SQL und Datenbanken lernen: Kurse ab 86 €/Mon.

MySQL, SQL Server und PHP/MySQL – berufsbegleitend bei ILS, SGD und FernUni Hagen
 · Letzte Aktualisierung 27.03.2026

SQL ist die Standardsprache für relationale Datenbanken – und eine der Qualifikationen mit dem breitesten Einsatzgebiet in der IT. Ob Webentwicklung, Business Intelligence, Data Engineering oder Controlling: Wer Daten abfragen, verknüpfen und auswerten kann, ist gefragt. Weiterbildungen gibt es ab 86 € pro Monat, Einstiegskurse an der FernUni Hagen schon ab 175 € gesamt.

SQL-Grundlagen lassen sich aber auch kostenlos erlernen – weiter unten findest du eine ehrliche Einordnung, wann sich ein Kurs lohnt und wann nicht.

Alle Kurse im Überblick

Wir verzeichnen insgesamt 9 Kurse im Fachbereich Datenbankentwicklung.

Förderbar!
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Studiengemeinschaft Darmstadt
  •  11 Monate
  • ab 199 € monatlich
Förderbar!
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Institut für Lernsysteme
  •  15 Monate
  • ab 172 € monatlich
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Fernschule Weber
  •  9 Monate
  • ab 138 € monatlich
Förderbar!
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Institut für Lernsysteme
  •  15 Monate
  • ab 172 € monatlich
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Fernakademie für Erwachsenenbildung
  •  12 Monate
  • ab 185 € monatlich
Förderbar!
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Lernen im Internet
  •  3 Monate
  • ab 167 € monatlich
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Fernakademie für Erwachsenenbildung
  •  15 Monate
  • ab 172 € monatlich
Weiterbildung, Hochschulzertifikat
  •  FernUniversität Hagen
  •  1 Semester
  •  4 ECTS
  •  Budapest, Wien, Linz, Villach, Saalfelden, München, Nürnberg, Leipzig, Berlin, Bregenz, Stuttgart, Karlsruhe, Frankfurt/Main, Bonn, Neuss, Hamburg, Hannover, Coesfeld, Hagen, Schweiz
Weiterbildung, Hochschulzertifikat
  •  FernUniversität Hagen
  •  1 Semester
  •  2 ECTS
  •  Budapest, Wien, Linz, Villach, Saalfelden, München, Nürnberg, Leipzig, Berlin, Bregenz, Stuttgart, Karlsruhe, Frankfurt/Main, Bonn, Neuss, Hamburg, Hannover, Coesfeld, Hagen

Wofür braucht man SQL und Datenbank-Kenntnisse?

Datenbankentwickler verdienen im Schnitt 52.500–62.000 € brutto – SQL-Spezialisierung gehört zu den besser bezahlten IT-Profilen.

SQL (Structured Query Language) ist die Sprache, mit der du Daten in relationalen Datenbanken abfragst, einfügst, änderst und löschst. Fast jede Anwendung, die Daten speichert – von Onlineshops über CRM-Systeme bis zu Buchhaltungssoftware – nutzt im Hintergrund eine relationale Datenbank.

SQL-Kenntnisse sind nicht nur für Datenbankentwicklerinnen und -entwickler relevant. Auch diese Berufsgruppen arbeiten täglich mit SQL:

  • Data Analysts und Business-Intelligence-Profis: Daten aus Unternehmensdatenbanken abfragen und für Reports aufbereiten
  • Webentwicklerinnen und -entwickler: PHP/MySQL oder Node.js mit PostgreSQL im Backend – verwandte Kurse unter Webentwicklung
  • Controllerinnen und Controller: Datenauswertungen, die über Excel hinausgehen, direkt aus ERP-Datenbanken ziehen
  • Marketingfachleute: Kundendaten segmentieren, Kampagnen-Performance aus Datenbanken auswerten

Entscheidend ist der Unterschied zwischen SQL-Anwender (Abfragen schreiben, Reports erstellen – erlernbar in wenigen Wochen) und Datenbankentwickler (Datenbanken entwerfen, optimieren, administrieren – mehrmonatige Weiterbildung). Die hier gelisteten Kurse decken beide Ebenen ab.

Beim Gehalt liegt Datenbankentwicklung über dem IT-Durchschnitt: Laut gehalt.de und StepStone verdienen Datenbankentwicklerinnen und -entwickler beim Einstieg rund 51.500 € brutto, der Durchschnitt liegt bei 52.500–62.000 €. Data Engineers erreichen im Schnitt 58.700 €.

Was kostet eine Weiterbildung in Datenbankentwicklung?

Die Gesamtkosten liegen zwischen 175 € für einen Micro-Kurs an der FernUni Hagen und 2.580 € für einen 15-monatigen Zertifikatskurs bei ILS oder Fernakademie. Die monatliche Belastung bewegt sich zwischen 86 und 199 €.

Die Bandbreite erklärt sich durch die unterschiedlichen Schwerpunkte: Die Micro-Kurse der FernUni vermitteln SQL-Grundlagen in einem Monat. Der MySQL-Spezialist bei der Fernschule Weber (1.242 €, 9 Monate) bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für eine fundierte MySQL-Ausbildung. Die Zertifikatskurse bei SGD, ILS und Fernakademie (11–15 Monate) kombinieren SQL mit Programmierung (PHP oder Microsoft-Technologien) und schließen mit einem anerkannten Zertifikat ab.

Finanzierung und Förderung

Mehrere der hier gelisteten Kurse sind über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit bis zu 100 % förderbar. Unabhängig davon lassen sich die Kurskosten als Werbungskosten steuerlich absetzen – das gilt für Kursgebühren, Lernmaterialien und anteilige Internetkosten.

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Brauche ich einen Kurs – oder reichen kostenlose Alternativen?

Ehrliche Antwort: SQL-Grundlagen lassen sich kostenlos lernen. Es gibt hervorragende Online-Ressourcen, die für den Einstieg völlig ausreichen – insbesondere wenn du SQL als ergänzende Kompetenz brauchst (z. B. für Datenabfragen im Controlling oder Marketing) und kein Zertifikat benötigst:

PlattformKostenWas du bekommstGeeignet für
W3Schools SQL Tutorial Kostenlos Interaktive Übungen im Browser, Referenz-Handbuch Absolute Anfänger, Nachschlagen
LearnSQL.de Kostenlose Übungen, Abo für Vollzugang Monatliche SQL-Übungen auf Deutsch, strukturierter Lernpfad Einsteiger, die auf Deutsch lernen wollen
SQL-Easy.com Kostenlos Interaktive Lektionen mit echten Datenbank-Beispielen Praxisübungen zum Festigen
Coursera / Stanford Kostenlos als Gasthörer Universitätskurs „Databases" von Stanford Wer akademische Tiefe sucht
Udemy Kostenlose Einsteigerkurse, Bezahlkurse ab ~15 € Videokurse, teils auf Deutsch Visuelles Lernen, eigenes Tempo

Ein bezahlter Kurs lohnt sich, wenn du:

  • Den Beruf systematisch von Grund auf lernen willst – nicht nur SQL-Abfragen, sondern Datenbankdesign, Normalisierung, Performance-Optimierung
  • Persönliche Betreuung durch Dozentinnen und Dozenten brauchst (Einsendeaufgaben, Feedback, Prüfungsvorbereitung)
  • Ein anerkanntes Zertifikat für den Bewerbungsprozess benötigst
  • Die Kosten per Bildungsgutschein fördern lassen kannst – dann ist der Kurs ohnehin kostenlos
  • Dich auf eine spezifische Technologie spezialisieren willst (Microsoft SQL Server, Oracle, PHP/MySQL)

KI-Tools wie ChatGPT oder GitHub Copilot können mittlerweile SQL-Abfragen aus natürlichsprachlichen Beschreibungen generieren („Zeige mir alle Kunden aus Berlin mit einem Umsatz über 10.000 €“). Das macht SQL-Grundlagen nicht überflüssig – im Gegenteil: Wer die Syntax versteht, kann KI-generierten Code prüfen, korrigieren und optimieren. Wer sie nicht versteht, merkt nicht, wenn die KI eine fehlerhafte JOIN-Bedingung liefert. Datenbankarchitektur, Indexoptimierung und Sicherheitskonzepte bleiben dabei vollständig menschliche Aufgaben.

MySQL, SQL Server oder Oracle – welche Datenbank passt zu dir?

Die Kurse hier decken unterschiedliche Datenbank-Systeme ab. Die Wahl hängt davon ab, in welcher Branche und Rolle du arbeiten willst:

DatenbankEinsatzgebietTypische BranchenKursangebot hier
MySQL Webentwicklung, Open-Source-Projekte, Startups E-Commerce, Medien, SaaS Fernschule Weber, ILS, FEB (PHP/MySQL)
Microsoft SQL Server Unternehmens-IT, ERP-Systeme, Business Intelligence Konzerne, Mittelstand, öffentlicher Dienst ILS, FEB (Gepr. Datenbankentwickler)
Oracle Großunternehmen, Banken, Telekommunikation Finanzsektor, Telko, Behörden SGD (Datenbankentwickler Access/SQL in Oracle)
Microsoft Access Kleine Datenbanken, Prototyping, Abteilungslösungen Büroumgebungen, kleine Unternehmen SGD (Datenbankentwickler Access/SQL)

Nicht in der Tabelle: PostgreSQL – ebenfalls Open Source und in der Data-Engineering- und Startup-Szene stark verbreitet (u. a. bei Instagram, Spotify und Netflix im Einsatz). Spezifische PostgreSQL-Kurse sind hier nicht gelistet, aber SQL-Grundlagen lassen sich 1:1 übertragen.

Für den Einstieg ist MySQL die pragmatischste Wahl: Open Source, kostenlos nutzbar, riesige Community und die mit Abstand am häufigsten eingesetzte Datenbank im Web. Wer in die Unternehmens-IT will (Konzerne, Mittelstand, öffentlicher Dienst), profitiert von Microsoft SQL Server – hier sind auch die Gehälter tendenziell höher. Oracle ist eine Nische für Großunternehmen und lohnt sich nur, wenn du gezielt in diese Branche willst.

Verwandte Weiterbildungen: Webentwicklung für PHP/MySQL im Web-Kontext, Software-Entwicklung für den Einstieg in die Programmierung und Fachinformatiker als IHK-Abschluss mit Datenbank-Anteil.

Häufige Fragen zur Datenbank-Weiterbildung

Nein. SQL ist keine Programmiersprache im klassischen Sinn, sondern eine Abfragesprache. Die Syntax ist näher an natürlicher Sprache als an Java oder Python. Die Micro-Kurse der FernUni Hagen und die Einsteigerkurse setzen keine Programmiererfahrung voraus. Für die kombinierten Kurse (PHP/MySQL, C#/SQL Server) sind Grundkenntnisse in der jeweiligen Programmiersprache hilfreich.

Reine SQL-Grundlagen lernst du in 1–3 Monaten. Die MySQL-Spezialisierung bei der Fernschule Weber dauert 9 Monate. Die umfassenden Zertifikatskurse bei SGD, ILS und Fernakademie laufen 11–15 Monate und kombinieren SQL mit einer Programmiersprache. Bei allen Anbietern lässt sich die Betreuungszeit kostenlos verlängern.

Die Zertifikatskurse bei SGD, ILS und Fernakademie sind bei Arbeitgebern als Nachweis anerkannt. Für den höchsten Marktwert sorgen zusätzliche Herstellerzertifizierungen: die Microsoft-Zertifizierungen (Azure Data Fundamentals, Azure Database Administrator) und die Oracle-Zertifizierungen (OCA, OCP). Diese sind in den hier gelisteten Kursen nicht enthalten, lassen sich aber separat ablegen.

Ein SQL-Anwender schreibt Abfragen, erstellt Reports und wertet Daten aus – typisch für Controlling, Marketing oder Data Analysis. Das ist in wenigen Wochen erlernbar. Ein Datenbankentwickler entwirft Datenbankstrukturen (Tabellen, Beziehungen, Normalisierung), optimiert Performance (Indexe, Query-Tuning) und administriert Datenbank-Server. Das erfordert eine mehrmonatige Weiterbildung.

KI-Tools können SQL-Abfragen aus natürlichsprachlichen Beschreibungen generieren und einfache Datenanalysen automatisieren. Das beschleunigt die Arbeit von SQL-Anwendern, ersetzt aber nicht das Verständnis für Datenbankarchitektur, Performance-Optimierung und Datensicherheit. Cloud-Datenbanken (AWS, Azure, Google Cloud) integrieren KI-Funktionen für automatische Indexoptimierung und Anomalie-Erkennung – diese zu steuern und zu überwachen bleibt eine menschliche Aufgabe. Wer SQL versteht und KI-generierten Code prüfen kann, hat einen klaren Vorteil.

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