Stellenwert in diesem Studiengang – ihr müsst ja auch irgendwie lernen, vor einer Klasse zu stehen, oder ihr müsst Hospitationen durchführen. Dann habt ihr auch pflegerische Module, zum Beispiel Elemente hochkomplexer Pflege und Pflegerecht, damit werdet ihr euch auseinandersetzen.
Und dann könnt ihr euch im Laufe des Studiums in Wahlpflichtmodulen vertiefen, wo ihr euch einfach ein Thema aussucht, das euch besonders interessiert. Im Bereich Wahlpflichtmodul A könnt ihr euch beispielsweise in Bildungsmanagement vertiefen oder auch in die Grundlagen von Beratung oder in ein Thema wie Einführung in das Pflegemanagement oder Fallmanagement. Und dann habt ihr noch die Wahlpflichtmodule B und C, wo ihr euch eure Module heraussuchen könnt. Die IU stellt auch sogenannte Spezialisierungstracks zur Verfügung, da kann man sich Vertiefungsmöglichkeiten schon ein kleines bisschen vorgeben lassen.
Die Studieninhalte an der APOLLON Hochschule
Schauen wir uns die Studieninhalte an der APOLLON Hochschule an. Hier ist es so, dass dieser Studiengang in drei Phasen aufgeteilt wird. In der ersten Phase hat man die ganzen Module, den ganzen theoretischen Unterricht quasi, wie auch an der IU. Dann gibt es eine Praxisphase mit Lehrprobe – die Lehrprobe ist wirklich wichtig und macht es dann auch einfacher, in den Staatsdienst einzusteigen, wenn man sie absolviert hat. Und dann hat man die berufsfachliche Vertiefung, und da wählt man sich aus, beziehungsweise das hängt davon ab, was man für eine Ausbildung gemacht hat: den Bereich Pflege oder die Fachrichtung Soziales.
An der APOLLON Hochschule gibt es zwei Studienzeitmodelle: einmal das Vollzeitmodell – und ihr seht, in diesem Modell bekommt ihr alle drei Monate eure Studienmaterialien zugeschickt, das ist ein Vollzeitstudium mit sechs Semestern. Oder ihr habt dieses Modell mit 48 Monaten, dann bekommt ihr alle vier Monate eure Materialien.
Hier habt ihr eine Übersicht über die einzelnen Module, die ihr absolviert. Ich empfehle euch, diesen Plan einfach mal herunterzuladen und genauer anzuschauen. In diesem ersten Studienbereich habt ihr natürlich auch Einführungsmodule: wissenschaftliches Arbeiten, Einführung in die Pädagogik. Ihr habt dann ein Modul Kompetenzen für Studium und Karriere, auch hier habt ihr Projektmanagement wie an der IU. Und ihr seht, dass die Module hier teilweise ein bisschen umfangreicher sind als an der IU.
Was man hier auch schön sieht: dass ihr noch weniger Klausuren als an der IU habt, viele Fallaufgaben und Seminare. Wenn Klausuren also wirklich nicht so euer Ding sind, dann ist das vielleicht eine gute Möglichkeit, an dieser Hochschule ein Studium mit weniger Klausuren zu absolvieren. Und auch in diesem Studiengang habt ihr natürlich Psychologiemodule, ihr habt Module in Recht, ihr habt ein Modul in empirischer Sozialforschung und natürlich diese ganzen Pädagogikmodule.
Und wenn es um die berufsfachliche Vertiefung geht, habt ihr zur Auswahl entweder die Fachrichtung Pflege – da habt ihr dann Module wie Pflegewissenschaft, Pflegeethik und so weiter, auch ähnliche Module wie an der IU – oder ihr geht in den Bereich Soziales, weil ihr eben eine andere Ausbildung habt, beispielsweise im Bereich der sozialen Arbeit, und dann habt ihr diese Module, die ihr im Bereich Soziales absolviert.
Praxis und Präsenzen
Schauen wir uns an, wie das Ganze mit der Praxis aussieht. Ich fange mit der IU an: In diesem Studiengang müsst ihr tatsächlich zwei Praxisprojekte durchführen, und zwar in den Bereichen Konzeption und Durchführung des Fachunterrichts sowie Prüfungskonzeption und -durchführung. Beide Projekte haben jeweils 150 Stunden Umfang. Da müsst ihr schauen, dass ihr entweder eine Schule findet, wo ihr diese Praxisprojekte durchführen könnt, oder ihr seid tatsächlich schon an einer Schule angestellt beziehungsweise dort irgendwie tätig, und dann könnt ihr euch das vielleicht auch anrechnen lassen. Aber auch hier müsst ihr sehr viel Praxis absolvieren, und beide Projekte sind verpflichtend. Eine Lehrprobe gibt es hier meines Wissens nicht.
Was es hier auch nicht gibt, sind Präsenzseminare – die habt ihr an der IU nicht, ihr müsst also nirgendwo hinfahren, um ein Seminar zu absolvieren. Was es natürlich gibt, sind Online-Seminare beziehungsweise Veranstaltungen, die über Zoom und so weiter stattfinden, das gibt es an der IU immer wieder. Aber in der Regel sind diese soweit ich weiß auch nicht verpflichtend. Präsentationen müsst ihr natürlich auch irgendwie online absolvieren, aber ihr müsst nicht unbedingt immer an den Tutorien oder was es sonst an Veranstaltungen gibt teilnehmen.
Wie sieht das Ganze an der APOLLON Hochschule aus? Hier gibt es diese Phasen, in die das Studium aufgeteilt ist, was ich euch schon gezeigt hatte. In der ersten Phase müsst ihr ein Praktikum in Form einer Hospitation absolvieren, das soll einen Umfang von insgesamt 60 Stunden haben – idealerweise natürlich an einer Schule. Ihr setzt euch dann in den Unterricht mit hinein und hospitiert, so wie ihr das vielleicht noch aus eurer eigenen Schulzeit kennt, wenn ab und zu hospitierende angehende Lehrerinnen oder Lehrer im Unterricht saßen. In dieser ersten Phase müsst ihr gucken, dass ihr das irgendwie in euren Berufsalltag integriert bekommt.
Und in der nächsten Phase, der Praxisphase mit der abschließenden Lehrprobe, müsst ihr insgesamt 480 Stunden absolvieren. Da werdet ihr dann auch mal Unterricht geben, und das Ganze geht über einen Zeitraum von sechs Monaten. Das kann auch in Teilzeit absolviert werden. Und hier ist wichtig zu wissen: Auch hier ist eine Anrechnung möglich – wenn ihr in diesem Bereich schon beruflich tätig seid, könnt ihr euch das Ganze anrechnen lassen.
Seminare gibt es an der APOLLON Hochschule natürlich auch, und bei diesen Seminaren ist es so, dass ihr sie wahlweise in Präsenz an der APOLLON Hochschule absolviert – das wäre dann in Bremen, dort finden die Seminare statt – oder ihr absolviert das Ganze online. Mittlerweile ist es auch möglich, die Seminare von zu Hause aus mitzuverfolgen und mitzuarbeiten, im Prinzip vom Schreibtisch aus.
Was kostet das Studium?
Schauen wir uns an, was das Ganze kostet. Ich hatte gesagt, ihr habt an der IU drei Zeitmodelle – und wenn man es ganz genau nimmt, sind diese Zeitmodelle hauptsächlich Finanzierungsmodelle. Denn ihr zahlt in diesen drei Zeitmodellen unterschiedliche monatliche Gebühren, und die wirken sich dann auch ganz stark auf die Gesamtkosten aus, wenn man das ausrechnet.
Ihr habt auf der Webseite der IU häufig diese durchgestrichenen Preise und dann die Aktionspreise. Ich rechne immer mit den durchgestrichenen, also mit den Normalpreisen – aber es laufen wirklich ganz oft diese Aktionen, und wenn ihr euch zum richtigen Zeitpunkt anmeldet, spart ihr wirklich relativ viel an Studiengebühren.
Wenn ihr Vollzeit studiert und 36 Monate für das Studium braucht, zahlt ihr monatlich 399 Euro. Da kommen dann noch einmal 699 Euro Graduierungsgebühr zum Ende des Studiums dazu, und insgesamt wären das dann für den gesamten Studiengang 15.063 Euro. Wenn ihr euch wirklich im Aktionszeitraum anmeldet, spart ihr noch einmal ungefähr 1.500 Euro oder auch noch viel mehr – dann könnt ihr das Studium vielleicht auch für ungefähr 13.000 Euro abschließen. Und wenn ihr im Voraus zahlt beziehungsweise alles auf einmal, dann könnt ihr sowieso noch ein bisschen etwas sparen.
Dann haben wir das Teilzeitmodell mit monatlich 344 Euro – da ist die monatliche Rate ein ganzes Stückchen geringer – und dann kommt ihr auf insgesamt 17.211 Euro für das gesamte Studium. Oder ihr studiert Teilzeit 2, das hat einfach nur den großen Vorteil, dass ihr eine geringere monatliche Rate habt, 259 Euro, für diejenigen von euch, die monatlich nicht ganz so viel heraushaben. Aber ihr zahlt wirklich hinten drauf und kommt dann auf insgesamt 19.347 Euro, ohne diese ganzen möglichen Ersparnisse.
Also wirklich ein riesiger Unterschied zwischen diesen Modellen: 15.000 Euro hier und über 19.000 Euro dort. Da muss man sich wirklich überlegen, ob man nicht versucht, zügig durchzustudieren. Und wenn man sich nicht zutraut, in 36 Monaten plus minus ein Semester zu studieren, und sich dann für das mittlere Zeitmodell entscheidet, kommt man immer noch auf 17.200 Euro ohne die ganzen Ersparnisse. Das ist doch nicht wenig, was man hier bezahlt – es ist eben auch eine private Hochschule.
Schauen wir uns an, was das Ganze an der APOLLON Hochschule kostet. Hier hat man nicht einfach so Zugriff auf die Studiengebühren, da müsst ihr euch erst anmelden und eure Daten hinterlassen, dann bekommt ihr einen Überblick. Ich kann es euch aber sagen, ich habe natürlich nachgeguckt: Man hat hier, wie ich euch schon gesagt hatte, zwei Zeitmodelle. Einmal das Vollzeitstudium mit 36 Monaten, da zahlt ihr 355 Euro pro Monat und kommt auf insgesamt 12.780 Euro für das gesamte Studium. Oder ihr studiert 48 Monate, das wäre Teilzeit 1 wie an der IU, und da zahlt ihr nur 288 Euro pro Monat und kommt auf insgesamt 13.824 Euro. Da kommen soweit ich weiß keine weiteren Kosten dazu, keine Graduierungsgebühr und so weiter. Ihr seht, das ist doch ein ganzes Stückchen günstiger als an der IU.
Fazit
Freunde, ziehen wir ein kleines Fazit zu beiden Studiengängen. Ich kann euch natürlich nicht sagen, welche Hochschule besser ist, das müsst ihr selbst entscheiden – ich kann euch nur Informationen an die Hand geben, anhand derer ihr entscheiden könnt, welche Hochschule für euch die geeignetere ist oder ob sich keine für euch eignet.
Ich fange mit den Zulassungsvoraussetzungen an: Die sind bei beiden gleich. Aber ihr habt bei beiden nicht die Möglichkeit, eure pflegerische Ausbildung anerkennen zu lassen, und solltet deswegen vielleicht überlegen, einfach ein Bachelorstudium im Bereich der Pflege zu machen. Dann habt ihr zwar nicht die Pädagogik dabei – ihr könnt euch sicherlich auch in einem Pflegestudiengang im Bereich der Pflegepädagogik vertiefen – aber ihr verkürzt euer Studium doch ganz stark, um ungefähr 50 Prozent. Das wäre eine Alternative zu diesem Bachelor in Pflegepädagogik, weil ihr wie gesagt in beiden Studiengängen nicht die Möglichkeit habt, stark zu verkürzen durch eure pflegerische, gesundheitsbezogene oder sozialbezogene Ausbildung.
Dann die Studieninhalte: Ihr habt gesehen, das nimmt sich auf den ersten Blick nicht ganz so viel. Ihr habt die ganzen Grundlagenmodule, ihr habt Module im pädagogischen Bereich, ihr habt Module im pflegerischen Bereich, wenn ihr euch in die Pflege vertiefen möchtet. An der APOLLON Hochschule habt ihr natürlich noch die Möglichkeit, in den sozialen Bereich hineinzugehen – der Studiengang ist damit für diejenigen von euch, die eine andere Ausbildung als Pfleger oder Pflegerin haben, ein ganzes Stück geeigneter. Und ihr habt an der IU – was mir sehr gut gefällt – die Möglichkeit, euch durch diese drei Vertiefungsmodule wirklich noch einmal sehr viel stärker zu vertiefen.
Was die Praxis angeht, gefällt mir der Studiengang an der APOLLON Hochschule sehr gut: Ihr habt diese sehr lange Praxisphase, ihr habt auch noch die Hospitation, und ihr habt am Ende dieser sehr langen Praxisphase die Lehrprobe. Die ist soweit ich weiß auch noch einmal wichtig als Voraussetzung für die Einstellung in den Staatsdienst – da müsst ihr diese Lehrprobe soweit ich weiß spätestens im Master sowieso absolvieren, und hier an der APOLLON Hochschule habt ihr das gleich im Bachelorstudium. Dann wird es euch sicherlich auch leichter fallen: Erstens habt ihr einfach viel mehr Erfahrung, was die Unterrichtsgestaltung angeht. Ihr profitiert davon – es ist ein bisschen aufwendiger durch diese viele Praxis, die ihr in diesem Studiengang habt, aber ihr kommt doch sehr viel leichter in das Unterrichtsgeschehen an so einer Berufsschule hinein.
Und bei den Kosten hat aus meiner Sicht zumindest auf den ersten Blick auch die APOLLON Hochschule die Nase vorn, das ist ein ganzes Stückchen günstiger. Aber auch an der IU könnt ihr wirklich sehr viel sparen, ihr müsst euch nur zum richtigen Zeitpunkt anmelden. Beide Hochschulen kosten natürlich eine ganze Menge, 10.000 bis 13.000 Euro, das ist nicht wenig. Aber ich sage mal so: Wenn man es schafft, an einer staatlichen Berufsschule als Lehrer anzufangen und auch den theoretischen Unterricht zu geben, nicht nur den fachpraktischen Teil, dann verdient man doch auch nicht schlecht. Wie das eben so im Staatsdienst ist: Man hat ein sicheres Gehalt, man hat ein ganz gutes Gehalt, netto kommt ganz gut etwas heraus – definitiv mehr, als man in der Regel als Pflegekraft in einem Krankenhaus oder in einer anderen pflegerischen Einrichtung bekommen wird.
Freunde, ich hoffe, das war interessant für euch. Schreibt mir eure Fragen in die Kommentare. Ich konnte jetzt wirklich nicht auf die ganzen unterschiedlichen Voraussetzungen in den verschiedenen Bundesländern eingehen, das ist wirklich alles eine sehr komplexe Lage. Schreibt mir einfach in die Kommentare, was ihr noch wissen wollt, und diskutiert das gerne auch – schreibt auch eure Erfahrungen, vielleicht seid ihr schon irgendwo an einer Berufsschule tätig. Vergesst auch nicht, unsere App zu nutzen, um euch weiter über Fernstudiengänge zu informieren, auch im Bereich der Berufspädagogik oder der Pflegepädagogik. Ich würde sagen, wir sehen uns in einem der nächsten Videos auf diesem Channel. Euer Wolf.

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