Mehr Produktivität im Fernstudium mit diesen 5 Tools! Tim Reichel im Interview
Diesmal im Podcast: Dr. Tim Reichel von @Studienscheiss. Tim hat zusammen mit Markus Jung von @fernstudium das Buch „How to Fernstudium“ veröffentlicht. Im Podcast reden Christian und Tim über einige der Produktivitäts-Tools, die im Buch vorgestellt werden, etwa über das Pareto-Prinzip und die sog. mentalen Bilder.
Inhalt:
00:00:00 Vorschau
00:03:10 Fokus-Frage
00:14:19 Pareto-Prinzip bzw. 80-20-Regel
00:23:49 Fünf-Minuten-Regel
00:32:11 Mentale Bilder
00:45:43 Pomodoro-Technik
01:07:44 Tim über seine besten Bücher
Tim Reichel im Internet:
➡️ Website: https://www.studienscheiss.de
➡️ Youtube: https://www.youtube.com/c/StudienscheissDe2014
➡️ Twitter: https://twitter.com/Studienscheiss
➡️ Instagram: https://www.instagram.com/studienscheiss
➡️ Facebook: https://www.facebook.com/studienscheiss
Im Podcast erwähnt:
👉 Markus Jung, Tim Reichel: How to Fernstudium – Mit mehr Zeit, weniger Stress und besseren Noten durch deine berufsbegleitende Weiterbildung https://www.amazon.de/How-Fernstudium-besseren-berufsbegleitende-Weiterbildung/dp/3985970653/
👉 Wie du mit der Fokus-Frage beim Lernen konzentriert und motiviert bleibst https://www.studienscheiss.de/fokus-frage-lernen/
👉 Wie dir die Fünf-Minuten-Regel beim Lernen hilft, ohne dass du dich dabei unter Druck setzen musst https://www.studienscheiss.de/5-minuten-regel-lernen/
👉 Wie du mit der First-Brick-Methode Schritt für Schritt deine Ziele im Studium erreichst https://www.studienscheiss.de/first-brick-methode/
👉 Tim Reichel: Bachelor of Time: Zeitmanagement im Studium https://www.amazon.de/dp/3981819101/
👉 Tim Reichel: Nie wieder Schreibblockade: 120 geniale Schreibtipps für Studienarbeiten und wissenschaftliche Texte https://www.amazon.de/dp/3946943683/
Christian: Tim, herzlich willkommen hier im Podcast auf fernstudi.fm! Wir treffen uns ja anlässlich des Buches, das du zusammen mit Markus geschrieben hast, How to Fernstudium. Und ich habe mir so überlegt, wir picken einfach mal ein paar Tools raus, insbesondere im Bereich Produktivität, über die wir jetzt mal so ein bisschen reden. Freue ich mich, dass du jetzt als Experte hier im Podcast bist für Produktivität und Zeitmanagement. Herzlich willkommen!
Tim: Christian, vielen Dank, ich freue mich auch! Danke für die Einladung, schön, dass es geklappt hat. Und auch danke, dass wir über das Buch sprechen können, insbesondere über die Themen. Du hast ja schon gesagt, Produktivität, Zeitmanagement, das ist mein Steckenpferd, meine Steckenpferde sozusagen. Klingt erstmal super langweilig, wenn jetzt deine Zuhörerinnen und Hörer sagen, um Gottes Willen, will ich nichts mit zu tun haben, ich habe Stress genug. So mache ich das nicht. Ich nutze diese sehr traditionellen Gebiete und fülle sie mit modernen Techniken und versuche, das in diesen digitalisierten, modernen, stressigen Alltag einzubringen, so dass man den ein bisschen entspannter und selbstbestimmter genießen kann. Und darauf kommt es ja auch im Studium, insbesondere in einem Fernstudium, an, wenn dieser Lebensbereich so neu dazukommt. Dann ist Zeitmanagement besonders wichtig.
Christian: Zeitmanagement ist so der Erfahrung nach, über unseren YouTube-Channel und auch Artikel, die bei uns im Portal gibt, jetzt nicht so das allerspannendste Thema für viele. Man liegt wahrscheinlich auch ein bisschen daran, dass es in der Regel an den Hochschulen gleich im ersten Semester so ein bisschen abgefrühstückt wird. Da geht man eben alle Zeitmanagement-Methoden oder die wichtigsten so ein bisschen durch, und das interessiert die Menschen dann nicht mehr ganz so. Aber ich denke, es ist trotzdem sinnvoll, wenn man hier auch noch mal über das ein oder andere Tool redet. Was denke ich mal auf mehr Interesse stoßen wird, sind so Produktivitätstechniken, also in der Zeit, die zur Verfügung steht, vielleicht noch ein bisschen mehr zu schaffen mit weniger Aufwand, ein bisschen effizienter zu arbeiten. Und da habe ich mir eben so ein paar Sachen rausgesucht, die man nutzen kann, um seine Produktivität auch im Studium ein bisschen zu steigern. Eine davon, die erste, über die wir jetzt reden können, ist die sogenannte Fokusfrage. Das war mir neu jetzt so als Technik, aber ich wende das selber schon immer an irgendwie. Kannst du vielleicht mal kurz erklären, was die Fokusfrage eigentlich ist, also wie lautet diese Frage und wie hilft mir diese Frage im Fernstudium?
Tim: Die Fokusfrage ist ein wahnsinnig nützliches Konzept, das wurde von Gary Keller vorgestellt. Also bei dem habe ich zum ersten Mal davon gelesen, in seinem Buch. Die Fokusfrage lautet, ich sage sie erstmal und dann besprechen wir sie: Welches ist die eine Sache, die ich tun kann, so dass alles andere einfacher oder sogar überflüssig wird? Die Frage klingt erstmal super einfach, sie hilft aber dabei, in einem Zustand der Überforderung oder bei einer mega vollen To-Do-Liste sich auf eine Sache zu konzentrieren und Prioritäten zu setzen. Keller geht sogar so weit, dass er sagt, Prioritäten gibt es nicht. Es gibt eine Priorität, eine Sache ist wichtig, eine Sache überstrahlt alles.
Tim: Ich würde jetzt ein bisschen gegensprechen und sagen, es kommt auf die Lebensbereiche an. Ich kann in verschiedenen Lebensbereichen eine wichtige Sache haben. Wenn ich morgen ein wichtiges Projekt abschließen muss, dann ist das super wichtig. Parallel möchte ich mich um mein Kind kümmern, das ist auch wichtig. Parallel möchte ich ein Buch fertigstellen, das ist auch wichtig. Aber wenn ich jetzt auf mein Leben schaue oder in die Mikroebene gehe, in einen Lebensbereich, und sage: Was ist denn hier die wichtigste Sache, die alles andere einfacher macht oder dafür sorgt, dass alles andere sogar überflüssig wird? Dann schaffe ich es, mich von dieser Überforderung von Kleinkram zu lösen. Und hier noch eine E-Mail beantworten, da noch schnell irgendwo aushelfen, da ans Telefon gehen, das wird alles überflüssig, wenn ich weiß, was meine eine Sache ist.
Tim: Und in dieser Formulierung von Keller steckt noch was anderes drin, und das macht die Fokusfrage eigentlich so stark. Weil er sagt: Welches ist die eine Sache, die ich tun kann? Also: Wo habe ich Einfluss? Was habe ich in der Hand? Was kann ich ändern? Und je nachdem, welchen Job man hat, in welchen Projekten man ist, wie das auch mit dem Fernstudium ausgestaltet ist, ich habe ja nicht immer Einfluss. Aber wenn ich mich darauf konzentriere, worauf ich Einfluss habe, und mich dann auf das Wichtigste fokussiere, Boom, das macht die Fokusfrage.
Tim: Und die musste einfach aus meiner Sicht in dieses Buch, weil ein Fernstudium ist meistens so nebenbei. Das läuft so ab, dann wird ab und zu mal gelernt, wenn man Zeit hat, eigentlich hat man nie Zeit, dann kommt die nächste Prüfung, dann kommt man in Zeitdruck. Und wenn man sich aber regelmäßig daran erinnert, was ist denn eigentlich das Wichtigste in meinem Leben, was sind denn die zentralen Bereiche und was ist da die eine Sache, dann schafft man es, diese sehr unproduktiven Strukturen aufzubrechen. Man schafft es auch, die Prokrastination, also das Aufschieben von wichtigen Aufgaben, eher zu überwinden, wenn man weiß, was sein eines Ding ist. Und darum die Fokusfrage. Gary Keller, ich sage den Autor noch mal, weil er das erfunden hat, da will man sich nicht mit fremden Federn schmücken.
Tim: Was ich da empfehlen kann, um die zu benutzen, vielleicht auch direkt als kleiner Arbeitsauftrag an die Hörerinnen und Hörer: Schreibt euch das auf, klebt euch das an den Monitor. Ich habe tatsächlich früher immer ein Poster im Badezimmer gehabt, einfach so ein DIN-A3-Blatt, was ich mir gedruckt habe, wo diese Frage draufstand, dass ich das morgens und abends beim Zähneputzen einmal sehe. Welches ist die eine Sache, die ich tun kann, so dass alles andere einfacher oder sogar überflüssig wird? Und das war für mich einfach noch mal für, sagen wir mal das böse Wort, fürs Mindset, ein guter Punkt, um aufzuräumen, um diesen ganzen blöden kleinen Kram auch mal als das zu sehen, was er ist, nämlich blöder Kleinkram, und zu schauen, was kann ich denn beeinflussen, was alles andere ändert.
Christian: Ich hatte gesagt, ich kannte diese Frage jetzt in dieser Form noch nicht, das habe ich jetzt im Buch gelesen, auch im Artikel, den du gerade schon erwähnt hast. Und ich kenne die Frage so ein bisschen in einer abgewandelten Form, ich glaube von Tim Ferriss hatte ich die mal gehört. Und die lautet dann so ähnlich: Was kann ich jetzt tun, was mir in Zukunft oder morgen oder übermorgen ein bisschen mehr Zeit verschaffen wird? Also beispielsweise, ich bereite mir ganz gerne mal Sonntag das Essen so für die Woche vor. Also irgendwelche Sachen abgepackt in die Tüte rein, vielleicht was Gefrorenes, ein bisschen Gewürze gleich dazu, ein bisschen Fett, so dass man das einfach nur in die Pfanne werfen muss die Woche und dann so langsam vor sich hin köcheln lässt, und schon hat man seine fertige Mahlzeit. Also das ist so eine Sache, die ich dann immer einmal die Woche mache, weil ich mir dann eben diese Frage stelle: Was kann ich jetzt machen, um mir in dieser Woche irgendwie mehr Zeit zu verschaffen? Es ist letztendlich auch so eine kleine Abwandlung dieser ganzen Frage, aber auf jeden Fall sinnvoll, sich die Frage irgendwohin zu hängen und sich das dann immer wieder neu zu stellen und auch zu beantworten.
Tim: Genau, wenn ich kurz darf, also dieser Punkt von Tim Ferriss, super. Ich glaube, der Zusammenhang bei ihm ist, dass er sagt: Was kann ich jetzt investieren an Zeit, um in Zukunft dafür Zeit einzusparen? Also das ist glaube ich mehr so eine Zeitinvestitionssache. Beim Keller würde ich es mehr auf diese psychologische Ebene schieben. Und dein Beispiel von gerade, da möchte ich noch mal drauf, das kann auch der Studienabbruch sein, ohne Frage. Aber so würde ich es gar nicht anfänglich betrachten, sondern eher zu schauen: Okay, ich möchte im nächsten halben Jahr vier, fünf Prüfungen machen. Welches ist denn die eine Sache, die ich in diesem Fach tun kann, damit alles andere einfacher oder überflüssig wird? Welches ist die eine Sache, die ich für meine Prüfungsvorbereitung tun kann, damit alles andere einfacher oder überflüssig wird?
Tim: Wenn ich sofort gehe und meine großen Ziele mit dieser Frage untersuche, finde ich die großen Dinge, die ich anpacken muss. Jetzt ist das Problem, auf die hat man meistens keinen Bock, weil die schwierig sind, die sind unangenehm, man muss sich irgendwo reinfuchsen, man braucht mal drei, vier, fünf gute ungestörte Stunden. Aber indem ich mich täglich damit auseinandersetze und es langsam in mich reinsickert, dass das das große wichtige Ding ist, dann kann ich ja erst die Entscheidung treffen. Das ist die Stärke der Fokusfrage, dass du dich halt von der Mikroebene auf die Makroebene damit kämpfen kannst. Von der Vorlesung, von dem Fach, hin zur Prüfung, hin zum ganzen Studium. Oder ich mache noch mal andere Lebensbereiche: Welches ist die eine Sache, die ich für meine Finanzen tun kann, so dass alles andere einfacher oder überflüssig wird? Welches ist die eine Sache, die ich für meine Gesundheit, meine Beziehung, meine Freundschaft tun kann? Wenn ich mich das jeden Tag frage, das ist halt ein Konzept, was über das reine Zeitmanagement hinausgeht.
Christian: Wer da mehr wissen möchte, der schaut einfach mal in das Buch rein und liest sich dann das Kapitel zur Fokusfrage durch. Ich komme zum zweiten Prinzip, zum zweiten Tool. Das ist das Pareto-Prinzip. Das hat sicherlich auch jeder, der uns hier zuhört, schon mal gehört, aber ich würde trotzdem gerne noch mal darüber reden, weil ich es auch für sehr praktisch und sinnvoll halte, das anzuwenden, jetzt nicht nur aufs Studium, sondern auch auf alle möglichen anderen Lebensbereiche. Vielleicht mal ganz kurz erklären: Was ist das Pareto-Prinzip, wie funktioniert das, was bringt mir das fürs Studium?
Tim: Das Pareto-Prinzip ist im Ursprung her sehr theoretisch, aber es hat fast in allen Lebensbereichen eine Anwendung. Und wenn man das einmal verstanden hat oder die Augen dafür offen hält, kann man viel geschickter Prioritäten setzen. Das Pareto-Prinzip sagt ungefähr, dass 20 Prozent deines Inputs für 80 Prozent des Outputs verantwortlich sind. Das heißt, übertragen auf ein Studium zum Beispiel: 20 Prozent der Sachen, die du lernst, sind für 80 Prozent deines Erfolgs, später in der Note, verantwortlich. Die restlichen 80 Prozent, die du lernst, die verpuffen quasi und sind nur für die verbleibenden 20 Prozent deines Erfolgs verantwortlich.
Tim: Wenn man das genau anschaut, heißt es, dass wir Aufgaben haben, die unterschiedlichen Wert besitzen. Und jetzt steht da nicht neben: Das ist eine wertvolle Aufgabe, das ist eine nicht so wertvolle Aufgabe. Das müssen wir uns selbst überlegen. Aber wenn wir wissen, dass die Aufgaben unterschiedlichen Wert haben, können wir uns jedes Mal, bevor wir eine Aufgabe beginnen, fragen: Hat diese Aufgabe einen überdurchschnittlichen Einfluss auf den späteren Erfolg? Im Prinzip wie die Fokusfrage, nur runtergebrochen auf ein empirisch nachgewiesenes Phänomen.
Tim: Das Pareto-Prinzip existiert in allen möglichen Bereichen. Bei der Entdeckung ging es darum, dass 20 Prozent der Bäume für 80 Prozent der Ernte verantwortlich sind. Dann wurde das übertragen auf Volkswirtschaft, dass 20 Prozent der Bevölkerung 80 Prozent des Vermögens besitzen, dass 20 Prozent der Kunden für 80 Prozent des Umsatzes verantwortlich sind. Und so ist es auch beim Lernen. Deswegen der Hinweis im Buch: Du kannst den ganzen Tag für dein Fernstudium lernen. Das heißt aber nicht, dass das klug ist. Du kannst dir vorher überlegen, was lohnt sich denn zu lernen? Welches sind die Aufgaben, die später einen überproportionalen Anteil am Erfolg haben?
Tim: Das Pareto-Prinzip ist manchmal auch krasser ausgeprägt. Diese 20/80-Regel ist das Mindestmaß, sie geht aber auch 10 zu 90, 5 zu 95 oder 1 zu 99, wo wirklich ein Prozent der Aufgaben für 99 Prozent des Erfolgs verantwortlich sind. Und diese Aufgaben sind meistens die, auf die man keinen Bock hat, die schiebt man auf, das sind die großen Brocken. Aber wenn ich mich jetzt den ganzen Tag mit kleinem Kram beschäftige und fünf Stunden investiere und am Ende aber nur zwei, drei Prozent zu meinem Output beigetragen habe, hätte ich auch eine Stunde unangenehme Arbeit machen können und hätte 80 Prozent rausgeholt. Das ist im Prinzip dieser Gedanke, den man verinnerlichen muss. Das Pareto-Prinzip gibt dir beim Prioritäten setzen einen unfairen Vorteil, wenn du raffst, dass gewisse Aufgaben keinen Wert haben, obwohl sie einfach zu erledigen sind, obwohl sie da sind, obwohl sie alle machen. Dann kannst du sagen: Nee, mache ich nicht, ich mache die, die mir was bringt.
Christian: Ganz wichtig, dass man hier eben auch erstmal in die Analyse geht der ganzen Dinge, die man so den ganzen Tag tut, und sich das mal genauer anschaut. Das muss man eigentlich ständig machen, aber da einfach mal auch in Bezug auf sein Studium zu schauen, mal in die Skripte zu schauen, mal zu gucken, was man da alles auswendig lernt. Lohnt es sich zum Beispiel, Karteikarten zu schreiben? Oder ist es nicht vielleicht in dem Sinne effizienter, wenn ich direkt aus dem Skript lerne und mir die Zeit spare? Also sich immer zu fragen: Gehört diese Aktivität, die ich da jetzt gerade mache, eher zu den 20 Prozent oder eher zu den 80 Prozent? Und sich damit mal wirklich intensiv auseinanderzusetzen. Das kann man natürlich auch in allen anderen Lebensbereichen, aber hier geht es erstmal hauptsächlich um das Fernstudium. Nutzt du das denn privat oder auch im Beruflichen, das Pareto-Prinzip?
Tim: Also ich habe auch das erste Mal bei Tim Ferriss davon gelesen, hatte dann auch so eine Phase, wo ich da alles mir genauer angeschaut und analysiert habe. Das ging danach eine Weile irgendwie wieder so weg, irgendwie hat man es dann auch drin, schnell zu verstehen, was muss ich jetzt wirklich machen, bringt mir diese oder jene Aufgabe jetzt was. Aber ich verfalle auch immer wieder mal so in diesen Modus, dass ich dann Kleinkram mache, der mich eigentlich nicht wirklich voranbringt. Und dann habe ich immer mal wieder so eine Phase, wo ich das alles noch mal auf den Prüfstand stelle. In Bezug aufs Studium mache ich das schon so, das hat auch ein bisschen was damit zu tun, dass ich jetzt nicht sehr perfektionistisch veranlagt bin. Also ich bin halt sehr ergebnisorientiert, ich möchte eine Weiterbildung möglichst schnell abschließen. Die Noten sind mir nicht so extrem wichtig. Und in dem Sinne wende ich das dann definitiv immer an. Aber das sollte man vielleicht auch wissen, dass das Ganze so ein kleines bisschen mit Perfektionismus beißt. Wer ein perfektes Ergebnis will, der muss dann wahrscheinlich auch die 80 Prozent mit absolvieren.
Tim: Das ist ein richtig guter Hinweis. Dazu noch von zwei Seiten: Einmal, es gibt auch Aufgaben, die kannst du nicht mit dem Pareto-Prinzip bewerten. Wenn der Herzchirurg meiner Mutter im schlimmsten Fall sagt, ich mache hier 80/20, nee Freundchen, 100 Prozent! Oder wenn eine Ingenieurin eine Brücke designt, das wäre nett, wenn die das zu 100 Prozent einmal durchrechnet, damit da nicht irgendwann was zusammenfällt. Auf der anderen Seite, wenn ich jetzt an zwanghaftem Perfektionismus leide, ich brauche fünf Stunden, um meinen Ordnerrücken zu beschriften, alle Postits müssen im rechten Winkel kleben, alle Unterlagen müssen perfekt mit dem Lineal unterstrichen sein. Ich will das gar nicht verurteilen, das ist völlig okay, aber es ist halt eine überflüssige Aufgabe teilweise. Und wenn ich hier das Pareto-Prinzip als Denkmodell, als Entscheidungshilfe anlege und hinterfrage: Ist die Aufgabe wichtig, ja oder nein? Bringt mir die Aufgabe viel, ja oder nein? Das kann mir helfen, um diesen übersteigerten, unnötigen Perfektionismus auch ein bisschen zu brechen.
Tim: Aber auch da ist wieder Balance angesagt. Manchmal reichen 80 Prozent einfach nicht, weil man es selber nicht möchte oder weil es einfach nicht verhandelbar ist. Wenn irgendjemand, der das hier hört, an Perfektionismus leidet oder häufig als perfektionistisch wahrgenommen wird, das Pareto-Prinzip kann ein erster Ansatzpunkt sein, um da mal gegenzusteuern. Weil das ein theoretisch fundiertes Modell ist, dass man sagt: Ja, das stimmt, das ist nachgewiesen. Wenn es nachgewiesen ist, wer bin ich, die Wissenschaft in Frage zu stellen? Ich probiere das mal aus. Und so kann man dann schrittweise etwas pragmatischer werden.
Christian: Und wer jetzt eine Eins möchte, der kann sich ja dennoch fragen, was sind jetzt die wichtigsten Tätigkeiten, die ich tun kann, um das wirklich auch zu erreichen? Und gibt es da nicht auch Tätigkeiten, die mich jetzt nicht wirklich an dieses Ziel bringen? Kommen wir mal zu einem anderen, kleineren Tool, der sogenannten 5-Minuten-Regel. Die nutze ich auch häufiger, immer mal wenn ich so einen kleinen Hang zur Prokrastination habe, dann denke ich: Setze mich jetzt trotzdem dran, mach wenigstens ein paar Minuten was an der Aufgabe. Und bleibe dann in der Regel länger dran. Damit habe ich es eigentlich auch schon so ein bisschen umschrieben, was die 5-Minuten-Regel bedeutet. Aber vielleicht kannst du auch noch ein bisschen darauf eingehen.
Tim: Bei der 5-Minuten-Regel geht es einfach darum, dass man mit einer Aufgabe beginnt, und zwar nicht mit dem Gedanken: Ich muss das jetzt den ganzen restlichen Tag machen, oder ich muss jetzt drei Stunden dieses Skript lesen. Sondern dass man sagt: Okay, ich mache das jetzt fünf Minuten, dann höre ich auf. Die 5-Minuten-Regel ist ein psychologischer Trick, um die Motivation zu steigern, die Antriebskraft zu steigern, die Prokrastination, das Aufschieben, zu brechen. Das heißt, wenn du das nutzen möchtest, machst du mit dir selbst einen Deal und sagst: Ich definiere jetzt eine Aufgabe, ein Ziel, ein Buch lesen, ein Buch zusammenfassen, Karteikarten schreiben, Übungsaufgaben lösen, Studienarbeit schreiben, Garage aufräumen, worauf auch immer man keinen Bock hat. Ich suche mir eine Aufgabe, setze mir ein Ziel, und dann vereinbare ich mit mir, dass ich nach fünf Minuten aufhören kann, wenn ich keinen Bock mehr habe.
Tim: Ich stelle mir wirklich die fünf Minuten und mache das dann fünf Minuten. Fünf Minuten hat jeder, jeder schafft das, fünf Minuten etwas zu machen. Und nach fünf Minuten darf man aufhören, das ist ganz wichtig, dass man sich diese Option einräumt. Wenn man nach fünf Minuten sagt, nee, kotzt mich an, ich kann mich nicht konzentrieren, ich habe Kopfschmerzen, ich höre auf, völlig okay. Aber jetzt passiert etwas. Nämlich eigentlich ist es nur diese Anfangshürde, die uns davon abhält, mit einer unliebsamen Aufgabe anzufangen. Wenn wir die genommen haben, ist es egal. Dann denken wir: Ich habe schon mal angefangen, dann kann ich auch weitermachen. Und genau das setzt dann ein. Wenn du einmal dabei bist, machst du sehr wahrscheinlich weiter. Wahrscheinlich schaust du gar nicht nach fünf Minuten auf die Uhr, sondern irgendwie so nach zehn oder nach fünfzehn und denkst: Sehr gut, dann mache ich jetzt halt auch fertig.
Tim: Das ist halt ein netter Trick, um mit Aufgaben anzufangen, auf die man eigentlich keine Lust hat. Wichtig ist hier, dass man sich Aufgaben aussucht, die man in Zwischenziele runterbrechen kann. Also wenn du jetzt was Großes hast, irgendwie Reifen wechseln an deinem Auto, da kannst du nicht nach fünf Minuten sagen, gut, höre ich jetzt auf, da kannst du mit deinem Auto nicht mehr fahren. Da funktioniert das nicht. Aber du musst schauen, dass du die Aufgabe in Zwischenziele aufteilen kannst. Und dann fängst du einfach an, dann machst du fünf Minuten lang, und entscheidest dann, ob du weitermachst. Und in 99 Prozent der Fälle wird dein Hirn sagen: Mach weiter, du bist jetzt dabei, du hast dir Platz geschafft und du hast dich hingesetzt, die Unterlagen liegen da. Kann ich auch noch eine halbe Stunde machen. Und wenn man am Ende nur eine halbe Stunde macht, man hat eine halbe Stunde gemacht. Halbe Stunde ist besser als gar nichts. Macht das jeden Tag, in der Woche sind das zweieinhalb Stunden, wenn man das Wochenende nicht mitrechnet. Gamechanger.
Christian: Einer bei mir ist beispielsweise Buchhaltung, so ein typischer Task, den man als Selbstständiger immer wieder begehen muss. Das mache ich dann letztendlich auch so. Ich sage mir dann, mach das häufig auch, wenn ich so ein bisschen Leerlauf habe und denke, okay, die wichtigen Aufgaben habe ich geschafft, jetzt mache ich mal so ein bisschen Dulli-Aufgaben. Und dann sage ich, okay, ich mache jetzt fünf Minuten lang wenigstens diese Buchhaltung, dann habe ich das vielleicht schon ein bisschen vorbereitet und kann dann am Monatsende das alles noch ein bisschen schneller schaffen. Aber in der Regel fange ich dann an, und dann sitze ich da auch eine halbe Stunde dran und mache dann auch wirklich den größten Teil. In Bezug aufs Studium dann natürlich auch: Ich lese jetzt einfach nur mal fünf Minuten in meinem Skript, ich schaue da jetzt mal rein und gucke mal, wie lange ich mich da jetzt drauf konzentrieren kann. Das funktioniert dann auch eigentlich immer so, dass man danach eine ganze Weile länger im Stoff und im Thema bleibt.
Tim: Super, genau die richtigen Ansatzpunkte. Ich versuche mal noch eine Brücke zu schlagen zum vorherigen Prinzip. Da hat man das Pareto-Prinzip, 80/20, dass einige Aufgaben wertvoller sind. Wenn ich das mit der 5-Minuten-Regel kombiniere und sage, okay, ich beschäftige mich heute fünf Minuten mit einer sehr wertvollen, wenn auch nervigen Aufgabe, ich habe gar keinen Bock darauf, aber fünf Minuten schaffe ich, danach kann ich ja aufhören. Wenn ich das jeden Tag mache, und angenommen ich habe nur eine Erfolgsquote von 60 Prozent, dann mache ich an drei Tagen etwas für meine wichtigste Aufgabe. Das kann halt ein Leben verändern, wenn man das auf einmal anfängt. Und wenn dann noch diese Macht der 5-Minuten-Regel eskaliert, dass man halt nicht nur fünf Minuten, sondern eine halbe Stunde arbeitet, und wenn daraus dann eine Gewohnheit wird, dann kann das einfach ein komplettes Leben auf den Kopf stellen. Weil ich plötzlich in der Lage bin, Aufgaben, die wichtig sind, aber auf die ich eigentlich keinen Bock habe, trotzdem zu erledigen, ohne dass es mich zu stark belastet.
Christian: So, ein anderes Tool, das kenne ich auch so ein bisschen aus dem Leistungssport: mentale Bilder. Ich finde, das ist schon so ein kleines bisschen ein Pro-Tool. Kannst du uns vielleicht mal kurz darlegen, was sind mentale Bilder, was bringen die mir für mein Studium?
Tim: Das ist tatsächlich etwas, wo man jetzt nicht direkt dran denkt, wenn man sagt Zeitmanagement, Selbstorganisation. Mentale Bilder, tatsächlich aus dem Profisport zum Teil entlehnt, es ist eine motivationspsychologische Herangehensweise an neue Herausforderungen, um es einmal akademisch zu sagen. Dahinter steckt das Prinzip der Visualisierung. Das heißt, wenn ich mir ein Ziel setze für mein Studium oder für einen anderen Arbeitsbereich, dann kann das helfen, wenn ich mir vorher vor meinem geistigen Auge, in meinem Kopf, diese Erreichung vorstelle, ausmale. Ich stelle mir vor, wie ich fleißig am Schreibtisch sitze und lerne. Ich stelle mir vor, wie ich meine Studienarbeit einreiche. Ich stelle mir vor, wie ich die Noten checke, zum hundertsten Mal die Seite aktualisiere und plötzlich eine 1,0 neben meinem Namen steht. Ich stelle mir vor, wie mir mein Vater auf die Schulter klopft und sagt: Boah, Junge, gut gemacht! Ich stelle mir vor, wie mein Arbeitskollege, den ich nicht leiden kann, vor Neid platzt, wenn er hört, dass ich eine Eins geschrieben habe.
Tim: Das sind mentale Bilder. Aus dem Sport wäre das dann sowas wie: Cristiano Ronaldo wird sich vorstellen, bevor er zum Elfmeter antritt, wie der Ball oben in den Winkel reinknallt und der Torwart sich die Hand bricht, wenn er versucht, ihn zu kriegen. Dann geht der hin und schießt den rein. Das machen Profi-Golfer auch, die gehen halt dahin, machen die Augen kurz zu, machen dann zwei, drei Probeschwünge und dann schieben die das Ding da rein. Im Sport ist das sehr häufig in der Anwendung. Die Sportpsychologen bringen den Kickern das bei im Fußball, die haben Sitzungen, wo sie das durchgehen, und regelmäßig fangen da die Fußballer an zu weinen, weil sie plötzlich zum ersten Mal sehen, wie sehr man Emotionen an so einen Zustand koppeln kann.
Tim: Werden wir wieder konkret: Im Studium hilft es dabei, gerade bei Aufgaben, die erstmal langweilig sind und bei denen man nicht direkt ein Erfolgserlebnis bekommt, trotzdem positive Emotionen damit zu verknüpfen. Weil ich bin jetzt schon seit zehn Jahren Studienberater und ganz häufig erlebe ich es im Studium, dass Studenten wirklich talentiert sind, die sind fleißig, aber irgendwann bricht das. Und warum? Weil sie keine Ergebnisse sehen. Du kannst drei, vier Monate lernen, dann kommt die Prüfung, du hast einen schlechten Tag, es funktioniert nicht, und danach fallen die in so ein Loch. Oder auf einer kleineren Ebene: Du lernst eine Woche lang jeden Tag für dein Studium. Was bringt dir das an dem Punkt? Nichts. Du hast gelernt, du hast keine Rückmeldung, die Prüfung ist erst in Wochen. Und um da motiviert zu bleiben, helfen die mentalen Bilder.
Christian: Das allererste Mal, dass ich mit dieser Methode in Berührung gekommen bin, war über ein Buch, Denke nach und werde reich von Napoleon Hill. Und der hat das so beschrieben, dass man diesen Endzustand sich immer wieder vorstellen soll. Später habe ich mich länger mit Meditation beschäftigt, und da war eine der Meditationen, die macht eigentlich genau das, dass man sich einen Zielzustand gegenwärtig vorstellt, auf ganz vielen Ebenen: auf emotionaler Ebene, mentaler Ebene, organisatorischer Ebene. Und ja, das habe ich sehr lange angewandt, und es ist dann wirklich so, dass einen das Leben dann sozusagen in diesen Zustand zieht. Was ich wichtig finde, ist, dass man das immer wieder ein bisschen auffrischt. Das reicht aus meiner Sicht nicht aus, das einmal zu machen am Anfang seines Studiums, sondern man sollte es immer wieder machen. Man muss sich dafür nicht hinsetzen und meditieren, es reicht auch schon, sich eine Collage zu machen, oder sich das auch einfach nur auf einen Zettel zu schreiben. Das mache ich beispielsweise auch, und dann gucke ich immer mal wieder auf den Zettel drauf und rufe mir das mal wieder ins Gedächtnis zurück.
Christian: Was ich mir beispielsweise, wenn es um Bildung und Weiterbildung geht, immer gerne vorstelle, ist, wie ich mein Abitur damals geschafft habe. Ich bin auf sehr widrigen Umständen zu meinem Abitur gekommen, und ich kann mich noch ganz genau an den Tag erinnern, wo ich dann tatsächlich die Noten erfahren habe und das Zeugnis ausgehändigt bekommen habe. Das war ein super glücklicher Tag für mich, das stelle ich mir dann immer vor, wie glücklich ich in diesem Moment war, und übertrage das dann eben auf eine Sache, die ich aktuell mache oder erreichen möchte. Aber ganz wichtig, sich das Ganze als Ist-Zustand vorzustellen, nicht als irgendwas, was vielleicht irgendwann mal in der Zukunft liegt, sondern sich dann wirklich gezielt vorzustellen, dass es jetzt in diesem Moment so ist: Jetzt habe ich das geschafft.
Tim: Völlig gut. Dazu noch zwei ganz konkrete Anwendungsbeispiele, die ich schon mal mit Studenten gemacht habe. Ich empfehle da einfach eine Liste zu machen mit den Prüfungen, die man in nächster Zeit absolvieren wird, und eine Note daneben zu schreiben, das ist die Zielnote. Das drucke ich dann aus als Leistungsübersicht und hänge das neben meinen Schreibtisch. Dann kann ich, sobald ich mich hinsetze, sehen, das sind meine Zielnoten, Vollgas! Wenn man jetzt eine Stufe weitergeht, besorgst du dir ein Zeugnis und setzt da deinen Namen rein. Du siehst schon dein Zeugnis mit deinem Namen. Das ist aus dem Online-Marketing, wenn Leute ein neues Buch veröffentlichen oder einen neuen Podcast starten, dann photoshoppen die sich in die Charts, damit sie sehen: Boah geil, ich will auf Platz eins! Und mit dieser Einstellung, mit dem Mindset gehen sie dann auch in die Vermarktung rein, und schwupps sind sie erfolgreich.
Tim: Dieses Konzept stößt häufig auf Ablehnung, weil viele Menschen sagen, das ist doch irgendwie ein Trick, lass mich damit in Ruhe. Ja, es ist ein Trick, um mich selbst zu motivieren. Und das kann in schwierigen Zeiten helfen. Nicht alles, was wir in dem Buch vorstellen, passt für jeden. Aber das ist der Ansatz, und ich finde den vertretbar, insbesondere weil er nachweislich vielen Leuten hilft. Und was du gerade gesagt hast, noch ganz kurz, wenn du in der Vergangenheit so einen Punkt hast, der dich super glücklich macht, der dich extrem emotionalisiert, noch nach Jahren, dann nutzt diese Erfahrungen und verknüpft die damit. Das ist noch eine Stufe weiter, aber richtig gut. Wenn ihr da was habt, holt euch diese Erinnerungen hervor und verknüpft sie irgendwie mit dem, was ihr als nächstes schaffen wollt, und sagt: Ja, das habe ich auch geschafft, und da hat auch alles gegen mich gesprochen, dann werde ich das jetzt auch schaffen!
Christian: Großartiges Tool, das gehört für mich auch mit zu den 20 Prozent der wirklich sehr effizienten Tools. Was auch noch dazukommt, ist, dass man sich beispielsweise auch vorstellen kann, wie man in der Prüfungssituation handelt und sich da ein bisschen die Angst nimmt. Bei mündlichen Prüfungen beispielsweise, eine typische Situation, vor der viele Studierende Angst haben, dann sind die aufgeregt in der Prüfung, Schweißausbruch, rot werden, Panik, ein Blackout. Aber wenn man sich vorher schon gezielt vorstellt, immer wieder, wie man da ganz entspannt ist, wie einem die Antworten einfallen, dann ist das für das Gehirn so ein bisschen, als hätte man das schon ein paar Mal durchgemacht als Erfahrung. Und dann fällt das wahrscheinlich auch in der richtigen Prüfung viel leichter.
Tim: Sehr gut! Direkt ein Tipp für Prüfungsangst bei mündlichen Prüfungen: Geht vorher diese Prüfungssituation durch, bringt euch da selber rein, versucht die zu simulieren. Jetzt nicht nur bei mündlichen, auch vor schriftlichen Prüfungen immer so einen Härtetest machen. Versucht mal eine Klausur unter Prüfungsbedingungen zu lösen, ohne fremde Hilfe, auf Zeit, ohne nachgucken, unter Beobachtung, einfach probieren. Oder wenn es eine mündliche Prüfung ist, da hilft es einfach zu schauen, ob man vorher in den Prüfungsraum gehen kann und dort einfach mal alte Prüfungsfragen durchgeht, laut mit sich spricht, vielleicht wenn man einen Vortrag halten muss, diesen Vortrag vor Ort wirklich in dieser Prüfungsumgebung abhält. Einfach um sich selber daran zu gewöhnen. Und wenn man dann in diesem Raum ist, wenn es um die Wurst geht, dann denkt man sich zumindest unterbewusst: Haben wir doch schon mal gemacht, hat damals geklappt, klappt jetzt auch, los geht's!
Tim: Du kannst so viel von dieser irrationalen Prüfungsangst loswerden, wenn du dich vorher schon an diese Situation gewöhnst. Und mit den mentalen Bildern machst du das mental. Aber wenn es irgendwie geht, mach es auch physisch, haptisch. Schreibt euch die Noten auf, druckt das Zeugnis aus, geht in den Prüfungsraum, einfach damit du dich daran gewöhnst, wie es wirklich ist. Im Positiven, aber auch dass du siehst, das Negative ist gar nicht so negativ. Da komme ich schon durch, das schaffe ich schon irgendwie.
Christian: Das letzte Tool, was ich mir jetzt noch rausgesucht habe, ist auch super stark aus meiner Sicht, ich habe es auch öfter ausprobiert, ist aber sehr anstrengend zu nutzen, das ist meine Erfahrung zumindest. Nämlich die Pomodoro-Technik. Kannst du uns mal kurz erklären, was die Pomodoro-Technik genau ist?
Tim: Die Pomodoro-Technik ist eine relativ junge Methode aus dem Zeitmanagement und ist gerade super gefragt. Ich habe die jetzt schon so oft in irgendwelchen Videos gesehen, häufig falsch erklärt. Die Pomodoro-Technik beschreibt das Arbeiten in Etappen. In der Ursprungsvariante, die der Erfinder Cirillo empfohlen hat, arbeitet man 25 Minuten konzentriert an einer Aufgabe, dann macht man fünf Minuten Pause, dann wieder 25 Minuten, fünf Minuten Pause und so weiter. Das macht man viermal, dann macht man eine größere Pause und beginnt dann wieder von vorne.
Tim: Der Hintergrund ist: Diese 25 Minuten sind ein Zeitfenster, in dem der Durchschnittsmensch sehr konzentriert und produktiv bleiben kann. Die Pause danach sorgt dafür, dass er diese Konzentrationsfähigkeit erneuert. Würde ich jetzt durcharbeiten, fällt meine Leistungskurve sehr stark ab, überproportional fällt sie nach ca. 30 Minuten ab und pendelt sich dann auf ca. 10 Prozent der Ursprungsleistungsfähigkeit ein. Das heißt, wenn ich irgendwelche Mammutsessions am Schreibtisch mache, ist das nicht klug. Meine Leistungsfähigkeit geht runter und ich werde ineffizient. Doch wenn ich kurze Pausen zwischendrin mache, in denen ich mal was trinke, kurz aufstehe, aus dem Fenster gucke, wirklich einfach mal kurz den Geist entspannen und dann weitermachen, dieses Arbeiten in Etappen ist super produktiv.
Tim: Man kann die Etappenlänge auch anpassen. Wenn ich das zum Beispiel mache, ich kann eine gute Stunde am Stück schreiben ohne hohen Qualitätsverlust, dann arbeite ich eine Stunde, mache dann fünf Minuten Pause. Wenn ich jetzt mit einer neuen Aufgabe anfange, zum Beispiel ich lerne Videos zu schneiden, dann würde ich das in 25-Minuten-Schritten machen, weil das anstrengend ist, ich lerne etwas Neues. Das heißt beim Lernen, wo ich wirklich viel Gehirnkapazität brauche, würde ich eher zu kürzeren Etappen raten, aber nicht kürzer als 20 Minuten, 25 ist schon ein guter Maßstab.
Tim: Die Umsetzung ist ein bisschen tricky. Man braucht zwei Dinge: Man braucht eine Stoppuhr, dazu kann man das Handy nehmen, es gibt auch Apps mittlerweile oder Browser-Anwendungen. Dort stelle ich mir eine Stoppuhr auf 25 Minuten. Vorher muss ich mir aber ein Ziel für diese Etappe festlegen. Das heißt, ich kann nicht einfach sagen: Ich mache jetzt 25 Minuten was und dann bin ich super produktiv. Nein, das funktioniert nicht. Die Pomodoro-Technik ist eine Hilfsmethode. Ich muss mir vorher überlegen, welche Aufgabe mache ich in den 25 Minuten. Die muss nicht komplett fertig werden. Ich kann sagen: 25 Minuten schreibe ich an meiner Studienarbeit, 25 Minuten fasse ich Kapitel 3 zusammen, 25 Minuten löse ich alte Prüfungsaufgaben.
Tim: Das Ziel setze ich mir, dann starte ich die Stoppuhr, und dann mache ich das ohne Ablenkung. Ich gehe nicht ans Telefon, ich schaue nicht in die E-Mails, ich google nicht nach irgendeinem Kram weil ich irgendwelche Pseudo-Recherchen machen will, ich spreche nicht mit anderen Leuten. Ich isoliere mich wirklich und fokussiere mich die 25 Minuten komplett auf diese Aufgabe. Danach mache ich eine Pause und dann mache ich weiter. Und hier empfehle ich, die aufeinanderfolgenden Intervalle ein bisschen zu wechseln. Wenn ich zum Beispiel eine Studienarbeit schreibe, würde ich die Prozesse Schreiben und Korrigieren trennen: 25 Minuten schreiben, fünf Minuten Pause, 25 Minuten Text korrigieren. Erst die Produktion, dann die Redaktion. Dass ich halt wirklich diese Aufgaben kleinhacke und sie dann Schritt für Schritt in Etappen abarbeite.
Tim: Das braucht etwas Vorbereitung, das ist mühsam, aber das ist super produktiv. Man kann so einen kompletten Tag durchgehen, produktiv bleiben auf einem sehr hohen durchschnittlichen Leistungsniveau. Ansonsten wird man abfallen. Es gibt eine Ausnahme: Was passiert, wenn ich in den Flow komme, also in einen Zustand, in dem ich ohne Nachdenken, ohne Motivation einfach immer weitermachen kann, weil es gerade läuft? Wenn man in diesem Flow-Zustand ist, und eine Aufgabe macht, wo man ständig kleine Erfolgserlebnisse hat, dann ist das Dümmste, was man machen kann, eine Pause nach fünf Minuten. Ich muss dann durchziehen, diesen Zustand, den man nicht so häufig hat und der ziemlich produktiv ist, den muss ich behalten. Im Flow-Zustand auf jeden Fall weitermachen. Das sagt dir aber keiner in diesen Videos. Am Anfang, um das auszuprobieren, halte dich an die Systematik: 25 Minuten arbeiten, fünf Minuten Pause. Aber sobald es maximal läuft, mach weiter.
Christian: Also ich habe mir grundsätzlich von Anfang an längere Intervalle eingestellt, 45 Minuten glaube ich, und dann immer so zehn Minuten Pause. Vielleicht war das schon mal nicht ganz so gut für den Anfang. Bei mir war es so, ich bin schon selbstständig, und zwischendurch hatte ich eine Phase, wo ich ein halbes Jahr fest angestellt gearbeitet habe. Und da ist mir beim Arbeiten aufgefallen, dass ich, weil ich vertraglich dazu verpflichtet bin, super konzentriert durcharbeite. Das waren auch Programmierarbeiten in der Regel, und beim Programmieren komme ich sowieso immer in so einen Flow-Zustand, da brauche ich keine Pomodoro-Technik oder irgendwas anderes, da kann ich auch acht Stunden am Stück durchprogrammieren.
Christian: Danach bin ich wieder in die Selbstständigkeit zurückgegangen und dachte, wenn ich das jetzt schaffe, die nächsten Wochen, Monate so durchzuziehen mit diesem Produktivitätslevel, das ich in der Firma hatte, durch die vertragliche Verpflichtung, mal schauen, was ich dann jetzt in den nächsten Monaten reißen kann. Und dann habe ich mich mit solchen Techniken auseinandergesetzt und bin ziemlich schnell auf die Pomodoro-Technik gestoßen, habe die angefangen anzuwenden und habe dann so fünf Pomodoros am Tag gemacht. Habe super viel geschafft in der Zeit, aber es war halt auch anstrengend. Selbst die zehn Minuten Pause reichen dann nicht wirklich aus, um sich von Phase zu Phase vollkommen zu erholen. Aber trotzdem sehr viel geschafft. Ich habe es dann irgendwann aufgegeben, aber ich habe es trotzdem bestimmt zwei, drei Monate durchgezogen und habe dann innerhalb ganz kurzer Zeit auch die Selbstständigkeit wieder so aufgebaut, dass ich locker mehr Geld verdient habe als in der Festanstellung.
Tim: Also was du sagst, stimmt alles. Die Pomodoro-Technik ist eine Hilfsstruktur, um deine Aufgaben zu organisieren. Sie hilft dir aber nicht per se dabei, einfach produktiv und konzentriert zu arbeiten, weil das von den Aufgaben abhängt, von deiner Einstellung abhängt, von den Rahmenbedingungen abhängt. Wenn du die 25 Minuten in die U-Bahn setzt und sagst, ich mache jetzt Pomodoro-Einheit, ja, viel Spaß, das wird nicht funktionieren.
Tim: Bei der Pomodoro-Technik kommt es aus meiner Sicht viel mehr darauf an, dass ich vorher schon vorbereitet bin. Ich muss mich vorbereiten, muss meine Aufgabe nehmen und die gliedern in ähnliche Tätigkeiten. Wenn ich in einem Intervall nur runterschreibe, dann kann das funktionieren. Wenn ich aber in einem Intervall recherchiere, Stichpunkte runterschreibe, redigiere und das Format noch mache, dann komme ich genauso weit, als wenn ich gar keine zeitliche Einheit reinlegen würde. Das heißt, hier geht es wirklich darum, vorher eine Struktur zu schaffen, die Aufgaben zu clustern, einzuteilen, und dann in diesen Etappen abzuarbeiten.
Tim: Und ich würde als Einstieg nicht empfehlen, direkt zu individualisieren, sondern wirklich bei diesem 25er-Set bleiben, weil diese Zeit auch schnell vorbei ist. Dann kannst du schneller entscheiden, ist das heute gut oder ist das heute schlecht. Weil es gibt auch Tage, an denen funktioniert das nicht, weil du keinen Bock auf Struktur hast. Dann hör auf, dich in so ein Konzept reinzupacken, mach was anderes aus dem Buch. Ich zum Beispiel nutze das tatsächlich sehr häufig, wenn ich super viele Todos habe und überhaupt keinen Bock habe. Dann sage ich okay, 25 Minuten, eine Einheit, könnte ich diese fünf Todos von dieser Liste schaffen? Ich probiere das mal. Okay, habe nur vier geschafft. Kurze Pause, noch mal 25 Minuten, jetzt habe ich fünf geschafft. Geil, 18 schon mal von den 23 weg.
Christian: Noch eine wichtige Sache, die ich damit auch gelernt habe, abgesehen davon, dass ich da wirklich sehr produktiv war, ist einfach zu lernen: Wie lange kann ich mich konzentrieren? Wie funktioniert meine Konzentration überhaupt? Und was ich auch gelernt und gesehen habe, ist, dass meine Konzentration gar nicht so gut ist in dem Sinne, weil das flacht nach 10, 15 Minuten schon wieder so ein bisschen ab und ich habe schon wieder den Drang, irgendwas zu checken, Facebook, WhatsApp oder irgendwohin zu googeln. Und sich dann zu zwingen, bei der Aufgabe zu bleiben, das habe ich auf jeden Fall gelernt über die Pomodoro-Technik. Das ist mein Tipp auch für jeden: Am Anfang des Studiums einfach mal auszuprobieren, wo stehe ich eigentlich mit meiner Konzentrationsfähigkeit? Da kann man diese Technik ganz gut nutzen.
Tim: Was du sagst, die Konzentrationsfähigkeit, das ist ganz normal, dass die abnimmt. Es gibt Studien dazu. Die durchschnittliche Kurve fängt in Minute Null bei 100 Prozent an und nach fünf Minuten bist du schon bei 90 Prozent. Es gibt so ein Konzentrationsplateau, das ist zwischen 20 und 30 Minuten, da sind wir so ungefähr bei 70, 60 Prozent Konzentrationsfähigkeit angelangt. Das heißt, wir haben fast ein gutes Drittel verloren. Wenn wir dann eine Pause machen, gehen wir wieder zurück auf nahezu 100 Prozent. Und das ist der Trick bei der Pomodoro-Technik. In diesen Etappen arbeiten wir es, unsere Konzentration in einer kurzen Etappe auf einem relativ hohen Bereich zu halten, dann erfrischen wir uns und gehen zurück auf den Ursprungswert.
Tim: Das ist wieder ausgehebelt beim Flow-Zustand, weil dann pendeln wir uns irgendwo bei 80, 90 Prozent ein, weil es uns überhaupt nicht geistig ermüdet, weil uns der Erfolg pusht, wir haben Dopamin und so weiter. Grundsätzlich ist die Pomodoro-Technik genau dazu da, um dich in diesen produktiven Konzentrationsrhythmus reinzuzwingen, weil du diese vorgegebene Zeitstruktur hast. Das kann man ausprobieren und dann individuell anpassen. Deswegen ist das ein richtig guter Tipp, den du gesagt hast: Ausprobieren, schauen, welche Intervalllänge für einen passt. Aber ich würde nicht am Anfang schon individualisieren, sondern vom Standardvorschlag ausgehen und den dann anpassen.
Tim: Und auch wenn ich einen ganz blöden Tag habe, überhaupt nicht konzentriert bin, alles nervt, Nachbarn sind laut, Kopfschmerzen, schlecht geschlafen, dann nehme ich mir die 25 Minuten und arbeite damit. Weil ich keinen Bock habe, über die Struktur nachzudenken. Ich weiß, dass die okay funktioniert, also nehme ich die und mache damit zwei- oder dreimal so viel, als wenn ich irgendwie frei arbeiten würde. Weil ich auf einmal eine zeitliche Deadline habe, die mich drückt. Sobald ich diese Stoppuhr starte, tickt etwas runter, ich habe eine Deadline, ich muss die Deadline einhalten, ich versuche das so gut es geht. Das hilft halt auch.
Tim: Gerade wenn man große Freiräume oder große Zeitfenster am Tag hat, die man produktiv füllen möchte: Ab einer Stunde lohnt sich das schon. Wenn ich eine Stunde Zeit habe, zwei Pomodoro-Einheiten und go. Wenn ich den ganzen Nachmittag habe, auf jeden Fall die Zeit strukturieren, nicht einfach sagen, ich mache mal und gucke, wohin mich das führt. Vorher Zeitfenster definieren, mit der Pomodoro-Technik hat man dafür ein passendes Tool.
Christian: Und alle möglichen anderen Tools finden unsere Zuhörer und Zuschauer auch noch im Buch. Wir haben jetzt ein paar vorgestellt, die ich nicht wahllos rausgepickt habe, sondern zu denen ich auch ein bisschen Erfahrung habe. Wichtig zu wissen: Man muss nicht jedes einzelne Tool kennen und nutzen, sondern sucht sich eben das raus, was für einen am besten funktioniert. Tim, vielleicht kannst du uns noch kurz sagen, wie kann man dir folgen, wie kann man mehr über dich erfahren, und was gibt es noch für Bücher aus dem Studienscheiss-Verlag, die du uns empfehlen kannst?
Tim: Vielen Dank für die Chance! Also folgen gerne überall, ich bin sehr umtriebig. Je nachdem, welche Netzwerke ihr mögt, ich habe auch einen Podcast, kann man abonnieren, da werden meine Blogartikel vertont, kann man sich anhören. Ansonsten meine Website studienscheiss.de, Instagram, LinkedIn, ich habe sogar noch einen Facebook-Account. Wir machen auch TikTok, wo ich so in 1-Minute-Videos Tipps gebe zum produktiven Studieren. Also da findet ihr mich überall, würde mich auch über eine Vernetzung auf LinkedIn freuen.
Tim: Andere Bücher: How to Fernstudium war mein 20. Buch. Ich habe ein paar geschrieben zum Thema Studium, die meisten tatsächlich bisher fürs Präsenzstudium gemünzt, weil ich auch aus dieser Ecke komme. Für How to Fernstudium habe ich mich mit Markus Jung zusammengetan, der ist für mich der Fernstudium-Papst in diesem Bereich, weil er schon so lange dabei ist und alles kennt. Mit dem habe ich dann meine Techniken, die ich normalerweise empfehle, fürs Fernstudium adaptiert.
Tim: Was seit Jahren gut läuft, ist der Bachelor of Time, mein erstes Buch, Zeitmanagement im Studium. Große Beliebtheit hat immer noch das Arschtritt-Buch, Selbstmotivation im Studium, wo ebenfalls 66 Selbstmotivationshacks drin sind. Mentale Bilder sind auch dabei, aber halt noch viel mehr, wie man sich selber motivieren kann, mit dem Lernen anzufangen. Geheimtipp zu meinen Büchern: Nie wieder Schreibblockade, da stelle ich 120 Schreibtipps vor, wie man schneller wissenschaftliche Texte schreiben kann. Geheimtipp deswegen, weil es nicht so präsent ist, aber es ist eines der Bücher, zu dem ich immer am wertvollsten Feedback bekomme, mit super langen E-Mails, hat meine Bachelorarbeit gerettet, letzten schrieb mir jemand, meine Doktorarbeit damit noch auf die Zielgerade gebracht.
Tim: Es gibt viel, was man sich anschauen kann. Vieles gibt es auf meinem Blog auch kostenlos als Leseprobe. Sind alles Vorschläge, Zeitmanagement, Selbstmanagement, Selbstorganisation, super individuell, es gibt nicht das Konzept. Man muss experimentieren. Und ich habe schon so viele Menschen auf diesem Weg begleitet, auch viele Kritische, die am Anfang gesagt haben, nee, brauche ich nicht. Darum geht es gar nicht, sondern es geht hauptsächlich darum, dass man sich selber mal kennenlernt, dass man merkt: Wie funktioniere ich denn? Was brauche ich denn? Was möchte ich denn eigentlich? Weil häufig ist man in irgendwelchen Mustern gefangen. Und wenn man da anfängt, egal wie alt man ist, mal zu hinterfragen, kann ich da was ändern, ist das eigentlich das, was ich machen möchte, oder kann ich meine Zeit, das Kostbarste, was ich habe, vielleicht besser, effizienter und glücklicher nutzen? Dann kann das ein richtig lohnender Deal sein für ein glückliches Leben.
Christian: Also vielen Dank für das interessante Gespräch und für die Tipps! Ich werde definitiv in nächster Zeit noch ein bisschen mit der Pomodoro-Technik experimentieren, mal schauen, wie sich das auf meine Produktivität auswirkt. Auch mit Bezug auf das Studium, ich mache auch gerade wieder eine Weiterbildung und habe da jetzt auch viel zu lernen. Also vielen Dank für die ganzen Tipps und Hacks und Tricks, auch für das Buch. Und ja, bis zum nächsten Mal!
Tim: Vielen Dank, hat mich sehr gefreut! Für dich alles Gute und viel Erfolg, und natürlich auch für deine Zuhörerinnen und Zuhörer! Ich wünsche euch alles Gute, viel Erfolg beim Studieren, macht das Beste draus! Tschüss!

Kommentare