Hochschule Fresenius: Fernstudium-Erfahrungen, Stura-Arbeit, Onlineplus – Juliane Sroka im Interview

In Folge 8 spricht Christian mit Juliane Sroka über das Fernstudium an der Hochschule Fresenius. Juliane absolviert den Master Change Management and Decision Making im Fernstudium am Fachbereich Onlineplus und ist darüber hinaus in der Studierendenvertretung der Hochschule aktiv. Natürlich reden Christian und Juliane auch über Julianes Werdegang, ihre Lernstrategie sowie darüber, wie man im Onlinestudium Kontakt zu seinen Kommilitonen hält.

Inhalt:

00:00 Vorschau
02:23 Juliane über ihren schulischen Werdegang
07:42 Juliane über ihr duales Studium BWL & Industriekauffrau
10:20 Warum es sinnvoll sein kann, im Unternehmen „an der Basis“ anzufangen
14:17 Juliane über den Master Change Management & Decision Making
22:07 Schwerpunkte im Master Change Management & Decision Making
24:12 Sollte man übers Fernstudium in der Firma sprechen?
26:21 Juliane über ihre Erfahrungen an der Hochschule Fresenius
27:37 Juliane über die StudyMags und Skripte an der Hochschule Fresenius
29:37 Juliane über den Onlinecampus der Hochschule Fresenius
33:57 Juliane über die alternativen Prüfungsformen an der Hochschule Fresenius
39:59 Warum Juliane in der Studierendenvertretung der Hochschule aktiv ist
45:31 Juliane über Kommunikation & Kommilitonen im Fernstudium
54:31 Juliane über ihre Lernstrategie bzw. Tools fürs Fernstudium

Juliane im Internet:

➡️ Linkedin: https://de.linkedin.com/in/juliane-sroka-980455164

Im Podcast erwähnt:

👉 Alles zum Master Change Management & Decision Making an der HS Fresenius: https://www.fernstudi.net/fernstudium/14087
👉 Alle Fernstudiengänge an der Hochschule Fresenius: https://www.fernstudi.net/fernhochschulen/hochschule-fresenius
👉 Gesamtes Studienangebot der Hochschule Fresenius: https://www.privathochschulen.net/hochschulen/hochschule-fresenius
👉 Zotero: https://www.zotero.org
👉 OneNote: https://onenote.com
👉 Notion: https://notion.so
👉 Notion-Tutorial fürs Studium: https://www.youtube.com/watch?v=PGu0QWjhlhw

Christian: So, Juliane, willkommen im Podcast! Cool, dass du da bist.

Juliane: Vielen, vielen Dank für die Einladung, ich freue mich sehr, dabei zu sein!

Christian: Wir wollen halt mal so ein bisschen über Wirtschaftspsychologie und ein Studium an der Hochschule Fresenius reden. Aber ich glaube, es ist ganz sinnvoll, erstmal so ein bisschen über deinen bisherigen Bildungsweg zu reden. Wie war denn so die Schulzeit?

Juliane: Boah, das ist total interessant, weil das ist bei mir echt schon ein bisschen länger her. Ich habe das große Glück, in Brandenburg aufgewachsen zu sein, weil bei uns das Bildungssystem auf 13 Jahre ausgelegt war und du bis zur sechsten Klasse in die Grundschule gehst. Dann ins Gymnasium gewechselt, und ich glaube, ich würde mich als die klassische Streberin bezeichnen, zumindest in den ersten Jahren. Das hat dann in der Oberstufe ein bisschen nachgelassen. Ich war ein Jahr im Ausland in der elften Klasse und dementsprechend fehlt dir halt ein Jahr. Am Ende des Tages war ich nicht mehr unter den Top-Schülerinnen, aber trotzdem mit einer soliden 2,3 oder 2,5 mein Abitur gemacht.

Christian: Wenn man einmal so ein bisschen den Ruf als Streber hat und das alle von einem erwarten, dann ist es auch viel leichter, dann lernt man auch automatisch.

Juliane: Dazu noch: Du wirst halt auch von deinen Mitschülerinnen und Mitschülern gefragt, wenn die sehen, du bist gut in einem Fach. Es baut noch mal auf deinen Kompetenzschatz auf, wenn du anderen Leuten etwas erklärst. Richtig verstehen kann man Sachen meistens erst, wenn man es anderen noch mal erklärt, und dann lernst du automatisch wieder mit.

Christian: Und was hast du dann nach der Schule gemacht?

Juliane: Tatsächlich habe ich mich in der Schulzeit schon dafür entschieden, ein duales Studium zu machen, also eine Ausbildung und ein Studium zu kombinieren. Ich wollte meinen Eltern nicht noch länger auf der Tasche liegen und mein eigenes Geld verdienen. Bin dann von Brandenburg weggegangen und hatte dann das Glück, bei einem großen Getränkehersteller ein duales Studium machen zu dürfen in klassischer BWL. Also eine Ausbildung als Industriekauffrau und ein BWL-Studium nebenbei, mit einem ähnlich guten Zweier-Schnitt am Ende des Tages.

Christian: Bist du dann übernommen worden?

Juliane: Genau, ich bin jetzt 16 Jahre bei dem Unternehmen. Die ersten drei Jahre Ausbildung und Studium, dann bin ich in den Bereich Kundenservice gegangen. Man könnte denken, sie hat studiert und geht dann in den Kundenservice, aber tatsächlich war mir das von Anfang an wichtig, das Unternehmen wirklich von der Pike auf zu lernen. Und wenn man so einen Einsteigerjob hat, hat man sehr viel Zeit, sich über alternative Weiterbildungsmöglichkeiten Gedanken zu machen.

Juliane: Ich habe mir ein, zwei Jahre gegönnt und nur gearbeitet, und habe dann aber noch meinen Master gestartet, damals an der FOM. Ich bin da dreimal die Woche hingegangen, immer abends nach der Arbeit, zweimal im Monat auch noch samstags. Und dann passierte bei mir halt das Leben: Ich habe einen höher bezahlten Job bekommen, bin für den Job umgezogen, und das Studium hat sich in den Hintergrund drängen lassen. Irgendwann habe ich die Entscheidung getroffen, ich mache jetzt hier nicht mehr weiter, ich breche komplett ab.

Juliane: Und das Irgendwann war halt letztes Jahr, als ich dann noch mal den Mut zusammengefasst habe und noch mal den Master gestartet habe, jetzt mittlerweile mit 34. Und jetzt ist es auch nicht mehr ganz so einfach, mit einem Management-Job noch mal was nebenbei zu machen.

Christian: Lass uns mal über den Master reden, den du jetzt absolvierst an der Hochschule Fresenius: Change Management and Decision Making. Wie bist du auf diesen Studiengang gekommen?

Juliane: Tatsächlich ist diese Idee in der Corona-Pandemie entstanden. Eine Arbeitskollegin und ich haben uns zusammengesetzt und gesagt, wir könnten ja noch mal einen Master machen. Corona, man sitzt nur rum, ich war in Kurzarbeit. Wir haben dann durchs Internet geguckt, was es an Fernstudiengängen gibt. Mir war klar, ich möchte mich nicht mehr in die Uni setzen, ich möchte flexibel bleiben. Bei der Fresenius bin ich dann an Change Management hängengeblieben. Change im Sinne von Veränderungen, die jeder Mensch und jedes Unternehmen tagtäglich durchmacht. Es hat mich schon immer bewegt, die Mitarbeitenden auf diese Reise mitzunehmen und die Bereitschaft zu steigern, solche Veränderungen anzunehmen.

Juliane: Und Decision Making ist nichts anderes als Entscheidungen treffen. Aber da steckt so viel mehr hinter, als einfach nur zu sagen, was ziehe ich heute an. Gerade wenn es darum geht, Veränderungen anzustoßen, ist davor eine Entscheidung gelagert. Auf welchen Kriterien basiert diese Entscheidung, ist sie komplett rational, wie spielen emotionale Komponenten mit ein, und wie kann man das alles miteinander vereinbaren?

Christian: Was gibt es für Schwerpunkte im Studium?

Juliane: Es gibt drei Wahlpflichtblöcke. Der eine ist Kommunikation, da habe ich mich für Social Media in interner und externer Unternehmenskommunikation und Corporate Communication entschieden. Der zweite Block ist Management, mit digitaler Transformation und virtuellem Führen in internationalen Kontexten. Im dritten Block ging es um Psychologie, da habe ich Führungspsychologie und interkulturelle Psychologie belegt. Also sehr weit gefächert und super spannende Themen.

Christian: Kommunizierst du das bei dir innerhalb der Firma?

Juliane: Ja, ich habe das offen angesprochen, dass es auf jeden Fall auch ein Mehrwert für die Firma bringt, und konnte mir dadurch ein kleines Weiterbildungsbudget ergattern. Wir haben zum Beispiel eine Projektarbeit über ein Reverse-Mentoring-Programm geschrieben, das Konzept konnte ich bei mir in der Arbeit vorstellen und wird voraussichtlich demnächst auch etabliert. Eine echte Win-Win-Situation.

Christian: Wie nutzt du die Skripte an der Hochschule Fresenius?

Juliane: Ich kann super am Computer lesen, mittlerweile ist das gang und gäbe. Man kann mit Steuerung F besser suchen, es ist auch nachhaltiger. Ansonsten finde ich gut, dass die Fresenius in vielen Modulen auch E-Learnings und E-Lectures anbietet, die man sich zwischendurch angucken kann, und es gibt regelmäßige Webinare, an denen wir teilnehmen können.

Christian: Der Online-Campus, wie findest du den?

Juliane: Es gibt noch Luft nach oben. Was gut läuft: Ich kann Themen posten, Fragen stellen, die werden beantwortet. Ich bekomme Benachrichtigungen per E-Mail, habe eine Kalenderfunktion für die regelmäßigen Webinare. Die Kommunikation funktioniert in beide Richtungen. Aber in Bezug auf diesen Community-Gedanken, wie man das aus Instagram oder Facebook kennt, ist es noch ein bisschen rudimentär. Ich weiß aber, dass im Hintergrund daran gearbeitet wird. Und mir geht es: Ich studiere da, weil ich einen coolen Studiengang habe, guten Content bekomme und wirklich Inhalt, den ich gut auf mein berufliches Leben ummünzen kann.

Christian: Die Prüfungsformen an der Hochschule Fresenius sind ja auch eine Besonderheit.

Juliane: Definitiv, und das war auch ein Entscheidungskriterium. Im Masterstudiengang bei Onlineplus gibt es keine Klausuren. Ich muss nicht an einen Standort fahren, sondern kann das von zu Hause machen und mich frei einteilen. Bei der Hausarbeit baust du dir dein Wissen kontinuierlich auf und musst das innerhalb von 10 bis 15 Seiten zu einem Thema runterschreiben, das du dir frei wählen kannst. Ich kann mir innerhalb der Module aussuchen, über welches Thema ich schreiben möchte. Zum Beispiel habe ich über Narzissmus in Führung geschrieben, oder jetzt gerade schreibe ich über KI in personalrelevanten Entscheidungsfeldern.

Christian: Du bist ja auch in der Studierendenvertretung aktiv. Warum tust du dir das an?

Juliane: Ich bin eigentlich schon immer jemand, der die Meinung vertritt, dass Kultur nicht einfach passiert, sondern es ist meine Aufgabe, das mitzugestalten. Als Studierende in der Studierendenvertretung habe ich genauso eine Stimme und ein Stimmrecht wie jeder Dozierende in sämtlichen Gremien. Das ist zum Beispiel der Prüfungsausschuss, der Senat oder der Fachbereichsrat, wenn über weitreichende Veränderungen in der Hochschule gesprochen wird, über neue Studiengänge oder neue Professoren.

Juliane: Wir haben jetzt zum Beispiel einen Studierenden-Newsletter rausgebracht, zweimal dieses Jahr. Da haben wir Studierende und Dozierende vorgestellt und Tipps gegeben, wie man eine gute Forschungsarbeit oder Bachelorarbeit schreibt. Und wir bieten eine Sprechstunde an, wo sich Studierende bei uns einwählen und ihre Themen platzieren können, die wir dann gebündelt mit ins Dekanat nehmen.

Christian: Wie hältst du den Kontakt zu deinen Kommilitonen?

Juliane: Was ich auf jeden Fall empfehlen kann: Es gibt für jeden Studiengang eine Kick-off-Veranstaltung, bei uns alle zwei Monate. Dann gibt es innerhalb der Online-Plattform Communities, wo meistens irgendein Post steht wie Hey, wir haben eine WhatsApp-Gruppe, wer will, sagt Bescheid. Wir haben jetzt eine WhatsApp-Gruppe mit so 40 Leuten aus unserem Studiengang. Und innerhalb der Community hat sich noch so ein kleiner harter Kern gebildet, sechs, sieben Leute, die ungefähr gleich weit sind.

Juliane: Wir haben auch einen virtuellen Stammtisch alle 14 Tage, wo wir über brandaktuelle Themen sprechen, wo jemand unterstützt werden kann, und manchmal ist es auch so ein kleiner Auskotz-Corner.

Juliane: Und was mir unheimlich hilft, ist sich einen Partner oder eine Partnerin in Crime zu holen, also jemand, mit dem du wirklich auf einer Wellenlänge schwimmst. Wir bereichern uns gegenseitig, kriegen Inspirationen, worüber schreiben die anderen gerade. Es gibt auch Kommilitonen, die gemeinschaftlich eine Projektarbeit schreiben. Und wir werden uns wohl dieses Jahr auch noch alle miteinander treffen, von München bis Berlin bis Hamburg und Köln, alles dabei.

Christian: Als Abschlussfrage: Hast du Tools, die dir beim Lernen besonders helfen?

Juliane: Ja, zwei Tools, die mir unfassbar helfen. Zum einen OneNote, klingt wirklich banal, aber mit den Karteikarten-Reitern schreibe ich mir immer alles ab, was ich irgendwo lese. Und das zweite als ganz große Herzensempfehlung: Zotero als Zitationsprogramm mit einem Plugin für Word. Es fügt dir genau das Zitat ein, wo du es haben möchtest, du kannst im Hintergrund deine PDFs abspeichern und öffnen. Das ist wirklich das Beste, was man haben kann.

Christian: Cool, Juliane, das war ein sehr interessantes Gespräch. Vielen Dank für den Einblick ins Studium und in das Thema Change Management!

Juliane: Danke dir und bis zum nächsten Mal!

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