Für wen ist der Bachelor IT-Forensik an der Hochschule Wismar geeignet?
Das Fernstudium IT-Forensik richtet sich an Berufstätige und Studieninteressierte, die sich gezielt auf Fach- oder Führungsaufgaben im Bereich IT-Sicherheit, Cybercrime-Aufklärung und digitale Forensik vorbereiten möchten. Besonders angesprochen sind IT-Administratoren, Programmierer sowie Beschäftigte in Unternehmen, Behörden oder Organisationen, die sich mit IT-Sicherheitsfragestellungen befassen oder in diesem Feld ihre berufliche Zukunft sehen. Der Studiengang eignet sich für Personen, die Analysen und Ermittlungen im digitalen Umfeld durchführen und an einer interdisziplinären Ausbildung mit technischen, rechtlichen und kriminalistischen Schwerpunkten interessiert sind.
Zulassungsvoraussetzungen im Detail
Für die Zulassung zum Bachelor IT-Forensik an der Hochschule Wismar musst du folgende formale Anforderungen erfüllen:
- Allgemeine Hochschulreife (Abitur), Fachhochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Hochschulzugangsberechtigung.
- Alternativ: Abschluss einer fachgebundenen Hochschulzugangsberechtigung oder eine berufliche Qualifikation mit anschließender Eignungsprüfung (z. B. Meisterprüfung oder eine mindestens zweijährige Berufsausbildung plus dreijährige Berufspraxis im einschlägigen Bereich laut Landeshochschulgesetz Mecklenburg-Vorpommern).
- Gültige Bewerbung und fristgerechte Einschreibung bis zum 31. Juli für das Wintersemester.
Persönlich solltest du über analytisches Denkvermögen, technisches Verständnis und eine Affinität zu IT-Fragestellungen verfügen. Disziplin, Durchhaltevermögen und die Fähigkeit zum selbstständigen Lernen sind wichtig, da das Studium berufsbegleitend und überwiegend online organisiert ist. Vorteilhaft sind erste praktische Erfahrungen im IT-Umfeld sowie Interesse an kriminalistischen, rechtlichen und ethischen Aspekten der digitalen Forensik.
Welche Inhalte deckt das Fernstudium IT-Forensik im Detail ab?
Im Fernstudium IT-Forensik an der Hochschule Wismar setzt du dich umfassend mit aktuellen Themen rund um Cybercrime und digitale Forensik auseinander. Der inhaltliche Fokus liegt auf der technischen Analyse von IT-Sicherheitsvorfällen, der Sicherung und Auswertung digitaler Spuren sowie der Abwehr und Aufklärung von Cyberangriffen. Du lernst, wie du digitale Beweise sicherst, rekonstruierst und gerichtsverwertbar aufbereitest. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den neuesten technischen Entwicklungen, inklusive Malware-Analyse, systemnaher Programmierung und Einsatz von künstlicher Intelligenz.
- Digitale Forensik: Auswertung und Sicherung digitaler Spuren, Analyse von Daten auf verschiedenen Medien, Erstellung forensischer Gutachten
- Cyber Security: Erkennung, Bewertung und Abwehr von IT-Angriffen, Schutz von Netzwerken, Systemen und Anwendungen
- Datenanalyse: Strukturierung und Interpretation großer Datenmengen, Threat Intelligence Analyse
- IT-Recht & Datenschutz: Rechtliche Rahmenbedingungen, Datenschutzgesetze, Strafverfolgung im digitalen Raum
- Methodisches Arbeiten: Wissenschaftliche Vorgehensweise, kriminalistische Methodik, Erstellen von Abwehr- und Strafverfolgungsprognosen
Im weiteren Verlauf wählst du aus verschiedenen Spezialisierungen, beispielsweise Threat Intelligence Analysis, Security Management oder Security Consulting. Du bearbeitest praxisnahe Fallstudien und trainierst Methoden der Incident Response, Systemhärtung oder die Entwicklung sicherer IT-Architekturen. Neben technischem Wissen baust du Soft Skills wie analytisches Denken und eigenverantwortliches Arbeiten aus.
Wie ist das Fernstudium IT-Forensik aufgebaut?
Das Fernstudium erstreckt sich über acht Semester und ist speziell auf die Bedürfnisse Berufstätiger ausgerichtet. Du bearbeitest die Studieninhalte überwiegend im Selbststudium und nutzt eine moderne Online-Lernplattform – inklusive Videovorlesungen, Lehrbriefen und digitalem Austausch mit Dozentinnen und Dozenten.
- Dauer: 8 Semester (4 Jahre) mit einem durchschnittlichen Aufwand von etwa 25 Stunden pro Woche
- Präsenzseminare: 2–3 Wochenenden pro Semester, insgesamt 34 Tage über den Gesamtverlauf, an 16 Standorten in Deutschland und Österreich
- Prüfungen: In Präsenz an den genannten Standorten; daneben kontinuierliche Praxis- und Projektarbeiten
- Starttermin: Wintersemester alle zwei Jahre; nächster Start im Wintersemester 2026/27
Die Mischung aus Online-Selbststudium und Präsenzphasen ermöglicht dir maximale Flexibilität. In Seminaren und Workshops vertiefst du dein Wissen, knüpfst Kontakte und bekommst direkte Einblicke in Praxisprojekte rund um IT-Sicherheit und Forensik.
Für welche Karrieren qualifiziert dich das Studium IT-Forensik?
Mit dem Bachelor of Engineering im Bereich IT-Forensik qualifizierst du dich für anspruchsvolle Fach- und Führungspositionen im öffentlichen Sektor sowie in der Privatwirtschaft. Typische Einsatzbereiche sind:
- Sicherheitsabteilungen größerer Unternehmen, insbesondere im Finanz- und Industriesektor
- IT-Dienstleister mit Schwerpunkt Cyber Security und Datenanalyse
- Behörden und Institutionen wie Polizei, Zoll, BKA, LKA oder BND
- Beratungsunternehmen für IT-Sicherheit und Compliance
Mögliche Positionen reichen vom IT Security Officer über Incident Responder und Penetration Tester bis hin zu Security Manager oder Ethical Hacker. Auch ein Wechsel in den gehobenen Dienst bei Behörden ist mit dem staatlich anerkannten Abschluss möglich. Die Einstiegsgehälter liegen laut Anbieterdaten meist zwischen 50.000 und 90.000 € jährlich, abhängig von Funktion und Erfahrung.
Mit welchen Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten musst du rechnen?
Die Gesamtkosten für das achtsemestrige Fernstudium IT-Forensik betragen 19.120 Euro. Die Zahlung erfolgt in monatlichen Raten à 399 Euro oder semesterweise mit 2.390 Euro pro Semester. Im Preis inbegriffen sind sämtliche Studienmaterialien, der Zugang zur Lernplattform und die Teilnahme an allen Präsenzseminaren.
- Gesamtkosten: 19.120 € für den gesamten Bachelor-Studiengang
- Zahlungsweise: Monatlich (399 €/Monat) oder pro Semester (2.390 €/Semester)
- Enthalten: Studienunterlagen, Betreuung, Prüfungen, Präsenzseminare
Zur Finanzierung des Studiums können in Frage kommen:
- Steuerliche Absetzbarkeit als Weiterbildungskosten
- Förderprogramme wie das Deutschlandstipendium
- Unterstützung durch den Arbeitgeber, etwa im Rahmen der Personalentwicklung
- Bildungskredite von Banken oder spezielle Förderprogramme für berufsbegleitende Studiengänge
Ein individueller Finanzierungsplan lässt sich vor Studienstart mit der Studienberatung abstimmen.
Studienberatung
Fragen an die Studienberatung? Stell deine Frage hier, auch anonym. Ein Mitarbeiter der Einrichtung Studium oder die Redaktion wird dir antworten.
Grundsätzlich kann der Bachelor IT-Forensik an der HS Wismar (WINGS) auch für Quereinsteiger passen, aber „ohne viel Vorkenntnisse“ heißt in dem Studiengang: Du musst bereit sein, dir die IT-Basics sehr strukturiert und konsequent parallel aufzubauen.
Warum es trotzdem klappen kann:
Der Studiengang richtet sich nicht nur an klassische Informatiker, sondern auch an Berufstätige aus Unternehmen/Behörden, die sich in IT-Sicherheitsfragen spezialisieren wollen.
Inhaltlich ist es ein klarer Mix aus Technik (z. B. systemnahe Programmierung, Malware-Analyse, Datenanalyse, Cyber Security) plus Recht/Datenschutz/IT-Recht und methodischem Arbeiten. Das hilft Quereinsteigern oft, weil nicht alles nur „Hardcore-Dev“ ist.
Wo Quereinsteiger typischerweise aufpassen müssen (realistisch betrachtet):
1) Technische Einstiegshürde ist spürbar
„Systemnahe Programmierung“ und „Malware-Analyse“ sind keine reinen Theorie-Themen. Wenn du bisher vor allem Support machst (Tickets, Client/Server, AD, Netzwerk-Grundlagen), ist das eine gute Basis, aber Programmierung + Low-Level/OS-Interna können anfangs zäh sein.
2) Zeitmodell ist sportlich
Angegeben sind ca. 25 Stunden pro Woche.
Dazu kommen Präsenzseminare: insgesamt 34 Tage, typischerweise 2–3 Wochenenden pro Semester. Wenn du Schichtdienst hast oder familiär stark eingebunden bist, ist das ein echter Planungsfaktor.
3) Mathe/Grundlagen nicht unterschätzen
Auch wenn es „IT-Forensik“ heißt: In einem B.Eng. steckt meist ein solides Fundament an technischen Grundlagen drin. Wenn Mathe/Logik bei dir lange her ist, plane dafür extra Zeit ein.
Worauf du achten solltest, wenn du berufsbegleitend einsteigen willst:
Ehrlicher Selbstcheck: Kannst du über 4 Jahre (8 Semester) konstant Lernzeit blocken? 25 h/Woche ist eher „Studium hat Priorität“ als „nebenbei“.
Präsenz-/Prüfungstermine früh mit dem Arbeitgeber klären (Urlaub, Freistellung, Reisezeiten). Die Präsenzwochenenden sind planbar, aber sie müssen in dein Leben passen.
Lernstrategie: Gerade als Quereinsteiger ist es wichtig, nicht nur „Skripte lesen“, sondern praktisch zu üben (kleine Programmierübungen, Linux/Windows-Internals, Netzwerkanalyse). Sonst wird Forensik schnell abstrakt.
Kostenrealität: Die Gesamtkosten liegen bei 19.120 €. Der häufigste Kostentreiber ist eine Verlängerung – also lieber von Anfang an ein Tempo wählen, das du wirklich halten kannst.
Was ich dir als sinnvollen Einstiegspfad empfehlen würde (ohne dass du schon alles können musst):
Wenn du im Support bist: Nutze das als Vorteil und baue gezielt auf: Betriebssysteme (Windows/Linux) tiefer verstehen; Netzwerke (TCP/IP, DNS, Logs); Basics Programmierung (z. B. Python) – nicht „perfekt“, aber so, dass du kleine Tools/Analysen schreiben kannst; sauberes Dokumentieren (das ist in Forensik/Incident Response Gold wert)