Flexibilität und Praxisbezug überzeugen, kleine Schwächen bei Betreuung und Preis-Leistung
Der Fernstudiengang Soziale Arbeit (B.A.) an der Hochschule Fresenius wird von vielen Studierenden insgesamt als flexibel und praxisnah bewertet. Viele heben die hohe Flexibilität hervor, durch die sich Beruf, Familie und Studium gut vereinbaren lassen. Insbesondere berufstätige oder familiär eingebundene Studierende schätzen, dass sie ihr Lerntempo und die Teilnahme an Online-Veranstaltungen weitgehend selbst bestimmen können. Die Studieninhalte werden überwiegend als interessant, aktuell und relevant für die Praxis beschrieben.
Ein verpflichtendes Praxissemester sorgt dafür, dass das erworbene Wissen direkt angewendet werden kann, was von Studierenden als großer Vorteil empfunden wird. Auch die Lehrenden und Dozierenden erhalten größtenteils Lob: Sie gelten als fachkundig und kommen oft aus der beruflichen Praxis, was den Unterricht bereichert. Bei schriftlichen Arbeiten fühlen sich viele gut betreut und unterstützt – einige berichten, dass Dozierende bei Hausarbeiten viel Feedback und Hilfestellung geben.
Darüber hinaus wird der Online-Campus als modern und übersichtlich wahrgenommen. Nach einer kurzen Einarbeitungszeit finden sich die meisten gut auf der Plattform zurecht und nutzen die digitalen Skripte und Lernmaterialien effektiv. Positiv fällt zudem auf, dass Live-Webinare nicht zwingend besucht werden müssen, da Aufzeichnungen und Handouts zur Verfügung stehen. Diese Flexibilität im Studienablauf ermöglicht den Studierenden, Lernphasen optimal an ihren Alltag anzupassen, was als großes Plus des Fernstudiums gilt.
Trotz der zahlreichen positiven Rückmeldungen nennen die Studierenden auch einige Kritikpunkte. Ein wiederkehrendes Thema ist die Betreuung und Organisation seitens der Hochschule. So gibt es Berichte über lange Reaktionszeiten: Manche Studierende mussten bei dringenden Fragen wochenlang auf Antworten warten oder mehrere Nachfragen senden. Ähnlich verhält es sich mit der Korrektur von Prüfungsleistungen – vereinzelt wird beanstandet, dass die Bewertung von Klausuren und Hausarbeiten relativ viel Zeit in Anspruch nimmt. Zwar wird das Engagement der Betreuer und Dozenten mehrheitlich gelobt, doch nicht alle erleben die Unterstützung als ausreichend. Einzelne Studierende fühlten sich zu wenig individuell betreut und eher als „eine Nummer unter vielen“. Die Qualität der Lehre wird in Einzelfällen als uneinheitlich beschrieben; während die meisten Dozierenden als kompetent gelten, sehen einige bei wenigen Lehrkräften noch Schwankungen in der Qualität der Vermittlung.
Ein weiterer Punkt betrifft die technische Infrastruktur des Online-Studiums. Zwar ist die Lernplattform umfangreich ausgestattet, doch bemängeln einige Studierende gelegentliche technische Schwierigkeiten. Beispielsweise wurde berichtet, dass der technische Support mitunter gar nicht oder nur langsam auf Anfragen reagiert. Auch ließen sich Videovorlesungen nicht immer flüssig abspielen oder herunterladen, was zu leichten Abzügen in der Bewertung des Online-Campus führte.
Zudem gestaltet sich der Austausch mit Kommilitonen im Fernstudium naturgemäß schwieriger. Einige Studierende weisen darauf hin, dass nur wenige Live-Seminare oder gemeinsame Veranstaltungen stattfinden, wodurch der direkte Kontakt zu Mitstudierenden eingeschränkt ist. Wer Wert auf Networking legt, muss also eigeninitiativ über Foren oder Chats den Kontakt suchen. Generell betonen mehrere Studierende, dass Selbstmotivation und Disziplin entscheidend für den Erfolg im Fernstudium sind – Phasen der Durststrecke oder Motivationsprobleme kommen vor und müssen eigenständig überwunden werden.
Ein häufig genanntes Thema ist auch das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Hochschule Fresenius ist eine private Hochschule, und einige Studierende empfinden die Studiengebühren als relativ hoch. Besonders wird kritisiert, dass optionale gedruckte Studienbriefe oder Skripte extra bezahlt werden müssen, was die Gesamtkosten zusätzlich steigert. Dadurch bekommt das Preis-Leistungs-Verhältnis in manchen Bewertungen Abzüge, auch wenn die Qualität der Materialien grundsätzlich gelobt wird. Trotz dieser Kostenfrage und der genannten Schwachstellen sprechen sich die meisten Rezensenten für den Studiengang aus. Die Weiterempfehlungsrate ist hoch, was darauf hindeutet, dass die Vorteile – allen voran Flexibilität und praxisnahe Inhalte – für viele die Nachteile überwiegen.
Wer bereit ist, eigenverantwortlich zu lernen und mit kleineren organisatorischen Hürden umzugehen, findet in diesem Fernstudium eine solide und anwendungsorientierte Ausbildung in Sozialer Arbeit.
Disclaimer: Diese redaktionelle Bewertung basiert auf einer Analyse von öffentlich zugänglichen Bewertungen, Erfahrungsberichten und Meinungen aus verschiedenen Quellen. Die Zusammenfassung stellt eine objektive und sachliche Darstellung der häufigsten positiven und negativen Aspekte dar, wie sie von aktuellen und ehemaligen Studierenden berichtet wurden. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder absolute Richtigkeit. Individuelle Erfahrungen können variieren, und es wird empfohlen, sich zusätzlich eigenständig zu informieren, bevor eine Studienentscheidung getroffen wird.
Über den Autor Christian Wolf, Fachredakteur
Bewertung im Detail
Soziale Arbeit
- Anbieter Hochschule Fresenius
- Abschluss Bachelor of Arts
- Dauer 6 Semester
- ECTS 180
- Kosten ab 220 € monatlich
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