Für wen eignet sich der Master-Fernstudiengang Brandschutzplanung?
Der weiterbildende Fernstudiengang "Brandschutzplanung" an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau richtet sich gezielt an Berufstätige, die sich auf wissenschaftlichem Niveau im Bereich des präventiven, abwehrenden, organisatorischen und baulichen Brandschutzes qualifizieren möchten. Zu den typischen Zielgruppen gehören Angestellte und Selbstständige in Planungsbüros, Fachleute aus Behörden, der Industrie (insbesondere Baustoffindustrie) sowie der Wohnungswirtschaft. Auch Beschäftigte im feuerwehrtechnischen Dienst und Ingenieurinnen und Ingenieure, die brandschutzrelevante Aufgaben übernehmen, profitieren von diesem Studienangebot.
Welche formalen Zulassungsvoraussetzungen gelten?
Die Zulassung zum Masterstudiengang "Brandschutzplanung" setzt einen der folgenden Wege voraus:
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Für Bewerberinnen und Bewerber mit Hochschulabschluss:
- Abschluss eines mindestens sechssemestrigen, ersten berufsqualifizierenden Hochschulstudiums in einer einschlägigen Fachrichtung wie Architektur oder Bauingenieurwesen.
- Zusätzlich mindestens einjährige, einschlägige und qualifizierte Berufserfahrung in einem relevanten Bereich nach dem Studienabschluss.
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Für Bewerberinnen und Bewerber ohne Hochschulabschluss (Zugang über Eignungsprüfung):
- Vorliegen einer Hochschulzugangsberechtigung (z. B. Allgemeine Hochschulreife, Meisterprüfung oder vergleichbare Qualifikation gemäß rheinland-pfälzischem Hochschulgesetz).
- Mindestens dreijährige, einschlägige und qualifizierte Berufserfahrung (z. B. im Bereich Architektur oder Bauingenieurwesen).
- Zusätzlich mindestens einjährige, einschlägige und qualifizierte Berufspraxis in den relevanten Bereichen.
Die genauen Anforderungen an die Berufspraxis sind in den offiziellen Hinweisen der RPTU dargelegt. Rechtsverbindliche Informationen finden sich in der Prüfungsordnung des Studiengangs.
Empfohlene persönliche Voraussetzungen
Neben den formalen Kriterien empfiehlt sich für ein erfolgreiches Studium:
- Interesse an bau- und brandschutzrelevanten Fragestellungen sowie an rechtlichen und technischen Grundlagen.
- Bereitschaft zur selbstständigen und strukturierten Arbeit im Fernstudium, verbunden mit einer durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitsbelastung von etwa 17 Stunden.
- Teamfähigkeit und Kommunikationsbereitschaft, etwa im Austausch mit Fachkolleginnen und -kollegen.
- Berufspraxis oder Vorerfahrungen in den Bereichen Bauwesen, Architektur, Ingenieurwesen oder verwandten Disziplinen.
- Grundlagenkenntnisse in Naturwissenschaften (z. B. Mathematik, Physik, Bauphysik, Chemie) und im Bauordnungsrecht sind von Vorteil, werden im Studium jedoch auch vertieft.
Inhalte des Fernstudiums Brandschutzplanung
Der berufsbegleitende Masterstudiengang „Brandschutzplanung“ an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau vermittelt umfassendes Wissen im vorbeugenden, abwehrenden, organisatorischen und baulichen Brandschutz auf wissenschaftlichem Niveau. Ziel ist es, die rechtlichen Anforderungen, Normen und Vorschriften zielgerichtet in die Planung und Umsetzung von Bauprojekten einzubinden.
- Naturwissenschaftliche Grundlagen: Vertiefte Kenntnisse in Mathematik, Physik, Bauphysik und Chemie. Vermittlung rechtlicher Grundlagen wie Baurecht und Bauordnungsrecht.
- Drei Säulen des Brandschutzes: Anlagentechnischer, abwehrender und baulicher Brandschutz stehen im Fokus.
- Baulicher Brandschutz – Vertiefung: Entwicklung und Prüfung von Machbarkeitsstudien und Brandschutzkonzepten.
- Vierte Säule – Organisatorischer Brandschutz: Detaillierte Betrachtung des organisatorischen Brandschutzes und Zusammenspiel aller Säulen.
- Abschlussarbeit (Masterarbeit): Wissenschaftliche Vertiefung eines Themas aus dem Bereich der Brandschutzplanung.
- Zusatzzertifikat: Auf Antrag Ausstellung eines Zertifikats „Geprüfter Sachverständiger für vorbeugenden Brandschutz nach der DIvB Richtlinie 100 § 7.1“.
Die Lehrinhalte sind wissenschaftlich fundiert und werden praxisorientiert vermittelt. Die Zielgruppe umfasst Angestellte und Selbstständige, die in Planungsbüros, Behörden, Industrie oder Wohnungswirtschaft tätig sind.
Studienverlauf und Ablauf des Fernstudiums
Der Masterstudiengang ist auf eine Regelstudienzeit von 5 Semestern im berufsbegleitenden Fernstudium ausgelegt. Das Studium startet stets zum Wintersemester im Oktober.
- Leistungspunkte: 90 ECTS
- Arbeitsaufwand: Durchschnittlich ca. 17 Stunden pro Woche
- Präsenzphasen: Fünf Präsenzphasen während des Studiums, jeweils an verlängerten Wochenenden (Freitag bis Sonntag) am Studienort Kaiserslautern
- Lernmaterialien: Umfangreiches, speziell für das Fernstudium entwickeltes, wissenschaftlich fundiertes Selbstlernmaterial
- Online-Campus: Interaktive Lernplattform für Austausch, Vertiefung und Vernetzung mit Lehrenden und Mitstudierenden
- Studien- und Prüfungsleistungen: Modulprüfungen, Projektarbeiten, Abschlussarbeit
Berufsperspektiven nach dem Abschluss
Der Masterabschluss qualifiziert für anspruchsvolle Tätigkeiten rund um den vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz.
- Erstellung und Prüfung risikogerechter Brandschutzkonzepte
- Arbeit als Sachverständige oder Sachverständiger für vorbeugenden Brandschutz (nach DIvB-Richtlinie möglich)
- Tätigkeiten in Planungs- und Ingenieurbüros, der Baustoffindustrie, in Wohnungsunternehmen oder bei Behörden
- Qualifikationsnachweis für Fachpositionen im Bau- und Brandschutzwesen
- Eröffnung neuer Karrierewege im Bereich Beratung, Prüfung und Konzeptentwicklung rund um Brandschutz
Zahlreiche Absolventinnen und Absolventen nutzen den Studiengang, um ihre Expertise zu erweitern und sich neue berufliche Perspektiven zu erschließen.
Studienentgelte und Finanzierungsmöglichkeiten
- Studienentgelt: zurzeit 1.750 Euro pro Semester
- Sozialbeitrag: ca. 140 Euro pro Semester
- Entgelt für die Masterarbeit: einmalig 720 Euro
- Gesamtkosten: ca. 10.170 Euro für die Regelstudienzeit
Die Studienmaterialien sind in den Gebühren enthalten. Reise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten für die Präsenzphasen müssen zusätzlich eingeplant werden. Die Zahlung des Studienentgelts kann auf Antrag in Raten erfolgen. Die Entgelte sind nicht mehrwertsteuerpflichtig und können, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, steuerlich geltend gemacht werden. Bei Überschreiten der Regelstudienzeit entfallen die Studiengebühren im 6. Semester; ab dem 7. Semester wird eine reduzierte Gebühr fällig.
Erfahrungen & Bewertungen
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5 Kommentare
Ich habe im Irak an der Universität Bachelor (Bauingenieurwesen) abgeschlossen. Mein Zertifikat würde anerkannt in Deutschland von der Baukammer Berlin.
Seit 01.01.2017 bin ich tätig als Bauingenieur in einem Architekturbüro.
Ich will neben der Arbeit Master Brandschutzplanung im Fernstudium abschliessen. Welches deutsch Sprachniveau benötige ich? Und was sind die Voraussetzungen? Ich habe B2.
Wie können Sie mir helfen?
Auf eine Rückmeldung von Ihnen würde ich mich freuen.
MFG
Sprachniveau
Der Studiengang wird auf Deutsch angeboten.
In der Regel wird für ein Masterstudium in Deutschland mindestens ein Sprachniveau von C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen empfohlen, insbesondere wenn die Studieninhalte fachspezifisch und komplex sind. Es wäre ratsam, direkt bei der Universität nachzufragen, ob Ihr B2-Sprachniveau ausreichend ist oder ob Sie ein höheres Niveau nachweisen müssen.
Akademischer Abschluss: Sie haben bereits einen Bachelorabschluss in Bauingenieurwesen, der in Deutschland anerkannt ist.
Berufserfahrung: Seit 01.01.2017 sind Sie als Bauingenieur tätig. Für den Studiengang ist mindestens ein Jahr Berufserfahrung nach dem Erststudium erforderlich, was Sie erfüllen.
Klärung des Sprachniveaus: Erkundigen Sie sich bei der Technischen Universität Kaiserslautern, ob Ihr aktuelles Deutsch-Sprachniveau (B2) für das Studium ausreichend ist oder ob Sie ein höheres Niveau nachweisen müssen.
Bewerbung und Zulassung: Informieren Sie sich über das Bewerbungsverfahren und erforderliche Unterlagen für die Zulassung zum Studiengang. Dabei können Sie auch spezifische Fragen zu Ihrem beruflichen Hintergrund und Ihrer Qualifikation klären.
Finanzielle und zeitliche Planung: Da es sich um ein berufsbegleitendes Fernstudium handelt, sollten Sie auch Ihre zeitlichen und finanziellen Ressourcen planen, um das Studium erfolgreich abschließen zu können.
mein Name ist [...], ich bin 27Jahre alt und befinde mich gerade in der Abschlussphase meines Studiums [...]. Ich wollte mich bei ihnen über die Zulassungsvoraussetzungen für den Masterstudiengang „Baulicher Brandschutz und Sicherheitstechnik“ erkundigen. Als erstes, würde ich mit meinem Bachelor of Engineering diese Voraussetzungen erfüllen? Und zweitens, würde als einjährige Berufserfahrung auch die Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr oder ähnliches anerkannt werden?
Über eine rasche Antwort würde ich mehr sehr freuen und verbleibe mit freundlichen Grüßen.
[Name durch die Moderation entfernt]
vielen Dank für Ihr Interesse an unserem berufsbegleitenden Fernstudiengang "Baulicher Brandschutz". Einen Antrag auf Einschreibung darf nach der Master-Prüfungsordnung jeder, der Architektur, Bauingenieurwesen studiert und erfolgreich abgeschlossen hat. Für jenen Bewerber, der einen anderen Studiengang mit Erfolg abgeschlossen hat, bedarf es einer Genehmigung durch den Prüfungsausschuss.
Die Berufstätigkeit muss nach dem Erststudium erfolgt und einschlägig, d.h. aus dem Bereich Architektur, Bauingenieurwesen, Brandschutz oder Sicherheitstechnik, sein.
Sollten Sie weiteren Fragen haben, bitte ich Sie um Kontaktaufnahme mit meinem Fachkollegen, Dr. Wolfgang Lüder unter w.lueder@zfuw.uni-kl.de oder telefonisch unter 0631/205-5022.
Mit freundlichen Grüßen,
Carla Sievers
[Name durch die Moderation entfernt.]
der Kommentar ist zwar veraltet aber ich bin entsetzt über dieses Ausschluss Kriterium.
Ein Brandmeister mit Berufserfahrung hat doch wesentlich fundiertere Kenntnisse und Erfahrungen als z.B. ein Architekt der Ein Jahr Berufserfahrung nachweist und unter Umständen in dieser Zeit nur künstlerisch tätig gewesen ist oder ein Bauingenieur mit dem Schwerpunkt Baumanagement, welcher als unerfahrener Bauleiter tätig ist. Die Zulassungskriterien gehören überarbeitet!!!
Grüße aus Hamburg