Alles über Motivation im Fernstudium! Langfristige & kurzfristige Motivation – Manuela Gnann im Gespräch

In Podcast 15 redet Christian mit Coach für Fernstudierende Manuela über Motivation! Manuela erzählt ausführlich, wie man sich kurzfristig motivieren kann, etwa fürs Klausurenlernen. Manuela geht auch darauf ein, wie man sich langfristig für die gesamte Dauer des Studiums motiviert. Christian und Manuela reden auch dafüber, wie sich Sport, Yoga etc. aufs Studium und auf die Motivation auswirken.

Inhalt:

00:00:00 Vorschau
00:05:43 Wie kann ich mich langfristig motivieren?
00:23:55 Wie kann ich mich kurzfristig z.B. für Klausuren motivieren?
00:38:14 Was tue ich bei extremen Motivationslöchern?
00:43:18 Wie finde ich den Wiedereinstieg nach längeren Pausen?
00:49:06 Wie wirkt sich mein Lifestyle auf meine Motivation aus?
01:04:02 Manuela über ihre Schulzeit
01:05:34 Manuela über ihr Coaching für Fernstudierende

Manuela im Internet:

➡️ Instagram: https://www.instagram.com/fernstudiummitmanu/

Christian: Schönen Tag! Heute habe ich im Podcast Manuela von studywithin, dem Instagram-Channel, den ihr vielleicht auch schon folgt, wenn ihr ein Fernstudium absolviert. Manuela ist nämlich Coach für Fernstudierende. Manuela arbeitet als Dozentin auch in der Erwachsenenbildung, und Manuela kennt ihr vielleicht sogar schon aus euren Studienskripten, denn Manuela ist nämlich auch Autorin für Studienmaterialien und in dieser Funktion tätig für größere Fernhochschulen in Deutschland. Also Manuela kennt sich definitiv aus, was die Arbeit mit Studierenden angeht, hat hunderte Fernstudierende bzw. Studis gecoacht und betreut in ihrer Tätigkeit. Und mit Manuela möchte ich jetzt über das spannende Thema Motivation reden. Manuela hat mir nämlich erzählt, dass Motivation eines der größeren Themen auch in ihrer Community ist, dass Studis oder Fernstudierende immer wieder nachfragen: Wie kann ich mich motivieren für das Studium, für das Fernstudium? Wie kann ich mich langfristig motivieren? Wie gehe ich mit Motivationslöchern um? Wie kann ich mich auch kurzfristig einfach motivieren, um mich auf die Klausur vorzubereiten, die in den nächsten Tagen stattfindet, obwohl ich überhaupt keine Lust dazu habe? Über all diese Themen möchte ich jetzt mit Manuela reden, und ich würde sagen, wir legen einfach mal direkt los.

Christian: So, Manuela, dann herzlich willkommen im Podcast! Ich freue mich, dass ich jetzt mit dir ein bisschen über das Thema Motivation reden kann. Das hatten wir jetzt noch gar nicht im Podcast, und ich muss sagen, ich bin heute früh aufgestanden, alle haben gerade irgendwie so Ferien und Urlaub. Also vielleicht zur Info für unsere Zuhörer: Wir haben es jetzt kurz vor Weihnachten, übermorgen ist quasi Heiligabend, und alle gehen jetzt irgendwie schon so in Urlaub. Und ich dachte mir heute früh: Oh nein, ich habe keine Lust aufzustehen, ich bin nicht sonderlich motiviert, heute irgendwie jetzt noch den Arbeitstag durchzuziehen. Und ich habe mich dann trotzdem irgendwie motiviert, und ich hoffe, wir können jetzt im Podcast so ein kleines bisschen darüber reden, was man dann so machen kann, beispielsweise bei solchen Sachen, wo man sich sehr kurzfristig für etwas motivieren muss. Und natürlich auch, wie man sich langfristig motiviert. Also herzlich willkommen hier im Podcast!

Manuela: Herzlichen Dank für die Einladung, Christian! Sehr schön, also ich freue mich sehr, dass ich zum Thema Motivation mit dir heute sprechen kann. Und das, was du gerade geschildert hast, ist eigentlich so ein ganz klassisches kurzfristiges Motivationsloch, was man natürlich beispielsweise kurz vor Weihnachten haben kann. Du hast wahrscheinlich, so wie wir alle, ganz kurz vor Weihnachten noch ganz viele Dinge, die du erledigen möchtest, die du fertig bekommen möchtest. In deinem Fall mit deiner Selbstständigkeit wahrscheinlich noch Budgets, die du aufbrauchen oder verwenden möchtest, das muss ja alles noch vor Jahresende abgeschlossen werden. Und das ist eben ganz klassisch vor Weihnachten, dass sich alles so zusammenknüllt, dass ganz viele Dinge parallel kommen. Und das ist natürlich auch eine ganz große Parallele zu den ganzen Fernstudierenden, die ich auch dann noch betreue: Dass ganz viel auf der Arbeit erledigt werden muss, das Studium kommt dazu, dann hat man natürlich auch noch Familie, man bereitet Weihnachten vor, man hat ganz viele soziale Verpflichtungen, gefühlt will dann zur gleichen Zeit jeder auf den Weihnachtsmarkt gehen, was wunderbar ist. Und dann knallt sich alles zusammen, und dann kommt man natürlich auch auf bestimmte Art und Weise in eine Überforderung, man weiß gar nicht mehr, wie soll ich mich jetzt orientieren, wo soll es langgehen. Was du geschildert hast, wie es dir heute Morgen ging, ist ein ganz klassisches kurzfristiges Motivationsloch, und was da in der Regel ganz gut hilft, ist, wenn man sich Ziele setzt und so ein bisschen reflektiert: Was erwartet mich heute? Wie kann ich diese Themen, diese Ziele abarbeiten? Und ich hoffe, dass das Interview für den Podcast heute mit mir ein angenehmes Ziel für dich war.

Christian: Ja, auf jeden Fall! Ich sag dir auch gleich mal im Verlauf von diesem Podcast, oder unseren Zuhörern auch, wie ich mich dann tatsächlich motiviert habe. Aber ich wollte erstmal so ein bisschen über langfristige Motivation reden. Also nehmen wir mal an, jemand interessiert sich für ein Studium oder auch eben für ein Fernstudium, was die meisten unserer Zuhörer machen oder irgendwann mal gemacht haben im Laufe ihrer Studienkarriere. Und die überlegen sich dann so: Wie schaffe ich es denn eigentlich, mich jetzt über mehrere Jahre hinweg langfristig für dieses Studium immer wieder zu motivieren, immer wieder aufzuraffen zu lernen? Ich meine, ganz am Anfang ist man natürlich super motiviert und denkt, das wird wahrscheinlich kein Problem sein, da jetzt drei, vier, fünf Jahre durchzuhalten. Wir hatten hier im Podcast auch schon mal das Thema Prokrastination, da hat uns Kerstin Obermeier erzählt, dass sie teilweise Studis in ihrem Coaching hat, die schon zehn Jahre irgendwie in ihrem Fernstudium hängen, da nicht so richtig vorankommen. Das hängt ja auch ein bisschen mit Mangel an Motivation zusammen. Vielleicht kannst du uns mal so ein paar Sachen sagen, was man machen kann, was man sich auch überlegen kann, bevor man so ein Studium anfängt, in Bezug auf so eine langfristige Motivation.

Manuela: Genau. Du hast im Prinzip das allerwichtigste Stichwort schon selbst gegeben: Es ist eine Verpflichtung für mehrere Jahre, und dessen sollte man sich auf alle Fälle bewusst sein. Ihr habt über mehrere Jahre mindestens drei, vier, fünf Jahre eine Mehrfachbelastung durch dieses Studium, durch den Job, eure Familie und Hobbys und Sozialleben. Und dessen müsst ihr euch bewusst sein. Also wir sprechen bei einem Fernstudium nicht von einem Sprint, wir sprechen leider immer von einem Marathon. Das geht über mehrere Jahre, und da sprechen wir von der wirklich ganz grundlegenden Motivation für dieses Studium, die eben auch tatsächlich passen muss, ansonsten wird das sehr schwierig für euch. Oder ihr werdet zu so Langzeitstudenten. Nichts gegen Langzeitstudenten, aber ihr habt natürlich irgendwann auch mal Interesse, das Studium in einem vernünftigen Zeitrahmen abzuschließen.

Manuela: Ich möchte auch noch gerne ein bisschen was zum eigenen Studientempo sagen: Schaut immer, dass ihr entsprechend eurer eigenen Umstände studiert. Also ihr müsst nicht auf Krampf, weil alle anderen das innerhalb von drei Jahren schaffen, euch das als Ziel machen. Schaut euch, wenn ihr euch für ein Fernstudium interessiert, ganz genau eure Umstände an: Wie sieht's mit der beruflichen Entwicklung aus? Habt ihr vielleicht in den nächsten Jahren Jobwechsel vor, vielleicht auch noch mal einen Karriereschritt, dass ihr Personalverantwortung bekommt? Wie sieht es mit der Familie aus? Hast du da die Unterstützung, die du brauchst? Hast du da jemanden, der dir auch mal den Rücken freihalten kann? Oder hast du vielleicht parallel zu deinem Fernstudium die Einschulung von deinem Kind, die Kindergarten-Eingewöhnung, also wirklich ganz große Meilensteine, die wunderschön sind, aber die es natürlich auch ganz schwierig machen, noch ein Fernstudium unterzubringen.

Manuela: Das ist so quasi der erste Aspekt, den ich ganz wichtig finde: Man sollte sich sein Umfeld anschauen und auch die eigene Motivation für dieses Fernstudium. Warum möchtest du das überhaupt machen? Da gibt's ja ganz viele unterschiedliche Gründe, warum du dich für ein Fernstudium entscheidest. Angefangen von: Ich wollte schon immer einen bestimmten Studiengang studieren, es hat damals, als ich meinen Schulabschluss gemacht habe, nicht geklappt aus welchen Gründen auch immer, die absolut in Ordnung sind. Bis hin zu: Ich möchte mich beruflich weiterentwickeln, was ja wirklich die Motivation für sehr, sehr viele Fernstudierende ist, die noch weitere Qualifikationen bekommen möchten im Sinne eines lebenslangen Lernens. Und natürlich auch der Geldfaktor ist natürlich eine ganz große Motivation, dass man einfach noch mal eine ganz andere Karriereentwicklung machen kann, wenn man bestimmte Studienabschlüsse hat. Das heißt, macht euch auch ehrlich: Was ist eigentlich eure Motivation, dieses Fernstudium zu machen?

Manuela: Und dann natürlich als weiteren Faktor: Christian, wir hatten ja im Vorfeld auch gesprochen, wir haben eine ganz große Gemeinsamkeit, wir haben beide ein nicht abgeschlossenes Fernstudium. Bei mir war das zum Beispiel so, dass das Fernstudium und der Studiengang und die Art und Weise, wie die Unterrichtsmaterialien aufbereitet waren, überhaupt nicht zu mir gepasst haben. Und das ist auch was, das könnt ihr schon, bevor ihr euch für ein Fernstudium entscheidet, abklären: Welche Unterlagen werden zur Verfügung gestellt? Wie wird unterrichtet? Bin ich da in einem ganz großen Umfang alleine gelassen, weil ich vielleicht einen Studienbrief alleine durcharbeiten muss? So war das in meinem Fall, ich habe das alleine einfach nicht hinbekommen, ich hätte eine deutlich stärkere Begleitung von Tutoren gebraucht oder vielleicht auch von einem Mentor oder einem Coach, der oder die mich da einfach ein bisschen an die Hand nimmt.

Manuela: Und natürlich auch die Frage: Welche Prüfungsleistungen sind überhaupt gefragt? Bin ich eher so der Typ Prüfung, der dann wirklich auch auf einen bestimmten Termin hinarbeiten kann? Oder bin ich eher so der Typ wissenschaftliche Arbeit, sodass ich Hausarbeiten und Projektarbeiten ein bisschen im eigenen Tempo bearbeiten kann? Das finde ich auch immer einen wichtigen Aspekt, den man berücksichtigen sollte, weil es natürlich auch aufs eigene Zeitmanagement einzahlt, dass man auch sagen kann: Bin ich eher jemand, der sich Freiräume nehmen kann, um mich auf Prüfungen vorzubereiten, oder möchte ich lieber mir diese Freiräume nehmen und dann einfach auch an wissenschaftlichen Arbeiten arbeiten, wann es in mein Leben integrieren kann?

Christian: Ja, ganz wichtiger Punkt auch, was du noch mal sagst. Natürlich ganz wichtig und ausschlaggebend, welche Hochschule man wählt. Da würde ich mir natürlich die Studieninhalte angucken, was interessiert mich, was sind die einzelnen Module. Aber ich sage das auch sehr häufig in den Videos, die wir auf unserem YouTube-Channel machen dazu: Was so die vorherrschenden Prüfungsformen im Studium sind, das sollte man sich unbedingt mit angucken. Wenn man jetzt nur Klausuren hat und dann aber eigentlich gar nicht so der Klausuren-Typ ist, weil man da Schwierigkeiten hat, sich kurzfristig zu motivieren, so eine Klausur mit einer guten Note durchzuziehen, dann sollte man doch eher nach einer Hochschule gucken, die ein bisschen mehr alternative Prüfungsformen anbietet. Die IU beispielsweise soweit ich weiß und die Hochschule Fresenius, die bieten auch alternative Prüfungsformen an. Oder vielleicht eine gute Mischung. Also ganz wichtig auch für die langfristige Motivation: Sich einfach für die richtige Hochschule zu entscheiden. Und das sollte man vielleicht auch in Kauf nehmen, mal den Probemonat durchzumachen oder vielleicht sogar ein ganzes Semester durchzumachen und dann noch mal zu wechseln, wenn man merkt, das passt nicht so richtig. Das sollte man da einfach mit einplanen in den gesamten Studienverlauf und sich dann auch nicht schämen sozusagen oder ein schlechtes Gefühl haben, weil es dann nach dem ersten halben Jahr oder nach dem ersten Semester doch noch nicht so gut geklappt hat.

Manuela: Ich finde es total toll, und das ist auch was sehr Schönes, was du angesprochen hast, dieses sich schämen oder sich nicht eingestehen. Das war auch bei mir so ein Riesenthema, als ich eben so ein bisschen Probleme hatte. Ich habe mir das selber nicht eingestanden, dass ich es nicht hinbekomme mit der Art und Weise, wie dieses Studium organisiert ist, mit der Art und Weise, wie die Studienmaterialien aufbereitet sind und mit der Unterstützung, die ich durch die Hochschule bekomme.

Manuela: Was auch noch ein weiterer Aspekt ist, in Bezug auf Prüfungsleistungen: Wann kann ich die machen? Wie häufig kann ich die machen? Es gibt ja auch Studienmodelle, die haben einen ganz klar vorgegebenen Prüfungszeitraum, und dann habe ich halt einfach diese drei, vier Wochen maximal im Semester, in denen ich Prüfungen schreiben kann. Kann aber sein, dass zu dem Zeitpunkt mein Kind gerade in die Kita kommt und eingewöhnt wird, dann kann ich diese Prüfung nicht machen. Aber wenn du solche Meilensteine schon weißt, dann kannst du dich vielleicht auch eher für so ein Studienmodell entscheiden, bei dem du vielleicht monatlich Prüfungen ablegen kannst, sodass, wenn dich tatsächlich das kleine, mittlere oder große Motivationsloch doch mal erwischen sollte, dass du mal sagst: Okay, ich muss jetzt mal ein bisschen Prioritäten setzen, ich setze vielleicht mal einen Monat aus und schreibe die Prüfung zum späteren Zeitpunkt. Oder wenn es möglich ist: Ich gebe die Hausarbeit oder Projektarbeit einen Monat später ab, weil ich mich später angemeldet habe.

Christian: Ein Aspekt vielleicht noch, den ich mit einwerfen möchte, den du ja aber auch schon genannt hast: Man sollte sich natürlich seiner Ziele bewusst werden. Warum möchte ich studieren? Was hältst du von Visualisierung? Also dass man sich einfach mal vielleicht hinsetzt und sich auch mal rein gedanklich und vielleicht auch ganz bildlich vorstellt, oder das vielleicht auch mal aufschreibt auf einen Zettel, was man für Ziele hat. Und dass man sich ganz bildlich vorstellt, wie man vielleicht seinen Abschluss schon in den Händen hält, das Abschlusszeugnis, oder wie man irgendwelche Klausuren bestanden hat, wie man Lob bekommt, wenn einem das wichtig ist, von Bekannten, Verwandten, Familie und Freunden. Hältst du davon was, so eine Art Mentaltechnik, um sich seine Ziele noch mal so ein bisschen im Kopf zu verfestigen und dann nach und nach daran zu arbeiten, dass die sich dann manifestieren?

Manuela: Ich bin ein riesengroßer Fan davon, muss ich sagen, und das ist wunderschön ausgedrückt. Man kann auf verschiedenste Arten und Weisen visualisieren. Man kann beispielsweise sich Fotos ausschneiden oder im Internet recherchieren, sich selber so eine Collage basteln und sagen: Was sind so meine Ziele, nachdem ich diese ganze Anstrengung hatte, und worauf möchte ich hinarbeiten? Das kann ein besserer Job sein, das könnte mehr Gehalt sein, es könnte eine ganz andere berufliche Option sein, das kann ich ja alles visualisieren für die eher so visuell orientierten Typen. Ich kann das aber auch für mich selber niederschreiben. Da ist ja heutzutage auch Journaling so ein riesengroßer Trend, dass man sich selber auch immer wieder so ein Tagebuch schreibt oder sich auch selber seine Ziele aufschreibt.

Manuela: Und der Podcast wird ja Anfang 2023 rauskommen, gerade Anfang des Jahres setzen wir uns ja generell mit unserem Jahresverlauf auseinander und natürlich auch mit unseren Zielen. Und da kann man das auch wirklich wunderbar als Gelegenheit nutzen, dass man einfach noch mal seine Ziele niederschreibt für das Jahr und einfach noch mal mit sich selber auch vielleicht, ich würde sogar fast sagen, einen kleinen Vertrag macht, dass man sagt: Ich möchte in diesem Jahr Ziel eins, zwei und drei erreichen, kann sich da vielleicht auch zeitlich entsprechende Vorgaben machen. Und also alles, was niedergeschrieben ist oder auch als Collage arrangiert wird mit Bildern, oder man kann beispielsweise auch Apps nutzen, Pinterest ist da auch ein riesengroßes Thema, dass man einfach so seine Wunschvorstellungen pinnt.

Manuela: Und da glaube ich wirklich sehr stark dran und nutze das tatsächlich auch selber für meine unterschiedlichen Projekte, dass ich das dann visualisiere, um mir dann vorzustellen: Was passiert, nachdem ich diese ganze Anstrengung hinter mich gebracht habe? Und wie komme ich über diesen Berg? Und das ist ja im Fernstudium genau das Gleiche: Wie bewältige ich diesen großen Berg an Prüfungen, Hausarbeiten und so weiter, und was erwartet mich danach? Das ist wirklich sehr kraftvoll. Und diese Visualisierung kann man dann auch nutzen für die kurzfristige Motivation, da können wir gleich drauf zu sprechen kommen.

Christian: Einen Aspekt hätte ich jetzt noch in Bezug auf die langfristige Motivation: Planung ist wichtig, hast du jetzt auch schon angesprochen, und in dem Zusammenhang würde ich gerne noch den Begriff Gewohnheiten einwerfen. Also ich finde es auch wichtig, dass man, wenn man sich etwas so Langfristiges plant und an so einem langfristigen Projekt arbeiten möchte, dass man sich von Anfang an bewusst wird, dass man auch Gewohnheiten entwickeln muss, die einem helfen. Kannst du uns dazu vielleicht noch was sagen?

Manuela: Dazu kann ich gerne was erzählen. Und zuallererst gefällt mir total, dass du gesagt hast: Projekt. Also ein Fernstudium ist ein Projekt und das muss geplant werden. Das macht man nicht nebenbei, und ehrlicherweise, man macht das auch nicht als Hobby. Das ist einfach kein neues Hobby, was man mal ausprobieren kann und das wird schon irgendwie funktionieren. So wird es nicht funktionieren, es ist ein groß angelegtes Projekt, es ist ein Marathon, von dem wir sprechen.

Manuela: Und wie du gerade gesagt hast: Gewohnheiten. Wir brauchen Gewohnheiten. Und da finde ich, Gewohnheit hört sich oftmals so als riesengroßes, fast nicht zu überwindendes Wort an, dass man bestimmte Dinge integrieren muss und dann um 6 Uhr morgens aufstehen muss, erstmal eine Stunde Yoga machen muss, 10 km rennen muss und dann erstmal irgendein wunderbar gesundes Frühstück essen muss. Das kann ein Aspekt sein, wenn ihr das so machen wollt. Aber habt da nicht so Angst vor dem Wort Gewohnheit. Es geht eher darum, eine Regelmäßigkeit reinzubekommen und konstant motiviert zu bleiben und dann natürlich auch eine Disziplin zu entwickeln.

Manuela: Es kann ein kleiner Aspekt sein, dass ich beispielsweise, wenn ich bei der Online-Vorlesung dabei war, 90 Minuten, mir eine Viertelstunde danach einfach noch mal jedes Mal, nachdem ich bei so einer Vorlesung dabei war, meine Notizen aufschreibe: Was ist hängen geblieben, was ist nicht hängen geblieben, was habe ich nicht verstanden? Und dann als nächste Gewohnheit: Ich nehme mir noch mal eine Stunde am Tag drauf oder vielleicht zwei Tage darauf und arbeite das nach, sodass man wirklich kontinuierlich dabei bleibt. Und ich glaube, Kontinuität ist auch so ein ganz großes Wort im Fernstudium.

Manuela: Und so können wir mit ganz kleinen Schritten natürlich den Marathon bewältigen. Weil bei Fernstudierenden haben wir natürlich noch eine Sondersituation: Wenn du die Unterrichtsmaterialien selber dir nicht aneignest, egal in welchem Format sie kommen, sei es ein Studienbrief, sei es eine E-Lecture, es ist nicht so wie in der Präsenzvorlesung beim Präsenzstudium, bei dem du da bist und irgendwie die Inhalte schon mitbekommst oder irgendwie Fachbegriffe aufschnappst. Im Fernstudium, wenn du es nicht gelernt hast und dir selber nicht angeeignet hast, ist es nicht parat in der Prüfung. Und Disziplin und Gewohnheiten helfen uns natürlich dann sehr stark dabei, dass wir immer wieder zu unseren Themen finden und natürlich nach und nach unser Studium abarbeiten können.

Christian: Ja, super! Okay, dann haben wir jetzt so ein bisschen ausgearbeitet, was wichtig ist für die langfristige Motivation: Sich Gedanken darüber zu machen, dass es langfristig ist, ein Projekt ist, sich schon mal so ein bisschen Gedanken darüber zu machen, was man für Gewohnheiten aufbauen möchte, die einem dann helfen. Gewohnheiten, dazu zähle ich auch vielleicht noch als Anmerkung, auch Dinge, die einem helfen, motivierter zu sein, über die wir dann auch mal so ein bisschen reden wollen. So Lifestyle-Sachen: Vielleicht ein bisschen Sport, Yoga, solche Sachen, die kann man ja auch mit als Gewohnheit aufbauen in dieser Zeit, wenn man die nicht schon in sein Leben integriert hat. Wichtig auch für die langfristige Motivation natürlich: Die richtige Hochschule zu wählen. Ganz wichtig. Oder sich auch bewusst zu machen, dass man eventuell noch mal, vielleicht sogar nach zwei Semestern, wechseln muss, weil die Hochschule eben nicht so passt. Und dann ganz wichtig auch das Thema Visualisierung. Darüber sollte man sich alles ein bisschen Gedanken machen, bevor man so ein Studium startet.

Christian: So, dann gehen wir vielleicht mal rein in die kurzfristige Motivation. Also wir hatten jetzt den Marathon-Aspekt für das Studium, jetzt kommen wir mal so ein bisschen zu diesem Sprint-Aspekt. Also angenommen, ich schreibe jetzt nächste Woche eine Klausur. Wir haben es jetzt kurz vor Weihnachten, zwischen den Jahren ist jetzt vielleicht eher unwahrscheinlich, dass man da eine Klausur schreibt, aber kann man an Hochschulen wie der IU theoretisch machen, da bucht man sich dann einfach die Online-Klausur. Und jetzt bin ich eben nicht mehr so richtig motiviert, so wie ich heute Morgen, wo ich dachte: Okay, jetzt muss ich aufstehen, der Wecker klingelt gleich, eigentlich würde ich am liebsten jetzt liegen bleiben und den Tag einfach nur im Bett verbringen und in aller Ruhe frühstücken wie an einem Sonntag, anstatt jetzt zu arbeiten. Und so geht's dann vielleicht auch vielen Studis, die sich so denken: Okay, ich muss jetzt eigentlich was für meine Klausur machen, aber so richtig Lust habe ich nicht.

Christian: Ich kann euch vielleicht mal sagen, wie ich mich dann heute Morgen motiviert habe. Aufstehen ist klar, das bekomme ich immerhin hin, egal ob ich keine Lust habe, ich stehe halt einfach auf und mache das. Da habe ich einfach die Disziplin und die Gewohnheit letztendlich auch, weil ich weiß, ich habe jetzt was zu tun, dann muss ich halt aufstehen, da komme ich gar nicht drumrum. Für Familien mit Kindern ist es vielleicht noch ein bisschen anders, da muss man dann sowieso auch aufstehen, um die Kinder irgendwie zu versorgen, Frühstück zu machen, in Kindergarten, Schule und so weiter zu bringen, da hat man letztendlich keine Wahl. Was ich dann gemacht habe: Ich war dann im Büro und war immer noch einfach müde nach dem ersten Kaffee, auch immer noch nicht so richtig fit und motiviert. Und ich habe zum Glück hier in diesem Büro eine Badewanne mit Dusche, und ich habe mich dann einfach unter die kalte Dusche gestellt, und das hat auf jeden Fall geholfen. Also nach der kalten Dusche war ich wirklich richtig wach, richtig motiviert, nach dem Motto: Okay, jetzt kann ich den Tag starten. Habe ich den Podcast jetzt noch ein bisschen vorbereitet, so ein bisschen ins Thema reingeguckt. Wenn ich jetzt lernen wollte, also lernen müsste, denke ich mal, dann hätte ich jetzt auch problemlos eine gute Lernzeit, eine Stunde oder so, vielleicht sogar zwei Stunden zusammenbekommen nach dieser kalten Dusche. Also für mich ein Trick, mich kurzfristig zu motivieren, mich so einem kurzen Kälteschock auszusetzen oder vielleicht auch eine Runde laufen zu gehen, joggen, sowas hilft mir auf jeden Fall, um mich irgendwie kurzfristig zu motivieren. Was kannst du uns dazu sagen? Was gibt es so für Tricks und Hacks, um sich kurzfristig, zum Beispiel für so eine Klausur, zu motivieren?

Manuela: Du hast auch schon ganz viele schöne Sachen gesagt, die ich auch definitiv empfehlen würde. Also die kalte Dusche hilft immer. Mir hilft es zum Beispiel, wenn ich so ein kurzfristiges Motivationsloch habe: Ich lasse mich komplett auf diese Situation ein. Also bei mir ist es zum Beispiel so, ich eliminiere erstmal alle Störungen, die ich haben könnte. Das heißt, wenn ich irgendwas beispielsweise für die Hochschule machen muss oder andere Dinge, bei denen ich sehr stark konzentriert sein muss, wie es auch bei einer Prüfungsvorbereitung wäre, erstmal alle Störungen weg. Das hilft mir ungemein. Ganz klassisch: Smartphone auf Flugmodus. Ich nutze zum Beispiel auch Noise-Cancelling-Kopfhörer. Das sieht dann immer ein bisschen komisch aus, wenn man dann in der Wohnung komplett alleine ist und trotzdem den Noise-Cancelling-Kopfhörer aufhat. Aber so hilft es mir einfach, mich komplett abzuschotten und ganz fokussiert auf das Thema konzentrieren zu können. Das ist so mein eigener persönlicher Hack.

Manuela: Wie gesagt, Smartphone weg, MacBook weg, ganz starke Fokussierung auf meine eigentliche Aufgabe. Dann mache ich das auch so ähnlich wie du: Du hast ja gesagt, du nutzt die kalte Dusche, bei mir ist es tatsächlich die warme Dusche. Und natürlich auch, ich mache mir dann auch immer einen schönen Kaffee, um mir einfach das selber so angenehm wie möglich zu machen, um meine Motivationshürde noch zu überwinden. Und was auch ganz wichtig ist, du hast gerade auch gesagt, dann lerne ich vielleicht ein, zwei Stunden: Genauso. Man macht erstmal so ein ganz kleines Ziel, das man mit sich selber vereinbart. Ich möchte eine Stunde lernen, und hört dann auch nach dieser Stunde auf. Und dann hat man schon die erste große Hürde dieses Motivationslochs überwunden, und höchstwahrscheinlich macht man dann aber noch mal weiter, wenn man gemerkt hat, es funktioniert doch und ich habe es geschafft, mich aus diesem Motivationsloch rauszuholen.

Manuela: Klar, jetzt vor Weihnachten kommt wahnsinnig viel zusammen, wie wir ganz zu Anfang schon gesprochen haben: Projekte wollen abgeschlossen werden, Weihnachtsmarktbesuche stehen an, Geschenke wollen gekauft werden, und dann kommt natürlich noch das Studium dazu. Und dann muss ich einfach mich auf meine langfristige Motivation berufen, die ich vielleicht auch visualisiert habe, und muss mir klarmachen: Ich brauche diesen ganz kleinen Schritt, um noch mal wieder ins Machen zu kommen. Und ich glaube, das ist oftmals auch das Wichtigste: Dass man ins Machen kommt. Heißt, dass es vielleicht nicht die Stunde ist, die ich lerne oder die ich eine Hausarbeit schreibe, dann ist es vielleicht eine halbe Stunde, aber du hast was gemacht. Und man kommt auch nicht so in dieses Gedankenkarussell, dass man sagt, jetzt habe ich schon so lange nichts mehr gemacht, fühlt sich von Tag zu Tag schlecht. Da kommt man dann tatsächlich in diese klassische Prokrastination rein, also diese Aufschieberei, dass man gar keine Überwindung mehr bekommt, sich überhaupt mit seinem Studium auseinanderzusetzen. Das heißt, ich schiebe das möglichst lange weg, und dann bist du eigentlich aus deinem kurzfristigen Motivationsloch in ein langfristiges Motivationsloch reingefallen, und das ist natürlich umso schwieriger, da wieder rauszukommen.

Christian: Du hast jetzt Noise-Cancelling-Kopfhörer angesprochen, finde ich auch eine ziemlich coole Taktik, soll ich mir vielleicht auch mal zulegen. Was ich ganz gerne mache, weiß nicht, was du davon hältst, ist Musik zu hören, aber jetzt nicht jegliche Art von Musik. Ich habe sage ich mal Arbeitsmusik, die ich gerne zum Arbeiten benutze, und eigentlich ist das fast nur eine Art von Musik, und zwar höre ich immer Bach, die brandenburgischen Konzerte. Es hat irgendwie so einen ganz monotonen Takt, das ist halt so eine sehr mechanische Musik, irgendwie trotzdem mit so ein bisschen Gefühl auch verbunden. Und wenn ich wirklich mal eine sehr fokussierte Arbeitssession machen will, auch mit Kopfhörern auf, da kann ich dann auch keiner so wirklich stören, die Kollegen im Büro sehen dann halt auch, wenn ich Kopfhörer aufhabe oder wenn die Tür hier zu ist: bitte nicht stören. Das sollte man vielleicht auch irgendwie machen, weil du gesagt hast, alle Störungen abschalten, und dann eben sich in so eine kleine Welt begeben, mit vielleicht diesen Noise-Cancelling-Kopfhörern, wenn einem das angenehm ist, oder vielleicht auch so ein bisschen Musik. Muss jetzt nicht Musik mit deutschen Texten sein, die einen dann ablenkt von dem, was man da lesen möchte, aber irgendwas Melodisches vielleicht, irgendwas, was eine gewisse Stimmung auch transportiert. Für mich sind das die brandenburgischen Konzerte, kann auch Mozart sein oder was auch immer, sollte vielleicht nicht ganz so gefühlsintensiv sein, weil man möchte ja eigentlich mit dem Kopf arbeiten und sich da auf seine Skripte konzentrieren.

Manuela: Ja, finde ich auch wunderbar! Also die brandenburgischen Konzerte kenne ich noch nicht, werde ich mir mal anhören. Ich habe diverse Lo-Fi-Playlists, also auch dieses leichte, leise Hip-Hop, so ein bisschen. Was du auch gesagt hast, also nicht unbedingt mit Texten, damit man einfach nicht, wenn man ohnehin schon einen Text liest oder konsumiert oder vielleicht auch selber schreibt, von dem Songtext abgelenkt wird, weil man da noch mal besonders zuhören möchte oder weil es letzten Endes auch stört. Also egal, was ihr an Musik hört, achtet einfach drauf, dass da nicht unbedingt gesungen oder gesprochen wird, weil das sonst letzten Endes auch ablenkt. Probiert auch gerne mal aus, ob ihr eben Musik braucht oder ob es euch hilft, euch zu konzentrieren. Es gibt ja auch ganz viele schöne Playlists mit allen möglichen Konzentrationsliedern.

Manuela: Und Routinen und Gewohnheiten, wie wir es vorhin schon angesprochen hatten, helfen natürlich total. Wenn du sagst, du hörst quasi die ersten Takte von den brandenburgischen Konzerten, das ist natürlich deine Konditionierung, die du im Laufe der Zeit auch aufgebaut hast. Sobald du das hörst, weißt du, du bist eigentlich im Konzentrationsmodus. Und so ist es bei mir genauso, also mir reicht das schon, einfach die Noise-Cancelling-Kopfhörer aufzusetzen, und schon weiß ich, ich kann mich super gut konzentrieren. Also das ist dann ein Switch, der innerhalb von ganz wenigen Sekunden passiert, und dann bin ich in meinem Arbeitsmodus. Und wenn das für die Zuhörerinnen und Zuhörer bedeutet, dass sie dann vielleicht irgendwie mit Zitronenlimonade trinken oder einen bestimmten Stift zum Schreiben nehmen oder sonst irgendwas: Macht genau das. Also bringt euch immer wieder in eure Konzentration rein, so kommt ihr darüber hinweg, visualisiert euer Endziel, und dann schafft ihr auch, mit kurzfristigen Motivationslöchern umzugehen.

Christian: Ja, da haben wir wieder das Thema, wie wichtig es ist, sich Gewohnheiten von Anfang an aufzubauen. Und die kann man ja weiterentwickeln, aber von Anfang an darauf zu achten, dass man Gewohnheiten aufbaut, sich vielleicht auch eine bestimmte Arbeitsumgebung aufbaut, die ein bisschen unterschiedlich ist von anderen Umgebungen, so einen eigenen Schreibtisch nur fürs Studium, was dann dabei hilft, das in einem zu triggern, dass man sich danach kurzfristig motivieren kann oder auch einfach nur mit Disziplin sich da hinsetzt und seine Aufgaben macht.

Christian: Du hast auch Kaffee angesprochen, Kaffee gehört irgendwie für die meisten von uns auch zum Arbeiten dazu, oder vielleicht auch ein schwarzer oder grüner Tee oder irgendwas. Und was hältst du von Energy Drinks? Also ich sehe häufiger auf Instagram, dass Studis dann vor ihren Lernsessions sehr stark zuckerhaltige Getränke mit extrem viel Koffein reinfahren. Was hältst du davon?

Manuela: Bin ich nicht so der persönliche Fan davon, bin ich ganz ehrlich. Ganz persönliche Meinung, mir schmeckt das auch nicht. Ich finde es immer schwierig, wenn man zum Beispiel mit zu viel Koffein, wobei ich dann auch sagen würde, exzessiver Kaffeekonsum gehört für mich auch dazu, also auch vorsichtig damit. Ich finde das einfach auch schwierig, wenn man dann durch Koffein, Energy Drinks und so weiter über die eigenen Grenzen hinaus geht. Also ich fühle mich nicht gut dabei, wenn ich mitbekomme, dass Studis ja bis tief in die Nacht lernen, sich einen Energy Drink nach dem anderen reinkippen, dann knallt man sich das ganze Wissen in das Kurzzeitgedächtnis, kann das dann halbwegs irgendwie zur Prüfung vielleicht noch abrufen, tut sich aber und seinem Körper meines Erachtens nicht unbedingt was Gutes. Ich würde das tatsächlich eher anders ansetzen: Also nutzt nicht unbedingt die Energy Drinks, arbeitet wirklich mit der mentalen Arbeit, also mit Visualisierung, Gewohnheiten und so weiter, und achtet auf Ernährung, auf Sport, auf Ausgleich.

Christian: Da reden wir gleich noch mal ein bisschen genauer darüber. Ich halte auch überhaupt nichts von diesen Energy Drinks. Das ist halt extremst viel Zucker drinnen, das bewirkt halt eine extreme Insulinausschüttung und dann geht das Ganze nach einer halben Stunde oder nach einer Stunde wieder bergab, und dann ist man einfach noch fertiger als vorher. Und dann kommt man in so einen Kreislauf, dann braucht man den nächsten Energy Drink, und dann geht es immer so weiter. Das kann einfach nicht gut für die Gesundheit sein. Worum es da geht, ist dann wahrscheinlich so ein kurzfristiger Ausstoß von Adrenalin und Noradrenalin zu verursachen. Aber ich finde, das kann man auch anders machen, da haben wir schon kurz drüber geredet: Mit ein bisschen Bewegung, vielleicht einfach mal ein bisschen spazieren gehen, eine Runde joggen, ohne sich dabei zu verausgaben, oder mal ein bisschen Seilspringen, wenn man das irgendwie in der Wohnung oder auf der Terrasse oder auf dem Balkon machen kann, um das Herz-Kreislauf-System so ein bisschen in Schwung zu bringen. Das schüttet auch Adrenalin aus und ist auf jeden Fall nachhaltiger als so ein Drink oder 20 Kaffee. Kaffee finde ich auch okay, wenn es nicht zu spät am Tag ist, also sollte man jetzt vielleicht auch nicht abends machen. Der Schlaf ist ja eben auch wichtig, um das, was man gelernt hat, zu speichern und zu verarbeiten.

Manuela: Genau. Und was du auch gesagt hast, also der kleine Spaziergang, das reicht ja. Natürlich ist es wunderbar, wenn irgendjemand das Marathonlaufen parallel zum Fernstudium als neues Hobby entdeckt, weil es einfach hilft, sich ständig zu bewegen, auch da eine Disziplin reinzubekommen, auch eine Routine reinzubekommen. Aber auch da: Überfordert euch auch nicht damit, dass ihr irgendwie neue sportliche Rekorde brechen müsst oder sonst irgendwas. Es reichen diese kleinen Routinen. Und es kann natürlich auch eine Routine und eine Gewohnheit sein, dass man einfach sagt: Bevor ich anfange zu studieren, mache ich eine Viertelstunde Spaziergang. Oder wenn ich ein, zwei Stunden gelernt habe, gehe ich dann noch mal raus in die Natur. Da ist es glaube ich wirklich die Regelmäßigkeit, die das bringt, die Gewohnheit, und wirklich auch dieses: Auch kleine Ziele setzen.

Christian: So, jetzt nehmen wir mal an, wir schaffen es schon einigermaßen, ich zumindest, wenn ich meine Klausur nächste Woche schreibe, mich kurzfristig für Dinge zu motivieren, ich habe da meine Gewohnheiten entwickelt über die Zeit, ich habe natürlich auch meine langfristige Motivation für das Studium, ich kenne meine Ziele und so weiter. Und jetzt fahre ich dann trotzdem irgendwie vielleicht nach dem dritten Semester in so ein Motivationsloch. Ich habe ein paar Klausuren versemmelt, die sind nicht so gut gelaufen, ich kann die ja nicht immer wiederholen, die Noten stehen jetzt schon fest, vielleicht habe ich jetzt so einen gewissen Notendurchschnitt, habe mir so ausgerechnet, wenn ich jetzt so weitermache, dann schaffe ich jetzt nicht den absoluten Top-Durchschnitt im Studium. Irgendwas gibt's da, was mich dazu bringt, dass ich jetzt erstmal in so ein Loch falle, anfange meine Aufgaben so ein bisschen aufzuschieben, nicht mehr so richtig Lust habe zum Lernen. Und wenn ich dann mal lerne, macht es nicht mehr so richtig Spaß. Also ich bin wirklich in so ein Motivationsloch gefallen. Was kann ich denn da tun, um da irgendwie wieder rauszukommen?

Manuela: Was ich dazu sagen würde: Schau dir deine Situation an, so wie du gerade gesagt hast. Vielleicht habe ich mir irgendwelche Vorgaben selber gemacht, welchen Notendurchschnitt ich erreichen möchte. Setze dich damit auseinander: Brauchst du das wirklich? Also muss es dieser 1-Komma-irgendwas-Notendurchschnitt sein? Der ist wunderbar, aber macht euch auch klar: Es ist hier der Marathon mit einer Mehrfachbelastung über mehrere Jahre, Studium, Job, Familie. Macht euch klar, ob diese Ziele auch noch stimmen. Und wenn du wirklich in so einem Motivationsloch drin bist: Gehe wirklich in die Analyse deiner Situation.

Manuela: Was du auch gesagt hast: Drittes Semester, das ist so ein Klassiker, in dem einfach schon wirklich die ersten größeren Motivationsprobleme kommen. Man hat mindestens ein Jahr bis anderthalb Jahre diese Studiensituation gehabt, man hat die ersten Prüfungen abgelegt, man hat die ersten Projekt- und Hausarbeiten geschrieben, diverse andere Leistungsnachweise wahrscheinlich auch schon gemacht, Präsentationen und so weiter. Und dann trifft es einen erstmal richtig hart, weil man sich dann auch erstmal dessen bewusst wird: Was mache ich hier überhaupt schon seit einem Jahr, und ich muss es wahrscheinlich noch zwei, drei, vier Jahre weiterhin so durchziehen. Und dann kommt man erstmal so richtig auf dem Boden der Tatsachen an, und da haben wir das Motivationsloch.

Manuela: Also geht da wirklich in die Analyse: Wo kommt das her? Passt das Studienmodell zu mir? Passt die Hochschule zu mir? Sind auch meine Erwartungen an mich selber realistisch? Muss ich die erfüllen, oder möchte ich die gar nicht erfüllen? Also es ist für mich vielleicht auch in Ordnung, das Studium gerade so zu schaffen, weil ich einfach auch dieses Wissen haben möchte und vielleicht wirklich gar nicht so die Eins vor dem Komma haben möchte in meinem Durchschnitt. Das kann auch eine Priorität sein, und die ist auch absolut in Ordnung.

Manuela: Also geht in die Analyse rein, geht die einzelnen Faktoren mal an, schaut, dass ihr euch auch vielleicht Unterstützung holen könnt. Vielleicht könnt ihr bei der Arbeit noch mal die Arbeitszeit reduzieren, dass man eher auf ein Teilzeitmodell geht. Was das familiäre und das private Umfeld angeht: Vielleicht hast du andere Personen, die dich unterstützen können, die vielleicht Kinderbetreuung übernehmen können, die vielleicht als Großeltern mal für einen Nachmittag einspringen bei der Kinderbetreuung, Kinder abholen vom Kindergarten und so weiter. Also setzt euch ganz intensiv damit auseinander: Wie ist meine individuelle Situation, was bringt mich dazu? Und dann schau dir auch wirklich deine Visualisierung an, da sind wir wieder bei der langfristigen Motivation. Prüfe noch mal: Habe ich auch alle Gewohnheiten etabliert, die ich brauche, um langfristig erfolgreich zu sein? Wenn du nur sowieso ein Leuchtturm bist und immer mal wieder ein bisschen was für das Studium machst, immer mal wieder lernst, bist du nicht in der Gewohnheit drin. Und je häufiger du diesen Aufwand machen musst, um wieder reinzukommen in das Studium, desto anstrengender. Wenn du mal in der Gewohnheit drin bist, dann ist es deutlich leichter, dich kontinuierlich auch zu motivieren.

Christian: Und eine Sache, die man sich dann auch mal überlegen könnte, ist vielleicht auch, ein bisschen Pause einzulegen. Vielleicht passt es ja auch gerade nicht so richtig ins Leben, und dann kann man ja zum Glück an den meisten Hochschulen auch ein Urlaubssemester einlegen. An den privaten ist es noch ein bisschen anders, ich weiß es nicht genau, wie das in den einzelnen Studienverträgen da geregelt ist, aber in der Regel kann man auch ein Urlaubssemester einlegen, ohne dann wirklich seine Studiengebühren weiter zu bezahlen. Und dann sollte man sich mal überlegen, vielleicht ein Urlaubssemester einzulegen und sich dann bewusst sagen: Am Ende von diesem Semester setze ich mich dann definitiv wieder an meinen Schreibtisch, bearbeite vielleicht sogar das und das Modul, das ich mir vorher schon festlege. Aber bis dahin schiebe ich mir das einfach mal vollkommen weg aus dem Kopf, kümmere mich mal um andere Sachen, kümmere mich darum, dass es mir gut geht, meiner Familie gut geht, und ich das Ganze einfach mal eine ganze Weile aus dem Kopf schieben kann, um da neue Kraft und Energie zu tanken.

Christian: So, und dann geht diese Zeit vorbei, das Urlaubssemester, und dann muss ich mich irgendwie ja eigentlich wieder so ein bisschen kurzfristig motivieren, weil ich muss dann wieder diesen Punkt finden, wo ich mich jetzt tatsächlich an den Schreibtisch setze und dann da irgendwie wieder reinkomme. Ich habe schon wieder so ein bisschen vergessen, wie geht wissenschaftliches Arbeiten eigentlich, wo hatte ich denn jetzt die ganzen Recherchen angestellt für Literatur für die letzte Hausarbeit und so, wie habe ich das jetzt noch mal gemacht? Kannst du uns vielleicht ein bisschen was dazu sagen, wie man so diesen Wiedereinstieg nach so einer längeren Pause, zum Beispiel nach dem Urlaubssemester, hinbekommt?

Manuela: Ja, ich würde da tatsächlich zum einen in die Rückschau gehen, also eine Analyse des Vergangenen, aber auch in die Zukunftsplanung. Dass ich erstmal schaue: Was hat in der Vergangenheit gut funktioniert? Damit bin ich gut klargekommen. Warum habe ich bei einer bestimmten Prüfung eine besonders gute Note geschrieben? Das war tatsächlich durch Üben und mir auch tatsächlich den Unterrichtsstoff erschließen. Und was habe ich mir besonders schwer getan? Und womit hängt das wiederum zusammen? Hatte ich vielleicht bestimmte Vorkenntnisse nicht? Gab es ein Modul, das notwendig gewesen wäre als Grundlage für ein anderes Modul?

Manuela: Dass man sich wirklich ehrlich macht und die eigene Situation analysiert, dass man wirklich schaut: Was hat zu meinem Erfolg beigetragen und was hat zu meinem Misserfolg beigetragen? Also warum war ich in bestimmten Punkten erfolgreich und in bestimmten Punkten weniger erfolgreich? Und was kann ich dazu beitragen, um in der Zukunft weiterhin diese positiven Aspekte zu stärken und diese negativen Aspekte zu schwächen? Dass man zum Beispiel, wenn man merkt, ich hatte in der Vergangenheit immer wieder ein Problem mit Kontinuität, weil ich mich einfach nicht kontinuierlich drangesetzt habe, weil ich keine Routinen und keine Gewohnheiten etabliert habe, dann muss es mein Ziel sein: Ich fange jetzt an, ich mache diesen Neustart in diesem neuen Semester nach meinem Urlaubssemester, aber dieses Mal mit Gewohnheiten.

Manuela: Und auch da geht es gar nicht um wirklich große, hochtrabende Dinge. Fangt mit Kleinigkeiten an. Und wenn das für den Anfang ist: Ich setze mich jeden Tag eine halbe Stunde hin für mein Studium, oder vielleicht am Anfang eine Viertelstunde, um wirklich mit ganz kleinen Schritten in die Gewohnheit reinzukommen. Und dann hast du natürlich auch deutlich schneller so kleine Erfolge: Dass du dann merkst, du hast in einer Online-Vorlesung noch nicht so richtig viel verstanden, hast das aber jeden Tag eine Viertelstunde, halbe Stunde nachbereitet, und das nächste Mal verstehst du schon deutlich mehr. Und dann wirst du auch sicherer, und dann findest du auch wieder eine höhere Motivation, um bei deinem Studium weiterzumachen. Und auch da: Das ganz große Ziel, halte dir immer wieder deine Visualisierung vor Augen, halte dir dein Endziel vor Augen. Das ist wirklich ganz mächtig, um auch aus solchen Motivationslöchern rauszukommen und auch wieder diesen Neustart nach einer längeren Pause zu ermöglichen.

Christian: Und an einer normalen Präsenzuni und auch an Hochschulen wie der Fernuni Hagen, da hat man ja eigentlich immer wieder solche Pausen durch die sogenannte vorlesungsfreie Zeit. Bei Fernhochschulen gibt es jetzt keine Vorlesung in dem Sinne, aber da gibt's dann trotzdem eben diese vorlesungsfreie Zeit. Und ich weiß noch, bei mir war eines der großen Probleme auch in den ersten Semestern, dass ich mich völlig überladen hatte mit Modulen und Sachen, die ich irgendwie schaffen wollte. Gerade im ersten Semester, da willst du irgendwie alles schaffen, du kannst halt deine Kräfte nicht so richtig einschätzen, und das hat dann natürlich zu super viel Frust geführt, weil das einfach nicht zu schaffen war. Das Schöne an den meisten privaten Hochschulen ist, dass du deine Module ganz flexibel belegen kannst, also du musst halt keine fünf Sachen gleichzeitig belegen, sondern du belegst erstmal ein Ding und schließt das ab und hast dann dieses Erfolgserlebnis und dann gehst du zum nächsten über. Und ein paar Semester darauf kann man dann vielleicht auch mal anfangen, mehrere Sachen parallel zu absolvieren. Aber das ist auch mein Tipp: Möglichst nicht zu viel zu belegen und dann auch nach so einer längeren Pause vielleicht mal zu überlegen, wenn ich jetzt den Wiedereinstieg suche, dann mache ich erstmal nicht so viel auf einmal, sondern fange erstmal mit einer Sache an, mit einem Modul, vielleicht mit dieser Taktik, nur 15 Minuten am Tag erstmal was zu machen und dann Schritt für Schritt wieder reinzukommen. Aber auf keinen Fall sich da einfach zu überlasten, gleich wieder mit Aufgaben von Anfang an, sondern Schritt für Schritt reinkommen, auch wenn es ein bisschen mehr Zeit kostet. Aber letztendlich verliert man ja dann nicht so viel Zeit, weil, wenn man zu viel gleichzeitig machen möchte, ist man frustriert und schafft dann gar nichts von dem, was man sich vorgenommen hatte.

Manuela: Genauso. Das kann ja auch ein Ergebnis der eigenen Analyse sein, dass man sagt: Ich habe mir viel zu viel aufgeladen, ich habe einen Jobwechsel gehabt und vielleicht noch einen privaten Wechsel, bin vielleicht irgendwie umgezogen oder sonst irgendwas, und ich habe gleichzeitig versucht, fünf Module zu machen. Dann ist ganz klar: Ich bin in einer totalen Überforderung drin und muss erstmal Tempo raus. Also wirklich, wie du gesagt hast: Fangt mit einem Modul an, dann habt ihr ein Erfolgserlebnis. Plant auch Pausen ein, ganz klar. Und wie du auch gesagt hast: Gerade die privaten Fernhochschulen bieten ja eine sehr hohe Flexibilität. Plant da auch gerne eure Pausen rein, ihr habt nicht die klassischen Semesterferien, sodass man sagt, Juli, August läuft nicht so wahnsinnig viel wie an der Präsenzuni. Dann kann man ja einfach selber bestimmen, wann die Semesterferien starten sollen, und plant das einfach ein. Und ihr habt eine ganz große Flexibilität in Bezug auf die Anzahl der Module, und das könnt ihr auch entsprechend planen. Wenn das heißt, ihr braucht mehrfach im Jahr einfach eine Pause von diesem Studium, dann macht ihr das.

Christian: Ganz klar, ja super! Dann lass uns mal noch ein bisschen über, ja, das, was ich als Lifestyle-Faktoren bezeichnen würde, reden. Und damit meine ich einfach Dinge, die man auch so außerhalb des Studiums machen kann, um seine generelle Motivation so ein bisschen zu steigern, vielleicht auch besser zu lernen, Disziplin zu lernen, sich ein bisschen mit Disziplin zu beschäftigen, und auch einfach nur, um sich gut zu fühlen. Ich finde, ein gesunder Körper, der sich wohlfühlt, der beherbergt quasi auch einen gesunden Geist, ist ja so ein typisches Sprichwort. Du hast im Vorgespräch erzählt, dass du Yogalehrerin bist. Was gibt es für Zusammenhänge zwischen Yoga und Motivation? Kann man sich mit Yoga irgendwie seine Motivation steigern?

Manuela: Auf jeden Fall, also mir hilft es sogar ungemein, einfach auch mal runterzukommen von stressigen Phasen und dann wirklich auch ganz zu mir zu kommen. Also ich bin da natürlich auch nicht frei davon, also auch wenn ich Yogalehrerin bin, dass ich mal Situationen habe, wenn ich sage, mir steht hier alles bis oben hin, ich fühle mich überfordert durch Tätigkeiten an Hochschulen, Jobs, Instagram, das ich als Content Creator noch betreue. Natürlich ist da jeder mal auch in der Überforderung drin, und da hilft natürlich beispielsweise mir persönlich Yoga ungemein, dass ich da wirklich zur Ruhe komme, tatsächlich aber auch in die körperliche Entspannung komme. Was ja auch wichtig ist, weil Fernstudierende beispielsweise ja auch den ganzen Tag viel vor dem PC sitzen, Online-Dozierende das Gleiche.

Manuela: Und da braucht man natürlich auch diese körperliche Entspannung. Das muss aber nicht Yoga sein. Wenn jemand gerne Fallschirm springt und dadurch entspannt wird, ist das absolut in Ordnung. Also auch da: Macht die Dinge nicht größer, als sie sein müssen. Macht das, was euch gut tut. Und wenn das ist, um den Block zu laufen, dann ist das der Lifestyle, der absolut passt, oder wenn für dich Seilspringen das Hobby ist oder auch die sportliche Betätigung, mit der du den Ausgleich schaffen kannst, dann machst du bitte das. Wichtig ist, dass du dir was suchst, also dass man eben nicht nur acht Stunden am Tag arbeitet oder noch mehr, vielleicht auch noch pendelt, und dann noch am Abend drei Stunden in der Online-Vorlesung sitzt. Man braucht auf jeden Fall auch seinen körperlichen Ausgleich.

Christian: Okay, also ganz klar: Etwas Körperliches, das ist ein ganz wichtiger Lifestyle-Faktor. Nicht nur seinen Geist die ganze Zeit anstrengen und nur im Kopf leben und so verkopft quasi auch durch das Studium gehen, sondern, wenn man es nicht schon beruflich irgendwie macht, da versuchen, Ausgleich zu finden. Yoga sagst du, das gefällt jetzt vielleicht nicht jedem unbedingt, es ist auch etwas, was man finde ich erstmal lernen muss, sich da auch ein bisschen damit beschäftigen muss. Aber man kommt da auch recht schnell rein, einfach erstmal vielleicht auf YouTube gucken, da gibt es halt einen Haufen geführte Yogakurse oder Yogasessions, da kann man einfach mal mitmachen, nachmachen, so langsam Gefühl für den Körper entwickeln. Fitnessstudio, also ich bin so ein Fitnessstudiogänger, ich gehe einfach ins Studio, setze mich da auf das Fahrrad oder auf den Ergometer und trete mir dann eine halbe Stunde und kann dabei irgendwie so ein bisschen nachdenken und abspannen. Oder auch einfach beim Training, wenn es jetzt kein übertrieben starkes oder schweres Krafttraining ist, das beansprucht einen dann wieder so sehr, dass man danach am liebsten erstmal schlafen würde, aber so leichtes Training.

Christian: Was ich auch sehr gerne mache, ist einfach im Wald laufen gehen, eine Runde laufen. Immer bei mir ganz wunderbar, in der Natur zu sein, das hilft wahnsinnig. Da kommt man noch mal komplett mit den Gedanken weg von allen aktuell laufenden Themen. Bei mir ist es so: Wenn ich im Wald ein bisschen spazieren gehe, dann hat man gute frische Luft, man hat die Naturgeräusche, Vögel und so weiter, und das ist natürlich ungemein erdend. Und was ich dann auch häufig mache, ist, ganz bewusst in diesem Moment auch zu sein, also wenn ich spazieren gehe oder laufen gehe oder joggen gehe im Wald, einfach mal auf diesen Moment zu achten: Zum einen auf meine ganze Körperwahrnehmung, wie fühlt sich das an, wenn ich jetzt hier gerade jogge und tief atme und in diesem Rhythmus bin? Und dann auch: Was höre ich? Du hast gerade gesagt, Vögel zwitschern, im Sommer natürlich mehr und im Frühling als im Winter. Oder was sehe ich gerade? Und versuche mal so ein bisschen aus meinem Standard-Alltagsgedankenfilm rauszukommen und ganz in diesen Moment reinzukommen.

Manuela: Ja, Achtsamkeit, das ist so das ganz große Stichwort, das Thema Achtsamkeit. Und das finde ich auch wirklich ganz wichtig. So wie du auch gesagt hast, du bist ganz achtsam draußen, achtest auf die einzelnen Dinge. Man kann sogar achtsam seinen Kaffee zubereiten, dass man einfach wirklich in dem Moment drin ist. Und nach wie vor, ich habe das ein paar Mal schon gesagt, es braucht oftmals gar nicht die ganz großen Dinge, ich muss nicht anderthalb Stunden Yoga gemacht haben, um dann lernen zu können. Es kann auch mal eine kleine Entspannung sein, eine kleine Dehnungsübung oder der kurze Spaziergang um den Block. Auch da sollte man glaube ich nicht ins Extrem kommen, dass man da auch noch mal die nächste Hürde oder den nächsten großen Ehrgeiz ins Leben einbaut, dass man sich noch eine weitere Verpflichtung aufbürdet. Aber schaut, dass ihr das in die Gewohnheit reinbekommt, dass ihr wirklich regelmäßig Sport macht. Das muss nicht viel sein, aber die Regelmäßigkeit ist wichtig, Routinen auf jeden Fall auch aufzubauen, was den Sport angeht.

Christian: Und dadurch lernt man, ich zumindest, auch so ein bisschen Disziplin. Also ich werde häufig gefragt, wie ich das alles schaffe, und ich brauche da in dem Sinne eigentlich gar keine Disziplin mehr dafür, weil es halt ein Bedürfnis für mich ist. Wenn ich meinen Körper nicht irgendwie bewegen kann, da nicht irgendein Ausgleich habe zu dieser sehr verkopften Arbeit, die ich mache, hier sehr viel am PC zu sein, oder wenn ich halt was lerne, sehr viel da einfach versuche in meinen Kopf reinzubekommen, wenn ich da keinen Ausgleich dafür habe, dann habe ich das Gefühl, dann werde ich einfach ein schlechterer Mensch, also dann fühle ich mich einfach nicht gut. Ich bin auch nicht so gut in dem, was ich mache, wie wenn ich den körperlichen Ausgleich habe. Deswegen ist das ein Bedürfnis einfach für mich.

Christian: Was schwierig ist, wo ich dann Disziplin brauche, sind natürlich die sehr intensiven Workouts, beispielsweise im Studio, wo ich dann auch wirklich bewusst Kraft aufbauen will, wo ich dann wirklich einen Trainingseffekt erzielen möchte, indem ich einfach versuche, mehr zu schaffen als beim vorherigen Mal. Da brauche ich dann natürlich Disziplin, weil das ja dann auch mit Schmerzen verbunden ist, wenn man sich da durchpushen muss. Was für mich auch hilft, um Disziplin zu üben, sind die kalten Duschen oder kalte Bäder. Im Sommer dann mal eher, aber das kostet dann schon sehr viel Disziplin, wirklich in so eine eiskalte Wanne einzusteigen. Ist noch ein bisschen schwieriger als in der Sauna, da ist es eigentlich relativ einfach, wenn man schon so oft geht, in so ein Abkühlbecken zu steigen, aber einfach mal so in eine kalte Badewanne zu steigen, das kostet schon sehr viel Disziplin. Da kann man einfach mal üben, wie funktioniert das eigentlich, wenn ich mich jetzt wirklich bewusst entscheide, ich mache das jetzt, auch wenn ich gar nicht will. Und so kann man diese Disziplin dann vielleicht auch so ein bisschen auf sein Studium anwenden.

Manuela: Ja, und alles, wie du das auch geschildert hast, mit den kalten Bädern: Alles, was man zum ersten Mal macht, kostet erstmal wahnsinnig viel Überwindung und Motivation. Und je häufiger du das machst, das zweite, vierte Kaltbad ist wahrscheinlich deutlich angenehmer als das erste, weil du einfach vom ersten Mal die Erfahrung hast, das hat gut funktioniert, ich habe das hinbekommen, ich habe das Selbstvertrauen, ich kriege das auch wieder hin beim zweiten und beim zehnten und hundertsten Mal.

Christian: Ja, aber ich sage mal, es ist immer schwer, also auch wenn man es hundert Mal gemacht hat, das ist immer wieder schwer, da reinzugehen. Einfacher wird es, wenn man vorher ein heißes Bad macht, so als kleiner Tipp am Rande. Letztendlich sage ich immer: Einfach erstmal ganz heißes Bad machen und danach ins kalte Bad gehen, oder wenn man keine Zeit hat, in die Sauna.

Christian: Also Körperlichkeit ganz wichtig als Lifestyle-Faktor, auch so ein bisschen Ausgleich zu schaffen. Da gehört auch die Ernährung so ein bisschen dazu. Ich bin jetzt kein Experte, was Ernährung angeht, kein Ernährungsberater, aber ich habe mich da auch über die Jahre ein bisschen damit auseinandergesetzt. Und hier empfehle ich auch unseren Zuhörern, sich einfach mal vielleicht so ein bisschen mit den sogenannten Neurotransmittern auseinanderzusetzen. Dopamin ist ein wichtiger Neurotransmitter, der auch viel mit Motivation zu tun hat. Oder einfach mal gucken, was gibt's denn vielleicht für Lebensmittel, die dabei helfen, dass zum Beispiel mehr von diesen Neurotransmittern produziert wird, dass man da so ein bisschen höheren Spiegel von diesem Neurotransmitter im Kopf hat, oder auch ein bisschen höheren Spiegel vielleicht von Adrenalin und Noradrenalin, was ja auch dabei hilft, sich zu konzentrieren und Fokus zu halten. Da kann man einfach mal gucken, was es für Lebensmittel gibt, die viel von bestimmten Aminosäuren enthalten, die dann eben als Ausgangsstoffe bei der körpereigenen Synthese von diesen Neurotransmittern helfen. Stichwort ist hier die Aminosäure Tyrosin, die man als Pulver kaufen kann, aber es gibt auch Lebensmittel, die viel Tyrosin enthalten. Soweit ich weiß, sind das beispielsweise Cashews, Eier und so weiter. Und es hilft dann auch alles, so ein bisschen seinen Körper darauf zu trimmen, ein bisschen motivierter und fokussierter zu sein. Weißt du da noch was dazu, oder ist es einfach der klassische Kaffee, der dann letztendlich auch hilft?

Manuela: Natürlich auch! Nein, gesunde Ernährung, wie du schon gesagt hast, hilft auf jeden Fall, gerade auch in stressigen Phasen, schon allein, weil man sich auch dessen bewusst wird: Ich tue mir was Gutes. Gerade in den stressigen Phasen sollte man noch achtsamer mit sich umgehen, noch stärker auch in seine Körperlichkeit ein bisschen reinspüren. Und macht das bitte nicht, dass ihr einfach nur ein Fertiggericht nach dem anderen zubereitet. Das ist okay, auch mal eine Dose Ravioli aufzumachen, wenn einfach keine Zeit da ist, aber seid euch dessen bewusst, dass ihr einfach auch mit guter Ernährung sehr viel zum Studienerfolg beitragen könnt.

Christian: Wie du gesagt hast: Gute Ernährung hilft natürlich auch für die Motivation, generell natürlich auch, sich was Gutes zu tun, und dazu gehört selbstverständlich auch eine gute Ernährung. Ein Körper, der schlecht ernährt ist, der hat auch nicht so richtig Lust, sich zu konzentrieren und zu fokussieren. Man muss das ja nicht übertreiben, also extremst Clean Eating, wie man heutzutage sagt, man kann natürlich auch mal eine Pizza essen, vielleicht auch zur Belohnung und sowas, das gehört irgendwie auch dazu, finde ich. Es ist auch besonders wichtig, dass man sich dann eben auch mal mit sowas belohnt. Aber das sollte jetzt vielleicht nicht der absolute Alltag sein. Ansonsten wie gesagt einfach mal schauen, was es für Aminosäuren gibt, die auf unsere Transmitter einwirken, das ist vielleicht auch für den einen oder die andere interessant. Und ansonsten natürlich Kaffee, auch so Sachen, die dabei helfen können, sich kurzfristig zu motivieren. Hast du noch irgendeinen Lifestyle-Faktor, den wir jetzt hier vergessen haben, der auch noch auf die Motivation einwirken könnte?

Manuela: Trinken! Das Hirn braucht Wasser. Also ganz viel trinken, das allererstes, wenn man morgens aufsteht. Man kann zum Beispiel ein warmes Wasser trinken oder warmes Wasser mit Zitrone. Das ist so mein ganz persönlicher Lifestyle-Hack, weil da kommt dann wirklich auch der Körper in Schwung und fängt auch an zu arbeiten, zu verdauen. Das brauchen wir natürlich dann morgens, um gut in Schwung zu kommen.

Christian: Genau, in Schwung komme ich übrigens auch gerne mit meinem Trampolin. Also wir haben hier im Büro ein Trampolin stehen, erstmal was trinken und dann eine Runde auf dem Trampolin, irgendwie so 100 Sprünge einfach, das hilft mir natürlich auch, mich ein bisschen in Schwung zu bringen. Habe ich heute Morgen dann auch gemacht, in Kombination mit der Dusche und allem, wenn mein Körper dann so richtig in Schwung ist, dann fällt mir eben auch leichter, mich zu motivieren.

Christian: Ein Lifestyle-Ding hätte ich vielleicht noch, das ist Licht und Sonne. Da gibt's sicherlich auch Zusammenhänge, die man sich mal in Studien nachschlagen kann, ich habe jetzt nichts parat, was ich hier verlinken könnte, aber ich weiß, es gibt definitiv Zusammenhänge zwischen beispielsweise Dopamin und Sonnenlicht oder UV-Licht. Und man merkt es ja auch, wenn man einfach mal eine Stunde in der Sonne gelegen hat, danach fühlt man sich einfach viel besser und motivierter und fokussierter, ich zumindest.

Manuela: Ist bei mir tatsächlich auch immer so, dass mein Schreibtisch am Fenster steht, damit ich dieses Tageslicht habe. Jetzt im Moment, wir hatten gestern die längste Nacht des Jahres, da haben wir natürlich extrem wenig Tageslicht. Aber da sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass generell der Arbeitsplatz hell ausgeleuchtet ist, dass man ausreichend Platz hat, um dran zu arbeiten und dort auch zu studieren. Und man sollte sich, wenn man jetzt nicht allzu viel räumliche Möglichkeiten hat, vielleicht eine kleine Ecke schaffen, möglichst am Fenster mit Tageslicht, damit man da wirklich seinen Rückzugsort auch hat, um dann wirklich auch konzentriert was für das Studium machen zu können. Weil man wirklich sehr fokussiert und konzentriert vorgehen muss, weil man leider einfach nicht diese zeitlichen Möglichkeiten hat, großzügig mit der Zeit umzugehen.

Christian: So, dann haben wir jetzt noch ein paar Lifestyle-Faktoren hier zusammengetragen, die auch dabei helfen, ein bisschen motivierter zu sein, die aus meiner Sicht genauso wichtig sind wie die Planung, bevor man so ein Fernstudium angeht. Und ich würde sagen, zum Abschluss reden wir mal noch so ein bisschen über dich. Also ich habe eine klassische Standardfrage, die habe ich bis jetzt in fast jedem Podcast gestellt, was mich mal so ein bisschen interessiert bei meinen Gästen: Wie war denn die Schulzeit? Kannst du dich noch an deine eigene Schulzeit erinnern?

Manuela: Ich glaube, die war verhältnismäßig schwer, das muss ich schon sagen. Also ich hatte den Wechsel von der Realschule auf das Gymnasium gemacht, ich war eigentlich immer so ein bisschen schüchternes Kind, deswegen hatten erstmal die Lehrer empfohlen, dass ich auf die Realschule gehe. Habe mich dann aber auch entsprechend weiterentwickelt und hatte da tatsächlich den ganz großen Plan, ich möchte Deutschlehrerin werden. Wollte dann eben auch mein Abitur machen, aufs Gymnasium gehen, habe ich dann auch gemacht. Und als ich dann Abitur hatte, war das Thema Lehrerin werden total erledigt, ich habe dann Internationales Management studiert. Aber letzten Endes hat es mich ja dann doch wieder zu Lehrtätigkeiten gebracht, weil ich eben jetzt auch schon seit mehreren Jahren als Dozentin arbeite. Aber die Schulzeit war tatsächlich nicht ganz einfach für mich durch diesen Schulwechsel. Und vielleicht wäre da auch das einfacher gewesen, wenn ich vielleicht den Realschulabschluss gemacht hätte und dann im Anschluss das Abitur. Da war auch so ein bisschen der Ehrgeiz meiner Eltern, dass ich dann eben gleich auf das Gymnasium gehe und direkt auch am Gymnasium mein Abitur mache.

Christian: So, neben deiner Dozententätigkeit arbeitest du auch als Coach, du hilfst Studis dabei, gut durch ihr Studium zu kommen. Wie sieht es denn aus, wie kann man sich das konkret vorstellen? Hast du ein bestimmtes Coaching-Programm, irgendeinen bestimmten Ablauf? Erzähl uns mal so ein bisschen was darüber.

Manuela: Also ich arbeite sehr individuell mit meinen Coachees. Zum einen, weil ich das natürlich sehr gut nachvollziehen kann, welche Herausforderungen man selber als Fernstudent oder Fernstudentin hat. Ich hatte ja selber die Situation. Und ich bin eben seit vielen Jahren hauptsächlich in der Online-Lehre oder Fernlehre als Dozentin tätig, und da fallen halt auch sehr häufig sehr ähnliche Herausforderungen auf, über einige haben wir schon gesprochen. Aber dann immer sehr individuell.

Manuela: Das läuft dann so, dass wir erstmal ein unverbindliches und auch kostenloses Kennenlerngespräch machen. Da schauen wir erstmal, der Coachee und ich, wo sind überhaupt die Herausforderungen, was ist das für ein Thema? Ist das vielleicht das Thema Motivation, über das wir heute ganz ausführlich gesprochen haben? Ist es vielleicht das Thema Prüfungsvorbereitung, vielleicht auch Prüfungsangst? Oder ist es vielleicht wirklich sowas Handwerkliches, dass man nicht weiß, wie man mit wissenschaftlichen Arbeiten umgehen soll, oder ich tue mir schwer, Themen zu finden? Wir stecken also erstmal so die Themen ein bisschen ab und schauen natürlich: Können wir miteinander? Das finde ich auch ganz wichtig, also passt die Chemie zwischen dem Coachee und mir? Weil ansonsten glaube ich, kann man einfach auch nicht diese sehr intensive Zeit miteinander verbringen, und dann wird es auch in der Zusammenarbeit ziemlich schwer, wenn das nicht passt.

Manuela: Das heißt, wir führen erstmal dieses Erstgespräch, wie gesagt, das ist kostenlos und unverbindlich, um sich erstmal kennenzulernen und das Problem herauszufinden. Und dann definieren wir die nächsten Schritte, sodass wir einfach sagen, in einigen Fällen ist vielleicht eine kurzfristigere Begleitung notwendig, wenn man sagt, das ist lediglich ein Thema gewesen, das hat man gleich schon identifiziert, man hat auch gleich die Ursachen identifiziert und man kann es vielleicht auch kurzfristig abstellen. Solche Fälle gibt es ja auch. Und dann gibt's natürlich Coachees, die eine längerfristige Begleitung wünschen oder auch brauchen, und das sind dann so Zeiträume von drei bis vielleicht auch sechs Monaten, sodass man über diesen Zeitraum sich regelmäßig trifft, an den grundlegenden Themen arbeitet oder vielleicht auch an mehreren Themen parallel, um dann natürlich wieder den Weg zu finden zum glücklichen, zufriedenen Fernstudium.

Christian: Und wer mit dir in Kontakt treten möchte, der kann das beispielsweise über Instagram machen, in deiner Bio hast du auch einen Link, soweit ich weiß, über den man dann einen Termin buchen kann. Und wer möchte, der kann dir ja natürlich auch auf Instagram folgen und wird da regelmäßig mit Motivation fürs Studium versorgt und mit Tipps und Tricks, wie man besser durch sein Fernstudium kommt. Wir verlinken euch das natürlich auch alles in der Beschreibung für diesen Podcast. Also folgt Manuela dort auf jeden Fall!

Christian: Und ja, ich sage mal, vielen tausend Dank, Manuela! Ich hoffe, wir haben hier einigen Studis, die gerade in einem Motivationsloch sind, so ein bisschen geholfen, aus diesem Motivationsloch in der nächsten Zeit wieder rauszukommen. Also vielen Dank für das Gespräch und deine kompetente Auskunft zu diesem Thema!

Manuela: Ich danke auch für die Einladung, danke schön!

Christian: Super, bis zum nächsten Mal, tschüss!

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