Bauvertragsrecht für Ingenieure und Kaufleute: Zielgruppe und Voraussetzungen im Überblick
Der Fernkurs „Bauvertragsrecht für Ingenieure und Kaufleute“ der BWI-Bau GmbH richtet sich vorrangig an Nichtjuristinnen und Nichtjuristen, die im Bauwesen mit der Beauftragung, Verhandlung oder Abwicklung von Bauverträgen betraut sind. Zielgruppen sind insbesondere Bauingenieurinnen und Bauingenieure, Architektinnen und Architekten, Projekt- und Bauleiterinnen sowie Bauleiter, Baukaufleute, Mitarbeitende in Bau- und Planungsbüros, Fach- und Führungskräfte aus der Bauwirtschaft und dem öffentlichen Sektor. Auch Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger sowie Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger – beispielsweise aus anderen Branchen, die sich in die juristischen Besonderheiten des Bauvertragsrechts einarbeiten möchten – profitieren vom Kurs. Der Lehrgang vermittelt ein breites, praxisnahes Grundlagenwissen zum Bauvertragsrecht nach VOB/B und BGB und legt besonderen Wert auf den Erwerb nachhaltiger Problemlösungskompetenz.
Zulassungsvoraussetzungen: Wer kann teilnehmen?
Für die Teilnahme am Fernlehrgang gibt es keine formalen Zulassungsbeschränkungen oder speziellen fachlichen Voraussetzungen. Der Kurs ist offen für alle, die sich in ihrer beruflichen Praxis mit Bauverträgen beschäftigen oder künftig beschäftigen wollen – unabhängig von Ausbildung, Studienabschluss oder bisheriger Berufserfahrung.
Persönliche Voraussetzungen für einen erfolgreichen Kursverlauf sind vor allem:
- Lernbereitschaft und die Motivation, sich mit juristischen und praxisbezogenen Fragestellungen rund um das Bauvertragsrecht auseinanderzusetzen.
- Eigenständiges Arbeiten, da die Lehrbriefe im Selbststudium bearbeitet werden und Selbstdisziplin für die regelmäßige Bearbeitung wichtig ist.
- Grundlegendes Interesse am Bauwesen, insbesondere an den rechtlichen Grundlagen und Abläufen von Bauprojekten.
- Bereitschaft zur Teilnahme an vier obligatorischen Übungsseminaren, die der Vertiefung und praktischen Problemlösung dienen.
Der Kurs eignet sich besonders für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger im Bauwesen, fachlich erfahrene Praktikerinnen und Praktiker, Umsteigerinnen und Umsteiger aus anderen Branchen sowie für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter öffentlicher Baubehörden oder Bauämter. Auch Ingenieurinnen und Ingenieure z. B. aus dem Anlagenbau, Bauwirtschafts- und Immobilienabteilungen oder baunahen Fachdisziplinen profitieren von einer Teilnahme.
Welche Inhalte vermittelt der Fernkurs „Bauvertragsrecht für Ingenieure und Kaufleute“?
Der Fernkurs „Bauvertragsrecht für Ingenieure und Kaufleute“ der BWI-Bau GmbH bietet eine umfassende Einführung in das komplexe Bauvertragsrecht nach VOB/B und BGB. Zielgruppe sind insbesondere Bauingenieurinnen, Bauingenieure sowie kaufmännische Fachkräfte und Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger in der Bauwirtschaft, die keine oder wenig juristische Vorkenntnisse haben. Der Kurs vermittelt das nötige Handwerkszeug, um rechtliche Verpflichtungen, Handlungsspielräume und Ansprüche in Bauprojekten sicher einschätzen und gezielt anwenden zu können. Die Unterlagen sind didaktisch so gestaltet, dass sie nicht nur Wissen vermitteln, sondern nachhaltige Problemlösungskompetenz fördern.
- Grundlagen des Bauvertragsrechts und rechtliche Beziehungen zwischen allen am Bau Beteiligten
- Abschluss von Bauverträgen, vorvertragliche Rechte und Pflichten, Zustandekommen und Wirksamkeit von Bauverträgen
- Bauvertrag und Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB): Einbindung der VOB/B als AGB, rechtliche Prüfung, Wirksamkeit und Folgen
- Leistung und Vergütung: Anspruchskonstellationen bei Mengenänderungen, Nachträgen, Pauschal- und Stundenlohnverträgen
- Durchführung des Bauvertrages: Regelungen zu Ausführungsfristen, Behinderungen, Gefahrtragung, Kündigung und Vertragsstrafe
- Abnahme und Mängelansprüche: Arten der Abnahme, Mängelbeseitigung, Verjährung und Anspruchsdurchsetzung
- Abrechnung, Zahlungsmodalitäten und Sicherheitsleistungen bei Bauprojekten
- Rechtliche Sicherung von Bauforderungen: Bauhandwerkersicherungsgesetz, Sicherungshypothek, Bauforderungssicherungsgesetz
- Verfahrensfragen bei streitigen Auseinandersetzungen: Zivilprozessrecht, Mahn- und Beweisverfahren, Schiedsverfahren und alternative Streitbeilegung
Das komplette Lernmaterial basiert auf aktuellen Entwicklungen im Baurecht und dient nach erfolgreichem Kursabschluss als umfangreiches Nachschlagewerk mit zahlreichen Praxisbeispielen und Auszügen aus der höchstrichterlichen Rechtsprechung.
Wie ist der Ablauf des Fernkurses organisiert?
Der Fernkurs erstreckt sich über einen Zeitraum von etwa acht Monaten. Während dieses Zeitraums bearbeiten die Teilnehmenden insgesamt 11 Lehrbriefe, die systematisch aufgebaut und aufeinander abgestimmt sind. Jeder Lehrbrief enthält Selbstkontrollaufgaben und Hausaufgaben zur Vertiefung des Gelernten. Zusätzlich finden vier verpflichtende eintägige Präsenzseminare (jeweils freitags oder samstags) statt, in denen der Lehrstoff in kleinen Gruppen praktisch angewandt und vertieft wird. Die Seminare dienen der Trainings- und Übungsphase und sichern den Lernerfolg.
- Studieren im Fernunterricht mit schriftlichen Lehrbriefen
- Übungsaufgaben und Hausarbeiten mit individueller Korrektur
- Vier Präsenzseminare à einen Tag zur Festigung des Wissens
- Zwischentest im 3. Seminar, Abschlusstest im 4. Seminar
- Durchgehende Betreuung: Ansprechpartner und Fachdidaktinnen/Fachdidaktiker stehen für Rückfragen bereit
- Gruppengröße ist auf 25 Personen beschränkt, um diskussionsintensive Lerngruppen zu gewährleisten
Zur Bearbeitung der Lehrmaterialien wird ein wöchentlicher Arbeitsaufwand von etwa 5–10 Stunden empfohlen. Am Ende des Kurses erhalten erfolgreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein qualifiziertes Zertifikat der BWI-Bau GmbH. Die Kursunterlagen bauen sich zu einem umfassenden Nachschlagewerk im Bauvertragsrecht aus.
Für wen eignet sich der Kurs und welche Karriereoptionen eröffnet er?
Der Fernkurs richtet sich speziell an Bauingenieurinnen und Bauingenieure, Architektinnen und Architekten, kaufmännische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bauwirtschaft sowie Fach- und Führungskräfte, Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger und Beschäftigte aus Behörden oder baunahen Branchen. Auch Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger, Trainees, Fachplanerinnen und Fachplaner oder Immobilienabteilungen profitieren vom Kurs.
- Verbesserte Rechtssicherheit bei der Vertragsgestaltung und Abwicklung von Bauprojekten
- Stärkung der Methodenkompetenz im Umgang mit neuen gesetzlichen Regelungen und Gerichtsurteilen
- Karriereförderung und Ausbau der fachlichen Qualifikation im Bauprojektmanagement und in Bauunternehmen
- Anerkennung als Fortbildungsveranstaltung durch die Architektenkammer NRW und die Ingenieurkammer Bau NRW
- Aufbau eines eigenen Nachschlagewerks mit Aktualisierungsdienst
- Möglichkeit zur jährlichen Fachtagungsteilnahme für Absolventinnen und Absolventen
Die erworbenen Kenntnisse sind in der Bau- und Immobilienwirtschaft breit anwendbar und stärken insbesondere jene, die in ihrer Praxis Bauverträge prüfen, verhandeln und umsetzen.
Kosten, Finanzierungsmöglichkeiten und Kurszertifizierung
Die Kursgebühr für den Fernkurs „Bauvertragsrecht für Ingenieure und Kaufleute“ beträgt insgesamt 3.511 €. Die Zahlung erfolgt monatlich zu je 439 € während der Studiendauer. Die Lehrgangsgebühr umfasst sämtliche Lehrmaterialien, Teilnahme an den vier Übungsseminaren sowie die Betreuung durch Fachdozentinnen und Fachdozenten.
- Gesamtkosten: 3.511 € (bei acht Monaten Studiendauer: 439 € pro Monat)
- Prüfung und Zulassung durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU, Zulassungsnummer 746295)
- Kurs wird regelmäßig aktualisiert und an neue Rechtsentwicklungen angepasst
Sofern Arbeitgeber an der Qualifikation interessiert sind, ist eine (Teil-)Finanzierung oder Kostenübernahme im Rahmen der Personalentwicklung möglich. Darüber hinaus sind steuerliche Absetzung der Weiterbildungskosten oder Nutzung von Förderprogrammen für berufliche Weiterbildung denkbar.
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