Deshalb scheitern deine Studienziele (und das kannst du dagegen tun) – mit Alba Schlesinger

Man kennt's: Gute Vorsätze die schon an Tag 1 zum Scheitern verurteilt sind. Ziele richtig zu setzen, anzugehen und zu erreichen ist allerdings sowohl im Studium als auch über den gesamten Lebensweg wichtig.

Eine klare Definition der eigenen Ziele ist essentiell, weil sie die Motivation und den Fokus steigert und dabei hilft, Herausforderungen zu bewältigen. Gute Strategien für eine realistische und erreichbare Zielsetzung sind dabei auch für die Selbstorganisation, insbesondere im langfristig angelegten (Fern-)Studium, unerlässlich.

Über die Handhabe von guten Vorsätzen und Zielen im Studium haben sich Study Coach Alba Schlesinger, die neben Job und Selbständigkeit auch 2 Studiengänge gleichzeitig an der @IUInternationaleHochschule studiert, und Christian im Podcast unterhalten.

Inhalt:

00:00 Schönen guten Tag
01:51 Alba stellt sich vor
03:30 Gute Vorsätze für das neue Jahr
09:59 Warum scheitern gute Vorsätze?
14:25 Warum sind gute gesetzte Ziele für das Studium wichtig?
16:40 Wie geht man eine S.M.A.R.T.e Zielsetzung an?
19:32 Tipps zur Terminierung der Ziele
23:14 Wie vereint man soziale Verpflichtungen mit eigenen Zielen?
26:53 Familie und Fernstudium unter einen Hut bringen
30:09 Wie große und kleine Ziele zusammenwirken
37:32 Fortschritte und Ergebnisse mit anderen teilen
40:08 Sollte man seine Ziele anderen mitteilen?
43:12 Wo man Alba im Internet begegnet

Alba im Internet:

➡️ Website: https://www.theartofchange.de
➡️ Instagram: https://www.instagram.com/albas_art_of_study/
➡️ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/albaschlesinger/
➡️ Discord: https://discord.gg/KQGGNQWhAD

Weiterführend:

👉 Alba über SMARTe Ziele: https://www.instagram.com/p/C0E8B99IPLv/

Christian: Ja, liebe Alba, dann herzlich willkommen hier im zweiten Podcast, den wir zusammen machen! Wir wollen diesmal so ein bisschen über Ziele reden, über Neujahrsvorsätze, darüber, woran es liegt, dass sowas so häufig scheitert, und natürlich, was man machen kann, um seine Ziele auch im neuen Jahr wirklich effizient zu erreichen. Vielleicht stellst du dich noch mal kurz vor, ich glaube, die meisten unserer Zuhörer kennen dich mittlerweile, aber sag doch noch mal so ein bisschen, wer du bist und was du machst.

Alba: Hallo, ich bin Alba Schlesinger, für diejenigen, die mich noch nicht kennen. Ich bin selbstständig als Study Coach und Lernberaterin, insbesondere tätig auf Instagram unter meinem Account Albas Art of Study, wo ich kostenfrei Input zur Verfügung stelle für Studierende und Fernstudierende. Ich studiere selber auch zwei Studiengänge an der IU gleichzeitig, Pädagogik und Wirtschaftspsychologie, bin auch noch stundenweise tätig in einer Klinik als pädagogische Fachkraft.

Christian: Und wer sich für diese beiden Studiengänge interessiert und darüber, wie du das alles so unter einen Hut bekommst, also wenn man das so von außen beobachtet, scheint das ja ziemlich gut zu funktionieren, der hört sich einfach mal diesen Podcast an, den wir schon zusammen gemacht haben, verlinken wir natürlich in der Beschreibung. Wir wollen ja über Ziele reden. Vielleicht reden wir erstmal darüber, was wir selber uns für Ziele jetzt für das neue Jahr gesetzt haben. Wir nehmen diesen Podcast ganz kurz vor dem Jahreswechsel auf, und wenn ihr den Podcast hört, dann wird schon das neue Jahr 2024 angebrochen sein. Da haben sicherlich ganz viele von euch sich alle möglichen Ziele und Vorsätze vorgenommen für das neue Jahr. Wir wollen erstmal ein bisschen was dazu sagen, wie das bei uns aussieht. Wie ist denn das bei dir, hast du dir was vorgenommen fürs neue Jahr, Alba?

Alba: Auf jeden Fall. Ich habe mir so zwei Ziele vorgenommen, die mir besonders am Herzen liegen. Einerseits möchte ich über die Firma so ungefähr in den ersten vier Monaten des Jahres eigentlich sehr gerne ein eigenes E-Book schreiben und auch bis zum April veröffentlichen. Andererseits habe ich mich aber auch spontan dazu entschieden, bis Ende April meine Bachelorarbeit vorzubereiten und auch zu schreiben und abzugeben. Und da merke ich aktuell schon, wie wichtig das Ziele setzen ist, aber auch wie komplex und wie Ziele miteinander korrelieren können, vielleicht doch nicht so gut miteinander passen, wenn sie gleichzeitig angegangen werden möchten. Aber das ist so die Idee für das nächste Jahr.

Christian: Okay, das sind ja im Prinzip zwei kleine Bücher in dem Sinne, die du schreibst. Ich weiß jetzt nicht, wie umfangreich dein E-Book werden soll, aber die Abschlussarbeit alleine ist ja schon ein sehr umfangreicher Text. Kann ich mir gut vorstellen, dass das irgendwie ein bisschen miteinander korreliert. Aber vielleicht ist es auch ganz gut, wenn man dann zwei so Sachen schreibt, und du hast gerade so einen kleinen Hänger bei dem einen Text, dann gehst du einfach auf den anderen über. Gibt es da thematisch irgendwie Überschneidungen mit der Bachelorarbeit?

Alba: Vielleicht ein Stück weit. Es soll so um Zeit- und Selbstmanagement gehen. Es gibt insofern Überschneidungen, dass ich durch das Schreiben des E-Books natürlich auch noch mal ein bisschen mich selbst reflektiere, mein Zeit- und Selbstmanagement, was ich dann natürlich für den Schreibprozess der Bachelorarbeit so für mich anwenden kann. Inhaltlich an sich gibt es jetzt leider keine Überschneidungen.

Christian: Okay, aber da haben wir ja schon mal so einen kleinen Teaser von dir, was uns dann dieses Jahr erwarten kann. Da kommt ein E-Book auf jeden Fall, und du wirst einen der Abschlüsse machen. Ich sag mal ein bisschen was zu meinen Zielen. Natürlich habe ich auch ganz viele Ziele und Vorstellungen. Das ist bei mir jetzt aber in der Regel nicht so, dass ich mir das am Jahresende immer mit einem Schlag überlege. Wenn es um das Berufliche geht, dann denkt man ja sowieso immer eher monatlich oder quartalsweise. Aber ich habe natürlich auch ein Ziel, was meine Weiterbildung angeht. Die, die unseren YouTube-Channel verfolgen, die wissen, dass ich Anfang 2023 eine Weiterbildung zum Yogalehrer gestartet habe. Diese Weiterbildung läuft 12 Monate insgesamt, und dann kann man noch mal in die Verlängerung gehen.

Christian: Ich habe viel gemacht in dem Jahr, was Yoga anging, was meine persönlichen Übungen angeht, weil ich gemerkt habe, ich muss eigentlich erstmal Yoga lernen, wenn ich Yogalehrer werden möchte. Und habe mich damit ganz viel auseinandergesetzt, auch viel Sport gemacht. Sport ist schon mal nichts, was ich mir jetzt vornehme im nächsten Jahr, eher was, wo ich mir vielleicht vornehmen sollte, ein bisschen weniger zu machen. Aber was ich mir jetzt vorgenommen habe und was ich so ein bisschen prokrastiniert habe in diesem Jahr, sind diese ganzen Studienhefte, die ich hier habe, die ich auch noch durcharbeiten muss für diese Weiterbildung. Ich habe nicht mehr so lange Zeit, um das abzuschließen, wenn ich in der Regelkurszeit bleiben möchte. Dafür muss ich jetzt noch diese ganzen Hefte durcharbeiten und auch die ganze Theorie erarbeiten. Das möchte ich schaffen, möglichst im ersten Halbjahr. Das wäre so mein Ziel.

Alba: Dein Ziel klingt total spannend. Das hört sich erstmal so an, dass da ganz viele Aufgaben mit inbegriffen sind, was du alles tun und erreichen musst, damit du diesem Ziel näher kommst.

Christian: Ja, die Hefte durcharbeiten, dann die Einsendeaufgaben. Man muss aus bestimmten Heften die Einsendeaufgaben erledigen, um am ersten Online-Seminar teilzunehmen. Und wenn man das hat, dann kann man am richtigen Seminar teilnehmen. Und wenn man das dann geschafft hat mit allen Einsendeaufgaben, dann hat man diesen Kurs erreicht. Und natürlich eben auch noch selber Yogapositionen lernen, die Namen der ganzen Bewegungen und so weiter.

Alba: Hast du denn schon so konkret geplant, wie du das Ziel in die Tat umsetzen möchtest? Viele setzen sich ja auch so ein Ziel, aber planen überhaupt nicht, wie das Ganze schrittweise konkret aussehen soll, dass sie das Ziel erreichen, auf welche Art und Weise sie das Ziel erreichen. Deswegen scheitern ja auch viele häufig dann doch an der Umsetzung.

Christian: Da muss ich sagen, was die Hefte angeht, habe ich jetzt noch gar nicht konkret geplant. Das Vorhaben ist einfach nur, ich muss diese Hefte jetzt durcharbeiten. Ich weiß auch noch gar nicht so richtig, wo ich das jetzt eigentlich unterbringe in meiner Arbeitszeit oder im Privatleben. Ich habe gar nicht so viel Zeit, um das irgendwie groß unterzubringen, da muss ich auch schauen. Was gerade durchgeplant und terminiert ist, sind die Yogastunden, an denen ich teilnehme. Das mache ich auch recht intensiv, jetzt im Januar immer so zweimal die Woche anderthalb Stunden jeweils an einem Yogakurs teilzunehmen. Also das ist schon in trockenen Tüchern. Aber für die Hefte habe ich jetzt noch nicht so den richtigen Plan.

Christian: Lass uns doch erstmal kurz überlegen, warum sowas dann eigentlich häufig scheitert. Man nimmt sich da irgendwie große Ziele vor zum Jahreswechsel, und dann beobachten wir das ja, dass es immer ganz gut funktioniert so die ersten ein, zwei Wochen, mehr Sport zu machen, sich besser zu ernähren oder was auch immer. Aber irgendwie lässt es dann so nach, schon meistens im Februar, und dann war es auch schon wieder mit den Zielen. Was sind so die Top-Gründe, warum diese Vorhaben zum Jahreswechsel so häufig scheitern?

Alba: Häufig ist es denke ich so, dass sich ziemlich unrealistische Ziele gesetzt werden. Jetzt zum Beispiel bei dir, du sagst, du möchtest so bis Mitte des Jahres den Abschluss fertig bekommen, alles durchgearbeitet haben, sagst gleichzeitig aber auch, irgendwie ist gar nicht so die Zeit da. Das klingt schon so ein Stück weit so, dass das hier gar nicht so wirklich realistisch erscheint, und deswegen dann auch gar nicht umgesetzt wird. Das kann zur Entmutigung führen, zur Frustration, und am Ende dann auch dazu, dass das Ziel entweder gar nicht angegangen wird oder erst angegangen wird und dann nicht erreicht wird.

Alba: Oder eben die fehlende Planung, dass überhaupt nicht konkret geplant wird, wie das Ganze denn aussieht, dass das Ziel eher so in der Luft schwebt, aber gar nicht greifbar ist. Oder dass Ziele miteinander korrelieren, dass gar nicht die Zeit ist, beides gemeinsam gleichzeitig umzusetzen, weil es einfach nicht passt, nicht die Zeit da ist, nicht die Ressourcen da sind.

Alba: Oder aber auch, es werden Gewohnheiten unterschätzt. Also Gewohnheiten zu verändern, wird total unterschätzt. Es wird gesagt, ja, ich werde mehr Sport treiben, aber die Gewohnheit ist aktuell so, dass man eher weniger Sport treibt, lieber abends nach Arbeit sich entspannt, zur Ruhe kommen möchte, was ja auch alles berechtigt ist. Aber es ist nun mal eine feste Gewohnheit, und es ist gar nicht so leicht, eine alte Gewohnheit in eine neue Gewohnheit umzutauschen. Oder die Ziele sind halt einfach überhaupt nicht spezifisch, überhaupt nicht konkret. Es wird gesagt, ich möchte abnehmen, aber wie genau, bis wann genau, wie viel genau? Sehr vage.

Christian: Glaube ich auch, bei ganz vielen Leuten, die sich vornehmen, mehr Sport zu machen. Das ist eigentlich total unspezifisch. Was heißt denn das genau? Wann mache ich das? Manche melden sich dann wahrscheinlich im Fitnessstudio an und denken, das ist dann schon mal der erste Meilenstein für dieses Ziel. Aber da muss man dann trotzdem irgendwie hingehen und sich auch überlegen, was mache ich, wenn ich jetzt eigentlich gar keine Motivation habe, dahinzugehen. Aber man sieht, bei dir ist auch so ähnlich wie bei mir, das ist vielleicht ein bisschen unrealistisch, wenn du jetzt schon weißt, dass diese Ziele miteinander korrelieren und du sehr viel Arbeit zu tun hast mit beiden Dingen. So gesehen ist es auch ein Beispiel für ein eventuell unrealistisches Ziel.

Alba: Ja, ist ganz wichtig, dass die sehr unspezifisch vielleicht sind und dass man dann einfach auch keine Motivation mehr hat oder nicht weiß, wie man jetzt beginnen soll, irgendetwas umzusetzen. Da fällt mir auch noch der Punkt ein, dass es ja doch recht häufig auch vorkommt, dass man sich einfach viel zu viele Änderungen vornimmt. Dass man sagt, man möchte abnehmen, man möchte mit dem Rauchen aufhören, dann möchte man noch das Studium zu Ende bringen, und gleichzeitig möchte man noch ganz viele Sachen auf einmal, wo man sich vielleicht viel besser erst einmal nur auf eine einzige Sache konzentrieren könnte.

Christian: Ja, ganz wichtig. Vielleicht ist das auch mal ein Ziel, das man sich stecken könnte für das Jahr, dass man eben versucht, Ziele auch effizient umzusetzen, und dann eben das auch nicht zu übertreiben mit dem Setzen von neuen Zielen. Das demotiviert ja dann auch, wenn man sich ganz viel vorgenommen hat und dann nichts davon so richtig umgesetzt wird.

Christian: Was bringt mir das Ganze eigentlich für das Studium? Also wie wichtig ist es, dass ich mich überhaupt erstmal damit auseinandersetze, wie man seine Ziele setzt, wie man Ziele erreicht, was für Strategien man anwendet? Was bringt mir das Ganze fürs Fernstudium? Die meisten Hochschulen bieten da auch Informationen dazu, im Bezug auf Zeitmanagement und Selbstmanagement hat man ja auch schon mal wahrscheinlich verschiedene Strategien gehört zur Zielsetzung, Zielerreichung, Priorisierung. Was würdest du sagen, wie wichtig ist es eigentlich, dass man sich damit auseinandersetzt, und was sind so die Vorteile?

Alba: Ich sehe das so, dass das Ziele setzen, das gute Ziele setzen, essentiell ist für das Studium, mit eine der wichtigsten Sachen. Jeder hat vielleicht schon mal davon gehört, dass man Ziele SMART setzen soll, aber oft macht man es dann doch nicht. Ich sehe das aber als essentiell an, sich damit auseinanderzusetzen, insbesondere weil es eine unglaubliche Kette an Vorteilen freisetzt. Einerseits erhältst du überhaupt erstmal einen Fokus, wenn du ein gutes Ziel setzt, wo du überhaupt hin möchtest, in welche Richtung. Und wenn du es auch noch richtig gut formulierst, hast du gleich einen konkreten Plan, wie du das Ganze angehst, um das Ziel zu erreichen. Was wiederum deine Erfolge total sichtbar macht, und dadurch, dass diese Erfolge sichtbar sind, kannst du viel eher auch Erfolgserlebnisse erleben, was wiederum zu mehr Selbstvertrauen, zu mehr Zufriedenheit im Studium führt, zu mehr Selbstbewusstsein. Und das wiederum führt natürlich auch zu noch mehr Motivation im Studium, was dann auch im Endeffekt dazu führen kann, dass du noch schneller vorankommst im Studium, je nachdem wie gut du deine Ziele setzt.

Christian: Ja, die Planung ist eben immer ganz wichtig, das höre ich auch immer wieder von unseren Teilnehmern im Podcast, wie wichtig es ist, sein Studium auch irgendwie zu planen. Und mit der Planung geht dann eben auch dieses Ziele setzen einher. Wir haben jetzt schon ganz häufig darüber geredet, dass Ziele irgendwie auch spezifisch sein sollen und vielleicht auch terminiert. Lass uns doch mal darüber reden, wie mache ich das denn jetzt eigentlich? Nehmen wir vielleicht mal als Beispiel dein Vorhaben. Wie würdest du denn jetzt rangehen, um das für dich umzusetzen? SMART ist ja so eine typische Strategie, die man wahrscheinlich auch als Fernstudierende ganz am Anfang des Studiums immer wieder hört. Sag uns doch einfach mal, wie würdest du da jetzt am besten drangehen?

Alba: Am Beispiel der Bachelorarbeit würde ich erstmal schauen, dass das Ganze für mich spezifisch und konkret ist. Ich würde also als Erstes schauen, wie genau setze ich das Ziel um, in kleine Teilbereiche umformulieren. Dass ich mir notiere, dass ich mir zum Beispiel als Erstes das Thema noch mal ordentlich formuliere und daraufhin schon mal vorläufige Forschungsfragen erstelle für die Bachelorarbeit und eine vorläufige Gliederung erstelle und daraufhin eine Literaturliste zum Thema erstelle, das Exposé erstelle und wann ich das abschicke. Und mir notiere, wann werde ich die Forschungsmethodik vorbereiten, wann werde ich die Untersuchungen durchführen, wann auswerten, wann ist genau der Startpunkt, wo ich dann mit dem Schreiben der Arbeit anfange, und wann genau ist der Punkt, wo ich das Ganze einreiche.

Alba: Das würde ich mir alles erst einmal notieren in einem Zeitplan sozusagen. Und natürlich auch so konkret, dass ich das Ganze messbar habe. Dass ich also immer, wenn ich zum Beispiel sage, ich möchte die Literaturliste erstellen, dass ich an der erstellten Literaturliste auch sehen kann, dass ich das jetzt erreicht habe. Und dass das Ganze auch gleichzeitig terminiert ist, dass ich jeden einzelnen Schritt ein Datum daneben setze, um eine Deadline für jeden einzelnen Teilschritt zu haben.

Alba: Und die Attraktivität hat natürlich dann auch noch mal eine große Bedeutung, sich klar zu werden, was für positive Konsequenzen das Ganze dann hat. Wenn ich die Bachelorarbeit dann endlich abgegeben habe, hoffentlich bestanden habe und dann vorm Kolloquium stehe und am Ende die Urkunde in der Hand halte, das ist natürlich auch noch mal unglaublich attraktiv und motiviert mich auch viel mehr, als wenn ich mir jetzt vorstellen würde, ach ja, in acht Wochen muss ich die Bachelorarbeit schreiben, in so wenig Zeit, das kann ja nur schiefgehen. Das würde so für mich persönlich nicht funktionieren.

Christian: Was die Attraktivität angeht, das ist eine Technik, die ich benutze eigentlich auch schon seit vielen Jahren, nämlich Ziele auch zu visualisieren, da können wir vielleicht gleich noch mal ein bisschen genauer drüber reden. Aber du hast jetzt schon ganz viel gesagt, was im Prinzip auch diese sogenannte SMART-Strategie umfasst. Ganz wichtiger Punkt finde ich hier auch die Terminierung, dass man sich wirklich festlegt, wann möchte ich etwas Bestimmtes erreicht haben. Ich benutze für sowas häufig auch einfach nur meinen Kalender, auch für kleinere Ziele, um mir da einfach wirklich zu terminieren: Bis dann und dann will ich das geschafft haben.

Christian: Wenn ich jetzt hier so ein Studienheft durcharbeiten wollte, dann würde ich mir jetzt wahrscheinlich festlegen, erstmal zu gucken, wie lange brauche ich wahrscheinlich, um dieses Heft durchzuarbeiten. Das hier ist relativ dünn mit 50, 60 Seiten, ein paar Abbildungen mit drin. Da brauche ich jetzt wahrscheinlich nicht mehr als zwei bis drei Abende, und dann noch mal zwei Stunden vielleicht um diese Einsendeaufgabe zu erledigen. Und da kann ich mir jetzt überlegen, wo bekomme ich denn das in meinem Zeitplan unter, schaue mal meinen Kalender durch und trage mir das dann tatsächlich auch so an diesen Tagen ein. Mein Kalender synchronisiert sich auch mit meinem Telefon, und dann sehe ich sozusagen immer auch auf dem Bildschirm, was ansteht. Was für mich im Kalender steht, ist irgendwie fest, das habe ich mit mir vereinbart. Manchmal gibt es natürlich auch Verschiebungen, aber in der Regel habe ich das so mit mir vereinbart: Es steht im Kalender, dann wird es auch gemacht.

Alba: Also ganz wichtig, es muss natürlich auch vernünftig sein, ein vernünftiges Ziel. Wenn ich eigentlich drei Tage brauchen würde, dann nehme ich mir jetzt keine zwei Stunden Zeit. Also bei der Terminierung ist der Punkt des Realistischen unglaublich wichtig. Ich zum Beispiel habe es letztens noch erfahren, dass ich mir so dachte, ja, in einer Woche reiche ich meine Hausarbeit ein. Aber im Endeffekt war es vollkommen unrealistisch. In dem Moment habe ich mir nicht wirklich Gedanken gemacht, ob das wirklich realistisch ist, ob es vielleicht irgendetwas gibt, was mich daran hindern könnte, sei es Arbeit, dass man irgendwie Besuch bekommt, oder bei anderen vielleicht, dass die Kinder haben oder wie auch immer. In dem Fall habe ich das überhaupt nicht reflektiert, ob das realistisch ist, und das ging dann natürlich auch ein bisschen in die Hose am Ende. Also dieser Teil des Realistischen ist auch sehr wichtig bei der Terminierung.

Christian: Ja, ist glaube ich ein wichtiger Skill im Studium, einfach einschätzen zu können, und das auch im Arbeitsleben, wie lange werde ich für eine Aufgabe wahrscheinlich brauchen. Manchmal kommt ja dann auch so dieses psychologische Phänomen zum Tragen, dass man dann tatsächlich auch so lange braucht, wie man sich Zeit gibt. Und wenn man sich weniger Zeit geben würde, würde man es wahrscheinlich auch in weniger Zeit schaffen. Also ich glaube, man sollte das schon realistisch sehen, aber jetzt auch nicht zu sehr ausdehnen, also schon gucken, dass man dann auch zügig seine Aufgaben erledigt bekommt.

Christian: Wir haben schon im Vorgespräch so ein bisschen darüber geredet, dass dieses SMART alleine, dieser Begriff für Zielsetzung, so ein bisschen ausgenuckelt ist und jeder schon mal davon gehört hat und es irgendwie auch langweilig klingt. Aber irgendwie passt es ja dann doch. Ganz sinnvoll wahrscheinlich, sich da mal ein bisschen damit auseinanderzusetzen, dass die Ziele eben spezifisch sein sollten, messbar, terminiert und so weiter.

Christian: Dann haben wir noch ein anderes Thema, über das du auch reden wolltest, was dir auch am Herzen lag, was auch die Ziele angeht, nämlich wie wichtig soziale Verpflichtungen sind, um seine Ziele zu erreichen. Was würdest du sagen?

Alba: Ich dachte da tatsächlich insbesondere daran, soziale Verpflichtungen, wenn man sie hat, positiv zu nutzen, oder aber wenn man meint, sie nicht zu haben, sich welche zu schaffen. Zum Beispiel im Studium, wenn man sein Lernen optimieren möchte oder mehr lernen möchte, und man sich auf die Suche macht nach einem Mitstudierenden in Online-Plattformen oder was auch immer, der ein ähnliches Ziel verfolgt, dann kann man sich sozusagen zusammentun und sich soziale Verpflichtungen gegenseitig setzen. Dass man zum Beispiel sich gegenseitig seine Ziele austauscht, was jetzt der nächste Schritt ist, und den anderen beauftragt, mal am nächsten Tag einen anzustupsen und zu fragen: Und, hast du das denn jetzt wirklich gemacht oder nicht? Das kann aus meiner Erfahrung unglaublich motivieren, nicht nur anzufangen, das Ziel umzusetzen, sondern auch dranzubleiben und wirklich bis zum Ende durchzuziehen, wenn man da jemanden hat, wo man weiß, okay, der weiß, was ich vorhabe, und derjenige einem dann immer mal wieder so einen Stupser gibt, um dranzubleiben.

Christian: Okay, verstehe, du meinst das also mehr so im Sinne von dem Study Buddy, sich zu suchen. Macht man ja auch, wenn man sich vornimmt, mehr Sport zu machen, vielleicht sich dann jemanden zu suchen, der mit einem ins Fitnessstudio geht. Sehe ich auch so. Wir haben in dem Studio, wo ich mal trainiere, da gibt es häufiger auch so Paare sozusagen, Freunde, Freundinnen, die zusammen trainieren. Das scheint auch ganz gut zu funktionieren, dass man sich da mal gegenseitig motivieren kann, wenn der eine mal keine Lust hat den Tag, dann geht man trotzdem mit. Und so kann das ja auch im Studium sein, dass man sich da immer so ein bisschen anstupst und austauscht. Das ist jetzt nicht so schwer zu finden als Fernstudent, da gibt es ja auf den Plattformen der Hochschulen in der Regel auch immer die Möglichkeit, seine Kommilitonen anzuschreiben und da jemanden zu finden.

Christian: Und wie ist es jetzt mit der Familie? Kann man sich da auch irgendwie noch Unterstützung versuchen zu holen, oder ist es eher so, dass man sagt, man hat eben durch dieses Ziel jetzt ein bisschen weniger Zeit und versucht da irgendwie Verständnis zu erlangen?

Alba: Also ich habe jetzt selber keine Kinder, keine Familie sozusagen in dem Sinne, aber ich kann mir vorstellen, dass man, je nachdem was man für ein soziales Umfeld und an Ressourcen hat, erstens Prioritäten setzen sollte. Ob zum Beispiel der Haushalt unbeschreiblich wichtig ist, dass alles tiptop sauber ist jeden Tag, oder ob das Ziel höher steht, mit dem Studium voranzukommen. Und wenn möglich auch zu delegieren, was man delegieren kann. Manche tun sich auch oft schwer damit, irgendwelche Aufgaben an jemand anderen zu übergeben, und halten dann daran fest. Aber sich auch zu erlauben, bestimmte Sachen an jemand anderen zu übergeben, der sich darum kümmert, das kann ich mir vorstellen, dass das sehr gut helfen könnte.

Christian: Ja, also ich kann so aus meinem eigenen Leben sagen, natürlich kollidiert diese Yoga-Weiterbildung jetzt zum Beispiel auch so ein bisschen mit meinem Privatleben. Also diese Yogastunden habe ich jetzt in die Abendstunden gelegt, da sind die ganzen Verpflichtungen des Tages eigentlich erledigt. Aber die Abendstunden sind ja auch mal so ein bisschen die Zeit, die der Familie gehört, das fehlt dann natürlich. Und da habe ich natürlich auch klar gemacht, dass das jetzt für einen gewissen Zeitraum ist, also ich habe das jetzt extra so ein bisschen intensiver gemacht, damit es einfach schneller wieder vorbeigeht. Und da ist klar, das wird jetzt eine gewisse Phase sein, und dann ist es wieder vorbei.

Christian: Wer ein richtiges Fernstudium macht im Sinne von dem Bachelor- oder Masterstudium, der wird wahrscheinlich noch ein bisschen mehr Zeit investieren. Da ist es glaube ich ganz wichtig, dass man sich da abspricht, damit das eben nicht dann auch mit dem Privatleben kollidiert.

Alba: Ja, auch bei mir gibt es ja noch die Seminare, und da war es auch wichtig, sich dann noch mal abzusprechen, wie das dann funktioniert, wie man den ganzen Alltag trotzdem bewältigt bekommt, vielleicht Aufgaben abzugeben, wenn man dann irgendwie mal zwei, drei Tage nicht da ist. Oder auch zu schauen, hat man sich den Rahmen überhaupt realistisch gesetzt. Es gibt unglaublich viele Hochschulen, die bieten verschiedene Zeitmodelle an, und die bieten es an, dass man auch wechseln kann. Wenn man sagt, man hat eigentlich noch mehr Zeit zur Verfügung, kann man ein höheres Zeitmodell wählen, oder auch eben im Gegenteil sagen, okay, ich brauche mehr Zeit für die Familie, für den ganzen anderen Kram, und kann in ein niedrigeres Zeitmodell gehen.

Christian: Dann lass uns doch mal reden über die Ziele an sich. Du hast auch im Vorgespräch so ein bisschen unterschieden zwischen größeren Zielen und kleineren Zielen. Wie machst denn du das mit den größeren Zielen? Ist die Bachelorarbeit für dich schon ein größeres Ziel?

Alba: Ja, da mache ich es gerne so, dass ich schon ein großes Ziel setze, zum Beispiel ich möchte die Bachelorarbeit schreiben, und dieses große Ziel nutze, um mich zu motivieren. Dass ich mir wirklich sinnlich vorstelle, was habe ich denn für positive Konsequenzen, wenn ich dieses große Ziel erreicht habe, wenn ich die Urkunde in der Hand habe. Manchmal gehe ich so vor, dass ich mir zum Beispiel ein Visionboard darüber erstelle, so mit Sprüchen, Zitaten, Bildern oder aufzeichne, was das am Ende für mich bedeutet, wie toll das am Ende sein wird, einfach um meine Motivation aufrechtzuerhalten. Dass immer wenn ich an dem Visionboard vorbeigehe, meine Motivation wieder auftanke sozusagen.

Alba: Für die konkrete Umsetzung schaue ich dann, welche Miniziele sich eigentlich in diesem Großziel befinden. So wie ich es vorhin schon sagte: Beginnen damit, den Titel überhaupt für die Bachelorarbeit zu erstellen, ist zum Beispiel ein Miniziel. Das nächste Miniziel wäre, drei Forschungsfragen zu erstellen, danach eine grobe Gliederung, danach die Gliederung vielleicht noch mal zu perfektionieren, und danach folgt, die Literatur schon mal herauszusuchen. Dass ich so wie eine Zeitleiste habe an Minizielen, die ich mir zum Beispiel auch visualisieren könnte, damit ich wirklich einen Plan habe, wie ich das Großziel am Ende erreiche. Und daran kann ich natürlich auch sehr gut markieren, wenn ich eines der Miniziele erreicht habe, was dann natürlich auch meinen Fortschritt sehr schön visualisiert. Das ist natürlich auch ein schöner Anblick, wenn man dann so sieht: geschafft, geschafft! Hat man nur das große Ziel, dann ist es so eine unglaublich lange Spanne, in der man das Gefühl hat, man hat noch gar nichts erreicht.

Christian: Also das Moodboard beziehungsweise Visionboard, was du erwähnt hast, das habe ich jetzt auch schon öfter im Podcast gehört, auch eine gute Strategie, um sich Ziele zu visualisieren. Ich bin da eher so, ich würde mir jetzt wahrscheinlich nichts an die Wand machen. Ich visualisiere aber auch sehr gerne und viel Ziele, ich benutze dafür zum Beispiel Meditation. Also ich meditiere jetzt nicht ständig, aber gerade bei den größeren Sachen, auch bei größeren Lebenszielen, mache ich das gerne und auch immer mal wieder, dass ich mich hinsetze und mir dann den Ist-Zustand schon vorstelle. Also ich stelle mir das dann in der Regel so vor, als ob ich etwas gerade erreicht habe, wie fühlt sich das an, meine Bachelorarbeit oder das Bachelorzeugnis in den Händen zu halten. Und das kann man auch ganz gut vielleicht vergleichen mit Gefühlen, die man schon mal in anderen Situationen hatte, wo man denkt, das möchte ich noch mal erreichen.

Christian: Und dann stelle ich mir das ganz konkret vor, und wenn ich das einmal mache, dann gibt es ganz viele Punkte in meiner Psyche, die mich immer weiter an dieses Ziel ranziehen, um das dann tatsächlich auch in Realität zu erreichen. Und ich habe natürlich auch große Ziele, es ist natürlich ein großes Ziel, diese Weiterbildung abzuschließen. Aber ich habe auch größere Ziele im Sinne von Zielen, die über viele Jahre gehen. Ich hatte mal vor einigen Jahren bei einem Zahnarztbesuch, bei einer Zahnärztin, die hat mich tatsächlich gefragt, ob ich so ein 10-Jahres-Ziel habe. Und sie meinte, machen Sie das mal, schreiben Sie sich mal auf einen Zettel Ihr Ziel oder das, was Sie in den nächsten 10 Jahren erreicht haben möchten. Das habe ich auch gemacht, das ist so ein Zettel, der liegt hier in meiner Schublade, da gucke ich immer mal wieder drauf und hole mir das immer mal wieder ins Gedächtnis. Und manchmal gucke ich da so drauf und denke, nicht schlecht, eigentlich das meiste davon hast du mittlerweile schon umgesetzt, und da sind jetzt eigentlich kaum fünf Jahre vergangen seitdem. Das war super hilfreich, sich das da einfach nur mal auf einen Zettel zu schreiben als ganz konkrete Sätze.

Alba: Ja, das machen nicht viele. Viele leben eher so in der Gegenwart und haben irgendwelche Wünsche, die in der Luft schweben. Aber das ist eine sehr wertvolle Sache, sich das einfach mal zu notieren. Und auch schöne Momente, wenn man dann irgendwie zwei, drei Jahre später diesen Zettel sieht und sich reflektiert, inwiefern man denn schon weitergekommen ist mit dem Ziel, was man sich gesetzt hat.

Christian: Ja, und ich bin da natürlich auch sehr praktisch orientiert, so wie du dann sicherlich auch. Ich belasse es dann natürlich nicht bei diesen großen Zielen, sondern versuche, das dann auch in einzelne Schritte aufzuteilen und eben in kleinere Ziele. Das ist bei den ganz großen Zielen, wenn die wirklich groß sind und erstmal unerreichbar erscheinen, vielleicht noch ein bisschen schwieriger. Aber bei der Sache jetzt wie mit der Weiterbildung, das teile ich mir natürlich auch in einzelne Schritte, möglichst terminiert auf.

Alba: Genau, und was auch noch wichtig ist: Es kann immer mal passieren, egal wie gut man das Ziel setzt, dass man sich doch überschätzt hat oder unterschätzt hat oder die Rahmenbedingungen sich geändert haben. Ich glaube, genauso essentiell ist es auch, immer wieder regelmäßig zu reflektieren, ob das, was man geplant hat, überhaupt gerade noch funktioniert, und wenn nein, was passe ich wie an. Das regelmäßige Reflektieren sehe ich als sehr bedeutsam, damit das Ganze umgesetzt werden kann.

Christian: Ja, auch mal zu schauen, was habe ich jetzt geschafft. Das gehört ja auch mit zu diesem Messbarkeitsaspekt. Da geht es jetzt nicht darum, irgendwas zu messen mit dem Lineal, sondern wirklich, sich das Ergebnis auch anzugucken und sich dann anhand dieses Ergebnisses auch weiterzubewegen. Jetzt habe ich das geschafft, jetzt habe ich diese Einsendeaufgabe vielleicht eingeschickt, und jetzt kann ich ein Stückchen weiter. Für wie wichtig hältst du es, diese Ergebnisse dann auch mit anderen zu teilen?

Alba: Es kommt darauf an, mit wem. Also besonders gerne teile ich selber so erreichte Ergebnisse zum Beispiel mit meinem Partner oder mit der Familie, mit irgendjemandem, der mich vielleicht auch auf dem Weg unterstützt hat, der immer an mich geglaubt hat, der viel nachgefragt hat, neugierig war. Das ist für mich persönlich zumindest sehr wichtig und bedeutsam, weil es dann wiederum auch was mit dem Selbstwertbewusstsein macht und man sich irgendwie auch noch mal doppelt freut, dass man es geschafft hat. Kommt immer darauf an, welches Umfeld man um sich hat.

Christian: Wie wichtig hältst du das denn?

Alba: Ich glaube, es kommt tatsächlich auf den Menschen darauf an. Ich beobachte es ja immer auf Instagram, ich verfolge ja viele von unseren Zuhörern, und schaue so, was sie da immer posten, auch in Bezug auf ihr Studium. Viele schreiben auch mal in ihre Bio auf Instagram, wie viele ECTS sie jetzt schon erreicht haben, und teilen ja dann auch mal, wenn sie eine Klausur geschafft haben. Und natürlich auch, was da für Kämpfe teilweise mit dazu gehört haben, besonders bei Klausuren, wo man vorher irgendwie Angst gehabt hat, so Themen wie Statistik. Und viele sind dann eben besonders stolz: Jetzt habe ich es geschafft, vielleicht keine Eins, oder nicht ganz das, was ich mir vorgenommen hatte, aber ich habe es geschafft, jetzt kann ich weitergehen. Und dann gibt es auch mal ganz viel Zuspruch in den Kommentaren. Aber ich glaube, da muss man so ein bisschen gemacht sein, um das dann auch teilen zu können, vielleicht auch mit der Öffentlichkeit.

Alba: Also ich habe eine liebe Mitstudierende, mit der mache ich ab und an zusammen ein Modul, weil wir einfach beide gleichzeitig damit starten wollen und beide gleichzeitig gerne zügig abgeben möchten. Und da teilen wir schon sehr gerne die Ergebnisse, oder wenn man irgendwelche Teilschritte erreicht hat. Und das tut dann auch gut, erstens, das mit jemandem zu teilen, der sich natürlich auch mit der Materie auskennt, aber auch zu merken, okay, man sitzt da jetzt nicht alleine dran, man macht das irgendwie, auch wenn man in getrennten Räumlichkeiten sitzt, doch zusammen. In dem Kontext mache ich es schon sehr gerne. So offiziell in der Insta-Bio, das ist jetzt nicht so meins.

Christian: Ja, letzte Frage, Alba, noch mal zum Thema Vorsätze für das neue Jahr. Was würdest du sagen, ist es häufig ja so, dass man sich ganz viel vornimmt und dann erzählt man das so im ganzen Umfeld rum und sagt, ja, ich habe mir jetzt vorgenommen, aufzuhören zu rauchen, oder ich habe mir vorgenommen, mehr Sport zu machen, eine Diät zu machen und ein paar Kilo abzunehmen im nächsten Jahr. Was würdest du sagen, behalte ich solche Ziele erstmal eher für mich und rede da nicht groß drüber und versuche erstmal in die Umsetzung zu gehen? Oder veröffentliche ich diese Ziele und sage meiner Familie beispielsweise, was ich vorhabe im neuen Jahr?

Alba: Also mit den Personen, die mir am nächsten sind, da teile ich schon gerne so Ideen. Das sind nicht gleich Ziele für mich, sondern erstmal so grobe Ideen, was ich mir so vorstellen kann oder für nötig erachte für das nächste Jahr. Aber wenn es darum geht, das an das eher entferntere Umfeld weiterzugeben, sei es Arbeitskollegen oder Familie im entferntesten Sinn, dann mache ich mir schon vorher erstmal Gedanken: Mit welchem von diesen ganzen Ideen möchte ich eigentlich anfangen, warum überhaupt, was habe ich davon? Wie genau sieht das Ganze dann aus? Und auch die Frage, was habe ich davon, wenn ich das jetzt mit anderen teile, oder welcher Person kann ich das teilen, damit ich auch was davon habe, oder vielleicht hat die andere Person auch was davon.

Christian: Warum ich das frage, ist, dass dieses Teilen mit anderen ja dann in der Regel auch zu einem gewissen Druck führt, dass man dieses Ziel dann tatsächlich auch erreicht. Und ich glaube, hier kommt es auch auf denjenigen drauf an, ob er mit so einem Druck besser arbeiten kann, wenn er weiß, okay, da sind jetzt einige Menschen, die erwarten jetzt von mir, dass ich das schaffe, weil ich habe eben gesagt, dass ich das schaffe. Und vielleicht funktioniert man so besser. Oder ich behalt es eben für mich, dann habe ich immer noch die Option, das auch nicht zu machen oder nicht zu erreichen, und dann ist es jetzt auch kein Problem, weil ich habe es eben niemanden erzählt.

Alba: Also bei meiner Bachelorarbeit ist das so, dass ich schon der ein oder anderen Person sage, wann ich anfangen möchte und bis wann das Ding abgegeben ist, einfach weil ich in dem Fall schon so ein bisschen den Druck brauche, weil ich mein zeitliches Ziel habe. Aber jetzt zum Beispiel bei dem E-Book, da teile ich eher nicht, wann genau das rauskommt, weil ich mir einfach die Flexibilität und den Raum lassen möchte, eben nicht unter diesem Druck stehen möchte, sondern meinen Kopf frei haben möchte, um noch besser auf neue Ideen fürs Buch zu kommen.

Christian: Alba, wo kann man dir am besten folgen, wenn man vielleicht nachverfolgen möchte, wann dein E-Book rauskommt, oder wo kann man mit dir Kontakt treten?

Alba: In erster Linie über Instagram, über Albas Art of Study. Dort stehe ich immer zur Verfügung, über DM oder über die Kommentare unter den Beiträgen. Und ansonsten natürlich auch unter meiner Homepage www.cartofchange.de, dort bin ich auch zu finden.

Christian: Wir verlinken das natürlich auch alles in der Beschreibung für diesen Podcast, in den Shownotes. Alba, ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg im neuen Jahr mit der Umsetzung, auch mit deiner Bachelorarbeit. Bin schon gespannt, was da jetzt für ein E-Book kommt. Vielleicht können wir da dann auch mal drüber reden, wenn das denn da ist. Und vielen Dank, dass du dich bereit erklärt hast, über dieses Thema zu reden für das neue Jahr. Ja, bis bald!

Alba: Danke schön auch, und ich wünsche dir, dass du gut ins neue Jahr gerutscht bist. Danke, tschüss!

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