Für wen eignet sich die Weiterbildung zum Pferdeverhaltenstrainer?
Die Weiterbildung richtet sich an Pferdebesitzerinnen und Pferdebesitzer, Reitlehrerinnen und Reitlehrer, Pferdeausbilderinnen und -ausbilder sowie an weitere Fachkräfte, die beruflich regelmäßig mit Pferden arbeiten – zum Beispiel Tierärztinnen und Tierärzte, Hufschmiede oder Pferdephysiotherapeutinnen und -therapeuten. Wenn du die Kommunikation und das Verhalten von Pferden besser verstehen und gezielt Trainingsmethoden anwenden willst, profitierst du von diesem Kurs. Auch für Interessierte, die sich zukünftig im Bereich Pferdeverhaltenstraining selbstständig machen möchten, ist die Weiterbildung geeignet.
Zulassungsvoraussetzungen: Was musst du mitbringen?
Für die Teilnahme gelten folgende formale Voraussetzungen:
- Abgeschlossener Schulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung oder
- (Fach-)Hochschulreife
- Erfahrung im Umgang mit Pferden – praktische Kenntnisse im Pferdeumfeld werden vorausgesetzt
Darüber hinaus solltest du persönliche Voraussetzungen mitbringen:
- Interesse an pferdepsychologischen Themen und Verhaltensbiologie
- Bereitschaft, dich mit theoretischen Grundlagen sowie praxisnahen Trainingsmethoden auseinanderzusetzen
- Empathie, Geduld und ein besonderes Einfühlungsvermögen im Umgang mit Tieren
- Selbstständiges Arbeiten und Organisationstalent für das Fernlernen und die Präsenzphasen
Welche Kenntnisse vermittelt die Weiterbildung zum Pferdeverhaltenstrainer?
Im Fernlehrgang zum Pferdeverhaltenstrainer erhältst du ein fundiertes Verständnis für das natürliche Verhalten von Pferden, ihre Kommunikation und psychologischen Grundlagen. Du beschäftigst dich mit folgenden Kompetenzfeldern:
- Anatomische und physiologische Grundlagen: Aufbau des Pferdekörpers, Nervensystem, Hormonregulation, Schmerzempfinden und Auswirkungen auf das Verhalten.
- Verhaltensbiologie und Psychologie: Entwicklung des arttypischen Pferdeverhaltens, Lernverhalten, Evolution und Domestikation, ethologische Beobachtungsmethoden, Ursachen von Verhaltensstörungen.
- Kommunikation mit dem Pferd: Signale senden und richtig interpretieren, Lerntheoretische Grundlagen, Einblick in die Sprache des Pferdes.
- Gesundheitsmanagement: Erkennen von Gesundheitsproblemen, Gesundheitsprophylaxe, Erste Hilfe, Grundlagen zur Pferdehaltung und Fütterung.
- Verhaltenstherapie: Anwendung von Methoden zur Verhaltensmodifikation, Umgang mit typischen Problemstellungen wie Sattel-, Transport- oder Medical Training.
- Selbstmanagement: Stressreduktion, Mentaltraining, Achtsamkeitsübungen, Kommunikationsstrategien für Trainerinnen und Trainer im Umgang mit Kundschaft.
- Praktisches Verhaltenstraining: Planung und Durchführung individueller Trainingsmaßnahmen, speziell Gelassenheitstraining oder Trainingssituationen aus dem Alltag.
Nach Abschluss bist du in der Lage, pferdgerechte Lösungsansätze für Erziehungs- und Trainingsfragen zu entwickeln und diese im direkten Umgang mit Pferden und deren Besitzenden umzusetzen.
Wie ist der Ablauf und Aufbau der Weiterbildung gestaltet?
Die Weiterbildung ist auf 12 Monate angelegt und basiert auf einem flexiblen Fernstudienkonzept. Studienbeginn ist jeweils im Januar, April, Juli oder Oktober. Der Ablauf im Überblick:
- Selbststudium: Acht didaktisch aufbereitete Studienhefte bilden das Fundament. Diese erhältst du wahlweise gedruckt oder in digitaler Form.
- E-Learning und Online-Vorlesungen: Über den Online-Campus stehen dir Videos, Webinare und ergänzende Podcasts zur Verfügung. Die App unterstützt dich bei der Terminverwaltung und Prüfungsvorbereitung.
- Drei Präsenzphasen: In den begleitenden Seminaren übst du praktisch mit Pferden. Die Praxiseinheiten finden an verschiedenen Standorten statt und können bei der Terminwahl flexibel angepasst werden.
- Prüfungsleistungen: Je nach Thema werden Einsendearbeiten, Fallstudien oder digitale Abschlussprüfungen verlangt. Alle Prüfungen lassen sich ortsunabhängig online ablegen.
- Betreuung: Du profitierst von der persönlichen Unterstützung erfahrener Dozentinnen und Dozenten aus der Praxis sowie vom Austausch mit anderen Teilnehmenden im Online-Campus.
Bei Bedarf kannst du die Studiendauer nach Ablauf der Regelzeit um bis zu neun Monate kostenfrei verlängern – der Zugang zum Online-Campus bleibt dabei erhalten.
Welche beruflichen Möglichkeiten eröffnet die Qualifikation zum Pferdeverhaltenstrainer?
Als Absolventin oder Absolvent dieser Weiterbildung eröffnest du dir attraktive Tätigkeitsfelder in der Arbeit mit Pferden. Einsatzmöglichkeiten bestehen zum Beispiel in diesen Bereichen:
- Selbstständigkeit: Aufbau einer eigenen Praxis für Verhaltenstraining und Beratung von Pferdebesitzerinnen und -besitzern.
- Reitbetriebe und Ausbildungsstätten: Unterstützung bei der Ausbildung und im Training von Reit- und Therapiepferden, Begleitung von Gruppen und Einzelpersonen im pferdegerechten Umgang.
- Erweiterung bestehender Tätigkeiten: Reitlehrerinnen und Reitlehrer, Tierärztinnen, Hufschmiede und Pferdephysiotherapeutinnen können ihr Leistungsangebot durch Verhaltenstherapie und Schulungsmaßnahmen gezielt ausbauen.
- Coachings und Workshops: Durchführung von Gelassenheitstrainings, Medical Training oder pferdegestütztem Coaching für Kundinnen und Kunden.
Die praxisnahe Qualifikation wird in der Pferdebranche hoch geschätzt und ist besonders geeignet, wenn du dich mit wissenschaftlich fundiertem Know-how vom Wettbewerb abheben willst.
Mit welchen Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten musst du rechnen?
Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2.844 Euro für das digitale Studienformat (12 Monatsraten à 237 €). Entscheidest du dich für gedruckte Studienhefte, beträgt die Gebühr insgesamt 2.988 Euro (12 Monatsraten à 249 €). Zusätzlich wird eine Prüfungsgebühr von 150 Euro fällig.
Mögliche Finanzierungslösungen im Überblick:
- Ratenzahlung ist Standard: Die Gebühr wird monatlich beglichen, Zusatzkosten entstehen nicht.
- Sonderkonditionen: Wählst du ausschließlich das digitale Studienmaterial, erhältst du automatisch eine 5 %-Ermäßigung auf die Kursgebühr.
- Verlängerung: Eine Verlängerung um bis zu neun Monate ist ohne Zusatzkosten möglich.
- Steuerliche Absetzbarkeit: Die Weiterbildung kann im Regelfall als Werbungskosten bei der Steuer geltend gemacht werden.
- Fördermöglichkeiten: Teilnehmende mit Anspruch auf Förderungen (z. B. Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit) können diese beim Veranstalter einsetzen.
Alle Materialien, Online-Zugänge und die Betreuung sind in den Studiengebühren enthalten. Zusätzliche Kosten fallen nur bei besonderen Fahrt- oder Übernachtungskosten für die Präsenzphasen an.
Erfahrungen & Bewertungen
Quelle dieser Kursinfos: Anbieter-Website
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