Für wen passt die Functional Fitnesstrainer A-Lizenz – und welche Voraussetzungen gelten?
Die Ausbildung richtet sich an Berufstätige aus der Fitness- und Gesundheitsbranche, die ihr Profil im funktionellen Training schärfen möchten. Typische Profile: Trainerinnen und Trainer in Studios oder Vereinen, die bereits Kurse leiten und künftig Functional Training und Faszientraining professionell anbieten wollen. Personal Trainer oder Übungsleiter im Präventions- und Rehasport, die Bewegungsanalysen sicher durchführen und individuelle Pläne erstellen möchten. Auch ambitionierte Sportlerinnen und Sportler aus CrossFit/Functional Boxen sowie Therapeutinnen und Therapeuten, die ihr Coaching praxisnah erweitern wollen, finden hier eine passgenaue Spezialisierung.
Zulassungsvoraussetzungen
Der Lehrgang ist staatlich geprüft und zugelassen (Fernunterricht, ZFU-Nr. 7316917). Es handelt sich um eine berufliche Weiterbildung mit Zertifikatsabschluss – keine Hochschulausbildung. Entsprechend ist keine Hochschulzugangsberechtigung erforderlich.
- Erforderlich: Fitnesstrainer B-Lizenz oder eine vergleichbare, abgeschlossene und nachweisbare Ausbildung.
- Unterrichtssprache: Deutsch; formale Sprachnachweise werden nicht gefordert.
- Anrechnung: Gleichwertige Qualifikationen werden als Zugang anerkannt; eine weitergehende ECTS-Anrechnung ist nicht vorgesehen.
- Studienform: Blended Learning mit Studienbrief, Web-Based-Training und zwei Präsenzseminaren (insgesamt 5 Tage, Termine mehrmals im Jahr, auch am Wochenende).
Start ist im Regelbetrieb alle zwei Monate. Die Gebühren betragen 198 € monatlich; der Gesamtpreis liegt bei 759 € inklusive Prüfungsgebühr und Materialien.
Persönliche Voraussetzungen
Wichtig sind solide Trainingspraxis, Freude am Anleiten von Menschen und die Bereitschaft, Bewegungsmuster systematisch zu analysieren. Neben dem Job zu lernen bedeutet vor allem: Selbstorganisation und Durchhaltevermögen. Plane realistisch etwa 15 Stunden pro Woche für Wissensaufbereitung, Übungsaufgaben und Terminvorbereitung ein – über 3 Monate. Hinzu kommen 5 zusammenhängende Seminartage (9:00–17:00 Uhr), die du frühzeitig mit Dienstplan, Familie oder Kunden koordinieren solltest.
- Struktur: Feste Lernfenster pro Woche einplanen, Lernziele je Modul definieren, Puffer vor den Seminaren einbauen.
- Praxisfokus: Bereitschaft, Inhalte direkt am/vom Körper zu üben – Mobility, Faszien- und Functional-Drills profitieren vom eigenen Trainingstagebuch.
- Kommunikation: Offener Austausch in der Lerngruppe und mit Dozentinnen und Dozenten beschleunigt den Transfer in Kurs- und PT-Settings.
Wenn du klare Ziele verfolgst (z. B. Ausbau von PT-Angeboten, stärkere Präsenz im Kursplan, Einstieg in Athletik- oder Rehatraining) und deine Lernzeit verbindlich blockst, ist die A-Lizenz ein gut planbarer Schritt – auch neben Schichtdienst oder Familienalltag.
Was lernst du im Functional Fitnesstrainer A-Lizenz an der Deutschen Sportakademie?
Du vertiefst funktionelles Training von der Theorie bis zur Anwendung: Grundprinzipien, Programmplanung und Coaching, dazu myofasziale Konzepte und Mobilität. In Praxisworkshops trainierst du Bewegungsmuster, Faszientraining und die Übertragung in Kleingruppen- und Personal-Training – inklusive Bewegungsanalyse und Übungsprogressionen.
Funktionelle Trainingslehre und Planung: Du ordnest Grundbewegungsmuster ein, planst Einheiten und Zyklen und passt Belastungen an Zielgruppen an. Dazu gehören Methodik, Cueing, Regression/Progression und sicherheitsrelevante Aspekte im freien Training.
Faszien und Myofascial Training: Du verbindest aktuelle Erkenntnisse der Faszienforschung mit der Praxis. Inhalte sind myofasziale Ketten, Mobilitätsroutinen, Selbstbehandlung (z. B. mit Rollen) sowie die sinnvolle Integration ins funktionelle Training.
Praxis und Coaching: In Präsenz-Workshops erarbeitest du Übungsreihen für Kraft, Stabilität und Beweglichkeit – etwa mit Kettlebells, Medizinbällen oder Schlingentrainern. Du schulst Bewegungsanalyse, Technik-Checks und klientenorientiertes Coaching im 1:1 und in Kleingruppen.
Vertiefungen: Der Lehrgang setzt einen Schwerpunkt auf „Myofascial Training“. Zwei Praxisworkshops (Faszientraining & Mobility sowie Functional Training) sichern den Kompetenztransfer in dein Alltagscoaching. Der Abschluss ist die A-Lizenz Functional Fitnesstrainer/-in.
Wie läuft das Fernstudium im Functional Fitnesstrainer A-Lizenz ab?
Du lernst im Blended-Learning-Format mit Studienbrief, Web-Based-Training und zwei Präsenzseminaren. Start ist alle zwei Monate, die Regelzeit beträgt 3 Monate, anschließend 3 weitere Monate kostenfreie Betreuung und Zugriff. Der Kurs ist staatlich zugelassen (ZFU Nr. 7316917).
Lernmaterial und Formate
Die Basis bildet ein strukturierter Studienbrief (digital oder gedruckt) mit Abbildungen, Definitionen und Kontrollfragen. Ergänzend nutzt du ein interaktives Web-Based-Training mit Videos, Quiz und Simulationen. In Präsenzseminaren vertiefst du Inhalte durch Gruppenarbeit, Praxisblöcke und direkten Austausch.
Prüfungen und Leistungsnachweise
Der Abschluss „Functional Fitnesstrainer/-in A-Lizenz“ setzt das erfolgreiche Bestehen der vorgesehenen Leistungsnachweise voraus. Die Prüfungsgebühr ist einmalig fällig; Details regelt die Prüfungsordnung. Lernkontrollen begleiten dich kapitelweise, die praktische Anwendung steht im Mittelpunkt.
Präsenztermine: Was ist verpflichtend?
Es sind 2 Präsenzseminare (insgesamt 5 Tage) vorgesehen. Termine werden mehrfach im Jahr angeboten, teils an Wochenenden und Wochentagen (jeweils 9:00–17:00 Uhr). Reise- und ggf. Übernachtungskosten planst du eigenständig ein.
Zeitaufwand und Flexibilität
Rechne mit etwa 15 Stunden pro Woche für Selbststudium, WBT und Vor-/Nachbereitung der Seminare. Die Regelstudienzeit beträgt 3 Monate. Danach hast du weitere 3 Monate kostenfreien Zugriff auf Materialien und Betreuung – hilfreich, wenn der Job dazwischenkommt.
Was kostet der Functional Fitnesstrainer A-Lizenz an der Deutschen Sportakademie?
Die Weiterbildung kostet 198 € monatlich; der Gesamtpreis beträgt 759 €. Darin sind Lehrgangsgebühren, Studienmaterialien, Betreuung und die Prüfungsgebühr von 165 € enthalten. Zusatzkosten entstehen typischerweise für Anreise und Unterkunft während der Präsenzseminare.
Finanziell ist der Kurs im oberen Segment der kompakten Fitness-A-Lizenzen: Du erhältst jedoch Präsenzworkshops inklusive und eine persönliche Studienbetreuung. Die Weiterbildung lässt sich in der Regel als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben steuerlich geltend machen. Viele Arbeitgeber in Fitness- und Gesundheitsbetrieben beteiligen sich an Gebühren, wenn die Qualifikation im Betrieb einsetzbar ist. Eine Förderung über Bildungsgutschein setzt eine AZAV-Zulassung voraus – diese Weiterbildung ist nicht AZAV-zertifiziert.
Planungstipp: Prüfe vorab Seminarorte und -termine. Reise- und Übernachtungskosten können die Gesamtbelastung merklich erhöhen – besonders, wenn du mehrfach anreisen musst.
Welche Berufe und Gehälter sind nach dem Functional Fitnesstrainer A-Lizenz möglich?
Du qualifizierst dich für Coaching und Kurse im funktionellen Training – angestellt im Studio oder freiberuflich. Typische Rollen: Functional Trainer in Studios und Boxen, Personal Trainer, Kursleiter Functional/Group Fitness, Athletiktrainer im Verein oder Gesundheitszentrum.
Berufsbilder – Beispiele:
- Functional Trainerin bzw. Trainer in Fitnessstudios, CrossFit-/Functional-Boxen oder Gesundheitszentren
- Personal Trainerin bzw. Trainer mit Schwerpunkt Mobility, Faszien und Grundbewegungsmuster
- Kursleiterin bzw. Kursleiter für Functional Circuits, Mobility-Classes oder Faszienkurse
- Athletiktrainerin bzw. Athletiktrainer im Breiten- und Vereinssport
Gehälter – grobe Spannen: Angestellt im Studio liegen Einstiegsgehälter oft bei 2.200–3.000 € brutto monatlich (rund 26.000–36.000 € jährlich). Als Athletiktrainer in Vereinen/Leistungszentren sind 35.000–55.000 € möglich, abhängig von Träger und Verantwortung. Im Freelance-Personal-Training sind 50–100 € pro Stunde marktüblich; Auslastung, Standort und Kundschaft bestimmen das reale Einkommen.
Perspektive: Die A-Lizenz stärkt dein Profil im funktionellen Segment. Für tiefergehende Spezialisierungen bieten sich ergänzende A-Lizenzen (z. B. Ausdauer, Medizinisches Fitnesstraining) oder sportwissenschaftliche Studiengänge an.
Für wen lohnt sich der Functional Fitnesstrainer A-Lizenz – und für wen nicht?
Der Lehrgang lohnt sich, wenn du funktionelles Training strukturiert coachen willst und Praxisworkshops schätzt. Er ist weniger passend, wenn du rein online lernen möchtest oder einen akademischen Abschluss anstrebst.
- Du arbeitest bereits im Fitness- oder Gesundheitstraining und willst funktionelle Methoden, Mobility und Faszienarbeit professionell integrieren.
- Du planst den Schritt ins Personal- oder Kleingruppentraining und brauchst belastbare Tools für Analyse, Cueing und Übungsprogression.
- Du bevorzugst Blended Learning mit klaren Materialien, interaktiven WBTs und praxisnahen Präsenzworkshops.
- Du willst einen zeitlich überschaubaren Abschluss (3 Monate) mit Start alle zwei Monate – gut neben Job und Familie planbar.
Nicht jede oder jeder profitiert gleichermaßen. Prüfe die folgenden Punkte, damit du Aufwand und Format realistisch einschätzt.
- Du kannst oder willst keine Präsenzseminare (5 Tage) an vorgegebenen Terminen wahrnehmen – der Kurs ist nicht 100 % online.
- Du hast neben Vollzeitjob aktuell deutlich weniger als 15 Stunden pro Woche frei – der Wochenaufwand ist für die kurze Laufzeit straff.
- Du suchst einen akademischen Abschluss oder staatlich reglementierte Berufsqualifikation – hier geht es um eine A-Lizenz als Zertifikat.
- Dein Weiterbildungsbudget ist knapp und du benötigst zwingend einen Bildungsgutschein – die Weiterbildung hat keine AZAV-Zulassung.
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