Für wen eignet sich das Hochschulzertifikat "KI-Management im Gesundheitswesen"?
Mit dieser Weiterbildung sprichst du Personen an, die im Gesundheitswesen operative oder organisatorische Verantwortung tragen und digitale Transformationsprozesse aktiv mitgestalten möchten. Angesprochen bist du, wenn du beispielsweise in einer Praxis, einem medizinischen Versorgungszentrum (MVZ), einer Klinik, einem Reha-Zentrum, in der Pflege oder im Bereich Gesundheitsadministration arbeitest – etwa als medizinische oder zahnmedizinische Fachangestellte, Praxismanagerin, Teamleitung, Dokumentationsassistenz oder im Qualitätsmanagement. Der Kurs adressiert explizit Fachkräfte, die Wissen über KI-Anwendungen erwerben und digitale Kompetenzen in ihrer Einrichtung stärken wollen.
Zulassung: Welche formalen Kriterien musst du erfüllen?
Für die Aufnahme in das Hochschulzertifikat "KI-Management im Gesundheitswesen" der Fachhochschule des Mittelstands musst du mindestens eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:
- Allgemeine Hochschulzugangsberechtigung (z. B. (Fach-)Abitur oder gleichwertiger Abschluss)
- abgeschlossene Berufsausbildung im Gesundheitswesen oder Sozialwesen
- Berufserfahrung im Gesundheits- oder Sozialwesen (Nachweis erforderlich, die konkrete Dauer ist nicht explizit vorgeschrieben)
Der Nachweis erfolgt im Rahmen der Online-Bewerbung durch entsprechende Unterlagen (z.B. Zeugnisse, Nachweise über Berufspraxis).
Was solltest du darüber hinaus mitbringen? Persönlich profitierst du besonders, wenn du folgende Eigenschaften und Vorerfahrungen mitbringst:
- Interesse an Digitalisierung und neuen Technologien im Gesundheitswesen
- Bereitschaft, dich mit rechtlichen und datenschutzrechtlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen
- Kommunikations- und Teamfähigkeit, um Veränderungsprozesse in der eigenen Organisation umzusetzen
- Eigenständige Arbeitsweise sowie Motivation zum Online- und Selbststudium
- Grundkenntnisse in medizinischen oder gesundheitsbezogenen Abläufen sind von Vorteil
Welche Kompetenzen vermittelt das Zertifikat „KI-Management im Gesundheitswesen“?
Im Zertifikatskurs „KI-Management im Gesundheitswesen“ eignest du dir ein umfassendes Verständnis für den Einsatz künstlicher Intelligenz im medizinischen Alltag an. Der Kurs vermittelt gezielt folgende Fähigkeiten und Inhalte:
- Fachkompetenz:
- Grundlagen zentraler KI-Modelle und -Prozesse
- Kennenlernen der wichtigsten Digital-Health-Strukturen wie Telematikinfrastruktur (TI), elektronische Patientenakte (ePA), Kommunikation im Medizinwesen (KIM) und eRezept
- Anwendungswissen zu praxisrelevanten KI-Tools in Bereichen wie Dokumentation, Terminmanagement, Triage und Chatbots
- Rechts- und Datenschutzkompetenz:
- Sicherer Umgang mit Datenschutz (DSGVO) im Gesundheitswesen
- Kenntnisse in rechtssicherer Dokumentation und Haftungsfragen
- Fähigkeit zur Risikoanalyse und zur Einhaltung von Compliance-Anforderungen bei KI-Anwendungen
- Organisations- und Prozesskompetenz:
- Identifikation von Automatisierungs- und Optimierungspotenzial in Einrichtungen des Gesundheitswesens
- Gestaltung und Implementierung digitaler Prozesse, angepasst an verschiedene Organisationstypen (Praxen, MVZ, ambulante Zentren)
- Methoden des Change Managements zur erfolgreichen Einführung von KI-Lösungen
- Kommunikationskompetenz:
- Effektive Patientenkommunikation im digitalen Umfeld
- Umgang mit Unsicherheit und Skepsis im Team
- Entwicklung der Rolle als digitale Kompetenzträgerin oder Kompetenzträger in der eigenen Organisation
Die Inhalte werden in Modulen strukturiert vermittelt und durch ein abschließendes Praxisprojekt vertieft.
Wie ist das Fernstudium aufgebaut?
Das berufsbegleitende Fernstudium ist modular gegliedert und umfasst einen Zeitraum von sechs Monaten. Die wichtigsten Elemente im Ablauf:
- Studiendauer: 6 Monate
- Studienform: Komplett online über die FHM Online-University, geeignet zur flexiblen Integration in den Berufsalltag
- Module:
- Grundlagen der KI im Gesundheitswesen
- Datenschutz, Recht & Interoperabilität
- KI in Praxisprozessen & Dokumentation
- Kommunikation, Change & Patienteninteraktion
- Praxisprojekt & Abschlusskolloquium
- Lernformen:
- Blended Learning mit Selbstlernzeiten, synchronen Onlinephasen und digital unterstütztem Austausch
- Praxiselemente wie Fallstudien, Tools und Szenarien aus dem Versorgungsalltag
- Kollaboratives Lernen in virtuellen Gruppen
- Prüfungsleistungen:
- Online-Klausuren
- Mündliche Modulprüfungen
- Berufspraktische Übungen
- Abschlusskolloquium am Ende des Praxisprojekts
- Abschluss: Hochschulzertifikat (Certificate of Advanced Studies) mit 15 ECTS Kreditpunkten – anrechenbar für weiterführende Studienprogramme
Welche Karriereperspektiven bietet der Kurs?
Das Hochschulzertifikat eröffnet neue Aufgaben- und Verantwortungsbereiche im Gesundheitswesen, insbesondere an Schnittstellen zwischen Praxis, IT und Verwaltung. Mögliche Einsatzbereiche für Absolventinnen und Absolventen sind:
- Digitalisierungsexperten in Arztpraxen, MVZ, Ambulanzen und Kliniken
- Teamleitungen und Praxismanagerinnen bzw. -manager mit Fokus auf digitale Prozesse
- Mitarbeit in Qualitätsmanagement und Prozessoptimierung
- Fachverantwortliche für Datenschutz, Compliance und rechtssichere Digitalisierung
- Künftige „Digitale Kompetenzträgerinnen und -träger“ in Gesundheits- und Sozialwesen
Das Hochschulzertifikat mit 15 ECTS-Punkten kann zudem für ein weiterführendes Studium angerechnet werden und erhöht die Anschlussfähigkeit im Berufs- und Hochschulsystem.
Mit diesen Kosten musst du rechnen – und diese Finanzierungsmöglichkeiten gibt es
Die Weiterbildung kostet insgesamt 2.490 Euro. Die Gebühren werden üblicherweise in sechs monatlichen Raten zu je 415 Euro bezahlt. Im Preis enthalten sind alle Lehrmaterialien, die Teilnahme an Online-Veranstaltungen sowie die Prüfungsgebühren.
- Gesamtkosten: 2.490 Euro (bei Zahlung in 6 Monatsraten zu je 415 Euro)
- Enthaltene Leistungen: Zugang zur Lernplattform, sämtliche Kursmaterialien und Prüfungen
- Steuerliche Absetzbarkeit: Die Kosten sind bei beruflicher Nutzung als Werbungskosten steuerlich absetzbar.
- Finanzierung: Eine Finanzierung durch den Arbeitgeber ist häufig möglich. Bildungsschecks und Fördermittel können regional abhängig beantragt werden.
Studienberatung
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