Für wen eignet sich der Kurs „Gepr. Programmierer“ der Fernakademie für Erwachsenenbildung?
Der Fernkurs „Gepr. Programmierer“ richtet sich an eine breite Zielgruppe im IT-Bereich. Angesprochen werden insbesondere Personen, die grundlegende oder fortgeschrittene Kenntnisse in der Informatik erwerben oder vertiefen möchten. Dazu zählen unter anderem IT-Interessierte, die ihren Einstieg als Fachkräfte in die IT-Branche planen, erfahrene IT-Spezialistinnen und -Spezialisten mit Wunsch nach Weiterbildung, aber auch kaufmännische oder technische Angestellte, die einen Wechsel in die IT erwägen. Der Lehrgang eignet sich zudem für Dienstleistende, Freelancer sowie Beraterinnen und Berater, die gezielt eine Zusatzqualifikation im Programmieren und in aktuellen IT-Technologien anstreben.
Zulassungsvoraussetzungen im Überblick
- Mindestens mittlerer Schulabschluss: Die Fernakademie verlangt mindestens einen Realschulabschluss (oder gleichwertig).
- Logisches Denkvermögen: Ein gutes Auffassungs- und Kombinationsvermögen wird vorausgesetzt, um die Inhalte zu verstehen.
- Grundkenntnisse Englisch: Da einzelne Fachbegriffe und Programmierumgebungen in englischer Sprache gehalten sind, sollten grundlegende Englischkenntnisse vorhanden sein.
- IT-Grundkenntnisse: Die Teilnehmenden müssen sicher im Umgang mit einem aktuellen Computerbetriebssystem (Microsoft Windows oder Apple macOS), mit Office-Anwendungen (insbesondere Word und Excel) sowie dem Internet sein.
- Technische Ausstattung: Erforderlich sind ein aktueller Windows-PC oder Mac, ein Internetzugang sowie ein Monitor oder TV mit HDMI-Eingang.
Es gibt keine weiteren formalen Zulassungsbeschränkungen. Der Kurs kann jederzeit begonnen werden.
Persönliche Voraussetzungen für ein erfolgreiches Fernstudium im Bereich Programmierung sind Selbstorganisation, Eigenmotivation und die Bereitschaft, regelmäßig Zeit für das Selbststudium aufzubringen (empfohlen werden rund 10 bis 11 Stunden pro Woche). Ein grundlegendes Interesse an technischen Zusammenhängen, Problemlösefähigkeit und die Bereitschaft, komplexe Aufgabenstellungen zu analysieren und umzusetzen, sind ebenfalls von Vorteil. Offenheit für neue Technologien und die Fähigkeit zum selbständigen Lernen unterstützen den Lernerfolg zusätzlich.
Was lernen Sie im Fernkurs „Geprüfte/r Programmierer/in“?
Der Fernlehrgang vermittelt umfassende Kompetenzen im Bereich Informatik und Programmierung. Teilnehmende eignen sich theoretische Grundlagen ebenso an wie praktische Fertigkeiten für die Softwareentwicklung. Im Mittelpunkt stehen Methoden und Tools, die heute in der beruflichen Praxis entscheidend sind.
- Grundlagen der Informatik: Einführung in die Geschichte der Informatik, Zahlensysteme (Dezimal, Dual, Hexadezimal), Funktionsweise von Computern.
- Praxisorientierte Programmierung: Arbeiten mit Python als Einstieg, objektorientierte Konzepte, Verzweigungen, Schleifen, Zufallsgeneratoren sowie Einführung in die Makroprogrammierung (VBA).
- Softwareentwicklung: Agile Methoden wie Scrum, Software-Engineering mit UML-Modellierung, Entwurf, Codierung, Qualitätssicherung sowie Testverfahren.
- Programmieren in Java: Wahlmodul mit Fokus auf die Entwicklungsumgebung Eclipse, objektorientierte Programmierung, Aufbau grafischer Oberflächen mit JavaFX und plattformübergreifenden Applikationen.
- Netzwerktechnik: Grundlegende Netzwerkkonzepte, Datenaustausch, TCP/IP (IPv4, IPv6) und Netzwerkvirtualisierung (z.B. VMware), Arbeiten mit Windows Server und Windows 10.
- Künstliche Intelligenz und Machine Learning: Einblicke in neuronale Netze, Machine Learning und die praktische Anwendung mit Python, Analyse von Sensordaten, Large Language Models.
- Hardware-nahe IT: Einsatz des Raspberry Pi inklusive SenseHAT-Erweiterung, Einrichtung und Fernzugriff.
- Weitere Themen: Datenkompression, Kryptografie, IT-Sicherheit und Datenschutz, Schaltlogik, Relationen und Datenmodellierung.
Das Kursmaterial besteht aus 49 Studienheften, zahlreichen Übungen, Testfragen, Lernvideos und Entwicklungsumgebungen für Python und Java. Die Themen bauen strukturiert aufeinander auf, von den Grundlagen bis hin zu spezialisierten Kenntnissen.
Wie läuft das Fernstudium ab?
Der Lehrgang ist für das berufsbegleitende Fernstudium konzipiert. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Die Regeldauer beträgt 30 Monate bei einer empfohlenen Lernzeit von etwa 10 Stunden pro Woche. Eine kostenlose Verlängerung um bis zu 18 Monate ist möglich.
- Studienmaterial: Sie erhalten alle Unterlagen zu Beginn digital und zusätzlich in gedruckter Form. Ein späterer Wechsel zu „rein digital“ ist jederzeit möglich, ohne Mehrkosten.
- Digitale Lernumgebung: Zugang zum Online-Studienzentrum mit digitalen Studienheften, Online-Studienmanager, Lernsoftware, regelmäßigen Online-Seminaren/Webinaren und Foren zum Austausch mit Fernlehrenden und Mitstudierenden.
- Betreuung: Persönliche Betreuung durch qualifizierte Tutorinnen und Tutoren sowie Studienbetreuende, Korrektur von Einsendeaufgaben.
- Praxiselemente: Praktische Programmierübungen, Einsatz des Raspberry Pi inklusive Zubehör, Arbeiten mit aktueller Profi-Software.
- Abschluss: Nach erfolgreicher Bearbeitung aller Einsendeaufgaben erhalten Sie das Fernakademie-Zeugnis „Informatiker/in (Fernakademie)“. Nach zwei Heimprüfungsarbeiten erhalten Sie das Zertifikat „Geprüfte/r Informatiker/in (Fernakademie)“.
- Flexibilität: 4 Wochen kostenfreies Probestudium zum Kennenlernen, monatliche Kündigung möglich.
Mögliche Berufsfelder und Perspektiven für Absolventinnen und Absolventen
Mit der Weiterbildung „Geprüfte/r Programmierer/in“ schaffen sich Teilnehmende eine breite Basis für den Arbeitsmarkt der IT-Branche. Absolventinnen und Absolventen sind qualifiziert für Tätigkeiten in unterschiedlichen Bereichen rund um Entwicklung, Administration und Anwendung moderner IT-Lösungen.
- IT-Entwicklung: Einstieg als Entwickler/in in Softwareprojekten, Aufbau von Applikationen oder Tools, Umsetzung von grafischen Benutzeroberflächen.
- Anwendungs- und Systementwicklung: Programmierung, Wartung und Anpassung von Anwendungen in Unternehmen verschiedener Branchen.
- Netzwerktechnik und Systemintegration: Mitarbeit (auch beratend) im Auf- und Ausbau von IT-Infrastrukturen.
- Datenanalyse und IT-Sicherheit: Einsatz im Bereich Datenschutz, Security, Datenmanagement, Unternehmensnetzwerke.
- Künstliche Intelligenz: Mitarbeit bei Projekten rund um Machine Learning, Automation und Datenanalyse.
- Freelancing und Beratung: Gute Grundlage für selbstständige Arbeit im IT-Bereich oder beratende Tätigkeiten.
- Option Hochschulstudium: Einzelne Leistungen können als Vorleistungen an Partnerhochschulen, beispielsweise für einen IT-Management-Studiengang (B.Sc.) an der Euro-FH, anerkannt werden.
Kosten & Finanzierungsmöglichkeiten
Die Weiterbildung kostet insgesamt 4.290 € und setzt sich wie folgt zusammen:
- Monatliche Studiengebühr: 165 €, verteilt auf die Studiendauer.
- Leistungen inklusive: Studienmaterialien (gedruckt & digital), Zugang zur Lernplattform, Betreuung, Raspberry Pi samt Zubehör, Software u.v.m.
Der Kurs kann vier Wochen kostenlos getestet werden, eine monatliche Kündigung ist jederzeit möglich. Zusätzlich gibt es Fördermöglichkeiten, etwa über Bildungsgutschein, steuerliche Absetzbarkeit oder spezifische Bildungsförderungen der Bundesländer. Zusätzliche Kosten für Materialien oder Prüfungen fallen nicht an.
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