Für wen ist das Fernstudium Prävention und Gesundheitspsychologie geeignet?
Dieses Bachelor-Fernstudium richtet sich an Personen, die sich für präventive Gesundheitsförderung und psychologische Zusammenhänge interessieren. Geeignet bist du, wenn du Menschen in Einzel-, Gruppen- oder Organisationskontexten bei der Entwicklung eines gesunden Lebensstils unterstützen möchtest. Zielgruppen sind neben Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern auch Fachkräfte aus Gesundheitswesen, Sozial- und Bildungsbereich sowie Interessierte aus angrenzenden Feldern, die sich praxisnah und wissenschaftlich qualifizieren wollen – etwa für betriebliche Gesundheitsförderung, gesundheitsorientiertes Management oder Patientencoaching.
Zulassungsvoraussetzungen für das Studium
Du benötigst für die Aufnahme eine der folgenden Qualifikationen:
- Allgemeine Hochschulreife (Abitur)
- Fachgebundene Hochschulreife
- Fachhochschulreife
- Oder: Gleichwertiger Abschluss nach landesrechtlichen Bestimmungen
- Alternativ: Zulassung ohne Abitur möglich – etwa mit einer als gleichwertig anerkannten Aufstiegsfortbildung, durch ein bestandenes Probestudium oder ein Jahr erfolgreiches Studium an einer deutschen Hochschule außerhalb Baden-Württembergs
- Eine Bewerbung ist jederzeit möglich, es gibt keine Wartezeit und keinen Numerus Clausus (NC)
Für die persönliche Eignung solltest du folgende Voraussetzungen mitbringen:
- Interesse an der Förderung von Gesundheit, Prävention und psychologischen Themen
- Bereitschaft zu selbstständigem, strukturiertem Arbeiten im Fernstudium
- Kommunikations- und Beratungskompetenz sowie Empathie im Umgang mit unterschiedlichen Zielgruppen
- Eigenmotivation und Durchhaltevermögen für langfristiges, berufsbegleitendes Lernen
- Optional: Erster Bezug zu Gesundheits-, Sozial- oder Bildungsberufen ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich
Welche Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt das Bachelorstudium Prävention und Gesundheitspsychologie?
Im Studiengang Prävention und Gesundheitspsychologie erlangst du umfassendes Wissen über psychologische, medizinische und sozialwissenschaftliche Grundlagen der Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation. Du lernst psychologische Prozesse wie Wahrnehmung, Motivation und Persönlichkeitsentwicklung zu analysieren und auf gesundheitsbezogene Fragestellungen anzuwenden.
Folgende Hauptbereiche stehen im Mittelpunkt:
- Fundament der Psychologie: Allgemeine Psychologie, Persönlichkeitspsychologie, Sozialpsychologie sowie Entwicklungs- und biologische Psychologie.
- Vertiefung in Gesundheitspsychologie: Gesundheitsrelevante Verhaltensmodelle, Präventionsansätze, Gesundheitsförderung, Rehabilitationspsychologie sowie Stress, Entspannung, Ernährung und Bewegung.
- Forschungsmethoden: Qualitative und quantitative Forschungsmethoden, Theorie-Praxis-Transfer und psychologische Diagnostik.
- Management und Führung: Entwicklung von kompetenzorientierten Management- und Kommunikationsstrategien, Führungskonzepte, Angebotsstrukturen im Gesundheitssektor und wirtschaftliches Handeln.
- Praxisorientierung: Durchführung von Praxisprojekten zur Anwendung und Erprobung des Erlernten in realen Projekten der Prävention und betrieblichen Gesundheit.
Durch Wahlmodule und Spezialisierungen wie Gesundheits- und Patientencoaching, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Führung und Gesundheit oder Rehabilitationspsychologie passt du dein Studium gezielt an deine Interessen und geplanten Einsatzbereiche an.
Wie ist das Studium aufgebaut und ab welchem Zeitpunkt kannst du einsteigen?
Das Bachelorstudium ist auf sechs Semester (drei Jahre) mit 180 ECTS-Punkten ausgelegt und kann in der Regel jederzeit begonnen werden. Du studierst im Fernstudium beziehungsweise im Online-Abendstudium mit maximaler Flexibilität sowohl beim Lernort als auch bei der Zeiteinteilung.
Der modulare Ablauf gliedert sich wie folgt:
- Semester 1–2: Grundlagen der Psychologie, Wissenschaftliches Arbeiten, Forschungsmethoden und Einführung in die Gesundheitspsychologie.
- Semester 3: Weiterführende Forschungskompetenzen, Handlungsfelder und angewandte Aspekte der Prävention, medizinische Grundlagen, Theorie-Praxis-Transfer.
- Semester 4–5: Psychologische Diagnostik, Angebotsstrukturen, weitere Module zur angewandten Prävention sowie vier aus sechs wählbare Spezialisierungsmodule.
- Semester 6: Bearbeitung von drei Wahlmodulen und Anfertigung der Bachelorarbeit.
Das Studium setzt einen hohen Praxisbezug – zum Beispiel über Projektarbeiten und praktische Anwendungsaufgaben – und bietet auf Wunsch flexible Modulreihenfolge. Prüfungen und Seminarleistungen werden komplett digital durchgeführt. Mentoring, persönlicher Kontakt zu Lehrenden, E-Campus, digitale Tools und eine moderne Online-Bibliothek begleiten deinen Studienalltag.
Welche Karrieremöglichkeiten eröffnet der Abschluss in Prävention und Gesundheitspsychologie?
Als Absolvent oder Absolventin des Studiums Prävention und Gesundheitspsychologie stehen dir vielfältige Einsatzmöglichkeiten in Gesundheitsförderung, Präventionsarbeit und Management offen. Typische Berufsfelder sind:
- Betriebliches Gesundheitsmanagement: Entwicklung und Umsetzung gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen in Unternehmen, Beratung zur Gesundheitsprävention, Mitarbeit in Versicherungen, Krankenkassen oder in kommunalen Einrichtungen.
- Gesundheits- und Patientencoaching: Individuelle Beratung und Begleitung von Klientinnen und Klienten auf dem Weg zu mehr Wohlbefinden und gesundheitsbewusstem Verhalten.
- Führung und Organisation: Einführung gesundheitsorientierter Führungsmodelle in Organisationen, Entwicklung nachhaltiger Führungskulturen.
- Rehabilitationspsychologie und Beratung: Arbeit in Einrichtungen der Rehabilitation, Übernahme von psychodiagnostischen, beratenden oder intervierenden Aufgaben.
- Selbstständigkeit: Aufbau einer Tätigkeit als Beraterin oder Berater im Bereich Prävention und Gesundheitsmanagement.
Das Studium legt eine fundierte wissenschaftliche und praxisbezogene Basis für weiterführende Masterstudien sowie die Mitgliedschaft im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP), sofern du die entsprechenden Wahl- und Spezialisierungsmodule belegst.
Wie hoch sind die Studiengebühren und welche Finanzierungsmöglichkeiten bestehen?
Für das Bachelorstudium Prävention und Gesundheitspsychologie an der SRH Fernhochschule stehen verschiedene Preismodelle zur Auswahl:
- Flex 1: 15.163,92 Euro gesamt, bei 421,22 Euro monatlich über 36 Monate.
- Flex 2: 16.450 Euro gesamt, bei 329 Euro monatlich über 50 Monate.
- Flex 3: 16.927,92 Euro gesamt, bei 235,11 Euro monatlich über 72 Monate.
Im Preis sind alle Leistungen enthalten. Bei entsprechender Vorbildung kann eine Anrechnung von Vorleistungen erfolgen, wodurch sich Studienzeit und Gebühren reduzieren (z. B. bis zu 1.440 Euro Rabatt bei passender Berufsausbildung). Zeitlich befristete Rabattangebote wie der 1.000 Euro Ready-Bonus sind möglich.
Zur Finanzierung kannst du Fördermöglichkeiten wie Bildungskredite, Stipendien oder eine Unterstützung durch den Arbeitgeber nutzen. Die Gebühren lassen sich bei beruflicher Relevanz in der Regel steuerlich geltend machen.
Studienberatung
Fragen an die Studienberatung? Stell deine Frage hier, auch anonym. Ein Mitarbeiter der Einrichtung Studium oder die Redaktion wird dir antworten.
ich interessiere mich für ein Studium der Prävention und Gesundheitspsychologie. Derzeit arbeite ich Teilzeit in einer evangelischen psychologischen Beratungsstelle in der Erziehungs- und Lebensberatung und habe eine eigene Praxis als Heilpraktikerin für Psychotherapie. Gerne würde ich, um mich beruflich zu festigen, ein Studium absolvieren. Mein derzeitiger Vorgesetzter hat mir dies auch angeraten. Leider verfüge ich zwar über eine 6-jährige Berufserfahrung im sozialen Bereich (eigene Praxis für Psychotherapie HPG), aber nicht über einen Hochschulabschluss. Ist das Studium in Ihrer Einrichtung trotzdem möglich?
für diesen Fernstudiengang wird die Allgemeine Hochschulreife, eine fachgebundene Hochschulreife oder die Fachhochschulreife vorausgesetzt.
Ein Studium ohne Abitur ist darüber hinaus unter bestimmten Voraussetzungen möglich, die durch das Landeshochschulgesetz Baden-Württemberg geregelt werden. Erdorderlich ist dazu berufliche Qualifikation plus berufliche Fortbildung. Inwieweit Sie mit Ihrer Berufserfahrung diesen Voraussetzungen entsprechen, können Sie direkt von der Studienberatung der Hochschule, der SRH FernHochschule Riedlingen, prüfen lassen.
Weitere Hinweise zum Studium ohne Abitur an anderen Hochschulen finden Sie hier: Hinweise zum Studium ohne Abitur
Davon abgesehen rate ich Ihnen dringend, sich sehr genau zu überlegen, ob es sich für für Sie lohnt, die Belastung eines nebenberuflichen Studiums auf sich zu nehmen. "Beruflich festigen" werden Sie sich in der Regel besser durch Berufserfahrung, theoretisches Wissen können Sie sich auch ohne den Druck eines Studiums anlesen. Ich rate dazu, das zu tun, was Sie selbst für richtig halten, nicht ein Vorgesetzter, wenn es um so grundlegende Entscheidungen wie die für oder gegen ein Studium (neben dem Beruf) geht.