Für wen eignet sich die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung?
Die Weiterbildung richtet sich an Pflegefachkräfte aus der Gesundheits- und Altenpflege, die eine Leitungsposition in ambulanten oder stationären Pflegeeinrichtungen anstreben oder bereits stellvertretend Führungsaufgaben übernehmen. Besonders angesprochen bist du, wenn du als examinierte Pflegekraft deine Kompetenzen im Bereich Management und Organisation ausbauen und den bundesweit anerkannten Abschluss als Pflegedienstleitung erwerben möchtest.
Formale Zugangsvoraussetzungen für den PDL-Kurs
Du musst über eine staatliche Erlaubnis zum Führen einer der folgenden Berufsbezeichnungen verfügen:
- Krankenschwester oder Krankenpfleger bzw. Gesundheits- und Krankenpfleger/-in oder Kinderkrankenschwester/-pfleger
- Altenpfleger/-in mit Erlaubnis nach § 1 Abs. 1 des Altenpflegegesetzes
- Heilerziehungspfleger/-in nach den jeweiligen landesrechtlichen Regelungen
Zusätzlich ist mindestens 12 Monate Berufserfahrung erforderlich. Für die bundesweite Anerkennung empfehlen die Maßstäbe nach § 113 SGB XI, dass du zum Zeitpunkt der Anmeldung mindestens 24 Monate Berufserfahrung nachweisen kannst. Außerdem ist während der Weiterbildung ein 40-stündiges Praktikum in einer Pflegeeinrichtung zu absolvieren.
Persönlich solltest du Erfahrung im pflegerischen Alltag, Organisationsgeschick und Verantwortungsbewusstsein mitbringen. Eigeninitiative, Durchhaltevermögen und Kommunikationsstärke sind für leitende Aufgaben ebenso wichtig wie die Bereitschaft, dich mit rechtlichen, ethischen und betriebswirtschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. Da es sich um eine berufsbegleitende Weiterbildung mit Online- und Präsenzanteilen handelt, ist ein gutes Zeitmanagement und die Fähigkeit zum selbstorganisierten Lernen entscheidend.
Welche Kenntnisse und Kompetenzen vermittelt die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung?
Im Kurs „Pflegedienstleitung (PDL)“ an der ORGAKOM FührungsAkademie eignest du dir praxisrelevante und gesetzlich geforderte Fähigkeiten für die Leitung von ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen an. Das Curriculum basiert auf den Maßgaben des § 71 SGB XI und vermittelt umfassende Management-, Sozial- und Pflegekompetenzen. Zu den zentralen Inhalten gehören:
- Kommunikation und Gesprächsführung – professionelle Interaktion im Pflegealltag und in Leitungsfunktionen
- Rechtliche Grundlagen – Pflegegesetzgebung, Haftungsfragen und Arbeitsrecht
- Führen und Leiten – Personalmanagement, Mitarbeiterentwicklung und Teamleitung
- Betriebswirtschaftslehre – Budgetverwaltung, Kostenrechnung und ökonomische Steuerung von Einrichtungen
- Ethische Entscheidungsfindung – verantwortungsbewusstes Handeln in komplexen Pflegesituationen
- Pflegeprozess und Pflegedokumentation – Planung, Umsetzung und Evaluation von Pflegeleistungen
- Qualitätsmanagement – Einführung in QM-Systeme, Evaluation und Umsetzung gesetzlicher und interner Standards
- Methodik und Didaktik der Anleitung – Mitarbeiterschulung und Anleitung von Auszubildenden
- Geriatrie und Gerontopsychiatrie – Besonderheiten der Altenpflege und Betreuung von Menschen mit Demenz
- Pflegewissenschaften – wissenschaftsbasiertes Denken und Handeln im Pflegealltag
- Selbstmanagement – Zeit- und Stressmanagement für Führungskräfte
Durch die Weiterbildung kannst du Abläufe effektiv steuern, Pflegeprozesse aktiv gestalten sowie Mitarbeitende zielorientiert führen. Die Ausbildung ist bundesweit bei Landespflegekassen, Heimaufsichten und dem MDK anerkannt.
Wie ist der Ablauf der PDL-Weiterbildung organisiert?
Die Weiterbildung ist als berufsbegleitendes Fernstudium konzipiert. Die Regelstudienzeit beträgt 15 bis 18 Monate und lässt sich flexibel auf deine persönliche oder berufliche Situation abstimmen. Zur Struktur gehören:
- Selbstlernphasen: Wöchentlicher Studienaufwand etwa 8 bis 10 Stunden, unterstützt durch digitale Lernunterlagen (auf Wunsch iPad-kompatibel)
- 32 Online-Seminare à 2 Stunden zu ausgewählten Themenbereichen
- Mindestens 4 Präsenztage (insgesamt 32 Stunden) wahlweise vor Ort oder online – interaktive Workshops und Praxistraining
- Angeleitete Peergrouptreffen: Erfahrungsaustausch und Reflexion mit anderen Teilnehmenden
- Praktische Komponente: 40 Stunden Praktikum in einer ambulanten oder stationären Pflegeeinrichtung (auch möglich in der eigenen Einrichtung)
Den Abschluss bildet eine Abschlussprüfung vor dem Prüfungsausschuss der ORGAKOM FührungsAkademie. Der Studienstart ist jederzeit möglich, ein individueller Zeitplan kann auf Wunsch vereinbart werden. Für die Weiterbildung werden 40 Fortbildungspunkte bei der Registrierung beruflich Pflegender vergeben.
Berufliche Möglichkeiten nach dem Abschluss als Pflegedienstleitung
Mit dem Abschluss „Pflegedienstleitung für ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen“ qualifizierst du dich für leitende Positionen in Pflegeeinrichtungen – sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich. Absolventinnen und Absolventen übernehmen Aufgaben wie:
- Leitung von Pflegedienstteams in ambulanten Diensten, Alten- und Pflegeheimen
- Verantwortliche Pflegefachkraft nach § 71 SGB XI
- Qualitätsmanagement und Prozessoptimierung in Pflegebetrieben
- Mitarbeiterführung und Personaleinsatzplanung
- Mitwirkung in der betrieblichen Organisation und der Pflegeentwicklung
Der Abschluss ist bundesweit bei allen Landespflegekassen und Forderungsstellen anerkannt und schafft die formalen Voraussetzungen für eine verantwortliche Leitungsfunktion. Aufbauende Fortbildungen – etwa zum/zur Sozialbetriebswirt/in oder ein Bachelor-Studium in Sozialmanagement – sind möglich.
Wie setzen sich Gebühren und Finanzierungsmöglichkeiten für die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung zusammen?
Für die Weiterbildung stehen zwei Zahlungsmodelle zur Verfügung:
- Modell 1: 202 € monatlich über 18 Monate (Gesamtkosten 3.636 €, einmalige Prüfungsgebühr 155 €)
- Modell 2: 242 € monatlich über 15 Monate (Gesamtkosten 3.630 €, einmalige Prüfungsgebühr 155 €)
Eine kostenfreie Verlängerung auf bis zu 24 Monate ist möglich. Wiederholungen der Prüfung sind ohne Zusatzkosten. Reduzierte Monatsraten und längere Laufzeiten können individuell vereinbart werden.
- Möglichkeiten zur Nutzung von Bildungsprämien, Bildungsgutscheinen und Förderungen der Bundesländer
- Kursgebühren sind als Werbungskosten steuerlich absetzbar
- Bei Wahl der iPad-Version ggf. Mehrkosten für die Hardware (optional)
Ein kostenloses, einmonatiges Probestudium ist möglich.
Erfahrungen & Bewertungen
Quelle dieser Kursinfos: Anbieter-Website
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