Wer sollte die Weiterbildung zur Fachkraft für Medienpädagogik wählen?
Die Weiterbildung richtet sich an Personen, die im Bildungsbereich tätig sind oder werden wollen, insbesondere Erzieherinnen und Erzieher, Pädagoginnen und Pädagogen, Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Psychologinnen und Psychologen. Auch für Quereinsteiger und Interessierte, die medienpädagogische Kompetenzen erwerben und Menschen aller Altersgruppen beim kompetenten Umgang mit digitalen Medien unterstützen möchten, ist der Kurs geeignet. Besonders profitieren alle, die medienpädagogische Angebote in Kindergärten, Schulen, in der Jugendarbeit oder im Beratungsumfeld gestalten oder ihre Qualifikation im Bildungswesen, in sozialen Einrichtungen oder in Unternehmen mit Fokus auf digitale Kompetenz stärken wollen.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Um an der Weiterbildung teilnehmen zu können, benötigst du einen mittleren Schulabschluss und musst mindestens 21 Jahre alt sein. Zusätzlich sind mindestens zwei Jahre Berufserfahrung erforderlich, unabhängig davon, in welchem Bereich diese erworben wurden. Erfahrung im pädagogischen Umfeld ist von Vorteil, aber keine zwingende Bedingung.
Du solltest die Bereitschaft mitbringen, dich mit digitalen Medien und ihren gesellschaftlichen Auswirkungen auseinanderzusetzen, und eigenverantwortlich sowie strukturiert lernen können. Von Vorteil sind pädagogisches Interesse, Kommunikationsfähigkeit, Empathie für verschiedene Zielgruppen und Offenheit gegenüber digitalen Trends. Voraussetzung für die Teilnahme am Online-Seminar und die Nutzung des Campus ist ein stabiler Internetzugang sowie ein Computer oder Mobilgerät mit Kamera und Mikrofon; optimal sind Laptop oder PC mit Headset.
Mit welchen Inhalten und Kompetenzen qualifizierst du dich als Fachkraft für Medienpädagogik?
Im Lehrgang „Fachkraft für Medienpädagogik“ setzt du dich systematisch mit den Herausforderungen, Chancen und Risiken der modernen Mediengesellschaft auseinander. Das Curriculum reicht von pädagogischen und technisch-gesellschaftlichen Grundlagen bis zu praxisorientierten Vertiefungen. Zu den Schwerpunkten gehören:
- Grundlagen der Medienpädagogik: Einführung in zentrale Begriffe, Theorien und aktuelle Konzepte.
- Bedeutung von Daten: Umgang mit Informationen und Datenschutzaspekten in der Mediengesellschaft.
- Frühkindliche Medienerziehung und Medienbildung in der Kita: Altersgerechte Medienvermittlung für Kinder im Vorschulalter.
- Medienpädagogik im Grundschulalter: Methoden und Ansätze zur Stärkung altersgerechter Medienkompetenz.
- Digitale Lebenswelten Jugendlicher: Analyse von Trends, Online-Kommunikation, Influencer, Gaming und sozialen Netzwerken.
- Beziehungsgestaltung in Medienwelten: Förderung sozialer Kompetenzen und Prävention von Problemen im digitalen Kontext.
- Digitale Gewalt und Cybermobbing: Erkennen, vorbeugen und intervenieren bei Risiken wie Cyberbullying oder Hate Speech.
- Medienpädagogik und Gaming: Vermittlung von Potenzialen und Herausforderungen digitaler Spiele im Entwicklungsprozess.
- Digitale Kommunikation und Medienerziehung in der Familie: Unterstützungsangebote und Beratungsansätze für Eltern.
- Technologie und Zukunftsvisionen: Einblicke in Robotik, Künstliche Intelligenz und neue Medienentwicklungen.
- Berufsbild Medienpädagogik: Tätigkeitsprofile, Arbeitsfelder und die praxisbezogene Rolle als Fachkraft für Medienpädagogik.
Nach Abschluss des Lehrgangs kannst du zielgruppengerechte Medienkonzepte konzipieren, Menschen aller Altersgruppen für medienbezogene Herausforderungen sensibilisieren und sowohl Kinder als auch Erwachsene im reflektierten Umgang mit digitalen Medien unterstützen.
Wie ist der Fernkurs organisiert und welche Lernformate erwarten dich?
Die Weiterbildung ist für eine Dauer von zwölf Monaten bei etwa zehn Wochenstunden ausgelegt. Zu den organisatorischen Merkmalen und Abläufen zählen:
- Individueller Start: Du kannst jederzeit beginnen und das Tempo an deine persönlichen Lebensumstände anpassen.
- Material und Plattformen: Du erhältst 12 Studienhefte, eine Studienmappe, ein Begleitheft sowie ein Glossar und hast durchgehend Zugang zum OnlineCampus „waveLearn“ mit digitalen Lernmaterialien, Foren und hilfreichen Zusatzfunktionen.
- Digitale Unterstützung: Die KI-basierte Lernassistentin KILEA steht 24/7 für Fragen, Verständnischecks und individuelles Feedback zur Verfügung.
- Online-Seminare: Zwei verpflichtende Seminartage (18 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten) zum Austausch, Vertiefen und Anwenden des Gelernten. Diese Seminare finden online statt und sind Voraussetzung für das Zertifikat.
- Prüfungsleistungen: Einsendeaufgaben nach jedem Studienheft, die durch Fachlehrkräfte individuell ausgewertet werden.
- Abschluss: Nach erfolgreichem Bearbeiten aller Einsendeaufgaben erhältst du das SGD-Abschlusszeugnis „Medienpädagogik“. Das SGD-Zertifikat „Fachkraft für Medienpädagogik“ erhältst du nach zusätzlicher Teilnahme am Online-Seminar.
- Flexible Verlängerung: Die Regelstudienzeit von zwölf Monaten lässt sich kostenfrei um bis zu sechs Monate verlängern.
- Testphase: Die ersten vier Wochen kannst du das Fernstudium unverbindlich und kostenlos testen.
Welche beruflichen Möglichkeiten eröffnen sich nach dem Abschluss?
Als Fachkraft für Medienpädagogik verfügst du über gefragtes Praxiswissen rund um medienpädagogische Fragestellungen und bist in vielen pädagogischen und gesellschaftlichen Arbeitsfeldern einsetzbar. Absolventinnen und Absolventen arbeiten typischerweise:
- In Kindertagesstätten und Schulen bei der Konzeption, Durchführung und Beratung zur Medienbildung
- Als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Eltern und Lehrkräfte zum Thema Medienerziehung
- In Jugendarbeit, Familienberatung, außerschulischer Bildungsarbeit und Erwachsenenbildung
- Bei öffentlichen, gemeinnützigen oder privaten Bildungsträgern, Akademien und Instituten
- Im Bereich Präventionsarbeit, etwa bei Schutz vor digitaler Gewalt und Cybermobbing
- In Unternehmen, insbesondere bei der Gestaltung digitaler Lernangebote oder in der Gaming-Branche zur pädagogischen Bewertung von Inhalten
- Selbstständig, mit selbst konzipierten medienpädagogischen Angeboten für unterschiedliche Zielgruppen
Das Zertifikat belegt fundierte medienpädagogische und didaktische Qualifikationen, die sich branchenübergreifend nutzen lassen – ob im klassischen Bildungsbereich, in sozialen Einrichtungen, in der Familienarbeit, im digitalen Content-Management oder in medienbasierten Beratungssettings.
Wie setzen sich die Weiterbildungskosten zusammen und welche Förderungen sind möglich?
Die Lehrgangsgebühr beträgt 199 Euro pro Monat und summiert sich bei zwölf Monaten Studiendauer auf insgesamt 2.388 Euro. In den Kursgebühren enthalten sind sämtliche Studien- und Lernmaterialien, die Teilnahme an den Online-Seminaren sowie der Zugang zum OnlineCampus und zu digitalen Zusatzangeboten.
Du hast folgende Finanzierungsmöglichkeiten:
- Ratenzahlung: Der Gesamtpreis wird komfortabel in monatlichen Beträgen beglichen.
- Bildungsgutschein (Arbeitsagentur): Der Kurs ist zu 100 % über einen Bildungsgutschein förderfähig, sodass bei Bewilligung alle Kosten übernommen werden können.
- Ermäßigungen: Rabatte werden für bestimmte Personengruppen geboten (z. B. Arbeitssuchende, Studierende, Rentnerinnen und Rentner, Eltern in Elternzeit).
- Steuerliche Absetzbarkeit: Die Weiterbildungskosten können als Werbungskosten oder Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden.
- Teilweise Förderprogramme: Je nach Tätigkeit und Bundesland kommen auch Bildungsprämie, Aufstiegs-BAföG oder länderspezifische Programme infrage.
Die SGD bietet eine vierwöchige, kostenlose Testphase – erst danach entscheidest du verbindlich, ob du den Kurs fortsetzen möchtest. Weitere Nebenkosten wie Reisekosten entfallen, da Seminare und alle relevanten Bestandteile online durchgeführt werden.
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